Mit einem neuen „newsletter“  Mitte April melde ich mich wieder bei Ihnen, die Sie an den Arbeiten und Ideen und Vorschlägen des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ interessiert sind.

 

Unser nächster Gesprächsabend findet am Freitag, den 25. April 2014, um 19 Uhr in der Kunst Galerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Berlin-Wilmersdorf statt. Als Thema haben wir uns vorgenommen, gemeinsam die Verbindung, das Miteinander und das Gegeneinander  von Recht und Moral zu bedenken und zu besprechen.

 

Das Thema ist in gewisser Weise eine Fortsetzung unserer Gespräche im Salon im März 2014. Da näherten wir uns der Autonomie des Individuums und entdeckten, dass ohne demokratische Rechte auch keine individuelle Entwicklung hin zur Autonomie möglich ist.

 

Das Thema des Salons im April klingt auf den ersten Blick etwas abstrakt, ist es aber ganz und gar nicht, wenn man bedenkt, dass in einer pluralistischen Gesellschaft verschiedene Wertvorstellungen verschiedener Gruppen in einer gemeinsamen Rechtsgebung zusammenleben sollen. Dazu weiter unten einige hoffentlich inspirierende Hinweise.

 

Wer teilnehmen möchte, den bitte ich herzlich um Anmeldung – wegen der begrenzten Plätze können wir nicht mehr als 20 Personen begrüßen – an: christian.modehn@berlin.de

 

Der Unkostenbeitrag beträgt wie immer 5 Euro. Wir sind ja bekanntermaßen ein „nicht lukratives „Unternehmen“. Philosophieren ist gratis, aber niemals „umsonst“ (d.h. vergeblich).

Einige Hinweise und Fragen:

Wie gehe ich damit um, dass in einer demokratischen pluralistischen Gesellschaft (wir sprechen hier nie von totalitären Diktaturen) Gesetze mehrheitlich im Parlament verabschiedet werden, die den Moralvorstellungen einiger Menschen und Gruppen (Minderheiten) nicht entsprechen? Etwa im Falle der gesetzlichen Freigabe von Schwangerschaftsabbruch oder der sogen. Homoehe. In Holland könnte man an die Euthanasiegesetzgebung denken.

 

Welchen Einfluss und welche Macht dürfen angesichts dieser Entwicklung Institutionen haben, die für sich beanspruchen, „die Naturrechte“ zu vertreten, zu verteidigen und zu schützen? Hier kommen wir schnell in religionsphilosophische Fragen hinein, etwa im Blick auf die Moralvorstellungen der Katholischen Kirche.

 

In welcher Weise sind Gesetze auch Ausdruck von Gerechtigkeit? Sie sind ja immer mehr als leere Handlungsanweisungen?

 

Wie verändern neue, gerechtere Gesetze (siehe die Beispiele oben) auch die Moralvorstellungen der einzelnen und bestimmter Gruppen?

 

In welcher Weise und warum kann nur ein weltanschaulich neutraler Staat, die Franzosen sprechen so schön und richtig von der laicité, das Zusammenleben wertmäßig unterschiedlich orientierter Gruppen

garantieren? Die Vorstellung, dass eine bestimmte Gruppe, etwa religiös fundamentalistischer Prägung, die allen gemeinsamen Gesetze bestimmt, ist ja für viele unerträglich.

 

In der Hoffnung auf ein lebendiges und kritisches Gespräch grüße ich Sie herzlich verbunden guten Wünschen für ein inspirierendes Osterfest: Ostern bezieht sich auf die Auferstehung, Auferstehung ist ein Aufstehen, Erwachen, Freiwerden, Eintreten in ein gewandeltes Leben; also auch und schon wieder ein philosophisches Thema...

PS:

Wer sich eher auch für explizit religiöse Fragen, ins Theologische hineinreichend, interessiert, den weise ich gern auf eine Radiosendung von mir am Karfreitag (18.4.)  hin: Im RBB Kulturradio um 9.04 Uhr bis 9.30 Uhr: "Jesus am Kreuz" ist das Thema, es werden Perspektiven zum Umgang einiger Künstler mit dem leidenden und sterbenden Jesus von Nazareth geboten. Mit kurzen musikalischen Einblendungen der "lacrimae Caravaggio" von dem bekannten und geschätzten Jordi Savall. Per email kann man sich nach der Sendung das Manuskript bestellen: religion@rbb-online.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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