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	<title>Wein und Philosophie Archive &#8211; Religionsphilosophischer Salon</title>
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	<description>... eine Einladung zum Mitdenken und Mitdiskutieren</description>
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		<title>Zur „Philosophie des Weins“ – bedenkenswert nicht nur in „Corona-Zeiten“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2021 13:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Denkbar]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bela Hamvas]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie des Weines]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Pestemer]]></category>
		<category><![CDATA[Wein und Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Richard Pestemer, veröffentlicht am 14.3.2021 Der Beitrag ist eine kurze Vorstellung der Grundauffassungen von Béla Hamvas zum Wein, die er in seinem Buch „Philosophie des Weins“ (1994) präsentierte. Richard Pestemer wählte dafür die Form eines fiktiven Interviews mit Béla Hamvas, posthum gestaltet. Vorbemerkungen von Richard Pestemer Die 1947 erstellte Abhandlung Philosophie des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/13359_zur-philosophie-des-weins-bedenkenswert-nicht-nur-in-corona-zeiten_denkbar">Zur „Philosophie des Weins“ – bedenkenswert nicht nur in „Corona-Zeiten“</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Richard Pestemer, veröffentlicht am 14.3.2021</p>
<p>Der Beitrag ist eine kurze Vorstellung der Grundauffassungen von Béla Hamvas zum Wein, die er in seinem Buch „Philosophie des Weins“ (1994) präsentierte.<br />
Richard Pestemer wählte dafür die Form eines fiktiven Interviews mit Béla Hamvas, posthum gestaltet. </p>
<p>Vorbemerkungen von Richard Pestemer </p>
<p>Die 1947 erstellte Abhandlung Philosophie des Weins von Béla Hamvas (1897–1968) — in Zeiten bitterster Not im Ungarn der Nachkriegszeit und brillant übersetzt aus dem Ungarischen von Hans Skirecki — ist ein einzigartiges „Glaubensbekenntnis“ zum Wein und dessen Schöpfer, Gott.<br />
In „heiliger Trunkenheit“ und darin im Bunde mit den weinseligen Poeten wie Goethe (1749- 1832), Hafis in Persien (1315–1390) und Li Bai in China (chin. 李白: 701–762) bekundete Béla Hamvas sein leidenschaftliches Bekenntnis zum Leben, hier und jetzt. Als gläubiger Humanist widerstand er den zukunftsheischenden materialistischen Ideologien des Kommunismus und des Faschismus. Sein Credo lautete vielmehr: Festhalten an dem Fortwährenden, dem Allumfassenden, an der Harmonie des Sinnlichem und Übersinnlichem durch Überwindung der Spaltung von Materie und Spiritualität. </p>
<p>Béla Hamvas träumte sein Leben lang davon &#8211;  trotz auch vieler bitterer und harter Erfahrungen sowie Enttäuschungen und stets vom Wein begleitet, zur Weisheit zu gelangen. Letztendliche Weisheit bedeutet für ihn nicht Ansammlung von Wissen, sondern Einswerden mit dem „ureigenen Zustand einer Seele, in der alles vom Rausche, vom Frohsinn, von der Vision, vom Wunder und vom Enthusiasmus gelenkt wird (Földényi 1994: 75).“<br />
Wie schon erwähnt verfasste er 1947 in bitterster Not, wo er jeden Tag um sein Brot kämpfen musste und bestenfalls billigen, schlechten Wein trinken konnte, seine einzigartige Abhandlung von der Philosophie des Weins.<br />
In Form eines fiktiven Interviews werden nachfolgend die grundlegenden Auffassungen von Béla Hamvas dargeboten, wobei seine Antworten — bis auf drei Fußnoten, welche von mir eingefügt wurden, — originalgetreu seinem Werk (Hamvas 1994: 7, 10-12, 30-31) entnommen wurden. Die Rechtschreibung der Zitate folgt daher den Regeln vor der Rechtschreibreform in 1996. Ebenso sind die Fragen von Richard Pestemer an Béla Hamvas in der Rechtschreibung dementsprechend angepasst worden.<br />
Die Verehrer eines edlen Tropfens göttlichen Weines, sie mögen dieses fiktive Interview als eine „philosophische Weinprobe“ verkosten, um auf den Geschmack des gesamten Glaubens- bekenntnis von Béla Hamvas vorzudringen, bis hin zu der alles umgreifenden Erkenntnis: </p>
<p>„Zwei bleiben schließlich übrig, Gott und der Wein“. (ibid.: 7) </p>
<p><em>Das fiktive Interview mit Béla Hamvas, posthum durchgeführt von Richard (Richie) Pestemer:</em> </p>
<p>R<em>ichard (Richie) Pestemer (Abkürzung: R(R)P)</em>: „Zwei bleiben schließlich übrig, Gott und der Wein“ ist zu einem in Ihrem Heimatland Ungarn zu einem geflügelten Wort geworden. Was hat Sie dazu bewegt, diese ja schon prophetische Feststellung zu entäußern?<br />
<em>Béla Hamvas (Abkürzung: BL)</em>: Ich weiß, dass ich Gott nicht einmal erwähnen darf. Ich muß ihn bei einem beliebigen Namen nennen, wie z.B. Kuß oder Rausch oder gekochter Schinken. Als Hauptnamen habe ich den Wein gewählt. Daher der Titel des Buches: Philosophie des Weins, und deshalb das Motto: Zwei bleiben schließlich übrig, Gott und der Wein (Hamvas 1994.: 7). </p>
<p><em>R(R)P</em>: Aber warum dieser Hokuspokus mit Gott als Kuß, Rausch oder gekochtem Schinken?<br />
<em>BL</em>: Zu diesem Hokuspokus zwingen mich die Umstände. Die Atheisten sind bekanntlich bedauernswert hochmütige Menschen. [&#8230;] Ich glaube, wenn ich von Speise, Trank, Tabak, Liebe spreche, wenn ich die heimlichen Namen nenne, kann ich sie überlisten. Denn sie sind nicht nur überheblich, sie sind auch ebenso dumm. Diese Art des Gebetes beispielsweise kennen sie überhaupt nicht. Sie glauben, Beten kann man nur in der Kirche oder indem man geistliche Wörter murmelt (ibid.). </p>
<p><em>R(R)P</em>: Also ist Ihr Buch Philosophie des Weins eine Art Gebetbuch? Und wenn dem so ist, welche Bedeutung hat dabei der Wein?<br />
<em>BL</em>: Dieses Buch muß sich notwendigerweise in drei Teile gliedern. Notwendigerweise, weil sich jedes gute Buch in drei Teile gliedert, die Drei also eine vollkommene Gliederung bedeutet, aber auch, weil die Drei die Zahl des Weins ist, was auch in der Gliederung zum Ausdruck kommen soll (ibid.: 10).<br />
Der erste Teil ist eine Metaphysik des Weins. Ich habe nicht nur die Absicht, sondern auch den Ehrgeiz, mit diesem Teil ein Fundament für alle künftigen Philosophen zu legen. Wie Kant die entscheidenden Gedanken ausspricht für alle nachfolgenden Philosophen, die man billigen oder ablehnen, nie aber umgehen und als ungesagt ansehen kann, so möchte ich in diesem Teil die gemeingültigen und zeitlosen Ideen der Metaphysik des Weins aufzeichnen (ibid.: 10-11).<br />
[&#8230;] Der zweite Teil [handelt]1 vom Wein als Natur. Dieser Teil ist seinem Charakter nach deskriptiv. Er beschäftigt sich mit den Reben, den Rebsorten, dem Verhältnis zwischen Boden und Wein, Wein und Wasser mit besonderer Rücksicht auf unsere Weine, aber auch mit Blick auf die namhafteren ausländischen Weine (ibid.: 11).<br />
Der dritte Teil behandelt die Weinzeremonielle. Dieser Teil untersucht, wann man trinken soll und wann nicht, wie, wo und woraus man trinken soll und wann nicht, ob allein, ob zu zweit, ob mit einem Mann oder einer Frau. Er handelt von den Beziehungen zwischen dem Wein und der Arbeit, dem Wein und dem Spazierengehen, dem Wein und dem Bad, dem Wein und dem Schlaf, dem Wein und der Liebe. In ihm sind Regeln enthalten, bei welcher Gelegenheit was für Wein getrunken werden sollte, wie viel und zu welchen Speisen, an welchen Orten und in welcher Mischung (ibid.).<br />
[&#8230;] Die Gliederung in drei Teile steht in engstem Einklang mit den drei großen Epochen in der Weltgeschichte des Weins. Der metaphysische Teil entspricht sinngemäß dem Zeitalter von der Sintflut, als der Mensch den Wein nicht kannte und nur von ihm träumte. Nach der Sintflut pflanzte Noah die ersten Rebstöcke, und in der Weltgeschichte begann damit eine Epoche.<br />
Die dritte setzte mit der Verwandlung von Wasser in Wein ein, und in ihr leben wir gegenwärtig. Die Weltgeschichte wird enden, wenn aus den Quellen und Brunnen Wein fließt, wenn es aus den Wolken Wein regnet, wenn die Seen und Meere zu Wein werden (ibid.: 11-12). </p>
<p><em>R(R)P:</em> Ja, so und nicht anders sollte Weltgeschichte enden, da kann ich nur zustimmen. Nun zum Schluss unseres kurzen aber intensiven Gesprächs sollten wir es nicht mit einem guten Schluck eines edlen Weines ausklingen lassen. Aber mit welchem Wein?<br />
<em>BL</em>: Jeder Wein stellt einen vor neue und wieder neue Unterscheidungsaufgaben. Nun, der Schomlauer2 ist für mich der solare, baritonstimmige, doch symphonische, blonde, männliche Wein, der das Öl der höchsten schöpferischen Spiritualität enthält, und zwar unter allen unseren Weinen in einzigartiger, konzentrierter Reinheit (ibid.: 30). [&#8230;] Ein Wein der Weisen, jener Menschen, die endlich das höchste Wissen erlernt haben, die Heiterkeit. Es ist eine ganz persönliche Sache, und ich erzähle sie nur, weil sie zu den großen Ergebnissen meiner Meditation in Szigliget3 gehört: In der hieratischen Maske des Schomlauer Weines fühlte ich mich jener ausgereiften Heiterkeit und Weisheit, jenem intensiven und produktiven Rausch am nächsten, die diese Welt erschaffen haben (ibid.: 30-31). </p>
<p><em>R(R)P</em>: Ja, so ist es, ja, jetzt dämmert es mir: „Zwei bleiben schließlich übrig, Gott und der Wein.“ Danke, Danke und nochmals Danke für Ihre eingehenden Darstellungen zur Trinität der „Philosophie des Weins“. Aber bevor wir beide mit einem Schomlauer Wein dieses erhellende Gespräch beschließen, erlauben Sie mir ein Kurzgedicht vorzutragen, angelehnt an die japanischen Haikus, welche im Deutschen in Form eines Drei-Zeilers mit der Versabfolge 5-7-5- Silben verfasst werden, dies auch, weil Sie ein Liebhaber ostasiatischer Philosophie und Poesie sind.<br />
Meine poetische Danksagung lautet:<br />
Also sprach einst Gott Noah,<br />
pflanze Reben endlich:<br />
Wasser werde Wein </p>
<p>––––––––––––––––––––––<br />
Literatur:<br />
Földényi, László (1994). „Die Ausstrahlung des Weins — Über Béla Hamvas“. Übersetzt aus<br />
dem Ungarischen ins Deutsche von Anikó Klostermann. In: Hamvas, Béla (1994),<br />
Philosophie des Weins. Berlin: Brinkmann &#038; Bose. 69-76.<br />
Hamvas, Béla (1994). Philosophie des Weins. Berlin: Brinkmann &#038; Bose. Übersetzt von<br />
Hans Skirecki aus dem Ungarischen ins Deutsche. Originaltitel: A bor filózfiája. </p>
<p>Hier für diejenigen, die nach dieser „philosophischen Weinprobe“ ihren weiteren Durst stillen wollen:<br />
Brinkmann &#038; Bose: http://www.brinkmann-bose.de/<br />
Matthes &#038; Seitz Berlin: www.matthes-seitz-berlin.de/autor/bela-hamvas.html </p>
<p>https://www.vinaet.de/2021/02/26/bela-hamvas-die-philosophie-des-weins/</p>
<p>1 Das Verb in eckigen Klammern wurde von mir eingefügt.<br />
2 Schomlauer Weine. Siehe WEINKOMPLOTT UNGARN WEIN-SPEZIALIST: www.weinkomplott.de/catalog/Ungarische-Weine_Somlo.php<br />
3 Siehe BADACSONY RÉGIÓ: www.badacsony.com/de/region-badacsony/szigliget-de/ </p>
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		<title>Für eine Philosophie des Weins: Der religionsphilosophische Salon am 29. Mai 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2015 20:59:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der nächste Salon]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel und Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Dionysus und Wein]]></category>
		<category><![CDATA[gibt es eine Philosophie des Weins?]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie des Weins]]></category>
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		<category><![CDATA[Religionsphilosophischer Salon im Mai 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnesfreude Weinhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Wein und Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Religionsphilosophische Salon im Mai 2015: Wir treffen uns am Freitag, den 29. Mai, um 19 Uhr, ausnahmsweise nicht in der uns vertrauten, angenehmen Galerie Fantom, sondern in der schönen, geräumigen Weinhandlung (speziell auch Weine aus Katalonien) in Neukölln, in der Jonasstr. 32, nahe U- Bhf. Leinestr. Die Weinhandlung von Wolfgang Baumeister heißt „Sinnesfreude“. Bei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Religionsphilosophische Salon im Mai 2015:</p>
<p>Wir treffen uns <strong>am Freitag, den 29. Mai,</strong> um 19 Uhr, ausnahmsweise nicht in der uns vertrauten, angenehmen Galerie Fantom, sondern in der schönen, geräumigen Weinhandlung (speziell auch Weine aus Katalonien) in Neukölln, in der Jonasstr. 32, nahe U- Bhf. Leinestr.</p>
<p>Die <strong>Weinhandlung </strong>von Wolfgang Baumeister heißt <strong>„Sinnesfreude</strong>“. Bei dem Namen bieten sich philosophische Fragen von selbst an. Und wir wollen die Herausforderung annehmen: Hat Philosophieren etwas mit Sinnesfreude zu tun? Selbstverständlich, aber wie? <strong>Braucht das Denken den (sanften) Rausch</strong>? Es geht also um eine kleine Philosophie des Weins – bei einem Glas Wein. Und sicher geht es auch auch um Verbindungen zu religiösen Traditionen. Darum werden wir uns an Platon, Dionysos, Hölderlin erinnern, und vielleicht auch an biblische Motive &#8230; sowie persönliche Einsichten beim Wein; darüber wird uns auch Wolfgang Baumeister berichten.</p>
<p>Nebenbei: Kein anderes Getränk hat so schöne philosophische, literarische, künstlerische und religiöse Ideen hervorgebracht wie der Wein. Wir wollen uns also in dem Salonabend der einmaligen Qualität des Weins nähern, auch im Philosophieren: „Der Wein ist Symbol des Festes“. „Der Wein lässt die Herrlichkeit der Welt, der Schöpfung, schmecken“.</p>
<p>Christian Modehn bietet einige Hinweise zu einer Wein-Philosophie. Besonders die Vorschläge des Dichters Friedrich Hölderlin finden Beachtung, ohne dabei Dionysos oder den Weinliebhaber Jesus von Nazareth zu vergessen.</p>
<p>Weitere Hinweise zu diesem etwas ungewöhnlichen Thema folgen. Nebenbei: Die „Sinnesfreude“ ist – für alle Neukölln-Fernen – z.B. mit der U Bahn bestens erreichbar.</p>
<p>Als kleinen Eintrittsobulus denken wir an 5 EURO.</p>
<p>Anmeldungen werden erbeten, weil dann auch inspirierende Informationen vorweg zugesandt werden. <a href="mailto:christian.modehn@berlon.de">christian.modehn@berlin.de</a></p>
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