Der § 175 ist in der katholischen Kirche heute immer noch gültig!

Die Verlogenheit der Kirche und der §175
Ein Hinweis von Christian Modehn anläßlich des „Stonewall“ (Greenwich Village, New York) Gedenktages

Ohne Widerstand geht es oft nicht, wenn denn die Unvernunft und der Hass der Mehrheit zu groß sind: Allein deswegen haben sich die Schwulen den ständigen Razzien der Polizei in New York dann doch tatkräftig widersetzt und durch ihren Mut, ihre Bereitschaft zu kämpfen gegen die “Staatsorgane“, tatsächlich Geschichte gemacht. Das war vor 50 Jahren: In der Nacht vom 27. zum 28. Juni 1969. Ein Gedenktag! Und mehr als das, ein Tag zum Weiterdenken und Weiterhandeln.

Diesen Tag also gilt es zu erinnern, als den Beginn einer homosexuellen Selbstbefreiung weltweit. Die zahlreichen CSD Veranstaltungen heute auf allen Kontinenten, (Ausnahme: praktisch alle islamisch geprägten Staaten und sich irgendwie christlich nennenden Staaten in Afrika) sind nur möglich geworden dank „Stonewall,“ so hieß die Bar, in der die Revolution der Freiheit in New York begann. Seitdem sind Homosexuelle – prinzipiell – keine Kranken, keine Außenseiter, keine Perversen mehr, sondern zu respektierende Mitmenschen.
Das sage ich, im Blick auf die Religionen, zumal die christlichen, die mich besonders interessieren: Es gibt immer noch in den leider stets mächtiger werdenden evangelikalen/pfingstlerischen Kirchen den – noch nicht per Gesetz verbotenen – Wahn: Junge Homosexuelle systematisch, therapeutisch genannt, umzupolen. Und nur ein weiteres Beispiel: Es gibt immer noch keine normalen Feiern der Ehe für Homosexuelle in christlichen Kirchen(gebäuden), ausgenommen die Remonstranten Kirche in Holland. Viele andere sagen ängstlich Ja und Nein dazu, zögern und verschleiern die eigene Homophobie. Und ihre Bindung an sehr konservative Geldgeber.
Ich betone immer wieder: In der römisch –katholischen Kirche besteht der alte §175, der Paragraph der Ausgrenzung und Verfolgung, weiter! Er wurde besonders unter Hitler, und dann ganz selbstverständlich auch in den ersten Jahrzehnten der BRD, von den damals vorherrschenden Nazi-Juristen, angewendet.

Also, man sage es allen, die es hören wollen oder auch nicht: Der §175 besteht in der katholischen Kirche weiter. Denn:
Homosexuelle Männer dürfen nur Priester oder hauptberufliche Laientheologen (z.B. Pastoralreferenten) werden, wenn sie sich selbst als Homosexuelle verstecken und verleugnen und als Zeichen der Treue zur Hierarchie laut gegen Homosexuelle öffentlich sprechen. Die Kirchenführung hat es geschafft, ihren wichtigen Mitarbeitern die erotische und sexuelle Liebe zu verbieten. Man glaubt heute zu träumen, wenn man das schreibt oder liest. Was für ein offizieller Wahn! Tatsächlich sind ja sehr viele der jetzt tätigen Priester selbst homosexuell. Der polnische Jesuit und Psychotherapeut Jacek Prusak meint etwa im Blick auf Polen, „dass es in der polnischen Kirche heute tausende homosexueller Priester gibt“ (zit. in Polen Analysen, Darmstadt, 18.6.2019, Seite 5).Alles Männer, die sich verstecken, die lügen, in Heimlichkeiten ausweichen, den immer noch für heilig gehaltenen Sonderstatus des Klerus ausnützen, um sich Privilegien zu leisten….Dass diese verkrampften homosexuellen Priester auch nur etwas tun für den Respekt für Homosexuelle in Staat und Gesellschaft,ist natürlich ausgeschlossen. Das gilt für Polen, für Deutschland,für die Ordenspriester hier und die Weltpriester genauso. Da macht niemand den Mund auf, von Pater Mertes SJ abgesehen. Diese verkrampft-kranken Priester haben nur Angst, selbst „entdeckt“ zu werden.
Dieses Sich Verstecken ist eine Form systematischen geistigen Selbstmordes. Können solche seelisch geschädigten Männer Seelsorger sein?
Viele begehen aus Karrieregründen diesen geistigen Selbstmord und verstecken sich, gelegentliche Sex-Abenteuer, die bitte niemand sieht, eingeschlossen.
Diese Typen, möchte man beschreibend sagen, die man im Klerus allenthalben findet und fand, sind seelisch tief irritiert und, sorry, kaputt, weil sie auf Dauer, lebenslänglich, zur absoluten Verlogenheit verpflichtet sind. Und dies nur um der Karriere willen.
Für wie begrenzt und dumm hält man eigentlich die Gemeinden, dass sie einen offen homosexuell lebenden Priester nicht akzeptieren könnte? Oder lesbische Nonnen, die eine Gemeinde leiten?
Es ist die tiefe Abscheu vor der Sexualität und der sexuellen Lust und Liebe, die zum „Urgestein“, zum Urdogma, der meisten christlichen Kirche gehört, besonders im Katholizismus. Man denke daran: Die Erbsünde (ein notwendiges Konstrukt für die Notwendigkeit der (Baby-) Taufe) wird im Moment der Zeugung, also inmitten der Lust, übertragen. Das ist offizielle Lehre! D.H.: Sexuell geprägte Liebe ist sündhaft und Erbsünde erzeugend!

So wird das klerikale System, und das römisch- katholische System ist total klerikal, zum Lügensystem. Lüge wird zur Tradition! Lüge bestimmt förmlich den vatikanischen Alltag, man denke an die Verschleierungen im Zusammenhang vatikanischer Gelder oder vatikanischer Immobilien. .
Man denke nur an den Gründer des Ordens der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel, den man den Großmeister der Lüge nennen kann. Wir haben im Re¬li¬gi¬ons¬phi¬lo¬so¬phi¬sch¬en Salon über ihn berichtet, den selbst Papst Benedikt XVI. wegen der pädophilen Untaten einen Verbrecher nennen musste. Mit diesem Gründer vor Augen besteht der Orden der Legionäre Christi nach wie vor und genießt den immensen Reichtum, den ihr Gründer sich durch allerhand Tricks angeeignet hat.
Für eine Religion, die sich auf den Propheten Jesus von Nazareth beruft und die manchmal auch die Bergpredigt oder die wichtigen „Endzeit Reden Jesu“ liest, ist das Fortbestehen des §175 IN der Kirche nicht nur ein unerträglicher humaner Skandal, sondern, wenn man es denn theologisch will, Sünde.
Aber so lange die vielen verklemmten und seelisch verdorbenen, d.h. versteckten Schwulen das Leben dieser Kirche bestimmen, wird sich daran nichts ändern.

Der Klerikalismus als „ewiges“ Gesetz der Kirche ist wohl das größte Verbrechen am Geist des Propheten Jesus von Nazareth. Das sagen ja nun schon fast alle Bischöfe im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs durch so genannte zölibatäre Priester. Aber sie beenden den Klerikalismus, diese einzige „Erbsünde“, nicht.

Der Glaube als freies Erleben freier Menschen im Zusammenhang des Göttlichen findet anderswo statt. Außerhalb DIESER Kirchenmauern.

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

Magnus Hirschfeld: 150. Geburtstag: Homosexualität ist normal.

Am 14. Mai vor 150 Jahren wurde der Sexualwissenschaftler und Gründer eine homosexuellen „Bewegung“ Magnus Hirschfeld geboren. Er war ein Aufklärer, ein Wissenschaftler und Arzt, der einen kulturellen „Durchbruch“ schaffte, auch wenn es weltweit immer noch sehr viele Staaten gibt, die Homosexuelle ausgrenzen, verfolgen und töten.

Ich möchte aus diesem Anlass, aus dem Gedenken an Magnus Hirschfeld, auf meine Beiträge hinweisen, die hier publiziert wurden zu dem nach wie vor aktuellen Thema: „Der § 175 besteht in der römisch – katholischen Kirche noch immer“.

Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.

Der § 175 in der römisch-katholischen Kirche.

Ein Hinweis von Christian Modehn am 28.4.2017

1. Zum Anlass dieser Überlegungen:

Am Freitag, den 28. April 2017, soll nun, man glaubt es kaum, ein Gesetz im Deutschen Bundestag verhandelt werden, das einer damals in der Bundesrepublik Deutschland verfemten und vergessenen Minderheit etwas Gerechtigkeit und bescheidene finanzielle „Wiedergutmachung“ bringen soll: Dem SPD Minister Heiko Maas sei Dank, aber auch den politisch Aktiven (Schwulen), die dieses Thema vor dem Vergessen bewahrten.

Es geht um Männer, die in der Nazi-Zeit als Untermenschen in KZs gesteckt wurden. Sie haben dann aber unter den nach wie vor weiter bestehenden Nazi-Gesetzen (von 1935) noch in der Bundesrepublik leiden müssen. Ca. 64.000 homosexuelle Männer wurden zwischen 1949 und 1994 noch verfolgt, diffamiert, ausgegrenzt, als Untermenschen angesehen… Erst 1969 begann die demokratisch-freiheitliche Regierung, sich vom unsäglichen Nazi- § 175 zu befreien. Solange war Nazi-Gesetzgebung eben normal!

Als normale Menschen mit allen Rechten werden homosexuelle Männer (und Frauen) bis heute selbst in Deutschland noch nicht angesehen: Sie haben etwa, im Unterschied zu den Niederlanden oder Spanien, kein Recht, eine Ehe zu schließen und Kinder zu adoptieren, also Familie zu sein. Und so viele Bürger regen sich auch hier nicht auf, wenn Homosexuelle auf den Straßen Gewaltattacken ausgesetzt sind. Das ist längst Alltag, so groß ist die Toleranz gegenüber Rechtsextremen längst!

Also: Nazi – Gesetze haben in der BRD fortbestanden … und die Opfer haben bis heute keine öffentliche Aufmerksamkeit gefunden oder gar Entschädigung erhalten. Warum? Weil in einem autoritären BRD Staat auch die BRD Richter fast immer ehemalige Nazis waren.

Nun also soll es eine gewisse Form der Gerechtigkeit für die Männer, die in der frühen Bundesrepublik verfolgt wurden. Ihre bewegende Geschichte sollte man etwa im Tagesspiegel vom 27. 4. 2017, Seite 3, nachlesen…

2.

Was uns im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon viel mehr noch interessiert ist: Dieser Anti-Homo-Wahn besteht jetzt, besteht heute; diese Ausgrenzung, dieser Zwang, die anderen, die homosexuellen Menschen, zu verfolgen und zu töten. Dies gilt für fundamentalistisch-muslimisch geprägte Staaten, die noch nicht erkannt haben, dass der Koran eine zeitgebundene und historisch relative, also poetische Aussage frommer Leute ist. Die Liste der Staaten, die Homosexuelle verfolgen und ermorden, ist auch heute lang. Die Solidarität mit diesen Menschen hält sich nach meinem Eindruck in der westlichen Welt sehr in Grenzen. Die lieben Tanten und Onkels am Straßenrand deutscher Städte winken dem bunten und schrillen CSD – Festival im Sommer zu, kommen aber nicht auf den Gedanken, bei Amnesty International für krepierende Homosexuelle in Iran, Saudi-Arabien usw.usw. einzutreten…Man nennt dieses ignorante Verhalten heute die „feucht-fröhliche Form der repressiven Toleranz“.

3.

Der religionsphilosophische Salon interessiert sich auch aufgrund verschiedener biografischer Erfahrungen des Gründers dieser Basis- Initiative besonders für die Verfolgung bzw. Verachtung und Ausgrenzung homosexueller Menschen in den Kirchen, vor allem der römischen Kirche.

Die evidente Tatsache ist: Die römische Kirche ist eine homofeindliche Welt-Organisation. Noch heute. Sie spricht von der Akzeptanz „des anderen“ in zahllosen Dokumenten und theologischen Dissertationen, aber dies ist nur Theorie, nichts Ernstgemeintes, man könnte sagen: Ideologie.

Das ist ein evidentes Faktum, um es zugespitzt zu sagen. Und mir tun alle leid, die innerhalb der römischen Kirche gegen dieses Faktum anrennen und treuherzig „Reformen“ erwarten. Das ist Masochismus, den man aufgeben sollte – etwa zugunsten dringender Forschung und vor allem: eines befreiten Lebens.

Die Verfolgung homosexueller Männer in der römischen Kirche gilt für alle Männer die als Priester und Ordensleute in dieser Welt-Organisation mitarbeiten möchten. (Ich freue mich, dass offenbar die vielen lesbischen katholischen Nonnen in Ruhe gelassen werden, der Vatikan braucht ja auch Frauen nicht so dringend, da ist es ihm egal, ob da viele Lesben in den Klöstern sind, man möchte fast zynisch sagen: Gott sei Dank lässt die Inquisition die Lesben in Ruhe.)

Zu den Männern: Sie dürfen nur Priester oder hauptberufliche Laientheologen (etwa Pastoralreferenten) werden, wenn sie sich selbst als Homosexuelle verstecken und verleugnen und als Zeichen der Treue zur Hierarchie laut gegen Homosexuelle öffentlich sprechen.

Dieses Sich Verstecken ist eine Form systematischen geistigen Selbstmordes. Können solche geschädigten Männer Seelsorger sein?

Viele begehen aus Karrieregründen diesen geistigen Selbstmord und verstecken sich, gelegentliche Sex-Abenteuer, die bitte niemand sieht, eingeschlossen.

Die eher kranken Typen, möchte man beschreibend sagen, die man im Klerus allenthalben findet und fand, sind eben seelisch irritiert und, sorry,  kaputt, weil sie auf Dauer, lebenslänglich, zur absoluten Verlogenheit verpflichtet sind. So wird das klerikale System, und das römisch- katholische System ist absolut klerikal, zum Lügensystem. Lüge wird zur Angewohnheit, auch in finanziellen Belangen, man denke an den zerrütteten Zustand der Vatikan-Finanzen, an die Paläste, in denen die Diener des Herrn (oder der Herren), Kardinäle genannt, leben. Lüge bestimmt förmlich den vatikanischen Alltag. Man denke an den Gründer des Ordens der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel, den man den Großmeister der Lüge nennen kann. Wir haben im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon über ihn berichtet, den selbst Papst Benedikt XVI. wegen der pädophilen Untaten einen Verbrecher nannte. Mit diesem Gründer vor Augen besteht der Orden der Legionäre Christi nach wie vor.

Wer dieses Lügen-System mit dem Verlust des Selbst nicht mitmachen will und noch jung genug ist, andere berufliche Perspektiven sich zu erarbeiten, der verlässt diesen verlogenen Club. Dieser Schritt ermöglicht Freiheit und Selbstsein.

4.

Ich habe in einem früheren Beitrag, klicken Sie hier, ansatzweise einige wenige Elemente genannt, wie stark sich Homosexuelle dann doch in der römischen Hierarchie festsetzten und Karriere machten. Ich habe einige Namen Verstorbenen genannt. Sie lebten unter der einen Bedingung: Immer gegen Homosexuelle predigen … und sie möglicherweise schädigen.

5.

Es wird oft gesagt, Papst Franziskus sei ein bisschen aufgeschlossener in der Akzeptanz von Homosexuellen im allgemeinen und homosexuellen Klerikern im Besonderen. Man sagt dann: Papst Franziskus könne sich nur nicht durchsetzen, weil die afrikanischen Katholiken (und ihre Bischöfe) und viele in Asien eben homo-feindlich seien. Diese Katholiken folgen dabei auch den Missionspredigten der Europäer, die ihnen im 19. Und 20. Jahrhundert der Lehre getreu einredeten: Homosexualität ist Sünde. Diese Lehre wird ja noch im offiziellen Katechismus der Katholischen Kirche (1993) verbreitet. Man sagt also dann: Papst Franziskus will doch die angebliche Einheit der einen römischen Kirche nicht aufs Spiel setzen.

Tatsache ist: Dieses Argument ist eine Ausrede. Wenn ein Papst wirklich etwas als für ihn richtig erkannt hat, setzt er dies auch durch. Und selbst wenn sich eine afrikanisch-katholische-antihomo Kirche von Rom abspaltet: Was wäre dann so schlimm? Die viel beschworene Einheit der römischen Kirche ist ja ohnehin nur eine Behauptung und, schon wieder, eine Lüge. Sollen die katholischen Afrikaner doch antihomo bleiben und sehen, wie sie damit zurecht kommen. Für Europa wäre diese Spaltung ein Signal für einen progressiven, vernünftigen Aufbruch. Die viel beschworene Einheit in der ganzen Weltkirche (1,3 Milliarden Mitglieder) besteht ohnehin nicht.

Natürlich kann man das Insistieren auf der Normalität der Homosexualität durch Europäer gleich wieder als europäische Überheblichkeit (als neuen Kolonialismus) kritisieren. Aber es ist eine Tatsache: Bestimmte Erkenntnisse zur Menschenwürde aller Menschen haben nichts mit regionalen, europäischen Herkünften zu tun. Die Gleichberechtigung homosexueller Menschen ist ein Fakt, ebenso die Tatsache: Homosexualität ist eine normale Variante des sexuellen Lebens. Da ist es egal, ob diese Erkenntnis einmal in Frankreich oder in Sri Lanka oder Burundi entstanden ist. Sie ist wahr, unabhängig von der Herkunft und sie ist trotzdem universal gültig.

Wenn also der § 175 heute noch fortbesteht in Europa, dann in der weltweiten römischen Kirche. Wer spricht noch darüber? Wer klagt die Kirche wegen der Verletzung der Menschenrechte an? Diese Kirche zwingt zum Verleugnen und verhängt Berufsverbote für Männer, die sich outen und bestraft immer noch jene, die oft als Priester oder Bischöfe sich outen, dann bestraft werden und ins oft ärmliche bürgerliche Leben zurückkehren.

6.

Ein großer Skandal ist, dass die deutsche Rechtssprechung den absurden Sondergesetzen der römischen Kirche folgt, und eben Entlassungen von homosexuellen Priestern und Laien-Theologen normal und rechtlich in Ordnung findet, wenn diese die „Sünde“ begehen, sich zu outen oder mit dem Partner eine feste Verbindung einzugehen.

7.

Nebenbei: Mich persönlich freut es, dass es eine undogmatische und freisinnige protestantische Kirche gibt, die sozusagen völlig normal homosexuelle Menschen als solche, aber eben als normale Menschen wie alle anderen, als Mitglieder oder als Pastoren willkommen heißt, und die, wenn gewünscht, nun schon seit 1987 auch eine Ehe-Segnung vollzieht. Es sind die Remonstranten in Holland.

Zur Lektüre wird empfohlen: Krzysztof Charamsa, Der erste Stein. Als homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche. Bertelsmann Verlag, 2017.

Copyright: Christian Modehn, Berlin.