Immer mehr Waffen? Sie führen zum Waffenstillstand, nicht aber zum Frieden

Ein Hinweis von Christian Modehn am 2.5.2022

Dieser aktuelle Beitrag zeigt:
Erstens: Eine Art Euphorie darf es nicht geben, die sich jetzt in der Maxime äußert „Frieden schaffen mit immer mehr Waffen“.

Zweitens: Pazifismus hat einen vielfältigen Inhalt, Pazifismus ist alles andere als Naivität. Pazifismus ist heute eine Form des gewaltfreien Widerstandes. Das schließt nicht aus, dass jetzt die Ukraine gegen den Aggressor Putin mit Waffen verteidigt werden muss.

Gewaltfreie Aktionen sind Ausdruck einer Lebenshaltung, die in den Zeiten zwischen den Kriegen eingeübt werden muss.

Drittens: Wann beginnt der Westen, wann beginnt Deutschland, im Sinne des Völkerrechts, als Kriegsteilnehmer im Krieg Putins gegen die Ukraine zu gelten? Ist die Beteiligung an der Ausbildung ukrainischer Truppen in westlichen Waffen auf deutschem Boden zum Beispiel eine Beteiligung am Kriegsgeschehen? Waffenlieferungen allein sind völkerrechtlich gesehen keine Beteiligung am Kriegsgeschehen. Wird nun die westliche Welt, wird nun auch Deutschland entgegen allen bisherigen Ankündigungen und Versprechen etwa des Kanzlers, doch noch Kriegsteilnehmer? LINK:

1.

Wir erleben jetzt, nach mehr als zwei Monaten des Angriffskrieges Putins gegen die Ukraine, eine besondere Situation im Argumentieren, Entscheiden und Erkennen: Menschen in den Demokratien, auch die Politiker, befinden sich förmlich in einem Nebel der Ungewissheiten und Ängste, es gibt keine Evidenzen, die eindeutig das richtige Handeln in dieser Kriegssituation leiten könnten. Diese Situation der Verwirrung und Zerrissenheit in den Demokratien ist Teil des totalen Krieges, den Putin immer brutaler inszeniert. Putin führt einen wohl durchdachten, lange vorbereiteten totalen Krieg, der nicht nur Menschen in der Ukraine tötet, sondern eine möglichst totale Verwirrung und Konfusion vor allem in der demokratischen Welt und unter den Menschen auch psychisch verursacht.

2.
In dieser Situation setzt sich bei vielen der populäre Slogan durch „Frieden schaffen mit immer mehr Waffen“, wie ein Mantra der Begeisterung für immer mehr schweres Kriegsgerät.
„Immer mehr“ – das ist die Spirale der quantitativen wie qualitativen Zunahme von Waffen, diese Spirale, einmal in Bewegung, schraubt sich wie von selbst in immer gefährlichere Höhen. Man kennt das angesichts des ökonomischen „Dogmas“ des ständigen Wirtschaftswachstums.
Die Rüstungsindustriellen (und ihre Aktionäre) in den Demokratien profitieren enorm von diesem neuen Glaubensbekenntnis der „immer mehr Waffen“.
Selbst wenn jetzt schwere Waffen der bedrängten Ukraine helfen müssen in ihrem Kampf gegen den mörderischen Putin: Der zunehmende Einsatz „schweren Gerätes“ ist nur als Ausnahme in einer Extremsituation ethisch vertretbar. Der Einsatz immer schwereren „Gerätes“ (man spricht vornehm nicht von tötenden Maschinen, die von Menschen bedient werden) darf niemals zum Normalfall werden in kriegerischen Auseinandersetzungen.

3.
In diesem Hinweis verteidigen wir prinzipiell einen Pazifismus eigener Art, er ist nicht, wie viele vermuten, die Bereitschaft zur Passivität und dem Gewährenlassen des Feindes.
Seit dem ersten „Auftreten“ des Begriffes Pazifismus im Jahr 1901 (vor allem durch den Friedens-Nobelpreisträger Alfred Hermann Fried (1864-1921) bzw. auch Emile Arnaud (1864-1921). Unser Begriff des Pazi-fismus legt allen Wert auf die beiden Wort-Teile des Lateinischen: Pacem-Facere, also Frieden machen, Frieden gestalten, Frieden auf Dauer einrichten. Und dieser Imperativ bedeutet nicht etwa bloß Beten um Frieden: „Dona nobis pacem“. Solche Gebete, Gesänge, Poesien, stärken die Seele, vielleicht die Widerstandskraft. Kritische Theologen müssen sich fragen: Hat Gott als Gott (vom Himmel aus?) nachweislich schon bestimmte Friedensgebete erhört und dadurch politisch dauerhaft Frieden geschaffen? Uns ist das nicht bekannt. Es sind Menschen, die kraft ihres (heiligen) Geistes Frieden schaffen können, wenn sie sich dafür entscheiden.
Und darauf kommt es an: Pazifismus als „Pacem facere = Frieden machen“ ist für uns die umfassende Praxis gewaltfreier Aktionen! Aber Aktionen, die nicht aufs Töten der Menschen unmittelbar zielen, sondern auf Sachbeschädigungen, die dem Aggressor die Kriegslaune nimmt. In der Ukraine wurde von der Bevölkerung etwa die Zugangsstraße zum Atomkraftwerk Saporischschja am 5.3. 2022 blockiert, auch in Cherson gab es Protestdemonstrationen der Bevölkerung, einzelne bestiegen sogar die russischen Panzer… Wirksame gewaltfreie Aktionen (im Sinne des Nicht-Tötens- von-Menschen gibt es also auch in der Ukraine.
Siehe auch das wichtige Buch: „Von der Diktatur zur Demokratie: Ein Leitfaden für die Befreiung“, von Gene Sharp. Beck Paperback, 2014. Gene Sharp (1928-2018) war ein international bekannter us-amerikanischer Politikwissenschaftler und Philosoph, der wichtige Publikationen zu gewaltfreien Protesten und Widerstandsformen verfasste. Siehe auch : LINK

4.
4.1.Immer mehr schwere Waffen zu produzieren, zu verkaufen und einzusetzen: Dieses Tun vergiftet prinzipiell die Qualität des Humanen im Menschen, also, klassisch gesprochen, die Seele aller vom Krieg betroffenen Menschen. Es ist nicht akzeptabel, dass sich auch die Demokratien immer mehr an die tötenden Waffen gewöhnen; dass etwa die USA bedenkenlos Waffen in die Hände ihrer Bürger gibt, die dann mit dem Slogan auch „Privat Frieden schaffen mit immer mehr Waffen“ die angeblichen Feinde ihres privaten Lebens – oft aus rassistischen Gründen – töten. Im Jahr 2021 wurden 20,.884 Menschen durch Schusswaffen in den USA getötet, 2014 waren es „nur“ 12. 356 Tote. LINK

4.2.Dabei steht für uns jetzt fest, dass die Ukraine zu einem Waffenstillstand niemals ohne Waffen zu einem Waffenstillstand kommen kann. Ob sie aber zu einem dauerhaften Frieden gelangt bei diesem Feind Putin und seiner Clique, ist eine andere Frage. Dazu sind die imperialen Ansprüche Putins zu gewaltig, zu total. Putin ist ideologisch immer noch vom Ungeist des KGB dominiert, Inhumanität (d.h. : Menschen sind Objekte, Sachen, die man je nach Bedarf auslöschen und verscharren kann) ist das oberste Prinzip dieser alten Sowjet-Leute, damals wie heute. Der einstige kommunistische KGB Mitarbeiter Putin wurde 1998 zum Chef des KGB Nachfolgedienstes FSB ernannt.
So sehr also die Ukraine in ihrem Kampf gegen den totalen Aggressor Putin mit Waffen unterstützt werden muss: Langfristig gesehen, muss sich Grundlegendes ändern, es muss eine globale gerechte Friedensordnung ausgebaut werden.
4.3. Nichts anderes als der Weltfriede ist und bleibt immer das Ziel einer humanen Menschheit. Ohne Frieden ist alles auf dieser Welt nichts. Wer den Frieden zerstört, ist ein Nichts, ein Nihilist. Weil der totale Nihilist sich aus der humanen Weltgemeinschaft selbst ausgrenzt, muss er mindestens ausgegrenzt werden.
Der Weltfriede ist und bleibt das unbedingt geltende Ziel, Weltfriede ist ein kategorischer Imperativ, sagt der Philosoph Immanuel Kant in seiner viel beachteten und leicht lesbaren Schrift „Zum ewigen Frieden“ von 1795. Dabei ist für Kant selbstverständlich: „Ewig“ im Titel seiner Schrift meint nicht eine himmlische, transzendente Dimension, sondern „eine bestimmte Qualität des Diesseits: einen Frieden ohne jeden Vorbehalt, den Frieden schlechthin“ , so der Kant-Forscher Otfried Höffe in „Zum ewigen Frieden“, Berlin 2004, S. 6.
4.4. Es ist schon erstaunlich, dass der Westen jetzt so stark explizit an die Erfolge der Waffen glaubt, trotz aller kürzlich inszenierten Kriege, die mit einem Desaster endeten, wie in Afghanistan, Libyen, Somalia, Jemen, Syrien, von den Bürgerkriegen in vielen Ländern, etwa Kolumbien, ganz zu schweigen. Und leider unterdrücken die westlichen Politiker weithin noch die Erkenntnis, dass sie selbst Jahre lang naiv den Feind Putin unterschätzt hatten, die Achtsamkeit zugunsten einer funktionierenden Bundeswehr wurde vernachlässigt. Denn: Eine starke militärische Kraft ist bei allem Pazifismus im genannten Sinne wichtig, militärische Stärke muss dem Feind drohen und ihn wegen der hohen Waffen-Qualität abschrecken, nur so kommen Waffen niemals zum Einsatz. Dieser Gedanke wurde offenbar nicht gedacht von den meisten Politikern. Putin hat den Westen, auch Deutschland, für militärisch schwach gehalten. Und militärisch schwach steht Deutschland immer noch da.
4.5. Der Westen hat sich Monate lang nicht dazu durchringen können , Deutschland schon gar nicht, sofort kein Öl, kein Gas und keine Kohle von dem Mörder Putin zu kaufen. Tausendmal wurde das Embargo als eine der wenigen erfolgreichen Attacken gegen Putins Krieg gefordert: „Wir bezahlen nämlich Putins Krieg mit unseren Ankäufen von Gas und Öl, und bezahlen damit seine Lust zu töten“. Aber so wurde Monate lang gesprochen.
Man hätte doch einmal konsequent rechnen können: Was kostet am 25.2.2022 (!) dem Westen und seiner Wirtschaft der sofortige Stopp, russisches Gas und Öl zu kaufen, verglichen mit den ständig steigenden Milliarden Dollar – und Euro-Ausgaben für Rüstung und Militär. Entscheiden wir uns fürs Embargo, ist unser Gewissen rein, auch wenn wir kurze Zeit ökonomische Nachteile erleben, aber ermuntert, wenn nicht gezwungen sind, ökologisch sauber gewonnene Energie zu erzeugen.
Entscheiden wir uns für die Spirale „immer mehr Waffen“, ruinieren wir unsere Wirtschaft und dienen nur dem Profit den Waffenhändler…und vergiften damit unseren eigentlich auf Frieden hin orientierten Verstand. Die vielen Milliarden für Waffen und Militär fehlen letztlich für Kultur, Soziales, Gerechtigkeit…

5.
Auch Russland wird zum Ausbau seines Imperiums auch nach einem Waffenstillstand mit der Ukraine selbstverständlich weitere neue Waffen produzieren und alsbald wohl wieder einsetzen. Der dauerhafte Wahn des Imperators Putin für die totale „Russische Welt“ wurde allen sichtbar, die Augen hatten und verstehen wollten seit den Russland-Kriegen gegen Tschetschenien (199-2009), gegen Georgien (2008), Syrien (2015), Krim (2014), danach gegen Teile der Ost-Ukraine usw.

6.
Der Waffenstillstand wäre für den Diktator Putin eine unglaubliche Niederlage und sie würde seinem narzisstisch – nationalistischen Charakter weitere tiefe Traumata verursachen, wo doch der Ärmste, furchtbar leidet am Ende der alten Sowjetunion.
Nach allen Erfahrungen mit Waffenstillständen bzw. sogar mit Friedensverträgen kann es nach einem Krieg mit totalen Zerstörungen keinen dauerhaften Frieden geben. Man studiere etwa das Ende des Ersten Weltkrieges, Friedensvertrag 1918, erneuter Kriegsbeginn 1939 bis 1945. Danach begann der „Kalte Krieg“, der Unsummen für Militärausgaben verschlang und letztlich „den Osten“ in die Knie zwang. Man denke auch an den so genannten Frieden in dem ehemaligen Jugoslawien, an die Waffenstillstände im Staaten des Bürgerkrieges etwa in Kolumbien oder in vielen Staaten Afrikas: Um Frieden zu schaffen, bedarf es offenbar einer zusätzlichen Dimension. Und jetzt sind wir wieder bei der Position der Pazifisten, also der Leute, die Frieden machen mit einem weitgehenden Verzicht auf Waffen.

7.
Diese Position des schon konkret beschriebenen Pazifismus hat natürlich, wie schon gesagt, jetzt in der Ukraine nur begrenzte Möglichkeiten: Dann können Pazifisten im Sinne des aktiven Kampfes ohne tötende Waffen und der Zerstörung von Objekten, die dem Feind nützlich sein könnten, etliche Aktionsformen mitten im Krieg realisieren: Ein aktuelles Beispiel: Unterstützung der Hacker und Saboteure, der sogenannten Cyber Partisanen. Sie könnten dem Kriegstreiber und Aggressor schweren Schaden zufügen, und das geschieht bereits. Es ist moralisch gesehen etwas anderes, wenn Cyber Partisanen in demokratischen Staaten für Verwirrungen sorgen als wenn sie in Kriegssituationen mit einem eindeutigen Aggressor Putin Verwirrung stiften. Diese Aktivitäten deute ich als Beispiele des gewaltfreien Widerstandes.

8.
Entscheidend für die Zukunft in Zeiten der Konflikte ist: Pazifismus in dem beschrieben Sinne des gewaltfreien Widerstandes in vielfältigen Formen muss vorbereitet und eingeübt werten in den Zeiten zwischen den Kriegen. Die Menschheit lebt bekanntlich immer in Zeiten nach einem Krieg bzw. Friedensschluss und dann in Friedenszeiten wieder vor dem nächsten Krieg. Das ist die Logik (?) der militaristischen Welt“ordnung“. Aber: Diese Zwischenkriegszeit muss auch die gewaltfrei Aktion nützen zur umfassenden Bildung und Einübung ihrer Praxis.

9.
Konkret: Es muss in Schulen und Betrieben, in politischen wie religiösen Gemeinden, in Parteien und Gewerkschaften, in der ganzen Zivilgesellschaft die Frage entwickelt werden: Was ist Friede? Wie realisieren wir Friede, wo sind die internationalen Organisationen, die Frieden auf oberster diplomatischer Ebene durchsetzen könnten? Welche Politiker müssen aus ihrer Naivität etwa gegenüber „problematischen“ Kriegstreibern zur kritischen Vernunft gebracht werden? Wie können Erkenntnisse der internationalen Friedensforschung den Politikern nahegebracht werden? Vor allem könnte eine über die Jahre zwischen den Kriegen entwickelte Friedenskultur als Kultur der Gewaltfreien Aktionen auch Pläne und Entwürfe formulieren für eine neue Friedensordnung der Gerechtigkeit und der Rettung dieser Erde. Denn es gibt seit Jahrhunderten einen Krieg der Menschheit gegen die NATUR!

10.
Es könnte bei der allgemeinen Ausbildung der Menschheit in Friedensfragen, von philosophischer Seite, nicht nur über die „Friedensschrift“ von Immanuel Kant diskutiert werden, um einmal aus aller aktuellen Betroffenheit in eine andere, mehr spekulative, vielleicht utopisch – inspirierende Denkwelt einzutreten. Das Friedensstiften hat für Kant in seiner Schrift „Von ewigen Frieden“ den Rang einer rechtsmoralischen Pflicht, man könnte auch sagen: Kant formuliert einen kategorischen Friedensimperativ! Frieden muss sein, sonst ist alles nichts. Es könnte auch im Rahmen einer Friedensphilosophie die These des Philosophen René Girard diskutiert werden, der freilegte, wie stark alle Menschen von der Mimesis, der Nachahmung anderer, betroffen sind. Diese Mimesis als Grundtrieb auch im Krieg zu besprechen, würde dann weiterführen zur Überwindung des mimetischen Verhaltens…
Pazifismus als gewaltfreie Aktion kann also immer zwischen den Kriegen aus einem großen „Fundus“ inspirierenden Denkens schöpfen.

11.
Ein Teil der Tragödie im Krieg Putins gegen die Ukraine ist offenbar das Fehlen einer wirksamen politischen Opposition in Russland. Diese Menschen wurden verfolgt, ins Lager verbracht, getötet oder sie wurden zur Auswanderung gezwungen und dann selbst im Ausland nicht ermordet. Der Skandal für uns ist: Die einzige gesellschaftliche Gruppe, die noch Opposition organisieren könnte (KONJUNKTIV!) und den Aktivisten Zuflucht bieten könnte, wäre die orthodoxe Kirche als mächtige und allpräsente Organisation. Aber: Diese Kirchenführung folgt total Putin, weil sie per definitionem eine national gebundene und nationalistische Kirche ist mit einem Patriarchen Kyrill an der Spitze, der wie Putin vom KGB Ungeist vergiftet ist.
Eigentlich könnten die vielen Kirchen Schutz -und Lebensräume für Oppositionelle sein, so wie dies damals die evangelische Kirche in der DDR oft realisierte. Aber leider, trotz aller vielen ökumenischen Dispute in Genf beim Weltkirchenrat (ORK) und anderswo ist es den westlichen Christen nicht gelungen: Diesen förmlich im Weihrauch – Duft der Liturgien in altslawischer Sprache erstickenden Orthodoxen in Russland die Grundprinzipien einer christlichen Gemeinde zu vermitteln. Die Popen haben es in den meisten Fälle nicht gelernt, dass christliche Gemeinde immer auch auch Treffpunkt der Demokraten und Pazifisten, d.h. der gewaltlosen Aktion, sein sollte. Die russisch-orthodoxe Kirche ist auf einem theologischen Niveau des 19. Jahrhunderts? Und man möchte Papst Franziskus nur warnen, auch nur im entferntesten noch daran zu denken, mit diesen Brüdern eine ökumenische Versöhnung anzustreben, von der schon der polnische Papst Johannes Paul II. schwadronierte. Diese Kirche muss sich erst bekehren, oder eine Reformation durchmachen, ehe sie als Partner akzeptiert werden kann, von dem die anderen Kirchen etwas lernen können.
12.
Insofern ist der totale Ausfall der russisch orthodoxen Kirche in Russland für die Sache des Friedens auch eine Katastrophe für die Menschheit. Der Patriarch hofft nur auf einen Sieg seines Freundes Putin. Das nennt sich dann christliche Hoffnung! Und wir können unsererseits nur alles tun, dass dieser Kriegstreiber, der sich unverschämt „seine Heiligkeit“ zu nennen wagt, aus dem Kreis der christlichen Kirchen entfernt wird. Aber zu diesem Schritt werden die taktierenden Ökumeniker in Genf und anderswo nicht in der Lage sein, denn die Russisch orthodoxe Kirche zahlt viel Geld ein in die leeren Kassen dieses obersten ökumenischen Gremiums in Genf. Zur Sitzung des ÖRK in Karlsruhe Ende August 2022 haben sich 10 Delegierte der Russisch-orthodoxen Kirche angemeldet. Wenn sie viel Geld von Putin mitbringen, werden dann alle applaudieren?

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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