Beste Wünsche, auch zum Weihnachtsfest 2022!
Sowie einige Hinweise, auch Lektüre/Denk-Empfehlungen, für Sie/Euch, die Abonnenten des „Newsletters“ des Religionsphilosophischen Salons in Berlin.

Man meint manchmal, Philosophie sei nur „Nach“-Denken im Sinne der Reflexion auf Schon-Erlebtes. Das ist nicht wahr. Philosophieren ist auch die Kunst, aus dem Erlebten begründet voraus-zudenken.

Dass viele Deutsche, viele Europäer, im Angesicht des Verbrechers Putin nicht kritisch voraus-gedacht haben, erleben wir heute in diesem entsetzlichen Krieg Russlands…

Üben wir also die Kunst des philosophierenden Voraus-Denkens: Etwa: Wie wird unsere Welt aussehen in 10, in 20 Jahren, wenn die Menschheit weiterhin so ignorant mit den Klimakatastrophen, dem Artenschutz, der globalen Gerechtigkeit, der dringenden Reduzierung des wahnsinnigen Reichtums einiger weniger Milliardäre umgeht…

Wenn wir schon beim Philosophieren als „dem Leben“ der Philosophie sind: Den Welttag der Philosophie 2022 haben wir nicht vergessen, früher aber immer, wie viele wissen, gemeinsam „gefeiert“. In diesem Jahr nur eine Einladung, Philosophie persönlich zu verstehen: LINK

Unter den 1.500 Texten, die auf der website des Religionsphilosophischen Salons von uns veröffentlicht wurden, wird immer wieder ein Beitrag besonders gefragt: „Weihnachten und Philosophieren“. Eine gute Anregung auch für PredigerInnen jenseits der üblichen, eher hilflosen mysteriösen Weihnachtsfloskeln... Wer den Text noch nicht kennt: LINK.

Annie Ernaux hat den Literatur-Nobelpreis 2022 erhalten, wer sich für ihre wichtige spirituelle und christliche Erfahrung interessiert: LINK.

Philosophie ist als politische Ethik immer auch sehr kritisch gegenüber jeder bestehenden Gesellschaft. Ein Beispiel:
Eine heftige Kritik an den Super-Yachten der Milliardäre ist jetzt als spannende Studie erschienen, alles andere als ein „Randthema: LINK. Eine Buch-Empfehlung, auch als Weihnachtsgeschenk.

Der wirklich berühmte französische Philosoph Bruno Latour ist vor einigen Monaten gestorben. Sein letztes Buch ist ebenfalls heftig klar, inspirierend, Denken und Handeln mobilisierend: „Wir brauchen eine ökologische Klasse“: LINK.

Die „Letzte Generation“ ist hoch geschätzt von den einen und hoch verachtet von anderen, politisch und ökonomisch Einflussreicheren, den konservativen und liberalen Politikern oder der Springerpresse. Der Philosoph Max Horkheimer, der spätere Initiator der "Frankfurter Schule", hat sich selbst im kalifornischen Exil als ein "Letzter", als „letzter Bürger“ verstanden. Was sind das für Leute, die sich als die Letzten verstanden? Der Apostel Paulus gehörte zu ihnen, Nietzsche auch…LINK

Wir wünschen Ihnen noch nachdenkliche Tage vor Weihnachten und an Weihnachten und TROTZ ALLEM einen nicht- hoffnungslosen Beginn des Jahres 2023. Solches zu wünschen ist heute schon viel...

Über Stellungnahmen, Kritiken, Fragen, Vorschläge freuen wir uns immer.

Christian Modehn und Hartmut Wiebus.







 

 


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