Ein neuer Newsletter des Religionsphilosophischen Salons Berlin, mit herzlichem Gruß an Sie, an Dich. 

Und wir hoffen, dass Ihnen, Euch, so einigermaßen gut geht!

 

Noch immer können wir keine Gesprächs-Veranstaltungen („SALON“) anbieten, vermutlich gibt es noch Interesse daran?

 

So ist für die meisten, die sich für das „weite Feld“ der Philosophien interessieren, die philosophische Lektüre und das Philosophieren die „Praxis“, die sowieso zentral ist … und bleibt. 

 

Wir sind ein (religions)philosophischer Salon, und das hat mit konfessioneller Bindung nichts zu tun. Religionsphilosophie gibt es selbstverständlich nur im Plural. Wir haben noch einmal versucht, ziemlich knapp, also auch „ausbaufähig“, einige Grundlinien unseres Verständnisses von Religionsphilosophie zu skizzieren. Die Lektüre könnte für Sie, für dich, inspirierend sein und zum eigenen Weiter - Fragen führen.  LINK

 

Philosophie, auch Religionsphilosophie, sollte viel deutlicher ihre Beziehung zur Poesie bedenken. Es geht ja immer um die Frage, was ist wie sagbar? Ist die Poesie am Individuellen, die Philosophie am „Allgemeinen“ orientiert? Aber sind Worte der Poesie nicht auch immer allgemein? Dafür werden sich viele – auch wegen ihrer persönlichen Poesie interessieren! Und, was man Gebete nennt, sind sie doch (einfache) Formen der Poesie….Wir sind auf den französischen Poeten und Poetologen (Prof.am Collège de France) Yves Bonnefoy gestoßen, dessen Werke in viele Sprachen übersetzt wurden, auch ins Deutsche. Aber wie es so ist, für Poesie interessieren sich eher wenige (wohl noch weniger als die wirklich philosophisch Motivierten). Wir haben einige Gedanken von Bonnefoy zusammengestellt, auch im Blick auf den von Bonnefoy geschätzten Charles Baudelaire. LINK

 

Das offizielle Gedenken an Napoléon Bonaparte ist schon vorbei. Das Interesse an dieser sehr zwiespältigen militärischen und politischen Gestalt bleibt, besonders - für uns – das Interesse an seiner Einschätzung bzw. Manipulation des Religiösen, der Kirche. LINK

 

„Christi Himmelfahrt“ und „Pfingsten“ sind die großen christlichen – manchen schon fremd gewordenen - Feiertage . Wir haben versucht, beide Feste aus dem engen kirchlichen Sprachgebrauch zu befreien und die gemeinte Sache plausibel zu machen. Könnte spannend sein auch für „post-kirchliche Zeitgenossen“, wie man so sagt. LINK

 

Religionsphilosophie muss immer Religionskritik, Kirchenkritik sein. Diese Institutionen und ihre Herrscher müssen sich dem kritischen Anspruch des Nachdenkens stellen. Nun fand vor wenigen Tagen wirklich und endlich mal eine (kleine) Rebellion in der katholischen Kirche in Deutschland statt, ein Ereignis, das diese Bischofs-Kirche, den Vatikan vor allem, erschüttern könnte und sollte. LINK

 

Zum Schluss: Wenn wir schon nicht in die weite Ferne reisen können, so kann doch die gründliche und kritische Lektüre uns ferne Länder nahebringen: Wir empfehlen Ihnen/Euch dringend, Haiti in der Karibik zu beachten und per Buch zu besuchen (es gibt übrigens dort sehr viele sehr gute Roman-Autoren). Haiti, das weiß jeder und jede, ist ein von den ewigen Kolonialherren arm gemachtes, immer wieder von korrupten Herrschern dominiertes Land. Dabei ist es so reich an literarischer und künstlerischer Kreativität. Wir empfehlen also anstelle einer Reise in dieses arme/doch immer noch etwas schöne Land der Hungernden Haiti also ein Buch, von zwei Frauen, die Haiti und seine BewohnerInnen bestens kennen. In dem Buch geht es selbstverständlich auch um die vielen Millionen Spenden, die nach dem Erdbeben 2010 gespendet, aber gar nicht ins Land kamen, es geht um die Rolle der UN – Präsenz und die Arroganz der USA und Frankreichs gegenüber diesem Land, dessen Sklaven sich 1804 die Freiheit als Republik eroberten. Was für eine Leistung!  LINK mit Hinweis auf einen Verlag in Trier, der Haiti-Autoren publiziert! 

Dieses Buch ist auch für alle interessant, die den Nachbarstaat der Insel, die touristisch erschlossene, landschaftlich wunderbare, und politisch etwas besser dastehende Dominikanische Republik kennen oder besucht haben. LINK

 

Wir wünschen, trotz allem, angenehme Frühlingstage und Lese-Tage,  und freuen uns, wenn diese wenigen Zeilen zu einem Austausch ermuntern. 

 

Christian Modehn und Hartmut Wiebus

 

 

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