Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich

Ein Hinweis von Christian Modehn anläßlich der Papstwahl am 8. Mai 2025.

1.
Vor einem Jahr, am 8.Mai 2025, wurde der us-amerikanische Kardinal mit einem peruanischen Pass Robert Prevost aus dem Augustinerorden (OSA) zum Papst gewählt.
Obwohl wir im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin wissen, dass es sehr viel dringendere Themen gibt für die bedrohte Menschheit heute, als an einen noch relativ frisch im Amt herrschenden Papst zu erinnern: Wir wollen entgegen den meisten offiziellen Trends der Presse und der Kirchenleute, die Papst Leo XIV. als „geistlichen Führer“ oder mutigen Trump – Kritiker hinstellen, doch dringend darauf aufmerksam machen:

Dieser Papst mag für weltpolitische Fragen ,sozusagen nach außen, gewisse Sympathien der Nachdenklichen wecken.

Innenpolitisch, also für die innere Gestalt der römisch – katholischen Kirche ist dieser Papst ein Konservativer, er ist überhaupt nicht interessiert, diese Kirche, über die er als unfehlbarer Papst herrscht, alsbald grundlegenden Reformationen (nicht oberflächlichen Reförmchen) zuzuführen:
Die Liste der Forderungen ist lang und seit mindestens 70 Jahren permanent von sehr reflektierten Theologen vorgebracht, ds alles zu wiederholen ermüdet total die kritischen Journalisten: Kurzum, mit diesem Papst ist – bis jetzt – ein weiterer Stillstand in der Kirche zu erwarten: hinsichtlich der Anerkennung der versöhnten Verschiedenheit der getrennten Kirchen, hinsichtlich der nun auch von katholsoichen Bischöfen permanent geforderten Aufhebung des Pflichtzölibates für Priester, hinsichtlich der dringenst (!) Zu realisierenden Zulassung von Frauen zum DiakonInnen – und PriesterInnenamt. Nichts tut sich, d.h. nicht tut der Papst, er lächelt die großen Themen freundlich weg…

Und es wird bald niemand mehr geben, der sich öffentlich noch für eine Reformation (sic) der römischen Kirche noch einsetzt. Vernünftige Katholiken haben diese Kirche längst verlassen… Katholischsein und wie Sisyphus – Sein sind nicht identisch! Es gibt die Freiheit des Evangeliums des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth…

Wir haben keine Erwartungen. Siehe unseren LINK https://religionsphilosophischer-salon.de/21974_ein-jahr-papst-leo-theologisch-konservativ-kein-reformer-stillstand-in-der-roemischen-kirche_befreiung

Siehe auch den Gastbeitrag des Theologen, Journalisten und Publizisten Michael Meier, Zürich LINK https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles

2.
Hingegen wird versucht, Papst Leo in einer populistischen Ecke noch beliebter zu machen:
Das Modemagazin „Vogue“ hatte Papst Leo XIV., dessen Wahl sich am 8. Mai zum ersten Mal jährt, zu einer der bestgekleideten Persönlichkeiten des Jahres 2025 gewählt. Dabei wurde der „Bruch mit dem bescheidenen Geschmack seines Vorgängers Papst Franziskus“ betont. Filippo Sorcinelli ( der offen homosexuelle italienische Designer, der unter anderem auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus einkleidete) erklärte dazu (ausgerechnet der populären englischen Daily Mail), Franziskus habe eine „überraschende Einfachheit, fast schon eine evangeliumsgemäße Provokation“ gewählt. Bei Benedikt XVI. sei es hingegen die Verwurzelung in der Tradition. Doch Leo XIV., so der Designer, verkörpere ein Gleichgewicht zwischen Benedikt und Franziskus. (Quelle: https://katholisch.de/artikel/68429-mass-und-ordnung-papst-designer-erklaert-stil-von-leo-xiv)

Auch aufgrund der Liebe Leo XIV. zu den alten, aber durchaus chicen Papstgewändern und den Gemächertn in Castel Gandolfo wird man sagen: Leo XIV. ist gern Papst und er genießt auch die äußeren Privilegien des Stellvertreters Christi auf Erden (bitte beachten: Es heißt nicht: Des Stellvertreters Jesu von Nazareth auf Erden…Christus ist der dogmatisch verkirchlichte Jesus von Nazareth)

Copyright: Christioan Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

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