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	<title>was ist Beten für Pater Frido Pflüger Archive &#8211; Religionsphilosophischer Salon</title>
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	<description>... eine Einladung zum Mitdenken und Mitdiskutieren</description>
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		<title>Der christliche Glaube ist einfach &#8211; Auch das Bekenntnis ist einfach!</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/21344_der-christliche-glaube-ist-einfach-auch-das-bekenntnis-ist-einfach_befreiung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Dec 2025 11:41:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Karl RAHNER]]></category>
		<category><![CDATA[Theologische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Weiter Denken]]></category>
		<category><![CDATA[christliches Glaubensbekenntnis ist einfach]]></category>
		<category><![CDATA[das Bekenntnis von Nizäa überwinden]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben ist einfach]]></category>
		<category><![CDATA[Heiner Wilmer für ein einfaches Glaubensbekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Karl RAHNER plädiert für ein einfaches Glaubensbekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Pater Frido Pflüger über das Wesentliche des Glaubens]]></category>
		<category><![CDATA[was ist Beten für Pater Frido Pflüger]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Gräb über das Wesen des christlichen Glaubens]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der christliche Glaube ist keine komplizierte Theorie. Das Glaubensbekenntnis der Christen ist einfach, in wenigen Worten auszusagen. Das muss angesichts des komplizierten Glaubensbekenntnisses von Nizäa (im Jahr 325!) gesagt werden. Dazu äußern sich Karl RAHNER, der Jesuit Frido Pflüger, Pater Heiner Wilmer und der Protestant Prof Wilhelm Gräb. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21344_der-christliche-glaube-ist-einfach-auch-das-bekenntnis-ist-einfach_befreiung">Der christliche Glaube ist einfach &#8211; Auch das Bekenntnis ist einfach!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 24.12.2025 &#8230; nicht nur zum Weihnachtsfest aktuell&#8230;</p>
<p>1.</p>
<p>Anläßlich des Gedenkens an das Konzil von Nizäa vor 1.700 Jahren wurde viel über das dort formulierte christliche Glaubensbekenntnis gesprochen, es wurde später noch ausführlicher propagiert … gegen allerlei Ketzer … immer in einer Sprache der griechischen Philosophie: Für die meisten Menschen &#8211; zumal außerhalb Europas &#8211; sind dies eher unverständliche, existentiell nicht berührende Thesen. Aber die Kirchenführer und die ihnen ergebenen Theologen wärmen förmlich diese alten Texte immer wieder auf … um ihre klerikale Macht zu beweisen. Alte Dokumente haben bekanntlich nur Bedeutung, wenn sie zu neuen Interpretationen auffordern…</p>
<p>2.</p>
<p>In den zahlreichen Ra&shy;dio&shy;sen&shy;dungen von Christian Modehn können immer wieder wichtige Hinweise entnommen werden, die eine moderne und vernünftige christliche Spiritualität inspirieren.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>3.</p>
<p>Im März 2014 sendete der Hessische Rundfunk in seiner Reihe „Camino“ (Red. Klaus Hofmeister) das Feature von Christian Modehn mit dem Titel „Glauben ist einfach“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir dokumentieren einige O Töne zum Thema „Glauben ist einfach“: Gemeint ist: Der christliche Glaube lässt sich auch heute in wenigen Worten nachvollziehbar sagen, er braucht nicht das ständige Beschwören und Wiederholen der uralten Bekenntnisse vor 1.700 Jahren. Damals hatten diese Christen den Mut, in ihrer Sprache der Philosophie den Glauben zu sagen, heute haben Theologen selbstverständlich die Freiheit, auf ihre Art, in ihrer Sprache, ihre christliche Spiritualität zu sagen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>3.</p>
<p>Der katholische Theologe Karl Rahner ist sicher einer der wegweisenden Denker des Christelichen, er ist 1984 im Alter von 80 Jahren verstorben. Er legte in seinen zahlreichen Publikationen allen Nachdruck auf<span class="Apple-converted-space">  </span>den einen, entscheidenden Mittelpunkt des Glaubens:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b><span class="Apple-converted-space"> </span>O TON Karl RAHNER:<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p><b>„</b>Weil wir alle Religionsunterricht gehabt haben, kann es vielleicht so aussehen, als ob das Christentum, gerade das katholisch- kirchliche Christentum, eine ungeheure Menge von Dingen sagt, einen indoktriniert und zu glauben befiehlt. In Wirklichkeit sagt das Christentum das Selbstverständlichste, das gleichzeitig unbegreiflich ist: In deinem Leben ist immer schweigend,<span class="Apple-converted-space">  </span>umfassend bergend, liebend das namenlose Geheimnis am Werk, ein Christentum, das eigentlich sehr einfach ist.<b><span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Alle subtile Theologie, alles Dogma, alles Kirchenrecht, alle Institution, alles Amt und alle seine Vollmacht; alle heiligen Liturgie und alle mutige Mission, haben nur das einzige Ziel: Glaube und Hoffnung und Liebe zu Gott und dem Menschen. Alle anderen Pläne und Taten der Kirche aber würden absurd und pervers, wollten sie sich dieser Aufgabe entziehen und allein sich selbst suchen.“</p>
<p><b>4.</b></p>
<p>Dem Projekt, auf neue Art einen einfachen, insofern armen Glauben zu formulieren, folgte etwa auch der Theologe Pater Heiner Wilmer, ihn konnten wir 2014 als Provinzial seines Ordens interviewen, inzwischen ist Wilmer Bischof von Hildesheim.</p>
<p><b>O TON, Heiner Wilmer,</b></p>
<p><b>„</b>Ich bin fest davon überzeugt, dass der Glaube der Zukunft nur ein armer Glaube sein kann in einer armen Kirche. Und arm verstehe ich hier als Selbstbescheidung, als Konzentration auf das Wesentliche, und ich verstehe darunter ein Zurückdrängen von Nebensächlichkeiten. Auch nebensächlichen Schauplätzen, auf die wir uns immer zu sehr getummelt haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Also Glaube ist Vertrauen. Und der Gegenbegriff von Glaube ist nicht Unglaube, sondern Angst. Der gläubige Mensch ist jemand, der ein tiefes Vertrauen hat ins Leben, das Geheimnis seines eigenen Lebens. Zur Ethik:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn du dich um andere kümmerst, wirst du selbst groß. Wenn du auf andere zugehst, wächst du innerlich. Wenn du deinen eigenen Horizont sprengst und die Welt offen siehst, und auch auf Unbekanntes mutig zugehst, wirst du selbst in ungeahnter Weise wachsen und zu einer erstaunlichen Größe gelangen, die dich selbst verblüfft.</p>
<p>5.</p>
<p>Der protestantische Theologe Professor an der Humboldt Universität in Berlin war als „liberaler Theologe“ immer offen für neue Formulierungen des Glaubens. Er sagt uns in einem Interview 2013: Wilhelm Gräb von der Berliner Humboldt Universität betont: <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>O TON, Wilhelm Gräb:</b></p>
<p>Das Wesen des christlichen Glaubens ist, dass das Christentum die Menschwerdung Gottes behauptet, in dem Sinne, dass wir die Entgrenzung dieser Aussage verstehen: Nicht nur in dem einen Individuum des Jesus von Nazareth ist Gott Mensch geworden. Er wird es in jedem Menschen. Jedem Menschen wohnt eine göttliche Dimension inne, dass jeder Mensch in sich selbst unendlich wichtig ist, das<b> </b>ist das Wesen des Christlichen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wilhelm Gräb ist leider 2023 gestorben im <a href="http://www.religionsphilosophischer-salon.de">www.religionsphilosophischer-salon.de</a> sind zahlreiche Interviews mit Prof. Gräb nachzulesen, die Fragen stellte Christian Modehn.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>6.</p>
<p>Frido Pflüger hat als Jesuit viele Jahre in Uganda und Kenia gearbeitet. Im Rahmen des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes hat er dort für ein menschenwürdiges Leben ausgehungerter, sterbenskranker Flüchtlinge aus den benachbarten Krisengebieten gekämpft. Inzwischen leitet Pater Pflüger den Jesuitenflüchtlingsdienst in Berlin. Pater Pflüger ist 2021 an Covid in Uganda gestorben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Inmitten eines aufreibenden politischen Engagements hat Frido Pflüger das Grundlegende, das Wesentliche des christlichen Glaubens entdeckt:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>O TON</b>, <b>Frido Pflüger.<span class="Apple-converted-space"> </span></b></p>
<p>Das erste Wesentliche ist für mich in meinem eigenen Leben,<span class="Apple-converted-space">  </span>dass ich diese Grundüberzeugung habe, dass mein Leben sinnvoll ist, dass mein Leben getragen oder gegründet ist auf einen Ursprung, der hält. Und das ist das Wesentlichste am christlichen Glauben, dass ich davon auch Sicherheit für mein eigenes Leben verspüre. Das heißt, das ist die Basis dafür, dass ich auch ausgreifen kann, dass ich was tun kann, dass ich einfach keine Angst haben muss um mein Leben. Egal, was ich mache. Ich sag es mal einfach so: Ich kann mein Leben auch in die Pfanne hauen für andere. Ich mach mir auch nicht viel Gedanken über das Spätere. Ich hab einfach so große Zuversicht, dass mein Leben nicht scheitern wird, dass mir das eine große Lebensgewissheit ist und Sicherheit für jetzt gibt.<span class="Apple-converted-space">  </span>Was mir diese Sicherheit dann gibt, ist mein Glaube an die Auferstehung. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><b>O TON, </b>Für<b> Frido Pflüger</b> ist in dem Zusammenhang das Thema Beten wichtig:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auf der einen Seite kommt natürlich durch die Erfahrung von Leid und Not, auch Tod, andere Dimension ins Gebet. Weil das einfach Anliegen meines Gebets wird.<span class="Apple-converted-space">  </span>Dass ich die Menschen, die ich kenne und die in diesen Situationen leben, dass ich für sie bete. Das Beten heißt: Dass sie in meinem Herzen sind, in meinem Herzen mit Gott verbunden. Und auf der anderen Seite gibt das Gebet natürlich trotzdem dann auch für mich Bestärkung, meinen Weg weiterzugehen. Und den Sinn für mein Leben zu bestärken, dass ich diese Dinge zugunsten der Armen mit den Armen tun kann. Denn manchmal ist man auch einfach müde, und da brauche ich diese Kraft, dass ich mein Herz öffne für die Leute.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, <a href="http://www.religionsphilosophischer-salon.de">www.religionsphilosophischer-salon.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21344_der-christliche-glaube-ist-einfach-auch-das-bekenntnis-ist-einfach_befreiung">Der christliche Glaube ist einfach &#8211; Auch das Bekenntnis ist einfach!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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