Ein herzlicher Gruß: Eine Einladung und aktuelle Hinweise vom Religionsphilosophischen Salon Berlin.
Am Freitag, den 30. August 2019, findet wieder ein religionsphilosophischer Salon statt: In der Kunstgalerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Berlin Wilmersdorf, Beginn um 19 Uhr. Dazu herzliche Einladung.
Unser Thema: Warum ist es dringend geboten, viel mehr Klarheit zu gewinnen zur WÜRDE DES MENSCHEN?
Die Dringlichkeit des Themas ist eindeutig: Die Würde eines jeden Menschen wird ignoriert: Jedem und jeder fallen tausend Beispiele ein, man denke nur an die unwürdigen Lebensbedingungen sehr vieler Frauen weltweit, an die Unterdrückung von Homosexuellen in den meisten Staaten, an das Hungersterben in Afrika, an Rassismus und Antisemitismus usw.
Menschenwürde ist ein notwendiges Ideal, eine Art unverzichtbare Norm, die das Überleben der Menschheit (und der Welt im ganzen) ermöglichen könnte.
Die philosophische Besinnung ist deswegen so wichtig, damit wir uns nicht vor Verzweiflung zurückziehen, abkapseln und nicht mehr zum demokratischen Handeln kommen.
Bekanntlich setzt das Grundgesetz der Bundes - REPUBLIK - Deutschland (seit 1949) die Würde des Menschen an die erste Stelle: Der Artikel 1 spricht von der unantastbaren Würde eines jeden Menschen.
Diese Fragen könnten für unseren Abend wichtig sein:
Ist die klassische Begründung der Menschenwürde mit der „Gottebenbildlichkeit“ noch hilfreich?
Was meint Kant, wenn er sagt, der Mensch habe niemals einen objekthaften "Preis", dies sei Ausdruck seiner Würde.
Wie würdelos sind Politiker und Staats-Bürger, die noch immer an der Todesstrafe festhalten?
Wer die Achtung der Menschenwürde negiert, handelt widersprüchlich gegen sich selbst: Denn der Leugner ist dann selbst würdelos, also nichts wert. Wissen das alle Rechtsradikalen heute? Oder ist ihnen die eigene Widersprüchlichkeit („Schizophrenie“) egal?
Fragen also, die sich um den Focus drehen: Wie begreifen wir die Würde des Menschen und wie retten wir sie praktisch wenigstens in kleinen Schritten?
Interessant ist es vielleicht, auch als Vorbereitung, die Auseinandersetzung mit zwei Texten von Christian Modehn:
Ein Hinweis erläutert den Begriff der Menschenwürde und ein anderer Beitrag den ähnlich klingenden, aber ganz verschiedenen Begriff der Ehre.
Dann empfehle ich aus naturwissenschaftlicher Sicht das neue, leicht nachvollziehbare Buch von Gerald Hüther, Menschenwürde, Was uns stark macht – als Einzelnen und als Gesellschaft“. 189 Seiten, 14 Euro, Pantheon Verlag.
Ein weiterer Buchtipp: Wer sich religiös-philosophisch fragend für eine Spiritualität für „freie Geister“ interessiert, dem empfehle ich das neue Buch des Schweizer Publizisten Lorenz Marti, „Türen auf“, erschienen 2019. Klicken Sie hier.
Wer in unserem Salon am Freitag, den 30.8. 2019 teilnehmen will, wird herzlich gebeten, wegen der begrenzten Anzahl der Plätze, sich anzumelden: christian.modehn@berlin.de
Beste Grüße und auf ein Wiedersehen und Wi(e)dersprechen.... Christian Modehn
Für die Raummiete sollte jeder Teilnehmer 5 Euro beisteuern, Studenten haben „freien Eintritt“. Für mich als den Organisator der Salons fallen bekanntlich keine Honorare an.
Christian Modehn
PS: Der hervorragende israelische Anwalt Omer Shatz und sein Mitstreiter, der Franzose Juan Branco haben den Verlust des Respekts für Menschenwürde unter heutigen demokratischen Politikern Europas untersucht. Ihr lesenswerter Beitrag erschien in der „ZEIT“ vom 1. 8.2019, Seite 10. Der Titel „Diese Politik ist ein Verbrechen“. Gemeint ist die Politik der so genannten Demokratien gegenüber den Flüchtlingen, die zu Tausenden im Meer zu Tausenden vor unser aller Augen krepier(t)en. Die Lager, in denen in Libyen afrikanische Flüchtlinge festgehalten und gequält werden (es sollen 700.000 sein), nennt der israelische Journalist treffend KZs. Die beiden Anwälte haben etwa Angela Merkel und andere EU-Verantwortliche vor dem Strafgerichtshof in Den Haag (NL) verklagt. Der Beitrag in der „ZEIT“. Eine Kurzfassung des Interviews mit Omer Shatz erschien im „Weser-Kurier“.
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