Mit herzlichen Grüßen ein Newsletter aus dem Religionsphilosophischen Salon Berlin.
Wir hoffen, dass Sie soweit gesundheitlich auf der Höhe sind!
Leider haben wir uns seit Februar 2020 nicht mehr zu Gesprächen treffen können. Wird es 2021 möglich sein? Fest steht: Wir werden niemals aufs Philosophieren verzichten! Denn Philosophie ist nicht nur eine akademische „Disziplin“, sondern eine Lebenshaltung. Zu dem Thema haben wir einen Hinweis veröffentlicht, anlässlich des „Welttages der Philosophie“ am 19. November 2020. LINK
Die Welten und die Zeiten, in den wir leben, sind ohnehin naturgemäß eine ständige Herausforderung, ins Philosophieren zu kommen, also in grundsätzliche Fragen. Warum nicht auch zum Advent: Das Wort bedeutet Ankunft, in der Haltung des Wartens. Wer soll da eigentlich kommen? Und worauf warten wir eigentlich? Auf Weihnachten. Aber was ist Weihnachten? Können philosophischen Menschen im Ernst des Nachdenkens noch und gerade jetzt so ohne weiteres „Christ, der Retter ist da“ singen oder „O du fröhliche…“, das sind kontrafaktische Gesänge, die uns in die Kindheit zurückführen, allerdings ohne dabei die Gegenwart zu verändern. Oder doch?
Ich habe einen etwas längeren Hinweis veröffentlicht zu der überhaupt nicht spitzfindigen, sondern relevanten Frage: Ist Christus der Retter zu Weihnachten „da“. Oder ist es Jesus von Nazareth, der Weisheitslehrer und Prophet, das Vorbild? LINK
Falls Sie, falls Ihr, noch ein Geschenk sucht: Ich empfehle den KLIMAKALENDER, damit Ihr wisst, was euch bzw. die Beschenkten erwartet, ein Hinweis:LINK
Oder als Geschenk: Ein leicht lesbares philosophisches Buch eines bekannten Soziologen (!) über die Resonanz, also über die Frage: Was rührt meine Seele, meinen Geist, wirklich noch wirksam an? Ein Hinweis: LINK
Sowie etwas ganz Besonderes: Ein Buch für Freunde außergewöhnlicher kunstvoller Fotos, aufgenommen in verlassenen Kirchen, in aufgegebenen, langsam verfallenden Kirchengebäuden. Das ist nichts Morbides, sondern lädt ein, den Wandel der religiösen Kultur in Europa zu bedenken.LINK
Viele dieser in dem Buch versammelten Fotos stammen aus Frankreich.
Ein Land, das nun seit 115 Jahren die laicité kennt, also die Trennung von Kirchen und Staat, und die richtige Erkenntnis hat: Eine Republik kann nur eine a-religiöse Republik sein, will sie die friedliche Vielfalt der Religionen im Staat ermöglichen. Frankreichs Verfassung ist nicht anti-religiös, wie manche behaupten, sondern a-religiös, ein demokratischer Staat ohne Gott, aber überhaupt nicht gegen Gott bzw. die Götter. Ein spannendes Thema. LINK
Dies in aller Kürze... Danke für das Interesse! Vielleicht findet der eine oder andere die Zeit zur Lektüre und Kommentar.
Wenn wir uns im nächsten Jahr wiedersehen, wird sicher das erste Thema sein: Was heißt schon NORMAL? Wollen wir wirklich wieder ohne weiteres in die Welt von 2019, 2018, 2017 … usw. zurück? Die Herausforderung durch die Klimakatstrophe bleibt, die Ungerechtigkeit in der Welt, die intellektuelle Schwäche des Christentums usw…
Falls nicht ein anderes Thema noch mehr nach vorn rückt, nämlich: Wer sind die „wertvollen Menschen“, die z.B. zuerst geimpft werden, die Alten oder die Jüngeren, die Menschen bei uns im reichen Europa und in der überwiegend armen Welt. „Die wertvollen Menschen“: Wer davon spricht, stolpert schnell in rassistische Ideologien und Praktiken, die es unbedingt abzuwehren gilt.
Noch einige ruhige Stunden des Nachdenkens im Advent wünschen Ihnen/Euch
Christian Modehn und Hartmut Wiebus
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