Sehr geehrte, liebe Interessierte am Religionsphilosophischen Salon Berlin!
mit herzlichen Gruß wieder einige Hinweise zum Weiterdenken, Weiterfragen,Weiterdiskutieren. Wie immer eine hoffentlich auch aktuelle Auswahl aus unseren Publkationen:
1. Die USA stehen nach wie vor im Mittelpunkt vieler Interessen, jetzt auch wegen der Feiern zu "250 Jahre Unabhängigkeitserklärung" im Jahr 1776 ... Das "Wesen" der Amerikaner hat schon 50 Jahre später der Philosoph Hegel erkannt, interessant, wie wenig sich in dieser Hinsicht die USA verändert haben... Und wie politisch Hegel selbst in diesen kurzen politischen Analysen dachte...
2. Martin Heidegger, lange Jahrzehnte als Meisterdenker verehrt und bewundert, ist vor 50 Jahren, am 26.Mai, gestorben. Wir fragen: Wie tot ist für seine LeserInnen eigentlich sein Werk? In einem kritischen Essay bieten wir zugleich eine kleine Einführung in sein Leben, auch in das politische, und sein Denken, und wir versprechen, in unserem kleinen Essay wird sprachlich nicht "geheideggert", dem erliegen ja die meisten, die von Heidegger intensiver sprechen...
3. Heidegger hat über seine politische Gegenwart auch nach 1945 nur sehr allgemein gesprochen, dies war ihm ja auch wegen seiner Bindung an die Nazis peinlich. Etwas hat er ja die Allmacht der Technik kritisiert, sonst aber nur auf das Sein gehorsam gehört und uns "Winke" hinterlassen... Heutige Philosophen versuchen unsere "Zeit auf den Begriff zu bringen" (Hegel), und sprechen etwa von Regression:
4. Die viel besprochenen Aufführung des "Geizigen" in der Berliner Schaubühne" hat uns auf die Idee gebracht, nach dem Zusammenhang von Geiz und Habgier zu fragen, auch dies ein philosophisches wie politisches Thema:
5. Am 8. Mai 2025 wurde der us-amerikanische (und zugleich vom Pass her peruanische) Kardinal Robert Prevost aus dem Augustinerorden zum Papst gewählt. Das ist ein kulturelles und politisches Ereignis, und natürlich auch ein theologisches! Wir können natürlich nicht darauf verzichten, kritisch auf das eine Jahr Papst Leo zu blicken. Viele anderen werden nur Lobeshymnen anstimmen
6. Und dies ist eines unserer theologisch-philosophischen Hauptinteressen, das Sie vielleicht auch bewegt: Sollten nicht die Menschenrechte in der Formulierung von 1948 Teil des christlichen Glaibensbekenntnis werden? Damit würde ein Glaubensbekenntnis aus den himmlischen Höhen der Trinität etwas befreit und mit der Erde, mit uns, mit der aktuellen Menschheit, verbunden. Letztlich können wir nur an den Sieg der Menschenrechte GLAUBEN UNd HOFFEN. Die Menschenrechte sind Ausdruck der universellen, allgemeinen und überall "an sich" geltenden Vernunft. Unser Vorschlag gilt, gerade wegen der Tatsache, dass die Menschenrechte heute weitgehend total ignoriert werden, und sogar Demokratien eher an die eigenen natioanlen ökonomischen Vorteile denken als an die universellen Menschenrechte. Wer spricht eigentlich mit der gleichen Intensität vom Sterben der Menschen im Sudan heute wie man es permanent und in allen Details etwa auf Israel und den Nahen Osten bezogen hört. Es gibt offenbar wertvolle und wichtige Opfer und weniger wichtige, etwa im Sudan. Ist dieses Verhalten Rassismus oder nur Gedankenlosigkeit, diese Gedankenlosigkeit, also Mangel an Ureilskraft, sah Hannah Arendt übrigens als das entscheidende Verbrechen an...(Beispiel: der gedankenlose, unreflektierte Adolf Eichmann)
Wir wünschen Ihnen, Euch, dass wir alle die Hoffnung bewahren, Hoffnung als spirituelle Haltung wie auch als aktives Handeln und kritisches Denken ... in diesen verrückten Zeiten...Und wir persönlich hoffen, das es den Religionsphilophischen Salon Berlin noch einige Zeit gibt als Ort freier Kommunikation -- jenseits der kirchlichen Dogmen und klerikalen Machtansprüche.
Herzlich grüßen Christian und Hartmut Wiebus. (christian.modehn@berlin.de)
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