Liebe FreundInnen und Freunde des "Religionsphilosophischen Salon Berlin",
beste Wünsche für das neue Jahr, mit Dank für Ihr Interesse an den Veranstaltungen und Publikationen unserer philosophischen "Basis - Initiative". Wir hoffen, dass wir uns im kommenden Jahr wiedersehen...
2012 haben wir 11 Salonabende gestaltet, immer mit dem Versuch zu zeigen, dass jeder und jede immer schon - oft unthematisch - philosophiert und damit grundlegende Fragen zur Lebensgestaltung stellt. Philosophieren, zumal in der Gruppe, kann für mehr Klarheit, Kritik und Selbstkritik sorgen. Insofern ist Philosophieren eine Form, mehr Transparenz ins Dasein zu bringen.
Zuletzt sprachen wir über Möglichkeiten und Formen der Selbstbestimmung, anläßlich des Buches von Peter Bieri. Im JANUAR Salon am Freitag, 11. Januar 2013 um 19 Uhr in der Galerie Fantom (Hektorstr. 9 in Wilmersdorf) wollen wir das Thema fortsetzen: Es wurde ja deutlich, dass wir bei der Selbstbestimmung immer schon von einem Bestimmtsein und Verfügtsein ausgehen (müssen). Das gilt auch für die religiösen, philosophischen und weltanschaulichen Tradtitionen, in die wir hinein gestellt wurden. Welche Bedeutung hat dann religiöse, philosophische und weltanschauliche Selbstbestimmung, also die Wahl, meines je eigenen "Glaubens". Heute suchen sich immer mehr Menschen ihre je eigene Spiritalität: Das ist soziologisch erwiesen. Die Rede ist etwa von "multi-religiösen" Bindungen. Ist das wirklich so neu? Und welches sind die Kriterien der Wahl, welches Glück suchen wir dabei? Genauso wichtig: Wie stark sind die unbewußt bestimmenden "Dogmen" der Gesellschaft, die meist den Werten der herrschenden kapitalistischen Gesellschaft entsprechen? Sind wir uns bewußt, dass wir z.B. an die Allmacht des Geldes "glauben", an die bestehenden Strukturen der Wirtschaft, der Politik? Können wir auch inmitten dieser zugewiesenen Glaubensformen zur Selbstbestimmung finden? Das spannende Fragen, über die eine Debatte lohnt zugunsten größerer Klarheit.
Ich möchte auf zwei Beiträge hinweisen: Anläßlich des Kinofilms Hannah Arendt (Start am 10. 1. 2013) und des schon laufenden Films Life of Pi, zwei Hinweise, die Lust machen, sich mehr mit den Themen der Filme zu befassen.
Beste Grüße, Christian Modehn
Für die Planungen zum Salon am 11. Januar wäre eine Anmeldung "hilfreich", bitte an: christian.modehn@berlin.de