Liebe und sehr geehrte Interessierte am „Religionsphilosophischen Salon“ in Berlin,
wir leben in Zeiten der Regression, des Rückschritts überall, der Zerstörung der Demokratie, der Vernichtung der Menschlichkeit , d.h. der Vernunft.
Das Verheerende an den Gestalten Trump oder Putin sind ja nicht nur diese so genannten Politiker selbst, sondern die Menschen, die Wähler, die diese Herren an die Macht brachten und jetzt nicht wissen, wie man sie endlich los wird. Aber: Der entsprechende „Nachwuchs“ steht schon bereit…
Jeder wird sich seine Gedanken machen, wie er der heute total erscheinenden Regression widerstehen kann oder den Opfern helfen kann. Ein Thema für unsere nächsten Publikationen.
Immerhin bieten wir erneut - wegen vieler Nachfragen - einen Hinweis auf Ostern in diesem Zusammenhang. Ein begründeter Lichtblick der Hoffnung, siehe Nr. 5.
Wir zeigen Ihnen einige Hinweise aus unseren Reflexionen… zum Lesen, Studieren, Kritisieren…
1.
Wir erinnern an eine gewagte These eines Soziologen: Thomas Luckmann, auch Religionssoziologe, zeigt: Es gibt trotz der so genannten Säkularisierung eine „unsichtbare Religion“ überall. Durchaus spannend: LINK
2.
Der Romanschriftsteller Julian Barnes ist international bekannt und geschätzt, nun hat er sein - angeblich letztes - Buch veröffentlicht: Abschied(e) der bezeichnende Titel. Wir finden darin eine These, die uns sehr zu denken gibt: LINK
3.
Zur Philosophie: Der Tod des Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas hat auch uns bewegt, zumal Habermas einer der wenigen ist, der als „religiös Unmusikalischer“, so sein Bekenntnis, deutlich für den lernbereiten Dialog mit religiösen Menschen eingetreten ist. Dazu haben wir mehrfach Stellung genommen, etwa: LINK
4.
„Die Philosophie schläft heute, d.h. die meisten PhilosophInnen, schlafen heute“, meint der Philosoph und Autor Wolfram Eilenberger in einem provokativen Beitrag. Wir diskutieren: LINK
5.
Ostern bedeutet die Auferstehung des Menschen und Weisheitslehrers Jesus von Nazareth UND die Auferstehung der Menschen insgesamt. Auferstehen heißt auch: Auferstehen zum Tun der Gerechtigkeit! Diese gewiss „steile“ These haben wir mehrfach dargelegt unter dem treffenden Stichwort „Die Auferstehung VERNÜNFTIG verstehen. Diesmal ein neuer Ansatz, eine Art philosophische Auferstehungs-Meditation….LINK
6.
Wenn wir schon bei theologischen Themen sind: Peter Trummer, Professor in Graz, hat jetzt ein wirklich zu empfehlendes theologisches, aber leicht nachvollziehbares Buch veröffentlicht: „Glaube der befreit“, unsere Buchempfehlung für alle, die verstehen wollen, was der christliche Glaube nachvollziehbar eigentlich ist - trotz aller Dogmen und der nach wie vor bestehenden Klerusherrschaft: LINK
7.
In dieser Zeit der totalen Regression hilft nur noch beten, meinen viele, auch der Papst empfiehlt in diesen verrückten Zeiten ständig das Beten. Wir zeigen den Unsinn und den bleibenden, begrenzten Sinn der Bittgebete auf: LINK
Noch etwas Wichtiges: Wenn sich nicht alle demokratischen Parteien, von CDU bis zu den LINKEN, zu einem großen "demokratischen Block" vereinen, drohen uns noch mehr regressive, rechtsextreme politische Verhältnisse, etwa in Sachsen-Anhalt. Wird es zu diesem genannten „demokratischen Block des Widerstands“ kommen? Eher wohl LEIDER nicht, weil die CDU/CSU es immer noch ablehnt, mit der Linken gemeinsam die Demokratie zu retten. Werden also die so genannten bürgerlichen Parteien wie schon 1933 und zuvor in ihrer Begrenztheit, Sturheit, abermals - "indirekt" - die Rechtsextremen an die Macht führen?
Wir können immer wieder nur … ja, was können wir denn noch als einzelne in dem Zusammenhang… protestieren, schreiben, diskutieren, vor allem demokratische Gesprächs-Gruppen bilden … Dies wäre Ausdruck der Hoffnung, sie hat vielleicht etwas mit Ostern zu tun. Bitte immer daran denken: Auferstehung ist immer auch Aufstand...Das hat uns die kirchliche Herrschaft leider auszureden versucht.
Beste Grüße und gute Wünsche für Sie, Euch, von Christian Modehn und Hartmut Wiebus. Falls Sie Kritik äußern wollen, Fragen haben etc., bitte melden Sie sich: christian.modehn@berlin.de
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