Liebe Interessierte und Freunde des Religionsphilosophischen Salons Berlin,
eine herzliche Einladung zu unserem philosophischen Gespräch am Freitag, den 22. November 2019 um 19 Uhr in der Kunst - Galerie Fantom, Hektorstr. 9 in Wilmersdorf.
Nebenbei: Am 21. 11. ist wieder der „Welttag der Philosophie“, den wir auch in unserem Salon seit Jahren schon „feiern“, etwa auch im AFRIKA Haus oder in der URANIA... Diesmal „feiern“ wir einen Tag später in der Galerie Fantom.
Ich bitte um Anmeldung wegen der begrenzten Anzahl der Plätze: christian.modehn@berlin.de
Wie schon angekündigt, wollen wir am Freitag, den 22.11., über das Thema Apokalypse sprechen. Auf die Aktualität muss nicht eigens hingewiesen werden: In den Debatten über die ökologischen Verwüstungen heute ist von apokalyptischen Ängsten ständig die Rede. Schon seit den 1950er Jahren wird die politische Gegenwart als apokalyptisch bewertet. Man denke an die Arbeiten von Günter Anders zur Atombombe oder an den großen Film „Apokalypse now“ usw... Jeder Teilnehmer hat da wohl sein eigenes Apokalypse-Thema und wird darüber sprechen. Machen uns die Änsgte krank?
Aber was ist Apokalypse „eigentlich“ ursprünglich? Was hat heutiges Reden von „Apokalypse“ mit dem sehr schwierigen Buch „Apokalypse des Johannes“ im Neuen Testament zu tun?
Philosophisch gefragt: Gibt es in meinem individuellen Leben auch "apokalyptische" Dimensionen und subjektive Erfahrungen des Untergangs, des Niedergangs, des Gerichts, des Endes und des großen Neubeginns. Dieser Neubeginn gehört zu einem ursprünglichen Verstehen der Apokalypse des Johannes. Aber welches Gottesbild hat die Apokalypse: Gott zerstört und macht dann alles neu!
Was Literaturhinweise angeht: Da bin ich etwas ratlos angesichts der Fülle von Studien und Kommentaren.
Vielleicht sollte man sich sehr behutsam auch an die Lektüre der genannten Johannes Apokalypse wagen und sich nicht erschlagen lassen von der Fülle der schwer verständlichen Symbole und Bilder dort. Bloß nicht jedes Bild und Symbol dieses literarischen Textes, einer „Vision“, wörtlich nehmen!!!!
In jedem Fall sollte „man“ die literarisch schönsten Zeilen der Johannes Apokalypse lesen. Diese befinden sich im 21.Kapitel; es sind die Verse 1 bis 8. Der Hintergrund dafür: Nach dem Sieg über „das Tier“, das ist das brutale römische (heute z.B.: kapitalistische) Imperium und nach dem „Tausendjährigen Reich“ und dem Gericht, wird die Neue Welt anbrechen... Über diese Themen werde ich am 22.11. einige Hinweise zum Verstehen vorschlagen.
Es gibt von Elisabeth Schüssler Fiorenza (USA) einen umfangreichen Kommentar, „Das Buch der Offenbarung“. Kohlhammer Verlag, 176 Seiten.
Auch von dem Theologen Pablo Richard (Costa Rica) ist der Kommentar sehr zu empfehlen: „Apokalypse. Das Buch von Hoffnung und Widerstand“, Edition Exodus, Luzern. 254 Seiten. Der Titel zeigt bereits sehr treffend, dass es sich bei diesem Buch der Bibel auch um eine politische Botschaft von Unterdrückten für Arme handelt! Leider ist Pablo Richards Buch nur noch antiquarisch zu haben.
Es könnte also ein Salonabend werden, der mehr Licht in das dunkle Thema bringt.
Noch zwei Lektürehinweise zu anderen Themen:
Am 17.11. gedenken viele Menschen in der Tschechischen Republik ihrer „Samtenen Revolution“ vor 30 Jahren. Ein großartiges Ereignis, das auch angesichts des 9. November in Deutschland nicht vergessen werden darf! Ich habe mich auch als Journalist vielfach mit der Philosophie und den Religionen in unserem Nachbarland Tschechien /Böhmen befasst: Klicken Sie hier.
Noch läuft der große Dokumentar- Film „Verteidiger des Glaubens“ von Christoph Röhl in den Kinos, ein Film über Papst Benedikt XVI.. Man muss nicht katholisch sein, um sich für diese Gestalt eines durch und durch konservativen, ängstlichen und klerikalen Theologen zu interessieren. Ich habe einige auch politische und philosophische Hintergründe zu Ratzinger/Benedikt XVI. freigelegt, vielleicht eine Ergänzung zu dem Film von Christoph Röhl. Auch provozierend soll mein Text -wie zu erwarten - sein! Hier klicken.
Mit freundlichen Grüßen und auf ein Wi(e)dersprechen am 22.11. 2019,
Christian Modehn
Der nächste religionsphilosophische Salon wird dann erst Anfang Januar 2020 stattfinden...Sozusagen im 14. Jahr seines „Bestehens“...Danke an all die vielen, die seit den Jahren immer mal wieder oder regelmäßig an den Gesprächen teilnahmen und ihr Interesse am Philosophieren zeigten! Ich bin nach wie vor überzeugt, dass philosophische Salons "eigentlich" eine große Bedeutung haben oder haben sollen für das Zusammensein unterschiedlicher Menschen..
Und auch dies noch: Vor 10 Jahren, im Januar 2010, wurde das „Forum der theologisch-liberalen, freisinnigen protestantischen Remonstranten Kirche“ (Holland) in Berlin gegründet.
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