Liebe AbonnentInnen des newsletters aus dem Religionsphilosophischen Salon Berlin,

 eine herzliche Einladung zu unserem nächsten Salongespräch am Freitag, den 22. Juni 2018 um 19 Uhr, in der Galerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Wilmersdorf.

Unser Thema: Wie tief ist rassistisches Denken und Handeln im menschlichen Geist verwurzelt, also auch bei uns selbst und in der „demokratischen Gesellschaft“. 

Den Begriff Rassismus möchte ich dabei eher weit fassen: Als feindliche Ablehnung menschlicher Wesen, die ich selbst (oder in einer Gruppe, im Staat etc.) als anders, als fremd und für mich bedrohlich wahrnehme. Warum entsteht in der heute als extrem unübersichtlich wahrgenommenen Welt so viel Rassismus in diesem „weiten“ Sinn: Als Hass religiöser Menschen, als Hass auf Frauen und feministische Befreiung, als Hass auf Homosexuelle, als Hass auf Arme, als Hass auf Menschen etwa aus Afrika, die auch in ihrem kurzem Leben an den Menschenrechten Anteil haben möchten und in Europa Zuflucht suchen...

Für unseren Salon ist Philosophieren (als Grundvollzug der Philosophie) niemals abstraktes Räsonnieren in einer seligen Weltferne. Philosophie greift stets dringende Fragen der Menschen auf, das sind unsere Fragen.

Wir werden in unserem Gespräch am 22.6. auf die Ursachen des Rassismus schauen und Wege zu einem humanen Miteinander entdecken, wenigstens in der Theorie. Und dann wäre schon viel gewonnen: Denn Rassismus entsteht auch in der überspitzten Wertung (m)einer Kultur innerhalb der Vielfalt der Kulturen. Es wird also im Rassismus nicht die elementare EINHEIT der Menschen, aller Menschen, gesehen mit der dann folgenden Gleichheit aller Menschen.... Bitte beachten Sie einige Hinweise der objektiven Website „Legal Tribune Online“ am Ende dieses newsletters! Und auch die Hinweise auf einen Text über den Umgang mit Recht und Gerechtigkeit gegenüber Fremden, etwa am Beispiel Ellwangen!

Weite Teile der heute herrschenden demokratischen Politik folgt bereits den Sprüchen der rechts populistischen Parteien. Besonders die sich christlich nennenden Parteien tun sich dabei hervor. Schon aus diesem Grund sollten sie endlich selbstkritisch werden und ihr C aus dem Parteititel entfernen.  Ein freilich total utopischer Wunsch....

Ich bitte wie üblich um E – Mail - Anmeldungen, jener TeilnehmerInnen, die fest entschlossen sind, am 22. 6. dabeizusein. Denn die Anzahl der Plätze ist in einem Salongespräch immer begrenzt.  

 Ich werde zudem in einem kurzen Beitrag zeigen, inwiefern europäische Philosophen (einst) ganz selbstverständlich von der Überlegenheit propagierten. Und die Kirchen in ihrem Missionierungsdrang eine Art Überhöhung des Kolonialismus und damit Rassismus praktizierten.

 Anmeldung an: Christian.Modehn@berlin.de

 

..... Auf ein Wi(e)dersprechen und Wiedersehen am 22.6. um 19 Uhr,  herzlich, Christian Modehn.

Falls Sie die Möglichkeit haben: Vergessen Sie nicht die Ausstellung im Bröhan Museum in Berlin zu besuchen mit dem Titel „Berliner Realismus“, bis zum 17. Juni ist sie nicht zu sehen. Ich habe dazu einen hoffentlich inspirierenden Hinweis geschrieben, klicken Sie hier.

Zum Thema „Rassismus in Deutschland“: Aus  Legal Tribune Online“:

1. Zur Zunahme rechtsradikaler rassistischer Straftaten in Deutschland, ein kurzer Auszug aus dem LTO Text:

Obwohl die Bundesregierung 2017 über 100 Millionen Euro ausgegeben hat, um durch Initiativen Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu stärken, befinden sich die Anzahl der rechtsradikal motivierten Straftaten in den einzelnen Bundesländern weiterhin auf hohem Niveau – in Ost wie in West: 2.219 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte gab es im vergangenen Jahr bundesweit. In NRW wurden 2017 im Schnitt zehn rechtsradikal motivierte Straftaten pro Tag - knapp 3.800 im Jahr - verübt. In Sachsen gab es 2017 nach Angaben des Innenministeriums über 2.100 rechtsmotivierte Straftaten.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist besorgt: "Wir beobachten über Äußerungen, durchaus auch aus dem politischen Raum, eine Instrumentalisierung von Vorurteilen gegenüber dem Fremden." Es müsse darauf geachtet werden, dass es hierzulande nicht zu einem Klima zunehmenden Rassismus komme, so der Bundesvorsitzende der GdP, Oliver Malchow, zu LTO. Strafverschärfungen stünden bei der Bekämpfung von Rassismus "momentan nicht auf der Tagesordnung". Notwendig sei es vielmehr, die Polizei und Justiz "spürbar" – auch personell – zu stärken.

2. Über die Rechsstaatlichkeit in Deutschland am Beispiel von „Ellwangen“:

In Deutschland wird der Rechtsstaat je nach Gusto interpretiert. Das zeigt sich am Fall Ellwangen. Kaum einer der Vorwürfe gegenüber den Flüchtlingen erhärtete sich – Gewaltanwendung, Waffenbesitz. Die Fakten spielten in der Diskussion trotzdem kaum eine Rolle, die Hysterie hatte sich bereits verfestigt. Von Maximilian Pichl, klicken Sie hier.

Maximilian Pichl forscht an der Universität Kassel zum EU-Grenzregime und an der Universität Frankfurt am Main zur rechtsstaatlichen Aufarbeitung der NSU-Mordserie.

3. Ich weise auch auf die Datenschutzerklärung hin: Wir sind ja kein Unternehmen!, sondern eine freie Vereinigung.

https://religionsphilosophischer-salon.de/datenschutzerklärung

Ich muss darauf hinweisen: Man kann sich aus dem Newsletter Abonnement auch austragen. Und: Es werden keine Daten gespeichert. Die Daten werden nicht weitergegeben, außer bei richterlicher Veranlassung. Es werden nur die Namen und E-Mail adressen gespeichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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