Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des "Religionsphilosophischen Salon Berlin",

der nächste Salon findet am 27. Februar 2015 um 19 Uhr in der Galerie Fantom  in der Hektorstr. 9 in Berlin-Wilmersdorf statt. Dazu herzliche Einladung, noch sind einige "Plätze frei", bei Interesse: Bitte anmelden. In ca. 2 Wochen schicke ich dann einige Infos zur Vorbereitung und "Einstimmung". Unser Thema: Die islamische Philosophie (vor allem im 9. bis 12. Jahrhundert n.Chr.) und ihre Bedeutung "für uns heute". Ein großes und wunderbares Thema, ich weiß. Aber wir müssen einmal beginnen, uns in dieses Thema zu vertiefen, wenn wir denn an einem Dialog der Kulturen interessiert sind. Und davon gehe ich aus. HERZLICHE EINLADUNG.

Darf man sagen, dass die Ignoranz der Verlage in Deutschland bei dem Thema so groß ist, dass kein halbwegs bezahlbarer Originaltext, etwa von ar-Razi, Avicenna oder Averroes, meines Wissens vorhanden ist. Lediglich im Herder Verlag in der Reihe "Herders Bibliothek der Philosophie des Mittelalters" liegen einige teure Originaltexte mit Übersetzung vor. So müssen wir uns wahrscheinlich bei diesem einführenden Abend mit Sekundärliteratur begnügen. Da empfehle ich noch sehr das vom Umfang her überschaubare, leicht nachvollziehbare Buch von Ulrich Rudolph "Islamische Philosophie. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" Beck Verlag, 8,95 Euro. Rudolph ist Prof. für Islamwissenschaften an der Uni Zürich. Auf das Buch von Wolfgang Günter Lerch (auch er Islamwissenschaftler) "Denker des Propheten" (Piper) Verlag hatte ich schon empfehlend auf der website aufmerksam gemacht.

WICHTIG erscheint mir dann noch der Hinweis auf den spirituellen Meister, Mönch und Philosophen Thomas Merton. Er wurde vor 100 Jahren, am 31. 1. 1915 geboren. Es ist keine Übertreibung: Er ist einer der  besonders inspirierenden religiösen Denker der Gegenwart, interessiert am Dialog mit (Zen)Buddhisten, an christlicher Mystik, an Friedenspolitik usw. Ich habe über Thomas Merton einen kleinen, hoffentlich inspirierenden eher philosophisch orientierten Text geschrieben, der auch auf viele offene Fragen hinweist: Auf die Zensur seiner Schriften, die der Orden, der Trappistenorden in den USA vornahm, auf seine große Menschlichkeit, seine Liebesfähigkeit als Mönch, auf seinen eigentlich mysteriösen Tod in Bangkok usw. In Deutschland, so unser Eindruck, gibt es noch keine umfassend kritische Rezeption des Werkes von Thomas Merton. Zur Lektüre meines Textes: 

http://religionsphilosophischer-salon.de/6157_thomas-merton-zum-100-geburtstag-mystiker-philosoph-kritiker-und-offene-fragen_aktuelle-buchhinweise/theologische-bucher

Wer sich für die Auseinandersetzung mit dem (auch philosophischen) Nihilismus interessiert und dessen mögliche Überwindung: Denen gilt der Hinweis auf eine Radiosendung von mir im Saarländischen Rundfunk 2. Programm, am Samstag, 7.Februar um 9.05 Uhr. Der Titel: "Über das Nichts hinaus".

Mit herzlichen Grüßen aus dem Religionsphilosophischen Salon!

Auf eine gute Zusammenarbeit und vor allem: ein angenehmes, freundschaftliches Miteinander in unserem "Salon"     Christian Modehn

 

 

 

 

 

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