Liebe AbonnenTinnen des Newsletters aus dem Religionsphilosophischen Salon in Berlin,

der nächste Salon findet am Freitag, den 20. Juli 2018 um 19 Uhr (Hektorstr. 9) statt. Dazu herzliche Einladung.

Unsere westliche Kultur, die säkulare, humanistische und auch die sich christlich nennende demokratische Kultur ist heute radikal bedroht. Diese Feststellung hat nichts mit angstvollem „Alarmismus“ zu tun. Das betonen in den Demokratien übereinstimmend kritische Beobachter. Man lese etwa die ZEIT vom 12.7. 2018, Seite 1, den Beitrag von Bernd Ulrich etwa zur FPÖ und zur AFD und Beiträge von Italienspezialisten zum neuen Faschismus in Italien. Das ist alles ist Ihnen, den Lesern dieses Newsletters, sowieso schon bekannt. Und eine dringende Frage ist wohl: Wie werden wir als Demokraten demokratisch gewählte Leute wie Trump, Orban, Seehofer, die AFD, FPÖ, Le PEN- Leute usw. als Politiker wieder los?

Aktuell sind die Vorschläge des international geschätzten Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas sein.Darum geht es diesmal!

Seinem Denken wollen wir uns in unserem Salon am Fr., 20. Juli 2018 um 19 Uhr annähern, um auch Mut zu machen, sich weiter persönlich mit dem sehr umfangreichen Werk von Habermas auseinanderzusetzen. Unsere monatlichen Salonabende seit 2007 haben ja auch das Ziel, zur Lektüre von Philosophen zu ermuntern.  

Wir sprechen also am Freitag, den 20. Juli,

1. über die Vorschläge von Habermas zur Ethik des Diskurses, Gespräches: Z.B.: Können wir uns noch in neo/prä-faschistischen Verhältnissen verständigen und eine gemeinsame humane Basis finden?

Dann wollen wir uns 2. mit den Vorschlägen von Habermas zu einem vernünftigen Miteinander nichtreligiöser und religiöser Menschen in Gesellschaft und Staat auseinandersetzen.

Wer sich auf die Gespräche vorbereiten will, das möchte ich unbescheiden fast empfehlen, kann auf meiner website einige Hinweise finden.

3. Jürgen Habermas hat kürzlich, am 4. Juli 2018, eine Rede in Berlin gehalten zur aktuellen Frage: Wie können wir Europa noch retten angesichts des zunehmenden Nationalismus und der sich heute als unfähig erweisenden Politiker etwa in den Chefetagen, etwa der CSU? Siehe diesen Text.

Noch etwas anderes: „Philosophieren ist die (gegenwärtige) Zeit auf den Begriff bringen“, sagte treffend Hegel: Darum eine Überlegung: Viele Leute geben heute ihr Innenleben öffentlich preis, vor allem in den so genannten „sozialen“ Medien. Da zeigt sich ein ungebremste, oft aggressive Lust, sich zu bekennen. Was aber könnte ein reifes, auch spirituelles Bekenntnis sein? Etwa: Sagen, wer bin ich wirklich; wer will ich sein, was ist mir wichtig? Dazu habe ich in der Zeitschrift PUBLIK Forum kürzlich einen kleinen Essay geschrieben. Ich wende mich auch gegen die ständige Wiederholung von christlichen Glaubensbekenntnissen aus dem 4. Jh. in den Gottesdiensten noch heute; Worte, die heute praktisch niemand mehr als „sein eigenes Bekenntnis“ versteht.

Der Salon am Freitag, den 20. Juli 2018 beginnt um 19 Uhr in der galerie Fantom, Hektorstr. 9 in Berlin-Wilmersdorf.

Bitte um Anmeldung: christian.modehn@berlin.de Denn mehr als 20 TeilnehmerInnen kann kein Salongespräch als Gespräch „verkraften“.

 

Mit herzlichen Grüßen und noch schöne Sommertage!    Christian Modehn

 

 


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