Die „Erklärung der Menschenrechte“ (1948) gehört zum Glaubensbekenntnis der Christen!
Das ZIEL dieses Vorschlags ist: Die „Erklärung der Menschenrechte“ als „Orientierung für die Praxis der Christen“ in ein christliches Glaubensbekenntnis einzufügen. Dabei wird das Bekenntnis, auf eine göttliche Wirklichkeit und auf Jesus bezogen, selbstverständlich neu formuliert werden müssen. Ein Beispiel ist das Glaubensbekenntnis der niederländischen Remonstranten – Kirche aus dem Jahr 2006. (
Papst Leo in Algerien: Über Augustinus nur die halbe Wahrheit
In höchsten Tönen preist Papst Leo abermals den heiligen Augustinus als eine für „uns“ heute relevante Gestalt, er sei Brückenbauer, er habe das Streben nach Gemeinschaft gefördert, habe den Respekt unter den Völkern trotz aller Unterschiede gelobt und geliebt und so weiter. Papst Leo kennt offenbar nicht die vielen richtigen kritischen theologischen und historischen Forschungen über den gestrengen Bischof von Hippo. Oder der Papst will die Leute … besänftigen, fast hätte ich geschrieben, in die Irre führen.
Papst Leo XIV. hat im Laufe seiner Reise nach Algerien Lobeshymnen auf Bischof Augustinus angestimmt. Sie sind aber kritisch gesehen falsch. Es gibt nämlich den kämpferischen, gar nicht dialogbereiten, sehr eigensinnigen und gegen seine theologischen Feinde äußerst kämpferischen Bischof Augustinus. Es gibt den Augustinus einer rigorosen, mit Jesus von Nazareth kaum noch vermittelbaren Gnadenlehre: Nach der nur wenige Erwählte gerettet werden. In dem Zusammenhang entwickelt der alte Bischof von Hippo die theologische Ideologie der Erbsünde.
Wenn politische Regression unser Leben bedroht
Regression ist erstens eine krankhafte Verirrung des einzelnen Menschen: „Regression psychoanalytisch betrachtet, bezeichnet einen Vorgang, in dem ein Individuum oder eine Gruppe ein schon erreichtes psychisches Struktur – und Funktionsniveau verlässt und zu einem früheren, und /oder niedriger strukturierten Niveau des Denkens, Fühlens und Handelns zurückkehrt.“ (Rachel Jaeggi). Nebenbei: Es gibt allerdings auch gelegentlich die kurzfristige, etwa die spielerisch ausgelebte und gestaltete Regression, etwa, wenn Erwachsene ihre Kindheit nachspielen… Darum geht es hier nicht.
Regression ist auch politisch das bewusste Abdriften in unvernünftigere, längst überwundene und eher offiziell minderwertig eingeschätzte Formen der Lebensgestaltung, des Zusammenlebens, der Gesetze, der internationalen Kooperationen usw.
Politiker und die ihnen folgenden Wähler handeln im Sinne der Regression, etwa in der MAGA-Bewegung der USA, für den autoritären Staat der Weißen in einem System, das nur noch den Namen Demokratie hat. Regression ist, etwa in den USA, unter den Bewohnern auch der Verzicht auf immer mühsames kritisches Nachdenken über eine bessere, gerechtere Zukunft für alle Menschen.
Der neue päpstliche Botschafter in Berlin, der Niederländer Bert van Megen
Der neue Nuntius in Berlin, Bert van Megen, gehört zum konservativen bzw. sehr konservativen Flügel der katholischen Kirche in den Niederlanden. Sofern man dort überhaupt noch von „Flügeln“ sprechen kann, denn progressive bzw. reformorientierte Flügel gibt es seit etwa 20 Jahren nicht mehr. Die Progressiven haben das Weite gesucht… Die katholische Kirche der Niederlande ist also faktisch eine aussterbende konservative Klein-Kirche, manche sagen eine Sekte. Schuld daran sind die Päpste selbst, spätestens seit 1970 setzten der Papst und die vatikanische Bürokratie alles daran, die damals sehr progressive niederländische Kirche kaputt zu machen, und zwar durch die Ernennung von reaktionären Priestern zu Bischöfen, zuerst Bischof Adrian Simonis (ernannt 1970 zum Bischof von Rotterdam), dann Bischof Johannes Gijsen (ernannt 1972 zum Bischof von Roermond), andere ähnlich orientierte Bischöfe folgten. Nuntius van Megen wurde im sehr konservativen Priesterseminar (Rolduc) des sehr koservativen Bischof Johannes Gijen ausgebildet. In Afrika hat er später als Nuntius in Kenia heftig gegen die europäische Moderne, etwa gegen die Gender-Theorie, polemisiert. Es ist kaum zu erwarten, dass der neue Nuntius in Berlin die Reformbestrebungen der Katholilken in Deutschland unterstützt. Papst Leo XIV. zeigt abermals sein konservatrives, kleriklales Gesicht.
Christliche Dogmen dürfen nicht die Wissenschaften bestimmen: Francis Bacon
Francis Bacon, Naturwissenschaftler und Philosoph, trennte die Naturwissenschaften von den christlichen Dogmen. Diese Leistung verdient bis heute höchste Beachtung. Francis Bacon hatte für sich am christlichen Glauben festgehalten. Den Atheismus kritiserte er heftig. Vor 400 Jahren, am 9. April 1626, ist Bacon gestorben.
Geiz und Hab-Gier: Die herrschenden Laster der (politischen) Gegenwart
Der Geizige braucht für sein Lebensmodell eine starke innere Kraft, man möchte sagen: eine verdorbene „Spiritualität“: die Gier, die Sucht zu Haben. Der Geizige will auch über immer mehr Eigenes verfügen. Die Geizigen werden dann die Habgierigen, die können nie genug über Eigentum verfügen. Darum brauchen die Gierigen eine enorme Durchsetzungskraft gegen die anderen. Sie werden nur als Konkurrenten gedacht, mit denen man einen „Deal“ zu eigenem Vorteil machen muss. Hat der Hab-Gierige (der Hab – Süchtige) wieder etwas erobert, gekauft, vereinnahmt, freut er sich über die Anhäufung seines Eigentums, das er, geizig, für sich behält und mit allen Mitteln schützt und auf „Teufel komm raus“ verteidigt, natürlich auch mit Waffen. Nationalismus in allen Spielarten Habgier. Geiz und Habgier führen zum Krieg, und habgierigen Politikern gelingt es immer, ideologisch verblendete, man möchte sagen dumm gemachte Massen, für die Zwecke ihrer Habsucht einzuspannen, also etwa als „Kanonenfutter“ für die Eroberungskriege zu „verwenden.“ Menschen sind für den Geizigen wie für den geizig – Habsüchtigen nur Dinge, nur „Menschen-Material“ – ein Wort aus dem Wörterbuch der Unmenschen der Nazis – damals und heute.
Erleben die Geizigen und Habgierigen, dass ihr Wohlstand sinkt, dass ihre Privilegien bedoht sind, versammeln sie unter der Ideologie des Nationalismus. Sie wollen ihre Nation und die kapitalistische Unordnung, die sie ultrareich macht, unter allen Umständen verteidigen. So entstehen Kriege. Nationalismus ist absolut gefährlich, führt zu Krieg und Zerstörung anderer, die zu Feinden erklärt werden. Sie Orban in Ungarn, die ultra-rechte Regierung in Israel unter Netanjahu, die Kriege des geradezu verrückt gewordenen US-Nationalisten und Multi-Milliardärs Trump und seiner Milliardärs-Clique (MAGA etc.).
Warum lassen wir `gestrandeten` Menschen und ertrinkenden Flüchtlingen nicht genauso viel Aufmerksamkeit und Hilfe zukommen wie diesem Buckelwal?
Wir leben in einer Menschheit, in der Buckelwale – bei allem Respekt für diese Tiere, die sich in der Klimakrise verirren – sorgsamer behütet und täglich in den allen großen Fernsehnachrichten aufmerksamer mit allen Details der Hilfe gewürdigt werden als die krepierenden Menschen im Mittelmeer oder im Atlantik, auf dem verzweifelten Weg nach Spanien.
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Aktualisiert am 22. März 2026 durch cm
