Wir senden Ihnen/Euch (Abonnenten des „Newsletters“) einen herzlichen Gruß … und wieder einige Hinweise zu einer, sagen wir es etwas anspruchsvoll, philosophischen Lebensgestaltung.
1.
Die Kriege, auch die gegenwärtigen, erinnern uns daran: Wie verheerend tausendfaches Morden und Totschlagen und Zerstören ist, und auch wenn denn eines Tages ein Friedensvertrag folgt: Die dauerhaften Attacken gegen die Menschlichkeit und humane Kultur, gegen die Seele des Menschen, gegen den kritischen Geist aller Beteiligten werden durch keinen Friedensvertrag (schnell) überwunden. Deswegen ist nach dem Krieg immer vor dem Krieg. Das ist die Tragik einer politischen Welt-Unordnung, die auch von verbrecherischen „Politikern“ betrieben wird.
Warum ist Vernunft offenbar hilflos gegen diese Allmacht des Nationalismus, des Wahns, der sich religiös verkleidet? Weil die „Politiker“ sich in ihrer Freiheit nicht von der universalen humanen Vernunft leiten lassen. Es ist doch nicht so, als wären diese „Politiker“ von irgendetwas „mysteriös Böses“ erfasst worden. Nein, es ist der Missbrauch der Freiheit, der Inhumanes, Krieg, Zerstörung schafft.
2.
Wir wollen wie immer in unserem Newsletter Anregungen geben zur Lektüre, Hinweise zum privaten oder gemeinsamen Nachdenken.
Immanuel Kant feiert am 21. April seinen 300.Geburtstag, den wir denkend feiern wollen bzw. sollten. Unter den vielen aktuellen Publikationen über Kant, den „schwierigen Philosophen“, empfehlen wir sehr das neue Buch von Marcus Willaschek, es ist gut zu lesen, man kann im Buch einsteigen, wo man will, immer erwischt man einen wichtigen Aspekt von Kant. Es ist ja kein eher beliebiges Hobby, sich nun auch mal mit Kant zu befassen. Kant zeigt vielmehr, was Menschsein, also auch dich und mich, bestimmt bzw. bestimmen sollte. Zum Buch von Willaschek: LINK.
3.
Der leidenschaftliche Verteidiger Kants, der israelisch - deutsche Philosoph Omri Boehm, erhält am 20.3.2024 den Leipziger Buchpreis, geboren in Haifa, ist Boehm ein heftiger Kritiker der gegenwärtigen Politik in Israel. Zum Leipziger Buchpreis 2024: LINK.
4.
Das Jahr 2024 ist das Jahr der vielen runden Gedenktage: Auch an Franz Kafka müssen wir denken: Wir schlagen eine meditative Lektüre einiger von Kafkas Aphorismen vor, die er 1917/1918 in Zürau, Böhmen, schrieb: Kafka war ja nicht nur der Autor von Romanen, Erzählungen. Auch seine Aphorismen erlauben eine philosophische Lektüre. LINK
5.
Wir wagen dann sogar die etwas provozierende Frage: Was verbindet, was trennt Kafka und Kant? LINK
6.
Der Philosoph Ludwig Feuerbach lässt uns nicht los, nicht nur, weil er ein Hegel-Schüler ist. Vor allem, weil er sagte: Gott ist eine Produktion der Menschen. Wir zeigen, dass das richtig ist, wenn man denn den menschlichen, den schöpferischen und kreativen Geist umfassend genug begründet: LINK.
7.
Wir haben gleich nach der lange dauernden Ermordung Nawalnys versucht zu zeigen, dass Alexej Nawalny auch ein spiritueller Mensch war. Er kämpfte mit dem Einsatz seines Lebens gegen Korruption, gegen Putins totale Herrschaft, er war ein Verteidiger der Menschenwürde: Dabei leiteten ihn auch einige christliche Ideale. Leider wird dieser Aspekt oft vergessen. LINK.
8.
Bleiben wir bei der Politik:
Die Rechtsextremen werden immer stärker, immer unverschämter, nicht nur in Deutschland. In Frankreich gibt es seit Jahrzehnten eine ganz eigene, vielfältige Szene der Rechtsextremen, zu der auch viele Katholiken (vor allem auch sehr Konservative und auch Traditionalisten) gehören. Wir haben recherchiert über einen prominenten katholischen Milliardär, der in Deutschland noch nicht sehr bekannt, der aber in Frankreich rechtsextreme Parteien unterstütz.LINK
9.
Wir wollen als Religionsphilosophischer Salon Berlin in diesen Tagen vor dem Osterfest nicht ohne einen explizit spirituellen Hinweis unseren Newsletter im März 2024 beenden. Religionsphilosophisch zu leben bedeutet serh oft, auch außerhalb der Kirchen einen spirituellen Weg zu gehen … auch mit Inspirationen des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth.
Wir haben in den vergangen 10 Jahren etwa 60 (!) Interviews mit dem protestantischen Theologen Prof. Wilhelm Gräb (Humboldt Uni Berlin) geführt und veröffentlicht. Er war der sich modern, „liberal“ (nicht im Sinne der FDP !) und kritisch nennenden Theologie verpflichtet. Leider ist unser Freund Wilhelm Grab am 23. Januar 2023 in Berlin verstorben. Aber seine Beiträge und Interviews zu einem freien und vernünftigen christlichen Glauben bleiben. Wilhelm Grab leistete Widerstand gegen jeden religiösen Fundamentalismus.
Vielleicht inspiriert Sie ein Interview mit Prof. Wilhelm Gräb über „Karfreitag - Karsamstag - Ostern“ . LINK
Danke für Interesse und Danke, wenn Sie uns Ergänzungen, Kritiken, Vorschläge etc. per e-mail senden.
Beste Grüße aus Berlin - Schöneberg, Christian Modehn und Hartmut Wiebus.
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