Wo sind die Grenzen des Menschen? Warum die Bewegung des „Transhumanismus“ die Religionen überflüssig macht. Ein Salonabend

12. Aug 2013 | von | Themenbereich: Termine

WO SIND DIE GRENZEN DES MENSCHEN? Diskussion über die weltweite Bewegung des „Transhumanismus“

Von der bald verwendbaren „Datenbrille“ ist jetzt oft die Rede, da verschmelzen Körper und digitale Technik zu einer Einheit. Ein erster Erfolg der Möglichkeiten menschlicher Optimierung, die von den Vertretern des „Transhumanismus“ schon beschrieben wurde. Die Transhumanisten, d.h. vor allem Biotechniker, Naturwissenschaftler, Philosophen, weltweit vernetzt, wollen u.a. den „alten“, d.h. den uns bisher vertrauten, begrenzt lebenden Menschen möglich ins Unendliche und Perfekte umbauen und ausbauen: Der neue Mensch, einst vom Christentum als religiöser Begriff der Verheißung (im Himmel) verkündet, soll nun von Transhumanisten gemacht und mit allerlei technischer Hilfe umgebaut, d.h. perfektioniert werden: Lebensverlängerungen bis hin zu einem Dasein von 200 Jahren werden angestrebt. Der Transhumanismus, eine vielfältige Bewegung, ist alles andere als ein Laboratorium von (versponnenen) Utopisten. Der Transhumanismus, so etwa der Kritiker, der Biochemiker Leon Kass, Chicago, ist eine ernsthafte Bedrohung des Humanismus: Der Mensch wird weiter manipuliert und kontrolliert, er wird in einem neuen Netz von Herrschaft gefangen. Religiöse Verheißungen werden überflüssig, angesichts zunehmender Optimierungen ist der neue Übermensch bloß irdisch, also ohne wahre geistige Transzendenz.
Der Religionsphilosophische Salon weiß sich den (klassischen) Ideen der Aufklärung verpflichtet. Deswegen wollen wir in einem ersten Schritt uns dem Phänomen des Transhumanismus zuwenden und zu weiteren Diskussionen und Studien dadurch inspirieren.
Der Salon findet am Freitag, den 6. September 2013 um 19 Uhr pünktlich in der Galerie Fantom in der Hektorstr. 9, in Wilmersdorf statt. Wir bitten dringend um Anmeldung, weil ein Salon ein von der Anzahl eher überschaubarer Gesprächskreis ist und weil den angemeldeten Teilnehmern vorweg einige Informationen zur Vorbereitung (!) zugesandt werden.Der Beitrag beträgt 5 Euro. Studenten haben freien Eintritt.
An dem Abend sind einige Gäste aus Eindhoven, Holland dabei, die in ihrer „Remonstranten Gemeinde“ ebenfalls philosophische Gesprächskreise haben und ebenfalls – wie die Initiatoren des Salons – verbunden sind mit einem humanistisch – christlichen Glauben protestantischer Prägung.
Anmeldung: christian.modehn@berlin.de

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