<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Böhmen/Tschechien Archive &#8211; Religionsphilosophischer Salon</title>
	<atom:link href="https://religionsphilosophischer-salon.de/topics/boehmen-tschechien/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/topics/boehmen-tschechien</link>
	<description>... eine Einladung zum Mitdenken und Mitdiskutieren</description>
	<lastBuildDate>Sat, 03 Oct 2026 15:28:04 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>
	<item>
		<title>Die leeren Kirchen und die Fülle der Theologie. Über Tomás Halík.</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/13320_die-leeren-kirchen-und-die-fuelle-der-theologie_denken-und-glauben</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 17:58:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Böhmen/Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Theologische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Atheisten in Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Die Zeit der leeren kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Buchkritik Die Zeit der leeren Kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[der berühmte Theologe in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[die St. Salvator Kirche in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Gibt es Atheisten?]]></category>
		<category><![CDATA[Halik]]></category>
		<category><![CDATA[Halik Kirchenkritiker]]></category>
		<category><![CDATA[Haliks Kirche in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Herder Verlag und Halik]]></category>
		<category><![CDATA[Lock down in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik Die Zeit der leeren Kirchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik kritisiert Präsident Zéman]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik Predigten im Lock Down]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Haloik in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[was sagt Halik zur Auferstehung Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[wer ist Tomas Halik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=13320</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hinweise auf das neue Buch von Tomás Halík „Die Zeit der leeren Kirchen“ (Herder Verlag 2021) Von Christian Modeh am 7.3.2021 1. Tomás Halík (Jahrgang 1948) ist inzwischen zu einem der bekanntesten katholischen Priester und Theologen in Europa geworden. Er lebt in Prag und ist seit vielen Jahren für die von ihm gegründete „Akademische Gemeinde“ [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/13320_die-leeren-kirchen-und-die-fuelle-der-theologie_denken-und-glauben">Die leeren Kirchen und die Fülle der Theologie. Über Tomás Halík.</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hinweise auf das neue Buch von Tomás Halík „Die Zeit der leeren Kirchen“ (Herder Verlag 2021)<br />
Von Christian Modeh am 7.3.2021</p>
<p>1.<br />
Tomás Halík (Jahrgang 1948) ist inzwischen zu einem der bekanntesten katholischen Priester und Theologen in Europa geworden. Er lebt in Prag und ist seit vielen Jahren für die von ihm gegründete „Akademische Gemeinde“ in der St. Salvatorkirche verantwortlich. Auch die „Christliche Akademie“ in Prag leitet er als ihr Gründer. In den letzten Jahren hat Halík immer wieder über seine Schwerpunkt &#8211; Themen publiziert. Darin wehrt er sich gegen die Ausgrenzung „unkirchlicher Menschen“ durch den Titel „Atheisten“. Für Halik sind „Atheisten“ meistens „Suchende“. Und er warnt immer wieder und immer heftiger vor dem endgültigen Niedergang der katholischen Kirche, etwa in der Tschechischen Republik, wenn nicht endlich der Klerikalismus, der Moralismus und der Dogmatismus überwunden werden. Ob dazu die sehr konservativen tschechischen Bischöfe noch die Kraft haben, bezweifelt Halik wie viele andere Theologen. Er sieht den Weg des Katholizismus in Europa zur zahlenmäßig kleinen wie theologisch schwachen Sekte. Reformen bzw. Reförmchen der Kirchenleiung heute nennt Halik „nur das Hin und Herschieben der Liegestühle auf der Titanic“ (S. 98). Welch treffendes Bild, auch Ausdruck des feinen tschechischen Humors!<br />
Dass sich Halík in dieser durchaus provozierenden Haltung sozusagen vor dem Zorn der Hierarchie schützen muss, ist ihm klar. Aber Halik kann sich doch etwas sicher fühlen: Er hat inzwischen den international hoch angesehenen und bestens dotierten (mehr als eine Million Euro) Templeton-Preis erhalten. Und zudem kann er sich einer gewissen Sympathie vonseiten Papst Benedikt XVI. erfreuen: Der ernannte Halik nicht nur zum „Päpstlichen Prälaten“, sondern hat ihn auch in seinen eigentlich konservativ geprägten Schülerkreis – mit Treffen in Castelgandolfo – einbezogen. Unter diesen sicheren Bedingungen ist es dann doch für Halík eher ungefährlich,kritisch zu werden, wenn er natürlich auch nicht zu eigenwillig handeln darf: Er folgte etwa dem Verbot des konservativen Prager Kardinals Duka, in der St. Salvator Kirche wie schon angekündigt einen Gottesdienst mit und für Homosexuelle zu gestalten, das war im Jahr 2015. Heute regt sich Halik allerdings auf, wenn „Homosexuellen und Migranten“, so wörtlich, „von faschistischen Kampfgruppen attackiert werden“ Dies schreibt er in einem Beitrag, der sich mit der Pseudoreligion des Fundamentalismus und des Fanatismus befasst. Der Artikel wurde am 14.11.2020 auf der Website des „Münsteraner Forum Theologie und Kirche“ veröffentlicht (gelesen am 7.3.2021).<br />
2.<br />
Nun hat der Herder-Verlag im Februar 2021 ein neues Buch Haliks herausgebracht, erschienen ist es in Prag 2020. Es hat den Titel „Die Zeit der leeren Kirchen“, der Untertitel ist „Von der Krise zur Vertiefung des Glaubens“. Mit „leere Kirchen“ meint Halik die aufgrund der Corona-Epidemie 2020 auch in Tschechien geschlossenen Kirchen. Und in einer leeren Kirche, „seiner“ St. Salvatorkirche, hat denn auch Halik Predigten bzw. kurze theologische Vorträge gehalten. Sie wurden als Video-Aufnahmen life gesendet und fanden viel Beachtung auch außerhalb Tschechiens.<br />
3.<br />
Das neue Buch „Die Zeit der leeren Kirchen“ ist also vor allem ein Buch der Predigten. Dies wird in der Verlagswerbung allerdings nicht gesagt. Und dies ist für viele erst einmal eine Überraschung, die das Buch in der Hand haben. Predigten als Titel verkaufen sich wahrscheinlich nicht so gut. In einem Vorwort von 20 Seiten fasst er noch einmal seine Grundideen zusammen, erinnert an die jüngste Geschichte der katholischen Kirche in Tschechien und erläutert die äußeren Umstände, die zu diesen Video-Predigten/Vorträgen führten. Die Leser können nun überprüfen, welche speziellen theologischen Ideen in der Corona-Pandemie (gemeint ist hier die Zeit vom Dritten Fastensonntag bis zu Pfingsten) von Halík verbreitet werden.<br />
Auch in den Predigten werden die seit langem bekannten „Halík“ &#8211; Themen angesprochen:<br />
Er unterscheidet wieder zwischen dem vulgärem Atheismus der „primitiven Vorstellungen von Gott“ und dem suchenden Atheismus derer, die zwar kirchenfern, aber doch irgendwie insgeheim vielleicht sogar Mystiker sind. Glauben und Nichtglauben spielt sich für Halik eher auf der bewusstseinsmäßigen Ebene ab, in der Theorie sozusagen. Der Gedanke Jesu, dass fromm jener ist, der die Nächstenliebe tätig tut, wird nicht so stark akzentuiert. Dann wird oft auch die Haltung der offiziellen katholischen Kirchenführung beklagt: Wenn Ehepaaren, die „geschieden, aber – nach staatlichem Recht &#8211; wiederverheiratet sind, der Empfang der Eucharistie/des Abendmahles verweigert wird.<br />
Deutlich wird in den Predigten erneut, wie eindringlich Halik die Leistungen seiner Gemeinde beschreibt bzw. lobt, die tatsächlich in großer Offenheit für Kultur, Diakonie und Mystik eigentlich alles richtig macht. Und auch viel Erfolg hat, was die Anzahl der Taufen in der Gemeinde betrifft. Und nun hat die Gemeinde, Halik spricht auch von „Salvator-Gemeinschaft“, sogar in der Stadt Kolin (bei Prag) ein eigenes Meditationshaus.<br />
4.<br />
Aber es wird in den Predigten / Kurzvorträgen nicht recht deutlich, was denn nun diese Gemeinde, vor allem die jüngeren Leute, an elementarer praktischer Hilfe etwa für alte und kranke Menschen in der Not der Pandemie geleistet haben. Konnten die Gemeindemitglieder wenigstens Lebensmittel den Alten vor die Tür stellen, gab es telefonische Beratung, wie wurden Bestattungen gefeiert: Dazu erfährt der Leser nichts.<br />
5.<br />
Und ein weiterer Mangel in meiner Sicht ist: In diesen Predigten in Prag im Jahr 2020 soll ja wohl Elementares des christlichen Glaubens in einer neuen, also nicht verbrauchten und angestaubten formelhaften Sprache mitgeteilt werden. Aber der schöpferische Mut, aus dem Alten und Angestaubten wirklich zu neuen Einsichten und neuen Worten zu kommen, also alte Begriffe mutig in neuen Bildern zu formulieren, das fehlt, nicht nur mir.<br />
Nur ein Beispiel: Warum kann Halík die Bedeutung Jesu von Nazareth nicht als erlösendes Vorbild darstellen? Und warum muss er schreiben: “Es war nicht der Glaube der Jünger, der Jesus zum Leben auferweckte“ (S. 139). Warum eigentlich nicht? Was denn sonst, war es wieder mal ein Wunder, ein völlig unverständliches Eingreifen des himmlischen Gottes nun mal auf dem Kalvarienberg? Die theologische Lösung ist doch einfach: Die Jünger vom Heiligen Geist geprägt, erkennen nach Jesu Tod: Derselbe Geist Gottes, der uns zur Erkenntnis bringt, hat auch den verstorbenen Jesus in eine ganz neue Lebendigkeit geführt, in die Ewigkeit Gottes geführt. Der ewige, göttliche Geist ist lebendig, ist auferweckend, bei den Jüngern wie im Fall des verstorbenen Jesus von Nazareth. Im ewigen göttlichen Geist wird deutlich: Dass alle Menschen kraft des Geistes auferstehen. Ich vermute, wenn man solche oder ähnliche Worte fände, wären sie verständlich in einem „atheistischen Milieu“. Halík hingegen hält sich viel zu oft an die Dogmatik des offiziellen Katechismus (von Ratzinger!) und spricht auch vom Abstieg Jesu in die Hölle (S. 121). Und er sogar, der Hinweis eines japanischen Jesuiten sei für Euripa hilfreich: Der Jesuit, Pater Kadowaki sagt: „Auf dem Weg in die Tiefe des Geheimnisses wird dir das Licht der westlichen Rationalität nicht helfen“ (S. 123). Warum das so ist, also warum der Vernunft wieder einmal die totale Unfähigkeit zum Verstehen Jesu von Nazareth und seines Lebens und Auferstehens bescheinigt wird, bleibt ohne Erklärung. Schade.<br />
6.<br />
In Pandemie Zeiten mit den Lock-Downs muss natürlich auch über Politik und Politiker gesprochen werden. Das macht Halik äußerst sparsam in seinen Predigten, er erwähnt den von vielen kritischen Beobachtern letztlich unfähigen populistischen tschechischen Präsidenten Zéman in einer Fußnote auf Seite 206. Das ist alles explizit Politische.<br />
Da ist Halík in dem genannten Aufsatz „Pseudeoreligion“ vom November 2020 schon etwas weiter, aber da gilt die politische Kritik dem Nachbarn Polen, Kaczynskis Regime nennt Halík einen „autoritären Staat“.<br />
7..<br />
Interessant ist, dass Haliks Predigen nicht Teil einer tatsächlichen, aber virtuellen Eucharistiefeier waren. Für den Prager Theologen kann es Eucharistiefeiern nur mit leibhaftig anwesenden Gläubigen geben (S. 61). Ein diskutabler Gedanke. Aber andererseits berichtet Halik, wie er als Priester in der Zeit der Kommunismus für sich ganz allein – offenbar trotz aller Gefährdungen gern – ganz privat die Messe feierte. War die Not im Kommunismus größer als in der Corona Pandemie? (vgl. die Darstellung auf S. 90: „ich selbst habe &#8211; im Kommunismus &#8211; Tag für Tag elf Jahre lang, meistens allein oder mit eine paar getreuen, die Messe gefeiert)<br />
8.<br />
Halik deutet die Unmöglichkeit (für ihn) alleine in der St. Salvatorkirche Eucharistie zu feiern als eine Art göttlichen Eingriff: „Das erzwungene Fasten von der Eucharistiefeier und anderen Sakramenten hielt ich für einen wertvollen Ausdruck der göttlichen Pädagogik“… eben tiefer im „Fasten“ als Verzicht auf Eucharistiefeier nachdenken zu können, S. 14f. Auf der anderen Seite aber wehrt sich Halik dagegen, die Pandemie irgendwie mit dem Handeln Gottes, etwa eines strafenden Gottes, in Verbindung zu bringen (S. 25). Gilt also: Strafender Gott: Nein, pädagogischer Gott: Ja?<br />
9.<br />
Auch die Deutung der atheistischen Lebensformen in Tschechien scheinen mir zwiespältig zu sein: „Die tschechische Gesellschaft ist stark entkirchlicht, aber nicht atheistisch“ (S. 23) Die größte Gruppe derer, die sich nicht zu den Kirchen bekennen, seien die Menschen „die gleichgültig sind gegenüber der Religion“ (S.23)<br />
Andererseits meint Halik, die große Mehrheit ´der Tschechen hat Ostern schon lange als Feiertag des Frühlings erlebt, freie Tage, die höchstens durch die folkloristische Nachahmung der heidnischen (! sic) Bräuche farbenfroh gemacht wurden.“ (S. 27)<br />
10.<br />
Mich freut, dass Halik wenigsten in einer knappen Formulierung das Grundprinzip der neuen protestantischen liberale Theologie für sich akzeptiert: „Jeder Mensch hat eine geistige Dimension seiner Persönlichkeit, jeder Mensch fragt auf irgendeine Weise nach dem Sind seines Lebens“ (S 23). Das ist die Grundlage für eine ökumenische Theologie, die alle Menschen bewegen kann.</p>
<p>Tomás Halìk, Die Zeit der leeren Kirchen. Von der Krise zur Vertiefung des Glaubens. Herder Verlag, 2020, 207 Seiten, 20 Euro. Übersetzt aus dem Tschechischen von Markéta Barth und Benedikt Barth.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/13320_die-leeren-kirchen-und-die-fuelle-der-theologie_denken-und-glauben">Die leeren Kirchen und die Fülle der Theologie. Über Tomás Halík.</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die &#8222;Samtene Revolution&#8220; 1989 in der Tschechoslowakei: Nur noch eine ferne Erinnerung?</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/12118_die-samtene-revolution-1989-in-der-tschechoslowakei-nur-noch-eine-ferne-erinnerung_aktuelles</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Nov 2019 21:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen/Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Denkbar]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[100 Jahre Hussitische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[100 Jahre Tschechslowakische Hussitische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Babis Ministerpräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Vaclav Maly]]></category>
		<category><![CDATA[Dissident Vaclav Maly]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung an Samtene Revolution vor 30 Jahren]]></category>
		<category><![CDATA[Hussitische Kirche kritisiert Staatspräsident Zeman]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Patocka]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption in Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Milan Machovev]]></category>
		<category><![CDATA[Milliardär Babis]]></category>
		<category><![CDATA[Petr Sandera Brünn]]></category>
		<category><![CDATA[Philosoph Patocka]]></category>
		<category><![CDATA[Philosoph und Staatspräsident Masaryk]]></category>
		<category><![CDATA[Prag am 17.11.2019]]></category>
		<category><![CDATA[Samtene Revolution in Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Staatskritik durch Dissidenten]]></category>
		<category><![CDATA[Staatspräsident Masaryk]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik]]></category>
		<category><![CDATA[Vaclav Maly]]></category>
		<category><![CDATA[vor 30 Jahren Samtene Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Zeman]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=12118</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gedenken (nicht nur) am 17. November 2019 Einige Hinweise von Christian Modehn 1. Der „Religionsphilosophische Salon Berlin“ lebt in der Dialektik: Religion und/contra/mit Philosophie. Diese beiden Wirklichkeiten gelten auch als Leitlinien für Fragen zur Geschichte, etwa zur „Samtenen Revolution“ in der Tschechoslowakei im November 1989. 2. Einige Hinweise zur Politik: Am 17. November 1989 gab [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/12118_die-samtene-revolution-1989-in-der-tschechoslowakei-nur-noch-eine-ferne-erinnerung_aktuelles">Die &#8222;Samtene Revolution&#8220; 1989 in der Tschechoslowakei: Nur noch eine ferne Erinnerung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gedenken (nicht nur) am 17. November 2019</p>
<p>Einige Hinweise von Christian Modehn</p>
<p>1. Der „Religionsphilosophische Salon Berlin“ lebt in der Dialektik: Religion und/contra/mit Philosophie. Diese beiden Wirklichkeiten gelten auch als Leitlinien für Fragen zur Geschichte, etwa zur „Samtenen Revolution“ in der Tschechoslowakei im November 1989.</p>
<p>2. Einige Hinweise zur Politik:<br />
Am 17. November 1989 gab es in Prag eine Studentendemonstration, bei der einige Menschen von der Polizei verletzt wurden. Dieser Tag gilt als Start der „Samtenen, also gewaltfreien, Revolution“ dort. Der Protest gegen die Herrschaft der Kommunisten wurde dann täglich größer: Am 24. November 1989 versammelten sich 800.000 Menschen auf dem Wenzelplatz in Prag: Vaclav Havel und Alexander Dubcek standen auf dem Podium. Mit dabei auch der langjährige Dissident und katholische Priester Vaclav Maly. Diese drei Männer repräsentierten in diesem Moment in gewisser Weise einen Humanismus über alle konfessionellen Grenzen hinweg. Dass Vaclav Maly in einer Situation drohender Gewalt und der offensichtlichen Spaltung der Gesellschaft in Kommunisten bzw. Mitläufer und in Dissidenten <em>auf dem Wenzelsplatz das „Vater Unser“ anstimmte </em>und etliche dann doch mitsprachen, hat gezeigt: Ein uraltes Gebet, vielen dort noch bekannt, hat den Geist und die Seelen gestärkt, im Kampf um Demokratie nicht nachzulassen.</p>
<p>3. In diesen Tagen wird auch in Tschechien der Samtenen Revolution vor 30 Jahren gedacht. Diese droht aber allmählich in Vergessenheit zu geraten. Staatspräsident Milos Zeman hat nach eigenem Bekennen kein Interesse, dieses große und einschneidende Datum zu würdigen. Was hat er denn Wichtigeres zu tun? Zeman fällt doch immer wieder übel auf durch populistische und fremdenfeindliche Äußerungen. Trump ist sein Freund. Er ist bekannt für eine heftige Abwehr von Flüchtlingen. Und das sollte sich bald ändern!<br />
Das erfolgreiche Aufbegehren so vieler Bürger für die Demokratie 1989 ist ihm offenbar peinlich. So viel Demokratie wollen Zeman und sein Ministerpräsident Andrej Babis ja nicht. Gegen den offenbar korrupten Ministerpräsidenten Babis protestierten im Juni 2019 mehrere hunderttausend Bürger auf dem Letna-Hügel in Prag. Zeman und Babis wollen nicht der jüngsten Aufforderung des Europäischen Gerichtshofes nachkommen, einige tausend Flüchtlinge in Tschechien aufzunehmen. In dieser Abwehr sind diese tschechischen Politiker in bester Gesellschaft mit den katholischen PIS Politikern in Polen und mit den Rechtspopulisten rund um Victor Orban in Ungarn.</p>
<p>4. Zur Religion:<br />
Die „<em>Tschechoslowakische Hussitische Kirche</em>“ hat immerhin in ihrem Bistum Brünn schon vor fast zwei Jahren (am 1. Febr. 2018) eine Erklärung verabschiedet, der sich viele Pfarrer dieser Kirche angeschlossen haben. Darin kritisiert die sich auf den Reformator Jan Hus berufende protestantische Kirche: Dass ihr Staatspräsident Milos Zeman „sich unethisch verhält“: „Zeman und seine Unterstützer haben im Wahlkampf ohne zu zögern gegenüber dem Gegenkandidaten Jiri Drahos bewusste Lügen und Manipulation angewendet, um in der Gesellschaft insbesondere die Angst vor Immigranten zu schüren. Den Gebrauch solcher Methoden im politischen Kampf sehen wir als unethisch an“. Präsident Zeman will die Angst vor „den“ Muslims verbreiten, „er sieht in ihnen nur Gefahren“, so der hussitische Pfarrer Petr Sandera in einem Interview in Brünn am 17. Oktober 2019. Die Erklärung seiner Kirche fand, so Sandera, vor allem nur in der Kirchenpresse ein breiteres Echo. Auch in den Gemeinden sind nicht alle Mitglieder mit der kritischen Position ihrer Pfarrer und Kirchenleitung einverstanden, so Sandera.</p>
<p>Nebenbei: Die hussitische Kirche feiert im Jahr 2020 ihr 100 jähriges Jubiläum. Sie wurde als Abspaltung von der römisch-katholischen Kirche gegründet, kennt keinen Zölibat der Priester, auch Frauen sind zum Pfarramt zugelassen. Wer befasst sich noch mit diesen frühen Versuchen, das Regime des römischen Katholizismus zu begrenzen? Dies gab ja auch auf den Philippinen. Am 1. Adventssonntag 2019 wird ein hussitischer Gottesdienst live im Fernsehen übertragen, berichtet Pfarrer Sandera. Und am 8.1.2010 findet ein Festgottesdienst in der Prager Nikolauskirche statt,. Sozusagen einer „zentralen Kirche“ dieser hussitischen Gemeinschaft. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, das Christentum für die heutige Zeit neu zu übersetzen“, so Pfarrer Petr Sandera, de früher auch als Bischof in Brünn Verantwortung für die Kirche hatte. „Uns Tschechen fehlt die Erfahrung im Umgang mit anderen Kulturen. Wenn man sagt: Im Flüchtling, also im auch im Moslem, begegnet uns heute Jesus Christus, dann findet diese Überzeugung immer noch viel Ablehnung unter Christen“.</p>
<p>5.<br />
<em>Vaclav Maly</em>, geboren 1950, ist einer der bekanntesten tschechischen Dissidenten, er unterzeichnete 1977 die „Charta 77“, er saß deswegen ein Jahr im Gefängnis; die Kommunisten untersagten ihm seine Tätigkeit als Pfarrer, er durfte nur noch Laternen anzünden in Pilsen&#8230; Inzwischen ist er „Hilfsbischof“ in Prag, sein bischöflicher Wahlspruch heißt „Demut und Wahrheit“. Dieses Motto erinnert an Vaclv Havels Grundsatz: „In der Wahrheit leben“. Aber nach Maly eben „bescheiden&#8230;“<br />
Maly ist in Tschechien auch Autor bzw. Interviewpartner zahlreicher Bücher, die leider nicht ins Deutsche übersetzt wurden.<br />
Im Radio CZ wurde er vor 5 Jahren nach seiner Einschätzung der Wende in der CSSR gefragt: „ Unsere Gesellschaft ist sehr passiv. Tschechen und Slowaken haben nicht um die Freiheit gekämpft – im Unterschied zu den Polen oder zu den Ungarn. Die Freiheit ist uns sozusagen in den Schoß gefallen. Das muss man aufrichtig zugeben. Deswegen wird die Freiheit nicht hoch geschätzt. Wir sagen manchmal, dass sie unser Verdienst sei, aber das stimmt nicht. Es ist vor allem ein Verdienst der Polen, der veränderten internationalen Lage und ein Verdienst der kleinen Gruppierungen, die vor der Wende in der ČSSR gewirkt haben. Das ist kein Lob oder Stolz, das ist die Konstatierung der Lage.“ Quelle.Radio CZ<br />
https://www.radio.cz/de/rubrik/schauplatz/bischof-vaclav-maly-moderator-der-massendemonstrationen-von-1989<br />
Und zur Verharmlosung der Mitgliedschaft in der tschechischen Stasi, dem StB in der heutigen Gesellschaft und im Staat, sagte Maly: „Es ist sehr schlimm, zu vergessen. Es geht mir nicht um Rache. Es geht nicht um Vergeltung. Aber ihre Taten waren schlimm und eine schlimme Tat muss man benennen. Das hilft auch in der Gegenwart. Vergessen ist kein guter Ratgeber. Darin steckt auch eine persönliche Entschuldigung der Mehrheit der Bevölkerung: ´Wir sind auch mitschuldig, also halten wir uns davon fern´.<br />
„Malý besteht darauf, dass die Europäische Union ein Projekt für die Sicherheit und die Demokratie auch seines Landes ist. Mit seiner Forderung nach &#8222;einem offenen Herzen für Migranten&#8220;, steht er gegen die verbreitete öffentliche Meinung. &#8222;Wenn unsere Politiker sagen, wir verteidigen unseren Staat und deshalb wollen wir praktisch keinen Flüchtling&#8220;, dann nennt das der Bischof &#8222;eine Schande&#8220;. Regelmäßig besucht Malý, der an der Spitze der tschechischen Kommission von &#8222;Justitia et Pax&#8220; &#8211; Gerechtigkeit und Frieden &#8211; steht, Länder, in denen die Menschenrechte nicht respektiert werden, zuletzt Süd-Sudan und Sudan, Uganda und Indien. &#8222;Damals habe ich aus dem Westen selbst viel Hilfe und Solidarität erhalten. Heute gebe ich das zurück. Ich fühle mich verpflichtet, diese schikanierten und leidenden Menschen zu besuchen und sie zu ermutigen: Bitte, haltet aus! Ich bin kein Retter, nur ein ganz normaler tschechischer Bürger, der unterdrückt wurde und der weiß, was Kampf für Menschenrechte bedeutet. Ich besuche nicht nur Kirchen, sondern auch die Familien der politischen Gefangenen.&#8220; Quelle: http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/prag-1968/274335/menschen-die-1968-praegte?p=all am 20.8. 2018<br />
Inzwischen wurde gut dokumentiert, dass der heutige tschechische Ministerpräsidenten (und Multimillionär) Andrej Babis einst Mitglied in der tschechischen Staatssicherheit StB war, was Babis wie üblich in diesen Kreisen bestreitet. Außerdem ist er vielen Korruptionsvorwürfen ausgesetzt&#8230;Gegen ihn richtete sich die (hilflose) Wut der Bürger bei den Massenprotesten im Juni 2019. Babis ist immer noch an der Macht.<br />
Vaclav Maly wurde im Radio gefragt, wie er denn besser für die strafrechtliche Verfolgung der Mitarbeiter der Staatssicherheit hätte sorgen können: „In den ersten Tagen (der samtenen Revolution) habe ich vor allem darauf gedrängt, dass diejenigen bestraft werden, die Verbrechen gegen die Humanität verübt hatten, die etwas Schlimmes gemacht hatten. Doch das ist nicht passiert. Dadurch wurde das Rechtsempfinden der Bevölkerung geschwächt. Das war einer der damaligen Hauptfehler. Dass etwa die Angehörigen des Geheimdienstes StB nicht bestraft wurden. Dabei gab es konkrete Beweise, dass sie inhuman gehandelt, Unschuldige verfolgt, schikaniert und geschlagen haben.“<br />
Was werden die Veranstaltungen am 17. November 2019 in Prag, Pilsen und Brünn bringen? Es sind vor allem junge Leute, die sich aus der politischen Passivität befreien? Im Stadtviertel Albertov wird das Festival Studentský Albertov organisiert, es soll erinnern an den „Tag der Freiheit und Demokratie“ und den „Internationalen Tag der Studentenschaft“. Ein Programmhöhepunkt in Albertov ist die Rekonstruktion der Kundgebung im Jahr 1989.</p>
<p>6.<br />
Wenn von Religion in Tschechien die Rede ist im Umfeld der Samtenen Revolution: Dann muss an <em>die katholische Untergrundkirche</em> zur Zeit des Kommunismus erinnert werden. Sie ist heute, 2019, schon weithin vergessen. Für dieses Vergessen hat auch der Vatikan nach 1989 gesorgt. Ihm war diese Untergrundkirche aus dogmatischen Gründen peinlich.<br />
Der Kampf der tschechischen Kommunisten gegen die Katholische Kirche war grausamer als etwa in der DDR. Einige tschechoslowakische Katholiken wagten zur Rettung ihres Glaubens und der Kirche für katholische Verhältnisse Ungeheuerliches: Sie weihten Priester und Bischöfe, und dies ohne Zustimmung des Vatikans, der war ohnehin weit weg. Und sie weihten auch Frauen zu PriesterInnen. Nach dem Erfolg der Samtenen Revolution 1989 hatte die offizielle klerikale Kirche kein Interesse, diese mutigen katholischen PriesterInnen in die offizielle Kirche einzugliedern. Sie wurden verstoßen. Viele nachdenkliche Kritiker empfinden das als Skandal. Die Kirchenführung hatte viel mehr Interesse, um die Rückgabe ihrer uralten Besitzungen an Land, Wald, Häusern wieder zu kämpfen. Letztlich war Geld dem Klerus am wichtigsten. Dabei versäumte es die katholische Hierarchie, in neuer Sprache auf die vielen „unreligiösen“ Menschen zuzugehen. Die theologische Fakultät in Prag wurde zum Hort reaktionären Denkens. Man lese die entsprechende Kritik an diesen Zuständen in den Büchern des Priesters und Philosophen Tomas Halik. So etwa in dem Buch „Nachtgedanken eines Beichtvaters“ (Herder, 2012, S. 174f.). Die Theologische Fakultät „siechte“, so Halik, unter dem Druck eines kontra-aufklärerischen, vulgarisierten Neo-Thomismus vor sich hin“. Noch deutlicher sind die Äußerungen Haliks, dieses tschechischen Intellektuellen und katholischen Priesters, auf S. 224 dieses insgesamt lesenswerten Buches.</p>
<p>7.<br />
PHILOSOPHIE:<br />
Ich will hier nur erinnern an den großen Dissidenten, den leider in Deutschland nicht mehr sehr bekannten Philosophen <em>Jan Patocka</em>:Er, der internationale hoch geschätzte Philosoph, war ein Sprecher der Charta 77. Er wurde von den Kommunisten verhört und dabei „zu Tode verhört“. &#8222;Patocka stirbt nach mehreren Verhören durch die Staatspolizei an einem Hirnschlag. An seinem Begräbnis nehmen trotz Überwachung und Kontrolle durch die Staatssicherheit über 1000 Trauernde teil&#8220;&#8230;In einer der geheim gehaltenen Vorlesungen im Jahre 77 betonte er: &#8222;Wo ändern sich die Welt und die Geschichte? Im Innern, besser gesagt, im Leben des Einzelnen.&#8220;</p>
<p>Ich möchte auch hinweisen auf den sehr ungewöhnlichen <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/11556_buchmesse-leipzig-2019-an-den-philosophen-milan-machovec-erinnern_befreiung">marxistischen Philosophen Milan Machovec</a>, der als Dissident innerhalb (!) des Prager Kommunismus/Stalinismus immer noch viel Beachtung verdient, zumal sein Buch: &#8222;Jesus für Atheisten&#8220;. Machovec war aktiv im christlich-marxistischen Dialog in den 1970 Jahren, zusammen mit dem katholischen Theologen Karl Rahner und Johann B. Metz.</p>
<p>Noch ein Hinweis auf die große Tradition philosophischen Denkens, die schon in der Gestalt <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/11518_ein-philosoph-als-staatspraesident_aktuelle-buchhinweise/philosophische-buecher">Tomas Garrigue Masaryks</a> sichtbar wird. Zu Masaryk, dem ersten Philosophen- Präsidenten der Republik, habe ich einige Hinweise notiert.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon, Berlin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/12118_die-samtene-revolution-1989-in-der-tschechoslowakei-nur-noch-eine-ferne-erinnerung_aktuelles">Die &#8222;Samtene Revolution&#8220; 1989 in der Tschechoslowakei: Nur noch eine ferne Erinnerung?</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchmesse Leipzig 2019: An den Philosophen Milan Machovec erinnern</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/11556_buchmesse-leipzig-2019-an-den-philosophen-milan-machovec-erinnern_befreiung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 10:09:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen/Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmesse Leippzig 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Buchmesse und Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[der besondere Philosoph in Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog Christen und Marxisten]]></category>
		<category><![CDATA[Milan Machovec]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie auf Buchmesse Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[tschechische Philosophen]]></category>
		<category><![CDATA[wer war Milan Machovec]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=11556</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Es gibt Jesus ähnliche Menschen unter den Marxisten“ (Machovec) Ein Hinweis von Christian Modehn Hat er sich dem Marxismus zugewandt, weil er die Lehren der katholischen Kirche ablehnte? Sicherlich. Hat er als Marxist die Herrschafts-Ideologie der Kommunisten abgelehnt und dann die Bedeutung Jesu von Nazareth für unersetzlich gehalten: Wahrscheinlich ist auch das so! Die dialektische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/11556_buchmesse-leipzig-2019-an-den-philosophen-milan-machovec-erinnern_befreiung">Buchmesse Leipzig 2019: An den Philosophen Milan Machovec erinnern</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Es gibt Jesus ähnliche Menschen unter den Marxisten“ (Machovec)</p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn</p>
<p>Hat er sich dem Marxismus zugewandt, weil er die Lehren der katholischen Kirche ablehnte? Sicherlich. Hat er als Marxist die Herrschafts-Ideologie der Kommunisten abgelehnt und dann die Bedeutung Jesu von Nazareth für unersetzlich gehalten: Wahrscheinlich ist auch das so!<br />
Die dialektische Spannung hat das Leben des Prager Philosophen Milan Machovec ausgezeichnet. Es wird Zeit, sich an ihn wieder zu erinnern. Nicht (nur) deswegen, weil er sich seit dem Prager Frühling 1968 entschieden von der herrschenden Marx-Ideologie der Kommunisten abwandte. Und auch nicht (nur) deswegen, weil er dann die Jesus-Gestalt schätzte: Es ist vielmehr diese Bewegtheit in seinem Leben selbst, sein dauerndes Unzufriedensein mit fix und fertigen Ideologien, heißen sie nun Kommunismus oder Katholizismus, die den Philosophen Machovec so wertvoll machen. Seine Bücher sind Ausdruck für dieses Suchen nach einem möglichst herrschaftsfreien Menschsein in Freiheit und Gerechtigkeit. Machovec ist ein Humanist im umfassenden Sinn. Darum sollten philosophisch und religiös Interessierte ihn wieder beachten. Denn die Zeit der alles erklärdenden, „totalen“ Ideologien ist vorbei: Der marxistisch sich nennende Kommunismus ist vorbei, und die dogmatische Institution der katholischen Kirche besteht zwar noch als (üppiges) Gerippe. Aber wer würde nicht auch sagen: Diese Institution in der jetzigen Form ist am Verschwinden? Falls sie sich nicht zu einer Refomration (nicht bloß Reform !) entschließt.</p>
<p>Geboren wurde Milan Machovec am 23.8.1925 in einer streng -katholischen Familie in Prag, er besuchte das Gymnasium der Benediktiner Mönche, studierte, noch kurz vor der Herrschaft der KP, von 1945 bis 1948 Philosophie und katholische Theologie, obwohl ihn eigentlich auch die Musik sehr faszinierte. Er wendet sich dem Marxismus zu, wird 1953 Dozent für Philosophie an der Prager Karls-Universität, 1968 wird er zum Professor ernannt, aber wegen kritischer Äußerungen zum Kommunismus seines Amtes enthoben. Er engagiert sich zuvor schon im christlich – marxistischen Gespräch, unter anderen mit dem katholischen Theologen Karl Rahner. Danach, als „Dissident“, lebt er unter sehr bescheidenen und bedrückenden Verhältnissen. Als Organist in einer katholischen Kirche Prags kann er etwas Geld verdienen, er gehört zur Charta 77. Erst nach der Wende 1989 kann er frei als Philosophie-Professor arbeiten.<br />
Über sein Leben und seine auch auf Deutsch noch vorliegenden antiquarisch erreichbaren Bücher kann man sich detaillierter informieren.<br />
Ich will hier an den Aufsatz „<em>Die Sache Jesu und marxistische Selbstreflexion“</em> erinnern, an einen Beitrag, den Machovec für das Buch „Marxisten und die Sache Jesu“ geschrieben hat, das er zusammen mit Iring Fetscher 1974 auf Deutsch (Kaiser-Verlag, Grünewald-Verlag) veröffentlichte.</p>
<p>Warum lohnt es sich, diesen Aufsatz von 17 Seiten noch einmal zu lesen und mit anderen zu diskutieren? Weil da ein Philosoph das Faszinierende des Denkens von Marx (das ja, noch einmal, etwas anderes ist die bolschewistische Ideologie) und das Faszinierende der „Sache Jesu“ (die ja bekanntlich etwas anderes ist als die offizielle Kirchenlehre) konfrontiert. Und zwar auch so, wie sie lebensmäßig von den jeweils Gläubigen „umgesetzt“ werden.<br />
In dem Aufsatz von 1974 sieht sich Machovec immer noch als Marxisten, vom Kommunismus ist keine Rede. Er ist Marxist geworden und geblieben, um es einmal auf eine Formel zu bringen, weil ihm das nette Almosengeben der Christen als Hilfe für die Leidenden absolut nicht ausreicht. Dieser ins „Strukturelle“ reichende, humane Impuls ist bei ihm entscheiden! Er sieht im Marxismus eine Art Leitidee, für die Unterdrückten auf Dauer Humanität zu erreichen. Dabei meint Machovec provozierend: Marxisten seien eigentlich überzeugt, die humanen Forderungen Jesu „besser zu verwirklichen“ (S. 86). Also: Nicht spirituelles kirchliches Schwärmen von der Barmherzigkeit, sondern alles tun, dass die klassenlose Gesellschaft Gestalt annimmt. Man bedauert in dem Zusammenhang, dass Machovec offenbar die lateinamerikanische Theologie der Befreiung nicht kannte.<br />
Machovec kritisiert das kommunistische System, die Kleinkariertheit der Bürokraten, die Verlogenheiten, die Zensur, die Unterdrückung, die Inquisition: Und er zeigt, wie bekannt, wie ähnlich manche Verhältnisse in der katholischen Kirche, und nicht nur in dieser Kirche, sind.<br />
Einen Ausweg aus der inneren Krise des Marxismus als Staats-Kommunismus sieht Machovec kaum: Es sind die „geschlossenen Herrschaftskreise“ (S.97), die im Kommunismus wie im Katholizismus das freie geistige Leben ersticken, so sah das Machovec im Jahr 1974. Ob das heute in der Kirche besser ist?<br />
Aber Machovec schreibt, als ein authentischer Marxist, darin genauso wie ein authentischer Christ oder ein Philosoph (Sokrates): „Lieber sterben, als den Sinn für die Wahrheit und seine Brüder zu verraten“ (S. 100).<br />
Es ist keine Frage: In dem Beitrag zeigt der marxistische (nicht kommunistische!) Philosoph Machovec seine tiefe Sympathie für die Jesus-Gestalt, und das ist bemerkenswert. Die letzten Sätze in dem genannten Aufsatz heißen: „Aber falls ich in einer Welt leben sollte, die die Sache Jesu absolut vergessen könnte, dann möchte ich gar nicht mehr leben&#8230;Es scheint mir, dass in einer solchen Welt ohne die Sache Jesu auch der richtig verstandene Sieg der Sache von Karl Marx unmöglich wäre“ (S. 102).<br />
Also: Ohne die Pflege jesuanischer Traditionen wird es auch heute keinen Gedanken mehr geben, dass eigentlich diese verrückte Welt mehr Gerechtigkeit, vielleicht eine klassenlose Gesellschaft als Ziel bräuchte. Für eine humane Revolution brauchen wir also den jesuanischen Geist. Und dies ist, nebenbei gesagt, wiederum ein Gedanke, der heute von Jürgen Habermas auf mildere Weise formuliert wird („Ohne das Christentum entgleist die Gesellschaft“ usw.)&#8230; Schon 1972 hatte Machovev ähnliche Gedanken in seinem Buch &#8222;Jesus für Atheisten&#8220; vorgelegt. Mit einem präzisen,auch theologisch kenntnisreichen Verständnis der Gestalt Jesu will der Marxist Machovec zeigen: Jesus ist nicht etwa (nur) ein Sozialrevolutionär, sondern seine umfassende Forderung heißt:&#8220;Der <em>ganze</em> Mensch soll sich wandeln&#8220;: &#8222;Jesus reißt den Menschen mit, weil er die gelebte Zukunft (des umfassend menschlichen Reiches Gottes) mit seinem ganzen Wesen verkörpert&#8220; (S. 103). Sogar über das Gebet Jesu schreibt Machovev:&#8220;Es ist das Vermögen ganz bei sich selbst, bei seinem eigenen Ich, zu sein&#8220; (S. 104). Auch eine Philosophie des Dialogs hat Machovec vorgelegt: In seinem Buch &#8222;Vom Sinn des menschlichen Lebens&#8220; (1971) erklärt er: Der Dialog mehr ist als ein oberflächlicher Meinungsaustausch, sondern ein Geschehen, in dem sich die Gesprächspartner voll und ganz selbst einbringen, also auch Menschen zum existentiellen Wandel bereit sind. Es ist traurig, dass die Bücher von Machovec in den Antiquariaten allein noch erreichbar sind. Liegt dies daran, dass den Verlegern die Beziehungen dieser Texte auf den Marxismus obsolet erscheinen? Aber wer sagt denn, dass nicht wichtige Grundideen von Marx (wie Machovec sie präsentiert) &#8222;vorbei&#8220; und nicht aktuell mehr hilfreich sind? Dann müssten ja auch die neutestamentlichen Texte über Jesus vorbei und wenig hilfreich sein, bloß weil sich die Kirchen(führer) in ihrer Geschichte bis heute total blamieren, was die Lebensgestaltung und Kirchengestaltung aus dem Geiste Jesu angeht&#8230;</p>
<p>Ist dieser zentrale Gedanke Machovecs von der humanen Notwendigkeit der Sache Jesu heute verloren gegangen? Man könnte das sicher meinen. In der Tschechischen Republik (und nicht nur dort) verschwindet der jesuanische Geist wahrscheinlich auch mit dem Niedergang und Tod der kirchlichen Institutionen, die diese Sache Jesu eigentlich noch aussagen sollten. Und selbst der kritische Marxismus ist ebenfalls total marginal. Ist es die totale flache Mentalität der Konsumenten, die in Tschechien nach der Samtenen Revolution von 1989 sich durchgesetzt hat? Wo sind die Bewegungen für ein anderes, „alternatives“ Leben?</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/11556_buchmesse-leipzig-2019-an-den-philosophen-milan-machovec-erinnern_befreiung">Buchmesse Leipzig 2019: An den Philosophen Milan Machovec erinnern</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Prager Frühling vor 50 Jahren &#8230;. vernichtet. Über Jan Patocka</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/10800_prager-fruehling-vor-50-jahren-vernichtet_alternativen-fuer-eine-humane-zukunft</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2018 19:48:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen/Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[50 Jahre Prager Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Charta 77]]></category>
		<category><![CDATA[Der Prager Frühling als Buch Reclam]]></category>
		<category><![CDATA[Dubcek]]></category>
		<category><![CDATA[Einmarsch der Sowjets in Prag 1968]]></category>
		<category><![CDATA[heutige Regierung in Prag und Prager Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Patocka]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Schulze Wessel]]></category>
		<category><![CDATA[Prager Frühling 50 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Halik]]></category>
		<category><![CDATA[tschechischer Philosoph Jan Patocka]]></category>
		<category><![CDATA[Zverina]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=10800</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jan Patocka Philosoph</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/10800_prager-fruehling-vor-50-jahren-vernichtet_alternativen-fuer-eine-humane-zukunft">Prager Frühling vor 50 Jahren &#8230;. vernichtet. Über Jan Patocka</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Zugleich eine Erinnerung an den tschechischen Philosophen Jan Patocka</em></p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am . Augiust 2018.</p>
<p>Der Prager Frühling 1968 war zeitlich gesehen nur eine Episode. Aber er ist ein bleibender denkwürdiger Versuch, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ in Europa zu schaffen. Die westliche Gesellschaft sollte nicht kopiert werden, eine neue Form eines Sozialismus, der den Namen verdient,  sollte realisiert werden. Dafür fehlte den Akteuren in Prag allerdings die Zeit. Das heißt: Sie wurde ihnen genommen vom Imperialismus der etablierten, von Moskau gesteuerten Kommunistischen Parteien. Freiheit wurde wie üblich niedergeknüppelt.</p>
<p>Dazu hat der Spezialist für Osteuropäische Geschichte an der Uni in München, Martin Schulze-Wessel, ein wichtiges Buch veröffentlicht: „Der Prager Frühling“, Reclam Verlag. 332 Seiten.</p>
<p>Unser spezielles Interesse gilt aus diesem Anlass dem großen <em>Philosophen Jan Patocka</em> (1907 – 1977).</p>
<p>Nur einige Hinweise zu seinem Leben, das mit seiner Philosophie eng verbunden ist. Patocka war eine frühe philosophische Begabung. Er studierte auch an der Sorbonne, war ein Husserl Schüler, kannte Heidegger, studierte auch in Berlin. Aber er konnte in der kommunistischen Tschechoslowakei als Philosoph keinen Fuß fassen an einer Universität. Erst mit dem Prager Frühling konnte er seit 1968 wenige Jahre an der Karls – Universität lehren. Als er dann abgesetzt wurde, konnte er in kleinem Kreis, privat, in Wohnungen, Philosophie Kurse anbieten. Es gab sozusagen <em>verbotene philosophische Salons</em> im Kommunismus. Seine Vorträge wurden mitgeschrieben, vervielfältigt, und Gott sei Dank heimlich nach Wien gebracht. Später engagierte sich Patocka in der „Charta 77“ als einer der Sprecher. Und er sprach angstfrei, unbesorgt um das eigene Leben, auch mit interessierten Leuten aus dem Westen. Das blieb dem Verbrecher – Regime der KP nicht verborgen: So verhörte man den armen Patocka bis zur physischen Total &#8211; Erschöpfung, in den Folgen des Verhörs ist Patocka am 17.3. 1977 gestorben. An seiner Bestattung nahmen Hunderte teil, die tschechische STASI störte massiv das Begräbnis und filmte alle Trauernden. Die regime-treuen katholischen Friedenspriester, die auch Freunde in Westeuorpa hatten, etwa im Rahmen der SED hörigen „Berliner Konferenz“ (BK), waren selbstverständlich nicht unter den Trauernden.</p>
<p>Patocka war einer der großen tschechischen Humanisten, wie Vaclav Havel. Diese Form eines nicht konfessionellen Humanismus ist etwas Großes in der tschechischen Geschichte!</p>
<p>Das Eintreten für die Wahrheit und die Humanität bei allen persönlichen Gefährdungen war Patocka ein menschliches und deswegen philosophisches Herzensanliegen. In einer der geheim gehaltenen Vorlesungen im Jahre 77 betonte er: <em>&#8222;Wo ändern sich die Welt und die Geschichte? Im Innern, besser gesagt, im Leben des Einzelnen. </em></p>
<p>Patocka ist ein Philosoph der Freiheit, das ist entscheidend. Und Freiheit hat für ihn immer mit Transzendieren als dem Überwinden des jeweils Gegeben zu tun. Überscheiten ist förmlich der Grundakt der Menschen. Darum konnte sich Patocka auch der „Charta 77“ anschließen, weil dort die Idee einer Freiheit formuliert wurde, die sich nicht deckte mit der westlichen kapitalistisch – liberalen Freiheit. Das war ihm wichtig.</p>
<p>Manche Freunde Patocka betonen: Er habe sich förmlich hingegeben für die Freiheit als dem ständigen Transzendieren und Überschreiten.</p>
<p>Der große tschechische Theologe Josef Zverina war sein Freund; der heutige international bekannte Autor, Philosoph und Priester Tomas Halik hörte Patocka noch an der Karls – Universität.</p>
<p>Als Einstieg ins Werk von Patocka empfehle ich: „Ketzerische Essays zur Philosophie der Geschichte“ (Suhrkamp)</p>
<p>Es ist in meiner Sicht eine Schande, dass die jetzige Regierung in Prag die Erinnerung an den „Prager Frühling“ vor 50 Jahren offenbar nicht ausführlich in den Mittelpunkt des Gedenkens stellen will, wie Martin Schulze – Wessel berichtet. Die heutigen Machthaber wollen keine Erinnerung an eine Zeit, als wirkliche sozialistische ALTERNATIVEN noch gedacht und kurz erprobt werden konnten. Die neoliberale, aber anti-europäische Form der tschechischen Politik soll propagiert werden.</p>
<p><em>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/10800_prager-fruehling-vor-50-jahren-vernichtet_alternativen-fuer-eine-humane-zukunft">Prager Frühling vor 50 Jahren &#8230;. vernichtet. Über Jan Patocka</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
