Allen, die sich für den Religionsphilosophischen Salon Berlin interessieren und die mit ihm freundschaftlich verbunden sind, wünschen wir ein angenehmes Weihnachtsfest und ein inspirierendes Jahr 2015.
Der erste Salonabend 2015 findet am Freitag, den 16. Januar 2015 um 19 Uhr, in der Galerie Fantom Hektorstr. 9 statt.
Das Thema ist auf aktuelle, auch politische Diskussionen bezogen, es hat den durchaus pro-vozierenden, also zum Nachdenken „heraus-rufenden“ Titel: „Ich bin der andere“. Es geht um einige Aspekte einer Philosophie, die zeigen will: Das Ich, das Individuum, das Subjekt ist nur und kann es nur geben in der immer schon gegebenen Verbundenheit mit den anderen Menschen. Und in der Empathie wird es möglich, sich an die Stelle des anderen zu setzen.
Das sind unserer Meinung nach keine abgehobenen Spekulationen, es geht um die Erkenntnis: Wer bin ich, was will, wer sind die anderen für mich? Die Antwort auf diese Fragen, und sei sie noch so vorläufig wie alle Philosophie, hat orientierende Bedeutung für uns, so wir ja im Alltag normalerweise und hoffentlich „trotz allem“ auch vernünftigen Erkenntnissen folgen.
Aufgrund der geringen Anzahl von Plätzen für einen philosophischen Salon muss ich um eine Anmeldung per email: christian.modehn@berlin.de
Für die Raummiete bitte ich um 5 Euro.
Wer sich selbst und anderen, die durchaus auch anspruchsvolle philosophische Lektüre wünschen, ein gutes Buch schenken will, dem empfehlen wir gern das neue Buch des Philosophen Michael Hampe: „Die Lehren der Philosophie. Eine Kritik“. Erschienen ist das Buch 2014 im Suhrkamp Verlag. Es hat 455 Seiten und kostet 24,95 Euro. Der in Zürich lehrende Philosoph tritt für eine nicht doktrinäre Form der Philosophie ein, die sich auch der Erzählungen gern bedient und allen Aufbau von Systemen von sich weist. Hampes großes Vorbild ist dabei die Gestalt des Sokrates, der „nur“ fragte und nicht eigene Lehren in den Vordergrund brachte. Das Buch ist in gewisser Weise eine Philosophie der Philosophie. Man kann es bedächtig lesen und immer wieder tolle Denkimpulse empfangen. Wir empfehlen dieses anspruchsvolle Buch, beginnen kann man durchaus mit der Lektüre des 2. Kapitels „Maieutische und akademische Philosophie“.
Wer sich in diesen Tagen vor Weihnachten noch einmal mit der Frage auseinander setzen möchte, was ist eigentlich Weihnachten und seine merkwürdigen Sprüche bedeutet, dem empfehlen wir auf unserer website das neue Interview mit Prof. Wilhelm Gräb, Humboldt Universität.
http://religionsphilosophischer-salon.de/5952_die-erloesende-kraft-von-weihnachten-ein-interview-mit-prof-wilhelm-graeb_weiter-denken
Wir hoffen, dass wir auch im Jahr 2015 wieder interessante Gespräche und Begegnungen haben im Zusammenhang mit dem Philosophieren, einer Lebenshaltung des Fragens, der Kritik, der Suche nach einer vernünftigen Basis im Leben. Mir sagte kürzlich eine Teilnehmerin, sicher nicht zu unrecht: „In der Offenheit und dogmatischen Freiheit ist der Salon wahrscheinlich ein besonderer kultureller Ort in Berlin“. Und vor allem ein toleranter Ort.
Auch wenn der Salon den Titel „Religionsphilosophisch“ führt, so bedeutet dies eine strikte Ablehnung aller direkten und „bloß“ versteckten Formen gewalttätiger dogmatischer Religionen....Wir treten für eine offene Fragwürdigkeit alles „Religiösen“ ein.
Mit herzlichen Grüßen, Christian Modehn
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