Ein herzlicher Gruß, Ihnen, Euch, den Abonnenten des Newsletters des Religionsphilosophischen Salons in Berlin. Und: Trotz allem: Ein gutes Osterfest!

Jeder nimmt diese Zeiten der "Corona-Pandemie" anders wahr, je nach Alter, Beruf, Arbeit, sozialer und finanzieller Position usw. Gibt es eine gemeinsame Einschätzung schon jetzt? Vielleicht. Etwa: Diese Pandemie kommt auch dann noch nicht an ein Ende, wenn sie vorbei ist. Wenn also Virologen und Politiker sagen: „Die Zeiten des Eingesperrtseins der einzelnen sind vorüber. Welche „Normalität“ wird es geben? Wo ? Überall ? Auch in Indien, auch in Brasilien usw. ? Und wie werden wir in der reichen Welt leben? In welcher Weise reich? Hoffentlich reich an Erkenntnis, dass wir eine ganz andere Welt, gerechter und die Natur ganz neu respektierend gestalten müssen. Wer wird das nicht nur wollen, sondern auch tun?

Kurzum: Wir durchleben einen Bruch in der Geschichte, sicher keinen völligen Abbruch, aber einen tiefen Graben, einen Einschnitt, den kein science fiction Autor sich ausgedenken konnte.  Wir erleben eine Grund stürzende  WENDE. Passt das Wort, 30 Jahre nach „unserer“ Wende?

Ich habe in diesen Zeiten, die auch Lesezeiten sind, einige kleine philosophierende Versuche  geschrieben, die Ihr,  per link erreichen könnt. Nur als Impuls, um zu sehen, wie das Philosophieren in diesen Zeiten, mitten im Alltag des "Eingesperrtseins"  überhaupt nicht zum Stillstand kommt. Widersprüche, Ergänzungen sind wie immer erwünscht.

„Reisen in meiner eigenen Wohnung“. Siehe diesen LINK.

„Was heißt: Ich denke an dich?“ Dieser LINK.

„Abstand halten. In der Distanz leben“:  Noch ein LINK.

Dann möchte ich vor allem auf  einen Essay hinweisen, der sicher für einige neue Erkenntnisse bietet: Was bedeutet  eigentlich heute Ostern, was bedeutet die Auferstehung Jesu von Nazareth? Dieser vorliegende Essay ist etwas länger ausgefallen... Die Frage nach der Auferstehung ist natürlich eine philosophische Frage und eine kritisch-theologische. Ich versuche, die vielen populär verbreiteten Bilder zur Auferstehung zu relativieren; von den vielen Wundergeschichten, die an Aberglauben grenzen, zu befreien und eine einfache Erkenntnis der Vernunft vorzustellen. Sie hat einen Bezug zur Auferstehung Jesu wie zu unserem Leben, das endlich ist, sterblich ist. Siehe diesen Link.

Ich wünsche Ihnen/ Euch allen ein inspirierendes Osterfest.

Ostern ist in unserer Sicht ein Fest des Lebens, unseres Lebens, das durch den Tod hindurchgeht. Wohin? Das wird jeder und jede für sich selbst beantworten (müssen).

Wir denken: Auferstehung bedeutet: Die Menschen treten "post mortem" in eine ewige geistige Präsenz. Man nannte das früher mit der Metapher "Himmel" oder "Sein bei Gott, dem Göttlichen". Oder auch "Tod als Heimkehr" (in die Sphäre des Göttllichen). Diese Überzeugung hat zweifelsfrei mit "Metaphysik" zu tun, wie man früher sagte. Aber warum sollen denn Meister Eckart, Hegel, (der späte) Wittgenstein und viele andere Unrecht haben? Vieler dieser Philosophen mögen ja ziemlich alt sein, aber ihr Denken ist überhaupt nicht veraltet. Nebenbei: Und auch der wahre, der vernünftige Kern des "Neuen Testaments" der Bibel ist nicht veraltet. Und manches im Alten Testament auch nicht.

Herzlich grüßen - und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen und Debattieren in unserem Salon, dem Gesprächskreis in Berlin,

Christian Modehn und Hartmut Wiebus. 

 

 

 


 

 

 

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