Liebe FreundInnen des Religionsphilosophischen Salons Berlin,
so dürfen wir Sie/Euch wohl ansprechen … als Abonnenten des newsletters.
Zuerst und vor allem: Beste Wünsch fürs Jahr 2022. Gesundheit besonders, die für uns etwas wahrscheinlicher wird, was Covid19 betrifft, weil Sie und Ihr ja alle auch geimpft und geboostert seid. Das hoffen wir jedenfalls sehr.
Es ist keine Frage: Wir leben in Zeiten, in denen die Niederlage der Vernunft – und damit des selbstkritischen philosophischen Reflektierens - offensichtlich ist. Politiker als Kriegstreiber, etwa: Verbrecher in Syrien, die u.a. von der arabischen Welt wieder respektiert werden; zu viele Leute driften ins Rechtsextreme ab; es gibt zu wenig Gerechtigkeit: zu viele Milliardäre auf der einen, zu viele vor Hunger krepierende Menschen auf der anderen Seite. Und so weiter und so weiter.
Aber Philosophen sollten nicht jammern, sondern nachdenken und wenn möglich in kleiner Runde debattieren, um gemeinsam kleine Schritte der Vernunft zu tun. Das wäre schon viel.
Unsere Lektüre-Vorschläge, also Hinweise auf Texte, die in den vergangenen Wochen verfasst wurden.
1.Ist Philosophie wirklich so hilflos? Dürfen wir es zulassen, dass es Gruppen von Menschen gibt, „mit denen man nicht mehr reden kann“:LINK
2. Wenn es schon ums Impfen geht: Dann sind selbstverständlich die Kirchen und Kathedralen auch sehr geeignete Orte fürs Impfen, ein Theologe in Wien hat sich dummerweise dagegen ausgesprochen: LINK
3.Der „so berühmte“ Autor Michel Houellebecq hat wieder einen Roman geschrieben; wir müssen uns mit diesem umfangreichen Buch befassen, weil Houellebecq nicht nur den miserablen Zustand der Gesellschaft beschreibt, sondern sich auch als äußerst konservativer (manche sagen reaktionärer) Polemiker in die Debatte über die Religionen und Kirchen einschaltet. LINK.
4.Dass der Katholizismus in weiten Bereichen seiner frommen Praktiken Aberglaube ist, hat sich herumgesprochen. Auch deswegen treten so viele kritische Menschen aus dieser Kirche aus. In Polen kann katholischer Aberglaube tödlich sein: Und Sie sehen an diesem Hinweis einmal mehr, dass Religionsphilosophie immer auch Religionskritik sein muss. LINK.
5.Ein religionskritischer Blick muss auch der widersprüchlichen Gestalt, Papst Franziskus, gelten:LINK
6.Vor kurzem wurde an das Ende der Sowjetunion vor 30 Jahren gedacht. Und die russisch-orthodoxe Staatskirche, wo steht sie heute? Sie wurde zur Putin-Kirche. LINK
7.Dieses Buch sollten Sie lesen. Eine Reise in das von Nazis, deutschen Nazis und ukrainischen Nazis, total zerstörte jüdische Leben in Galizien und der Bukowina. Ein Buch, das aufklärt, aber auch traurig macht über das Gemetzel, den Antisemitismus. Geblieben sind auch die Werke der großen Autoren von dort: Joseph Roth, Bruno Schulz, Paul Celan, Rose Ausländer. Geblieben ist die Freude, dass Juden trotz all der antisemitischen Verbrechen leben, unter uns leben. LINK
Beste Grüße, und hoffentlich inspirierende Lektüre...Vielleicht sehen wir uns ja noch mal wieder, „wenn bessere Zeiten kommen sollten“.
Ihr/Euer Christian Modehn und Hartmut Wiebus.
PS: Und vielleicht haben Sie ja auch mal Lust und Zeit, uns kritische Stellungnahmen oder, warum auch nicht, zustimmende, aber weiterführende Meinungen zu unseren Hinweisen zu schreiben. Unsere e-mail Adresse ist ja bekannt.
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