Liebe Freundinnen und Freunde des Religionsphilosophischen Salon Berlin,

 

Sie erhalten den newsletter für den Monat Juli 2014 mit einem Hinweis auf eine „philosophische Wanderung“ am 8. 8. 2014.

 

Zuerst mit herzlichen Grüßen die Einladung zu unserem Salon/Gespräch am Freitag, den 25. Juli 2014, um 19 Uhr in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9 in Berlin – Wilmersdorf. Der Beitrag für die Raummiete: 5 Euro.

 

Das Thema: „Religiöse Metamorphosen: Gibt es Religion ohne Gott?“

 

Wir wollen dabei nach einigen einleitenden Hinweisen von Christian Modehn den Wandel des religiösen Bewusstseins deutlicher sehen und uns fragen, wie wir selbst in diese Umbrüche und Metamorphosen involviert sind. Philosophieren kann ja niemals auf das „ICH denke, meine usw.“ verzichten!

 

Das religiöse Bewusstsein ist nach unserer Überzeugung nichts Exklusives, etwa nur für wenige „religiös Musikalische“, zutreffend. Religiöses Bewusstsein ist vielmehr die Tiefe des allgemeinen Selbstbewusstseins. Wenn da also Umbrüche wahrgenommen werden, geht das schon an die „Wurzel“.

 

Unser Salon versteht sich bekanntermaßen als ein Ort, wo wir unterschiedliche Lebensentwürfe ins Gespräch bringen; dies nicht aus Neugier, nicht aus einer Haltung der Moralisierung, sondern um uns wechselseitig anzuregen...Denn: Wir SIND wesentlich Gespräch.

 

Diesmal ein etwas längerer Text zur Einstimmung, der auch inspirierend sein kann für Menschen, die nicht an unserem Gespräch teilnehmen können.

 

Wir wollen uns diesmal austauschen über die Frage: Was lässt uns letztlich leben? Woran wollen wir uns absolut halten, worauf wollen wir niemals verzichten in unserem Leben? 

 

Dabei steht uns vor Augen: Es wird angesichts der globalen Krise der Gegenwart (Kriege, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, ökologische Katastrophen usw) für immer mehr Menschen deutlich: Wir leben in einem Übergang in eine neue, andere, hoffentlich bessere Gesellschaft. Die alte Welt wird nicht mehr wiederkehren; wir stehen in einer Metamorphose. Auch in der religiösen Erfahrung, auch in der Geltung der Religionen und Kirchen. Wer dann nur noch das (Ur)Alte verteidigt, hat keine lebendige Zukunft vor sich.

 

Dieser Übergang, diese Metamorphose, gilt auch für die Religionsphilosophie.

 

Das neue Buch des amerikanischen Philosophen Ronald Dworkin hat schon wegen seines Titels „Religion ohne Gott“ (Suhrkamp) viel Aufmerksamkeit gefunden. Dworkin plädiert dafür, angesichts einer ideologisch und religiös bedingten Feindseligkeit der Menschen eine allgemein menschliche, also allen gemeinsame Haltung wahrzunehmen: Er sieht sie in dem Respekt und der Bindung an menschliche Werte, an die absolute Hochschätzung eines guten (d.h. ethisch erfüllenden) Lebens für sich selbst und die anderen. Dies sei die allen Menschen gemeinsame Religion ohne Gott, Verehrung eines höchsten transzendenten Wesens ist dann erst in zweiter Instanz wichtig. Nebenbei: Die Lektüre des ohnehin nicht „leicht lesbaren“ Buches von Dworkin ist keine Voraussetzung für die Teilnahme an unserem Gespräch.

 

Über diesen Zusammenhang wollen wir uns verständigen und eigene Erfahrungen einbringen, die sich aus den Fragen etwa ergeben:

 

Wo erlebe ich diese meine Religion (ohne Gott)? In der Naturerfahrung, in der Kunst, in welcher, bei welchem Gemälde? In der Liebe, in der Erotik, in der Einsamkeit, in der Angst?

 

Wie finden wir neu zu einer Haltung, in der wir aufatmen und heiter leben können? Geht das ohne Religion? Geht das ohne Gott?

 

Das könnte also ein spannender Abend werden. Wer einen kurzen (!) philosophischen oder literarischen Text mitbringen will, um so besser fürs Gespräch.

 

Wir bitten wie  immer wegen der begrenzten Plätze um eine Anmeldung an:christian.modehn@berlin.de

 

 

 

Am Freitag, den 8. August 2014, machen wir wieder einen Ausflug unseres Salons. Wir fahren mit der Regionalbahn von Berlin – Hauptbahnhof (tief) nach Britz, Mark und laufen von dort durch den Wald nach Chorin, dem ehem. Kloster, wunderbar gelegen, wahrscheinlich mit einer Führung. Unterwegs bietet Frau Dr. Hirsch, die einige TeilnehmerInnen unserer Gespräche ja kennen, philosophische, meditative Hinweise. Selbstverständlich haben wir genug Zeit zum Essen und Trinken, die Rückfahrt ist wieder mit der Bahn ab Bhf Chorin.  Rückkehr gegen 18 Uhr. Also ein Tagesausflug in der Sommerzeit, bei hoffentlich gutem Wetter.

 

Wir fahren um 9. 33 im HBF los.

 

Wir bitten um feste Anmeldung bis 1. August, weil preiswerte Gruppenfahrkarten besorgt werden müssen und für Chorin die der Anzahl entsprechenden Reservierungen gemacht werden müssen.  Unkosten: Die Fahrkarte, der Eintritt in Chorin; dass wir Frau Hirsch einladen (auch zum gemeinsamen Essen) ist selbstverständlich. Sie bietet diese Wanderung für uns honorarfrei an! 

 

Anmeldung mit Angabe der Telefonnr. an: Christian.Modehn@berlin.de

 

Mit herzlichen Grüßen, Christian Modehn

 

Wer schon an den Salon im August denkt: Das Datum ist der 29. August mit einem einleitenden Vortrag des in unserem Salon bekannten Michael Peterssen, einem hervorragenden Kenner des Buddhismus, über „Buddhismus und Philosophie“.

 

 

 

 

 

 

 

 

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