Sehr geehrte, liebe Interessierte am Religionsphilosophischen Salon Berlin,
ein herzlicher Gruß als „Newsletter“, mit Vorschlägen zur Lektüre einiger unserer neuen Hinweise.
Zunächst etwas eher Unterhaltsames, Satirisches: Kürzlich wurde in Berlin ein großer Hindu-Tempel eingeweiht, ein Haus der vielen Götter. Prima!
Aber wir dachten: Die weiteste Zustimmung findet in Berlin und darüber hinaus der säkulare, weltliche, der nicht - traditionell - religiöse Polytheismus.
Wir stellen Ihnen also einen säkularen Viel - Götter -Tempel in Berlin vor. Sie selbst können dabei ihren speziellen Gott, ihre für Sie geeignete Göttin entdecken….
Aus aktuellem Anlass: Ein weiterer ironischer, aber religionskritischer Beitrag. Unsere katholische Predigt, die in den Messen anläßlich des Monats der Gay Pride, des CSD, der Feste der Queer -Community, gesprochen werden sollte.
Anders als mit Ironie ist dem Verhalten der katholischen Kirche gegenüber Homosexuellen, Queers, nicht zu begegnen. Aussichtslos ist auch die Korrektur des Queer - feindlichen Verhaltens evangelikaler und orthodoxer Kirchen…
LINK
Wir können nicht darauf verzichten, wenigstens in der Form eines Debatten - Beitrags vor einer möglichen Herrschaft der AfD in Sachsen - Anhalt heftigst zu warnen.
Wir sind noch einmal auf den Begriff „Verbot“ gestoßen, der ja alles andere als ein Tabu - Begriff in einer Demokratie ist! Auf Verbote kann eine Demokratie niemals verzichten. Auch die katholische Kirche kennt Verbote vielfacher Art aus ihrer langen Geschichte: Warum will sie nun, in höchster Not der Demokratie, nicht erklären: „Wir als Kirche raten dringend ab, die AfD zu wählen. Wir können auch sagen: Wir Bischöfe und Theologen verbieten Katholiken, die AfD zu wählen.“ Sinnvolle Verbote der AfD von offizieller katholischer Seite wären ein starkes Symbol des Protestes. Aber für diese Verbote findet sich die Kirchenführung nicht bereit…
LINK
Die Rechtsextremen und ihre Parteien werden in ganz Europa vorherrschend und bestimmend, in den USA und in fast allen Staaten des Kontinents Amerika. Unser Hinweis gilt der zunehmende Verblendung sehr vieler Katholiken in ganz Europa, die sich auf rechtsradikale Parteien einlassen. Ein Grund dafür: Eine autoritär geführte, sich bewusst „nicht-demokratisch“ nennende und auch nicht - demokratisch organisierte katholische Kirche erzeugt förmlich ein antidemokratischen Verhalten der Rechtsradikalen.
Es ist ein alter Streit: Dürfen Religionen, Konfessionen, also Dogmen, das Leben und die Gestaltung der Demokratie bestimmen: Philosophen und kritische Theologen sagen entschieden: Nein.
Die Demokratie muss religiös und konfessionell neutral sein. Zu dem Thema sollten wird das neue Buch des Journalisten und Theologen Arnd Henze lesen : „Mit Gott gegen die Demokratie“.
Wie oft sagen wir, spontan oder reflektiert: „Ich denke an dich“, sagen das in erfreulichen Situationen oder bei Krankheit oder in Trauer: Unser kleiner religionsphilosophischer Essay schlägt vor: Mit dem „Ich denke an dich“ sprechen wir indirekt eine Form eines vernünftigen Gebetes aus: „Denken oder beten“ haben wir unseren Hinweis genannt. Wir meinen: Gebete als persönliche Poesie haben Sinn und sind für den einzelnen hilfreich.
Wir sind überzeugt: Ins Philosophieren, in die Praxis der Philosophie, kommen wir immer und überall: Etwa, wenn wir aufmerksam auf unser Sprechen schauen und einzelne Wörter hin - und her wenden und analysieren. Etwa - ein berühmtes Beispiel Hegels der Begriff „Aufhebung“. Wir haben uns kürzlich von der Präposition ZWISCHEN anregen lassen, als Start in eine Betrachtung des Phänomens Zwischen…
Wir schreiben diesen Newsletter am 20.Juli: Dem Tag der Erinnerung an den viel zu späten Widerstand gegen Hitler und seine Nazi - Verbrecher und die vielen Millionen „Mitläufer“. Matthias Brandt, Theater - und Filmschauspieler, Sohn von Willy und Rut Brandt, hat 2025 zum 20. Juli -Gedenken in Berlin - Plötzensee eine Ansprache gehalten: Jetzt hat er seine bemerkenswerten Überlegungen erweitert — auch als Reflexion zum dringenden Widerstand gegen die AfD. „NEIN sagen“ ist der Titel des sehr empfehlenswerten eher „schlanken“ Buches aus dem Verlag Kiepenheuer und Witsch, 2026, schon 5. Auflage, 118 Seiten, 16 €.
Wir haben mit einer Satire begonnen, mit einer Satire wollen für heute enden: Zum aktuellen Thema Leihmütter haben wir etwas Wichtiges, Theologisches, entdeckt: Maria, die Mutter Jesu, ist in der klassischen Theologie und Dogmatik … wirklich… eine - ganz besondere - Leihmutter. Aber: Maria hat die Karriere des Katholiken Jens Spahn (CDU) auch nicht retten können…
LINK
Wir wünschen angenehme Ferien - soweit diese möglich sind, zumal wegen der Klima - Krisen, bekanntlich von uns Menschen verursacht und vielleicht auch noch von Menschen, von vernünftigen Politikern, etwas einzuschränken. Vielleicht.
Beste Grüße! Christian Modehn und Hartmut. www.religionsphilosophischer-salon.de
Ihre, Eure, Fragen, Vorschläge, Kritiken sind willkommen: christian.modehn@berlin.de
To cancel click here, to edit your subscription click here.