Herzliche Grüße und einige Hinweise für alle, die den Newsletter des Religionsphilosophischen Salons Berlin abonniert haben

Unser nächstes Salongespräch wird am Freitag, den 23. November 2018, um 19 Uhr in der Galerie Fantom (Hektorstr. 9) stattfinden.  Das Thema wird bald mitgeteilt.

Zum Welttag der Philosophie am Donnerstag, den 15. Oktober 2018, habe ich einen Vorschlag:

 

Wir hatten ja mit unserem philosophischen Salon früher immer eigene Veranstaltungen angeboten, im Afrikahaus oder in der URANIA z.B.

In diesem Jahr meine Frage, meine herzliche Einladung: Wer gern Stellung nehmen möchte zu der sicher viele bewegenden Frage: „In welcher Hinsicht ist Philosophie (für mich)  eine Lebenshilfe/Lebensorientierung?“  ist herzlich eingeladen, mir per email seine Antwort zu senden, die dann auf der website - mit dem Namen des Autors, der Autorin publiziert wird: Bitte bis zum 12. November nicht mehr als 700 Zeichen, sozusagen als kurzes persönliches, fragendes, Statement senden an: christian.modehn@berlin.de

Könnte doch „spannend“ sein, die Vielfalt wahrzunehmen und dann weiter zu debattieren...Ein Experiment, sicher; vielleicht eine Form der Belebung der „Philosophie als Möglichkeit aller Menschen“... Mal sehen, wie es gelingt.

Denn die je eigene Philosophie als Lebensform wird immer wichtiger in diesen Zeiten der tiefsten Krisen von Parteien, Religionen, Konfessionen etc. Was uns „rettet“, so wäre zu fragen, ist sicher das (selbst)kritische Denken und das Handeln danach...

Noch etwas: Die katholische Theologie als freie  Wissenschaft an den Universitäten wird immer problematischer: Der Bibelwissenschaftler Prof. Wucherpfennig SJ darf auf Verfügung des Vatikans nicht weiter Rektor der theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt/M. sein. Er hatte die Bibel historisch- kritisch gedeutet, wie heute üblich, aber im Vatikan suspekt! Kardinal Woelki, Köln, greift in die freie theologische Forschung an der Uni Bonn ein....

Falls Sie sich für dieses kulturell ja insgesamt wichtige Thema interessieren, lesen Sie einen Kommentar von mir für die Zeitschrift PUBLIK FORRUM, hier klicken.

Das Thema hat dadurch noch größere Bedeutung, dass in Berlin ein „Zentralinstitut für katholische Theologie“ an der Humboldt Universität eingerichtet werden soll...

Meine These ist, die natürlich begründet wird: Unter den gegenwärtigen Bedingungen der letztlich absoluten Abhängigkeit katholischer Theologie von der Kirchenführung in Rom und in den Bistümern, ist katholische Theologie in einer Demokratie an einer Universität keine freie Wissenschaft, also keine Wissenschaft, sondern eine irgendwie von den Leitern einer Institution letztlich absolut abhängige „Lehre. Die katholische Religion ließe sich in der Form einer vielseitigen Religionswissenschaft und Kulturwissenschaft viel umfassender und angstfreier (für die Wissenschaftler) studieren und erforschen. Wird wohl vorläufig nicht kommen, weil das immer noch gültige Konkordat der Kirche mit Hitler von 1933 dem im Wege steht...Bloß: Wie lange noch?

Dies wie immer mit freundlichen Grüßen  Christian Modehn

Wer sich religionsphilosophisch etwas Gutes, d.h ins Fragen Führende, tun will und auch was Wertvolles verschenken will, dem empfehle ich das neue große Handbuch "Religionsphilosophie und Religionskritik", erschienen im Suhrkamp Verlag 2018, 946 Seiten, der Preis ist angemessen: 36 Euro, eine Einführung in religionsphilosophisch relevante Schriften von Platon bis Charles Taylor: 80 Werke und 80 Autoren werden einführend dargestellt. Herausgegeben von dem Philosophen Michael Kühnlein.

 

 

 

 

 


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