Revolution! Welche Revolution? Eine mystische, eine spirituelle Revolution! Ein Salon-Abend über Thomas Merton.

Datum: 25. Januar 2019

Uhrzeit: 19.00 bis 21.00

Am Freitag, den 25. Januar 2019, um 19 Uhr in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9 in Berlin Wilmersdorf.

2019 ist ein Jahr des Gedenkens an die „Revolution(en) 1918/1919“. Zahlreiche Ausstellungen gerade auch in Berlin sind dem Thema gewidmet. Siehe dazu die vielen lesenswerten Beiträge im „Museumsjournal Berlin und Potsdam“ Heft 4/2018! (6,90 €)

Der religionsphilosophische Salon stellt sich dem Thema: Über die Religionskritik von Karl Marx (und den aktuellen Klassenkampf) hatten wir bereits einen interessanten Abend 2017 gestaltet.

Nun also: Thomas Merton, (1915-1968), der wahrlich berühmte katholische Mönch in den USA: Der Kampfer gegen den Vietnamkrieg, der Autor, der Liebhaber, der Anstifter für einen christlich-buddhistischen Dialog, und dies vor allem: Der Mystiker, der heute weltweit wie ein „Lebemeister“ (ein Wort von Meister Eckart) auch viele „Nichtglaubende“ inspiriert. Bekanntlich stellte der Mönch Thomas Merton in seiner letzten Rede in Bangkok 1968 einige Aspekte des Marxisten Herbert Marcuse vor.

Wir fragen mit ihm: Kann eine indivuell gelebte, spirituelle Revolution, vernünftig-kritisch reflektierend und politisch, die geistige „Basis“, um in diesen verrückten Zeiten als Mensch zu überleben?

Herzliche Einladung und die Bitte um eine email Anmeldung an: Christian.Modehn@berlin.de

Zur Einführung empfehle ich das antiquarisch noch erreichbare Taschenbuch: Thomas Merton: „Zeiten der Stille“. (Herder Verlag) UND meinen Beitrag, auf der website veröffentlicht.

 

 

Wo können wir noch Halt finden? Ein Ra­dio­sen­dung NDR Kultur am 20.1.2019

Datum: 20. Januar 2019

Uhrzeit: 8.40 bis 9.00

Wenn immer mehr unsicher wird: Eine Ra­dio­sen­dung von Christian Modehn, NDR Kultur, 20.1.2019 um 8.40 Uhr

Über das Haltfinden

Viele Gewissheiten von einst gelten nicht mehr: Dass die Zukunft, global betrachtet, besser wird: Das glauben nur noch wenige. Wir leben heute auf schwankendem Boden, dem Absturz nahe. Hilft da die Flucht in den Rausch, etwa in den Konsumrausch? Oder sollten wir eher Halt suchen im freundlichen Miteinander? In der Solidarität? Vielleicht sind Philosophien und Religionen eine bleibende “Stütze“ im bedrohten Leben. Weil sie die Vernunft aktivieren?

Die Sendung kann als Text nach gelesen oder als Wortbeitrag "nach" gehört werden, siehe LINK:

Der fantastische Jesus. Ein Beitrag zum Weihnachtsfest.

Datum: 25. Dezember 2018

Weihnachtsgeschichten der frühen Kirche

Eine Ra­dio­sen­dung von Christian Modehn

„Es begab sich aber zu der Zeit ...“. So beginnt die bekannte Weihnachtsgeschichte im Lukas-Evangelium.

Darüber hinaus finden sich über die Geburt Jesu und den Alltag in der Heiligen Familie weder bei Lukas noch beim Evangelisten Matthäus erschöpfende Hinweise. Mit so mageren Informationen wollten sich die ersten Christen aber nicht zufriedengeben. Sie verfassten, von frommer Fantasie geleitet, weitere Legenden und Erzählungen, sogenannte „apokryphe“, verborgene Evangelien: Da wird von der Geburt in einer Höhle berichtet, von neugierigen Hebammen und den Eltern der „Gottesmutter“ Maria. Das wundertätige Baby entwickelt sichzum trotzigen, frechen Jungen. Die Kirchenführung ignoriert diese Texte; das fromme Volk sowie Künstler und Schriftsteller lassen sich von ihnen bis heute inspirieren. „Der Glaube braucht fantastische Bilder“, sagen Liebhaber dieser ersten „Jesus-Romane“.

„Unterbrechungen – Abstandnehmen – Freiwerden“: Ein philosophischer Salon anläßlich von Weihnachten

Datum: 14. Dezember 2018

Ein philosophischer Salon am Freitag, den 14. Dezember 2018 um 19 Uhr.

Unterbrechungen sollten zu (m)einer Lebensphilosophie gehören. Unterbrechungen sind zum Beispiel Feste und Feiern. Wenn wir sie denn als wirklichen Ausstieg aus dem Alltag gestalten. Darüber wollen wir sprechen. Denn auch Weihnachten ist – eigentlich - eine Unterbrechung.

Und es wird philosophisch kaum bedacht: In den Mythen der Bibel wird sogar von einer Unterbrechung Gottes in seinem Himmel berichtet: Der ewige göttliche „Logos“ verlässt den Himmel und wird Mensch in Jesus von Nazareth. Der Logos als armer Mann. Man lese im Neuen Testament mal den Philipperbrief, Kap. 2, Verse 6 bis 9. Wenn Gott ein Mensch wird, dann wird der Mensch als Mensch aufgewertet, so, dass er Göttliches in sich hat. Eine uralte Einsicht, auch bei Feuerbach. Man lese aber auch den Philosophen Meister Eckart. Der sagt klar: Der Mensch „hat“ etwas Ewiges, Göttliches. (Man lese Meister Eckart, Vom Wunder der Seele, Reclam Heft, Seite 64 und 65, 3 Euro!). Ist das plausibel?

Ein philosophischer Salon also mit einigen (hilfreichen) religionsphilosophischen Überraschungen. Und auch mit Wein und etwas Gebäck...

Herzliche Einladung und die Bitte um Anmeldung: christian.modehn@berlin.de

Wir treffen uns in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9, in Wilmersdorf.

Für die Raummiete bitte ich um 5 Euro, Studenten haben freien „Eintritt“.

Christian Modehn

 

Von Schleiermacher heute lernen. Ein Hinweis von Prof. Wilhelm Gräb

Datum: 21. November 2018

Von Prof. Wilhelm Gräb, Berlin, November 2018 - anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Schleiermacher

Veröffentlicht im Interview „Religion gefährlich und unentbehrlich“

Friedrich Schleiermacher wird von Theologen und Kirchenleitungen gern der „Kirchenvater des 19. Jahrhunderts“ genannt. Es gibt jetzt sogar eine Sonderbriefmarke zu Ehren seines 250.Geburtstages. Als diese im Berliner Dom vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist auch wieder an diesen angeblichen „Kirchenvater des 19. Jahrhunderts“ erinnert worden. Doch er wurde dies leider nicht und auch heute müsste sich in unseren Kirchen erst noch enorm viel ändern, bevor Schleiermacher seine Ideen zu einer Kirche, die in die moderne Zeit passt, auch nur einigermaßen verwirklicht sähe.

Gewiss, Schleiermacher ist seiner Zeit selbst auch Kompromisse mit der dem landesherrlichen Kirchenregiment unterstehenden preußischen Kirche eingegangen. Aber er hat sich doch mit dem König, Friedrich Wilhelm III., aufs heftigste angelegt als dieser im sog. Agendenstreit auch noch über die gottesdienstlichen Ordnungen bestimmen wollte. Schleiermachers Ideal war eine sich von unten, durch die Selbsttätigkeit der Gemeinden aufbauende Kirche, die radikale Trennung von Thron und Altar, Kirche und Staat. Er wollte eine christliche Gemeinde, die ihre Angelegenheiten selbst regelt, weil sie durch die Mitbeteiligung aller an einer Verständigung über die alle gleichermaßen betreffenden Belange des Lebens zusammengehalten wird. Die Religion gehörte für ihn essentiell zum Menschsein, weil ihm das Bewusstsein der Gottesbeziehung zugleich der Grund menschlicher Freiheit war. Den religiösen Glauben verstand er als eine unerschöpfliche Quelle der Lebenskraft, als Grund einer allen Menschen mitgegebenen Befähigung zu Autonomie, zur Selbstbestimmung in den religiösen wie in allen anderen Dingen des Daseins.

In seinen „Reden über die Religion an die Gebildeten unter ihren Verächtern“ (1799), 10 Jahre nach der französischen Revolution, entwickelte Schleiermacher sein bis heute inspirierendes Kirchenideal. Er sprach von der Kirche als einer „vollkommenen Republik“, in der alle wechselseitig aufeinander wirken, Geben und Nehmen allen gleichermaßen eigen, die Unterscheidung zwischen Priestern und Laien aufgehoben ist. Eine Kirche, die dennoch nicht nur ein frommer Zirkel ist, sich nicht aus der Welt zurückzieht, sondern die „Anschauung des Universums“ betreibt, die Suche nach dem Sinn des Ganzen und unseres eigens Dasein zu ihrer Sache macht.

Es braucht Orte und Gelegenheiten in der Gesellschaft, wo wir uns über die existentiellen Fragen des eigenen Lebens und wie über das, was die Gesellschaft im Innersten zusammenhält, verständigen können. Dass die Kirche ein solcher Ort in der Gesellschaft sein könnte, das war Schleiermachers Traum. Ich meine seine Impulse sind aktueller denn je!

copyright: Wilhelm Gräb, Berlin.

 

Tod. Trauer. Abschied. Für eine Philosophie des Lebens. Ein re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­er Salon am Freitag, den 23. November 2018 (Diese Veranstaltung ist ausgebucht!)

Datum: 23. November 2018

Uhrzeit: 19:00 - 21:00

Ort: Kunstgalerie Fantom, Hektorstr. 9 in Berlin – Wilmersdorf.

Ein re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­er Salon am Freitag, den 23. November 2018. Diese Veranstaltung ist ausgebucht. Alle Anmeldungen, die bis zum 14. November mitgeteilt wurden, werden selbstverständlich respektiert. C.M.

Wenn ein philosophischer Salon zwischen dem „Volkstrauertag“ und dem „Totensonntag“ bzw. „Ewigkeitssonntag“ stattfindet, können wir eigentlich diese förmlich vorgegeben Themen nicht ignorieren. Zumal auch die Erinnerungen an das Ende des Ersten Weltkriegs niemals verschwinden dürfen.

Für eine eigene, reife und selbstkritische Philosophie steht die je eigene Auseinandersetzung mit dem Tod, auch mit dem eigenen Tod, im Mittelpunkt. Mein Tod ist die einzige absolute Sicherheit, die wir in diesem Dasein haben.

Wir wollen am Freitag, den 23. November 2018, 19 Uhr, über dieses Thema sprechen. Diesmal ist dabei als Referent der Philosoph und Theologe Prof. Johan Goud aus Den Haag, Niederlande. Darüber werden sich viele TeilnehmerInnen unseres Salons freuen, denn schon vor 2 Jahren war Prof. Goud einmal bei uns zum Thema „Meine Biographie und meine je eigene Theologie“.

Wir treffen uns wieder in der Kunstgalerie Fantom, in der Hektorstr. 9 in Berlin – Wilmersdorf um 19 UHR!

Herzliche Einladung zu diesem sicher intensiven und herausfordernden Gespräch!

Mit der Bitte um Anmeldung an: christian.modehn@berlin.de

Diese Anmeldung ist nötig, weil die Anzahl der Plätze bekanntermaßen begrenzt ist....

Die Teilnahmegebühr: 5 Euro (Studenten gratis).