Der phantastische Jesus. Weihnachtsgeschichten der Apokryphen. Eine Ra­dio­sen­dung

Der phantastische Jesus
Weihnachtsgeschichten der frühen Kirche
Von Christian Modehn
Eine Ra­dio­sen­dung auf NDR INFO am 25. 12. 2013 um 6.05 und 17.05 Uhr

Über die Geburt Jesu und den Alltag des „göttlichen Kindes“ in der „heiligen Familie“ bieten die Evangelisten Lukas und Matthäus keine ausführlichen Beschreibungen. Aber die frühen Christen wollte mehr wissen, waren neugierig und so verfassten etliche Autoren, von frommer Phantasie geleitet, weitere Legenden und Erzählungen, „apokryphe“, verborgene Evangelien: Da wird von der Geburt in einer Höhle berichtet, von aufdringlichen Hebammen oder den Eltern der „Gottesmutter“ Maria. Das wundertätige Baby entwickelt sich zum trotzigen, frechen Jungen. Die Kirchenführung wollte den Wert dieser Texte nicht anerkennen. Aber das fromme Volk sowie Künstler und Schriftsteller lassen sich von ihnen bis heute inspirieren. „Der Glaube braucht phantastische Bilder“, sagen Liebhaber dieser ersten „Jesus – Romane“.

Der phantastische Jesus – über „apokryphe Weihnachtsgeschichten“

Eine Ra­dio­sen­dung am 2. Weihnachtsfeiertag: Im Kulturradio RBB von 9.04 bis 9.30 Uhr. Derselbe Beitrag wird am 26. 12. 2012 auch im Hessischen Rundfunk HR2 (Reihe Camino) von 11.30 bis 12.00 Uhr gesendet.

Der phantastische Jesus: Weihnachtsgeschichten der frühen Kirche

Von Christian Modehn

„Es begab sich aber zu der Zeit …“. So beginnt die bekannte Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium. Darüber hinaus finden sich über die Geburt Jesu und den Alltag in der heiligen Familie weder bei Lukas, noch beim Evangelisten Matthäus erschöpfende Hinweise. Mit so mageren Informationen wollten sich die ersten Christen aber nicht zufrieden geben. Sie verfassten, von frommer Phantasie geleitet, weitere Legenden und Erzählungen, so genannte „apokryphe“, verborgene Evangelien: Da wird von der Geburt in einer Höhle berichtet, von neugierigen Hebammen und den Eltern der „Gottesmutter“ Maria. Das wundertätige Baby entwickelt sich zum trotzigen, frechen Jungen. Die Kirchenführung ignoriert diese Texte; das fromme Volk sowie Künstler und Schriftsteller lassen sich von ihnen bis heute inspirieren. „Der Glaube braucht phantastische Bilder“, sagen Liebhaber dieser ersten „Jesus–Romane“.