„Ich bete an die Macht der Lüge“: Mister TRUMP 3 Jahre Präsident der USA. Eine neue Hymne in Zeiten ohne Wahrhaftigkeit.

Eine ernst zu nehmende philosophische Satire von Christian Modehn. Erstmals veröffentlicht im April 2017. Neu publiziert am 19. 1.2020.

Am 20. Januar 2020 wird die Welt daran erinnert, dass seit 3 Jahren immer noch ein notorischer Lügner und gieriger Scharlatan die USA regiert und die Welt irritiert: Mister Donald Trump. Über seine vielen Fehlgriffe und Leistungen wird ausführlich anderweitig berichtet. Ich möchte hier nur auf meinen nun schon 3 Jahre alten Vorschlag aufmerksam zu machen, eine neue US-Hymne zu singen. Dies als Beitrag, dass Philosophie auch satirisch und hoffentlich wirksam kritisch sein kann.

Der Titel der Hymne: „ICH BETE AN DIE MACHT DER LÜGE“!

Fake News gehören zum Alltag, wie ein Hobby, von Mister Trump, der sich noch allen Ernstes Politiker und Präsident der USA nennen darf.

Der Tagesspiegel hat am 19.1.2020 auf Seite 3 die Anzahl der Lügen dokumentiert, die Trump in der Zeit seiner Herrschaft verbreitet hat: Im Oktober 2018 waren es zum Beispiel 1.288 von Mister Trump verbreitete Lügen; im November 2019 „nur“ 900 Fake News. Dabei sind die Lügen nur ein Aspekt dieser insgesamt „unmoralischen, soziopathischen Persönlichkeit“, wie ein hochrangiger Trump-Mitarbeiter in dem neuen Buch „Warnung aus dem Weißen Haus“ (Quadriga-Verlag 2020) schreibt: „Trump missbraucht und pervertiert die Demokratie“. Aber: So viele tausend Wähler fallen auf diesen Typen rein…

2017 hatte ich bereits notiert: Die neue US – Hymne bezieht sich auf einen Choral von Gerhard Tersteegen.
Diese Strophe aus dem „geistlichen Lied“ des Gerhard Tersteegen (1750) spielte schon im 18. Jahrhundert eine grandiose Rolle beim militärischen Zapfenstreich. Dies gilt bis heute. Ohne dieses Lied kommt auch heute kein großer Zapfenstreich der Bundeswehr aus! Eigentlich eine Schande. Denn in diesem frommen Erguss von Herrn Tersteegen (von 1750) wird der „Mensch als Wurm“ bezeichnet.Sicher fühlten sich und fühlen sich viele Soldaten als „arme Würmer“ angesichts bevorstehender, oft tödlicher Kämpfe gegen „den Feind“.

Dies also ist der vertraute Song von Herrn Tersteegen (1750):

Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesus offenbart;
ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Nebenbei: Dieses Lied ist noch immer im Evangelischen Gesangbuch, Regionalteil Rheinland-Westfalen-Lippe als Nr. 661 vertreten. Arme Würmer, kann man dann nur sagen, die solches singen…

Darum bitte ich nun also, die neue US-Hymne in üblicher devoter Haltung gegenüber diesem Herrn Trump zu singen:

Ich bete an die Macht der Lüge,

die sich in Trump und andren zeigt;

Ich geb mich hin den Lügenworten,

wodurch ich Wurm verblödet werd;

ich will, anstatt an mich zu denken,

im Meer der Lügen mich versenken…

PS: Auch diese Neu-Dichtung kann selbstverständlich in der Melodie gesungen werden, die der in St. Petersburg wirkende ukrainische Komponist Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski (1751–1825) ursprünglich für Tersteegens Text verfasst hat. Auch dieser Tipp noch: Diese neue internationale Lügen-Hymne zu Ehren von Mister Trump könnte bei Staatsbesuchen des genannten und der noch nicht genannten PolitikerInnen gesungen bzw. geschmettert werden. Übersetzungen ins Türkische, Russische, Englische, Italienische, Österreichische usw. willkommen!

Copyright: Christian Modehn, Berlin. Religionsphilosophischer Salon Berlin.