Der Religionsphilosophische Salon Berlin grüßt alle Abonnenten des newsletters und wünscht ... immer noch... ein erfreuliches Jahr 2014.
Religionen und Kirchen zeigten auch im vergangenen Jahr, welche Probleme sie haben, wenn es um ihre institutionellen Verfasstheiten geht; mit religiösen Bürokratien, die zudem als Hüter absoluter Wahrheiten aufreten, will kaum noch jemand etwas zu tun haben. Das Plädoyer von Papst Franziskus für eine (materiell) etwas ärmere Kirche kann ja auch als Ausdruck von Hilflosigkeit gedeutet werden. Geboten wäre eher auch eine von der dogmatischen Lehre her arme, also bescheidene, offene und selbstkritische Kirche.
Über diese Themen, etwa "Was heißt heute für mich, religiös zu sein?" oder philosophisch betrachtet "Das Wesen des Christentums?" werden wir uns in Zukunft befassen können, wenn es denn auch die TeilnehmerInnen unseres Salons so wollen. Denn die Themenauswahl soll auch den Fragen und Wünschen der TeilnehmerInnen entsprechen.
Vor allem wäre wichtig: "Welche Spiritualität haben denn Philosophien zu bieten" .... angesichts der Krise der religiösen Institutionen....
Für die nächste Zusammenkunft am DONNERSTAG, den 16. Januar 2014 um 19 Uhr in der Galerie Fantom, haben wir uns etwas Besonderes vorgenommen, wobei wir hoffen, dass möglichst viele sich zu dem Thema auch mit persönlichen Einsichten einbringen können: "Vom Nutzen und Nachteil der Philosophie für das Leben (mein Leben)" ist das Thema.
Wer die Zeit findet, kann sich ja schon mal einstimmen und sich fragen: Wann ist denn Philosophie belastend? Etwa wenn sie zur kritischen Selbstreflexion führt? Aber ist die Philosophie vielleicht nur dann belastend, wenn ich auf einem eher naive, unreflektierten Status verweilen will? Es geht also um das spannende Thema: Philosophie als Lebenhilfe? (Populär hat das mal jemand so gesagt: Kann denn Denken schädlich sein?)
Das Thema kann also zu heilsamer Verunsicherung führen. Philosophieren ist ja ohnehin immer ein Verlust von (falschen, bislang selbstverständlichen) Gewißheiten und ein neues Leben auf einem -vorübergehend - etwas sicheren Boden.
Einleitende Statements diesmal von Michael Braun, praktischer Philosoph und Christian Modehn, journalistischer Philosoph.
Herzliche Einladung mit der Bitte um Anmeldung wegen der begrenzten Anzahl von Plätzen. christian.modehn@berlin.de
Der Ort: Galerie FANTOM, Hektorstr. 9 in Wilmersdorf. Nahe Kurfürsten Damm.
Unkostenbeitrag, wenn möglich, für die Raummiete: 5 Euro.
Mit den besten Grüßen, Christian Modehn
To unsubscribe click here, to edit your profile click here.