Mit herzlichem Gruß ein Newsletter für Sie aus dem Religionsphilosophischen Salon Berlin.
Der nächste Salonabend findet am Freitag, den 14. Februar 2020 um 19 Uhr statt, in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9.
Das Thema: „Das kalte Herz: Nicht nur ein Märchen von Wilhelm Hauff“. Sondern ein Hinweis auf eine heute übliche Lebensweise. Manche nennen sie die imperialistische Lebensweise. Über das Märchen wird die bekannte Märchen-Spezialistin Dr. Angelika B. Hirsch berichten, sie leitet in Berlin einen eigenen originellen Märchen-Salon und ist häufig Teilnehmerin unseres Salons! Es folgt noch ein eigener newsletter.
Heute aus aktuellen Anlässen drei Hinweise auf „sonstige“ Arbeiten des religionsphilosophischen Salons Berlin:
Am Montag, den 27.1., ist der Tag des Gedenkens an die Befreiung von Auschwitz. Ein Tag des Innehaltens, eine Einladung zur kritischen Selbstbesinnung angesichts von Antisemitismus und Rassimus. Siehe dazu einen Beitrag von Christian Modehn. „Philosophie und Auschwitz“.
Am 28.1. 2020 ist wieder ein Gedenktag: An dem Tag vor 10 Jahren veröffentlichte die Presse weltweit das ehrliche Eingeständnis des Rektors des Berliner Canisius Kollegs, Pater Klaus Mertes. „Es gab sexuellen Missbrauch an dieser hoch angesehenen Schule“. Danach ging bis jetzt die Analyse des sexuellen Missbrauchs durch Priester und Ordensleute erst so richtig weltweit los. Ich empfehle das neue Buch eines Betroffenen und heutigen bekannten Kämpfers für die Rechte der Opfer: Matthias Katsch, Schüler am Canisius Kolleg. Siehe dazu die Buchbesprechung als Hinweis und Kommentar.
Philosophie befasst sich bekanntlich mit allem, aber eben auf philosophische Weise, nach dem Warum und dem Was fragend, um nur ein Beispiel zu nennen für die Art, die Philosophie von Wissenschaften unterscheidet.
Philosophisches Fragen ist auch eine Möglichkeit, Gedichte, Poesie, zu lesen und zu deuten, siehe dazu ein einfaches Beispiel philosophierender Deutung: Zu einem Gedicht von Marie Luise Kaschnitz. Vielleicht auch eine Anregung, "mal wieder" Gedichte zu lesen, also meditativ und philosophisch fragend sich zu erschließen...
Diese drei genannten Beiträge sind selbstverständlich nicht mehr als Essays, Einladungen zum Weiterdenken und Weiter-Lesen!
Wer in Berlin und der Umgebung lebt oder zufällig mal wieder nach Berlin kommt: Dem empfehle ich die Ausstellung über einen Mann, der freiwillig ins KZ Auschwitz ging, um von dort aus die demokratische Welt über das Ausmaß des Grauens zu berichten: Er heißt Witold Pilecki, er ist ein Pole, darf man das sagen: er ist ein Held.
Nach Witold Pilecki benannt ist jetzt ein Institut in bester Lage in Berlin, direkt am Brandenburger Tor, Pariser Platz 4A. Dort ist eine sehr eindrucksvolle, gut dokumentierte Ausstellung über diesen einmaligen Menschen zu sehen. Und zwar Dienstags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr. Bei freiem Eintritt! www.pileckiinstitut.de
Nebenbei: Im religionsphilosophischen Salon im März, am Freitag, den 27. März 2020, werden wir uns aus Anlass des 250. Geburtstages von G.W.F. HEGEL (am 27.8., aber wir „feiern“ schon vor) mit einigen zentralen Erkenntnissen seiner Philosophie befassen: Mit dem Verständnis des Menschen, der Weltgeschichte und der christlichen Religion, diese ist „aufgehoben“ in der Philosophie, der von Hegel natürlich. Dieses Thema ist nicht nur ein wirkliches Muss für alle Philosophierenden angesichts der Größe Hegels. Sondern auch eine Inspiration, mit ihm bislang Ungeahntes zu denken.
Beste Grüße aus Berlin, Christian Modehn
PS: Selbstverständlich sind Ihre/Eure Kommentare zu den hier genannten Hinweisen, aber auch sonst zur Arbeit unseres philosophischen Salons insgesamt willkommen!
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