Mit einem herzlichen Gruß: Der Oktober - Newsletter des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“
Zuerst die herzliche Einladung zu unserem nächsten Salonabend am Freitag, den 30. Oktober 2015 um 19 Uhr in der Galerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Berlin-Wilmersdorf. Wer gern dabei sein möchte, ist herzlich gebeten, sich per email anzumelden, wegen der begrenzten Anzahl von Plätzen: christian.modehn@berlin.de
Für die Raummiete bitte ich um 5 Euro, StudentInnen haben wie immer freien „Eintritt“.
Unser Thema am 30. Oktober ist auf die grundlegenden Veränderungen in Europa und dem Nahen/Mittleren Osten bezogen, also auf die Gegenwart von Flüchtlingen hier.
Das kann philosophisch damit beginnen, näher zu verstehen, was in der philosophischen Reflexion die Anerkennung des anderen Menschen als Menschen bedeutet. Mit Anerkennung meinen wir nicht zuerst das populäre Bestätigen einer individuellen Leistung usw. Sondern: Wie kann in einer Situation, die immer von offener und versteckter Herrschaft bestimmt ist, Befreiung zum Selbstsein gelingen, wie kann also jeder in der Gesellschaft die Anerkennung als Mensch erringen.
Ich werde einleitend auf Georg Wilhelm Friedrich Hegel hinweisen, der als einer der ersten Philosophen das Thema „Herr und Knecht“ dachte und zu Erkenntnissen kam, die heute noch als Befreiungsgeschichte wegweisend sind. Dabei werde ich auf neueste Forschungen zum Thema hinweisen, wie sehr Hegel tatsächlich durch den Aufstand der „Negersklaven“ in Haiti und die Gründung der ersten Republik in Amerika (Haiti) inspiriert wurde.
Die Herr-Knecht- Thematik ist aktuell auch im Zusammenhamg der Flüchtlings-Debatte heute: Sind die Flüchtlinge hier bei uns eher die Knechte, die Untergebenen, die anderen, die „Betreuten“? Oder werden sie einmal die Partner sein?
Diesmal wird eine kompetente Kennerin der Flüchtlingsthematik bei uns sein. Mit Frau Dr. Dorothea Hasskamp (Berlin) werden wir weiter denken, was Anerkennung der Flüchtlinge als Menschen bedeuten kann und sollte. Frau Hasskamp arbeitet bei einer international tätigen NGOs, der Flüchtingshilfe des Jesuitenordens. Es könnte also ein inspirierender Abend werden.
Falls Sie noch auf der website einen Hinweis zu der großartigen Rede von Navid Kermani anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels lesen möchten: Ein Hinweis auf ein ganz ungewöhnliches Ereignis bei dieser Veranstaltung vom 18.Oktober:
!!!!!!! Noch sind vier Plätze für eine besondere Veranstaltung in kleinerem Rahmen frei: Christian Langner, ein Kunstkenner, wird uns die Mondrian-Ausstellung im Gropiusbau erläutern, am Montag, den 26. Oktober von 16 bis 18 Uhr. Eine Chance, in kleiner Gruppe diesen für viele eher noch unbekannten Künstler kennen zu lernen und die Moderne schätzen zu lernen. Bitte bei Interesse nur mit fester Anmeldung an: christian.modehn@berlin.de Nach der Anmeldung werden weitere Details mitgeteilt.
Und für den Salon im November 2015 die herzliche Einladung schon jetzt, reservieren Sie sich bitte dieses Datum: 27. NOVEMBER um 19 Uhr in der Galerie Fantom. Es geht um den eigenen spirituellen Weg. Das Thema: Reden von Gott und von dir selbst: Über Theologie und Autobiographie.
Ein Abend mit dem Theologen und Kulturwissenschaftler Prof. Johan Goud aus Den Haag
In dem Vortrag geht es um die Verbindung von Autobiographie und Religion unter heutigen Bedingungen. Wie kann ich in meinem eigenen Leben einen Weg zur Transzendenz finden, zu meiner ganz eigenen Spiritualität, die nicht Formeln und Floskeln nachspricht? Der Vortragende ist Theologe der protestantischen Kirche der Remonstranten in Holland und Professor em. in Utrecht mit großem Interesse an Literatur und Kunst, in denen das Autobiographische fast immer mitspielt.
Der Vortrag ist in deutscher Sprache.
Mit herzlichen Grüßen und hoffentlich auf ein Wiedersehen! Christian Modehn für den Religionsphilosophischen Salon Berlin
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