Denken oder beten?

Wie wir in Gedanken andere in unser Leben rufen
Ein Hinweis von Christian Modehn am 25.6.2026

1.
„Ich werde an dich denken“. Anläßlich einer Bestattung, einer schweren Krankheit, einer Hochzeit, einer problematischen Reise, wann auch immer…: Es ist unter christlich geprägten Menschen auch in Deutschland üblich zu sagen: „Ich denke an dich“. Als Ausdruck der Verbundenheit, vielleicht als Trost.
Bis vor einigen Jahren sagten christlich geprägte Menschen noch, nicht nur im privaten Flüsterton: „Ich bete für dich“.

2.
Sich offen zum Beten für andere zu bekennen, ist in einer zunehmend säkularen Gesellschaft das Wagnis, als Frommer oder Frömmler dazustehen. Also als obsolet zu gelten. Zumal gebildete Christen heute ihre Probleme haben, den Sinn des Bittgebetes zu verstehen: „Ich bitte für dich bei Gott.“

3.
Dies ist also kein abseitiges Thema einiger spiritueller Menschen: Wir fragen: Was macht den Unterschied aus zwischen „Ich denke an dich“ und „Ich bete für dich“? Vielleicht meinen beide Zusagen, richtig verstanden, sogar das Gleiche?

4.
Wie gesagt: „Ich bete für dich“ hat man früher auch schnell gesagt, daher – geredet. .Wie eine Floskel. Heute hingegen wird das „Ich denke an dich“ ständig gesprochen in den genannten Fällen von Krisen oder auch besonders schönen Erlebnissen. Die Adressaten können die Zusage des anderen, des Freundes, er werde an mich denken, nur glauben. Und hoffen: dann hat man mich also doch nicht ganz vergessen, ich bin nicht ganz allein, man denkt an mich. Früher haben abergläubische Menschen diese Zusage angeblich „empirisch“ aber hilflos überprüfen wollen, wenn sie sagten: „Mir klingt nun das rechte Ohr“.

5.
Schauen wir auf die Zusage: „Ich bete für dich“ . Diese betende, bittende Person verspricht, sich an an Gott zu wenden und ihn zu bitten, Gott (oder Jesus Christus oder sogar Maria) möge sich um die betreffende Person, entweder leidend oder auch glücklich, vom Himmel aus „kümmern. Der Betende übergibt also sein Anliegen der göttlichen Wirklichkeit. Wer sagt: „Ich bete für dich“ entlastet sich: „Soll Gott sich doch kümmern. ER wird es in seiner Allmacht schon richten.“ „Für andere beten“ kann die Bedeutung haben: Für andere persönlich nicht eintreten, nicht handeln zu müssen. Es ist die Bequemlichkeit der Frommen…

6.
Nebenbei: Papst Leo XIV., so berichtet der „Vatikan Newsletter“ täglich, bekennt öffentlich ständig, für andere in der weiten Welt zu beten, für einzelne oder Gruppen oder ganze Länder, für Leidende, Hungernde, Frierende, Soldaten, Friedensstifter usw. Wenn der Papst für all diese Menschen täglich mindestens ein „Vater Unser“ und ein „Ave Maria“ betet, ist der halbe Vormittag um, möchte man ironisch sagen. Aber der Papst kann durch so viel öffentlich erklärte Fürbitt – Gebete seinen Anspruch beweisen, „Heiliger Vater“ zu sein … Vielleicht hört Gott auf päpstliches Beten besonders aufmerksam?

7.
Wer sagt „Ich denke an dich“ lebt in einer anderen Dimension, man kann sie „weltlich“ nennen: Aber wenn diese Zusage für den Sprechenden wirklich mehr ist als eine Floskel, dann führt sie in tiefere, man möchte sagen, philosophische Erfahrungen des menschlichen Lebens. Denn das „Denken an dich“ berührt den Geist, die Seele: Die andere Person wird wachgerufen, man sieht sie vor sich, fragt: Was war, was ist das Besondere dieses Menschen? Hat sie mir (noch) etwas zu sagen, bedeutet sie mir etwas? So entsteht eine Form der Kommunikation zwischen dem Denkenden und dem Menschen, dem das „Denken an…“ gilt. Man kann dies auch „Wechselseitigkeit“ (Jan Patocka) nennen. Durchaus mit dem Aufruf: Was kann ich für Dich tun, wenn ich so an dich denke. Und es kann die Erkenntnis gelingen: Wir beide haben die Voraussetzung: In unserem Geist verbunden zu sein!

8.
Wer sagt „Ich bete für dich“ und diese Zusage wirklich ernst meint und die Tiefe der Aussage versteht, der weiß: Gott im Himmel wird nicht eingreifen und wie in einem Wunder mit heiligen Blitz genau diese eine Person, für die ich bete, dann heilen, trösten, sich mit ihr freuen usw. Sondern im (Bitt-)Gebet erschließt sich für christliche Menschen die Erkenntnis: Gott, das Göttliche, der Ewige, wie auch immer sein Name unbeholfen genannt sein mag, ist immer schon anwesend: In mir, in den anderen, in der Welt. Anwesend als die nur geheimnisvoll, niemals zu definierende schöpferische Kraft, die in allem und allen lebt. Dies ist eine bleibende Erkenntnis christlicher Mystik.
Und was ist die Konsequenz? Ich stehe auf diese Weise mit dem anderen, den anderen, auch in einer Kommunikation: Ich denke also auch an den anderen, sehe ihn, frage mich: Was ist sein besonderes Profil, wo ist der andere wichtig für mich, herausfordernd, verstörend: Wo kann er/sie anregend sein für mich? Wo kann ich ihn, sie, begleiten, unterstützen…

9.
Also: Es sind die gleichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die sich beim vernünftig nachdenkenden Beter einstellen wie bei dem, der sagt: „Ich denke an dich“. Es ist also in beiden Formen des Gedenkens die in die Praxis führende Dimension entscheidend, und wenn verantwortliche Denk – oder Gebets – Kommunikation: Dann auch mein Tun „in seinem Sinne“.

10.
Der angesehene tschechische Philosoph Jan Patocka (1907 – 1979) LINK https://religionsphilosophischer-salon.de/12573_ich-denke-an-dich-denken-in-zeiten-der-krise-5-teil_denkbar.
hat einen bedeutenden Essay geschrieben zum ungewöhnlichen Thema: „Phänomenologie des Lebens nach dem Tod“. Er reflektiert also unser Thema speziell im Hinblick auf den Tod eines geliebten Menschen.
Das Buch ist 2026 im Verlag Matthes und Seitz erschienen. Darin geht er auch der Frage nach: In welcher Form lebt der geliebte Verstorbene mit mir weiter: Die von Platon stammende metaphysische Antwort eines Weiterlebens der Seele in der Ewigkeit lehnt Patocka ab. Der Herausgeber dieses Buches, der Philosoph Tobias Keiling, schreibt in seiner ausführlichen Hinführung zur These Patockas: „Auch wenn der Verstorbene `die Zukunft (mit mir) nicht mehr aktuell mitgestalten`, also nicht mehr direkt aktuell am gemeinsamen Handeln Anteil haben kann, so kann sein vergangenes Leben mein Handeln doch weiterhin beeinflussen und bereichern… Das Sein des Verstorbenen könne `für mich zum Impuls für immer Neues werden, indem ich tiefer realisiere, was seine Existenz bedeutet hat und weiterhin bedeutet.` Dies ist ein bisher noch nicht berührtes Phänomen des Lebens nach dem Tod, das meinen eigenen Lebensentwurf mit dem des Verstorbenen verbindet.“ (S. 41,42).

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

Mit den reaktionären Piusbrüdern sollte es keine Einheit mit Rom geben!

Am 1. Juli 2026 ist es soweit: Da gibt es wieder einmal eine Spaltung, ein Schisma, in der katholischen Kirche
Ein Hinweis von Christian Modehn am 21.6.2026.

Ein Vorwort: Religions-Philosophie heute muss sich immer häufiger mit Religionskritik, im aktuellen Fall wieder mit Katholizismus – Kritik, befassen. Weil sich so viele Kirchen, auch der Katholizismus  und andere Religionen jeglicher universell geltender Vernunft verschließen. Wir dokumentieren also erneut ein Beispiel für die nach wie vor unübersehbare Herrschaft des Klerus in der katholischen Kirche. Und: Wie Schisma, Exkommunikation, frommer Wahn („die Messe muss im Ritus des 16. Jahrhunderts zelebriert werden“) traditionalistische Katholiken bestimmen!

Auch dies noch: Wenn nun am 23. Juni 2026 offiziell der Vatikan unter der Herrschaft des freundlich lächelnden Papstes Leo XIV. die Laienpredigt in der katholischen Messe verbietet, dann ist dies nur ein weiterer Schritt des Katholizimus ins Getto, ins Getto der Klerus-Herrschaft…So wird auch in dem Fall die päpstlich dringend gewünschte EINHEIT durchgesetzt: Die Einheit der Theologie, die offenbar nur der Klerus garantieren kann. er steht ja unter Aufsicht der Bischöfe und des päpstlichen Nuntius. Laien wären zu eigensinnig, zu frei, zu mutig, ihren eigenen Glauben auszusagen und ins Gespräch zu bringen…Das läßt der herrschende Klerus nicht zu. Die offizielle päpstliche Rede vom „Volk Gottes“ mit „gleichberechtigten Brüdern und Schwestern“ ist also nur eine Floskel.

Nebenbei: Das aktuelle Verbot der Laien – Predigt im Katholizismus erinnert mich an das Verbot des Kelches auch für Laien in der Messe, eine erfolglose Forderung des Reformators Jan Hus, er wurde als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt… (15. Jahrhnudert), CM.

Am 21.6.2026 geschrieben:

1.
Papst Leo XIV. will alle Katholiken unter dem Dach seiner Papst – Kirche vereinen. Das ist sein sehr dringendes Programm, zumal als Augustiner und Fan des heiligen Augustinus 5. Jahrhundert). Augustin als strenger Bischof von Hippo sprach viel von Kirchen-Einheit, packte aber seine theologischen Gegner sehr heftig an…
Papst Leo weiß wie alle Päpste vor ihm: Wie schwach steht immer ein Papst da, wenn er der Spaltungen („Schismen“) innerhalb seiner Kirche nicht Herr wird.

2.
So will Papst Leo auch die traditionalistischen Piusbrüder, also die internationale Gemeinschaft der Getreuen des reaktionären Erzbischofs Marcel Lefèbvre, an die „Mutter Kirche“ binden. Denn es droht die Gefahr der Abspaltung von der möglichst glanzvoll vereint, eben „eins“ dastehenden römischen Kirche: Es ist ja gegenüber den Protestanten und der Vielzahl von protestantischen Kirchen immer der Stolz der Katholiken und ihrer Führer, dass der Katholizismus ganz anders ist, eben eins, weltweit wird derselbe Ritus der Messe gefeiert usw.…und sei es, dass diese Einheit mit Ketzerverfolgungen durchgesetzt wurde.
Dabei wird oft vergessen: Es gibt bereits gar nicht so wenige Abspaltungen von der römischen Kirche in der jüngeren Zeit, bekannt ist die Abspaltung der „Alt-Katholiken“ im Jahr 1870, oder auch an viele „unabhängige katholische Kirchen“ unter diesem Titel muss erinnert werden, etwa in Polen, vor allem bedeutend auf den Philippinen (Aglipay), in Tschechien 1919 („Tschechoslowakisch – Hussitische Kirche), in Afrika und in zahlreichen Staaten Lateinamerikas, etwa Brasilien, Costa Rica usw: Sie sind zahlenmäßig nicht von allzu großer Bedeutung, aber sie signalisieren einerseits den Willen vieler Katholiken, nicht nach päpstlichen Befehlen den Katholizismus zu leben. Andererseits ist beachtlich doch noch eine starke emotionale Bindung römischer Katholiken an „ihren Papst“…sie brauchen halt einen Führer, könnte man meinen…und den üblichen katholischen Wunderglauben, Heiligenkult, Marienkult, Reliquienkult usw., eben den sich katholisch nennenden „Volksglauben“.

3.
Das aktuelle Problem jetzt: Die Bischöfe der reaktionären Piusbrüder beharren stur darauf, am 1.Juli 2026 in ihrem Zentrum in Econe in der Schweiz vier ihrer Priester zu Bischöfen zu weihen. Ein vom Papst unerlaubter Akt. Er bedeutet auch die Exkommunikation der Geweihten traditionalistischen Hirten….
Aber darum geht es hier nicht, zu diesem Thema haben wir uns schon mehrfach geäußert. LINK

4.
Das ist für uns am wichtigsten:
Wir wollen kurz, aber bündig unsere dringende, auch politische begründete Forderung sagen: Dass diese Einheit, also die Integration der traditionalistischen Piusbrüder in die offizielle katholische Kirche, NICHT zustande kommt.
Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:
Die Piusbrüder und ihre Gemeinden, ihre Priesterseminare und Klöster und Schulen sind theologisch so reaktionär, dass es Jahre dauern würde, diese Traditionalisten mit einigen Grundeinsichten moderner Theologie in der römischen Mutterkirche vertraut zu machen. An den für katholische Verhältnisse durchaus etwas progressiven Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils will Papst Leo bekanntlich festhalten.

Wichtiger ist der politische Aspekt: Gerade im Stammland der Piusbrüder, in Frankreich, sind die meisten Kleriker und Ordensleute dort sowie ihre mindestens 150.000 Anhänger politisch seit Jahrzehnten sehr eng verbunden mit den rechtsaußen Parteien, also mit der rechtsextremen Le Pen – Partei, jetzt Rassemblement National (RN). LINK
Würden auch diese Wähler rechtsextremer Parteien in die Katholische Kirche integriert: Dann würde die offizielle Kirche selbst immer mehr rechtsextrem durchsetzt. Die Gläubigen würden dann noch stärker gegen Reformen der Kirche agieren und Einfluß nehmen auf die Gestaltung der Kirche ihres Landes, wir haben das am Beispiel von zwei rechtsextreme katholischen Milliardären in Frankreich gezeigt. LINK:

Es gilt seit Jahren: Die Le-Pen-Partei wird auch von „normalen“ Katholiken stark gewählt, in Spanien ist es die rechtsextreme und ausländerfeindliche VOX Partei, die Zustimmung findet unter „praktizierenden Katholiken“. In Italien werden die verschiedenen rechten und rechtsextremen Parteien in der Meloni – Regierung selbstverständlich von praktizierenden Katholiken gewählt, in Österreich gehören Katholiken zur Stammwählerschaft der FPÖ, in den USA sind Millionen von Katholiken aufseiten Trumps und seiner Maga-Bewegung: Aber darüber hinaus, ist im sonstigen, dem traditionellen „normal konservativen“ katholischen Milieu üblich, sehr konservative Positionen durchzusetzen. Und in dem Fall haben die sehr konservativen katholischen Laien die ebenfalls mehrheitlich sehr konservativen Bischöfe (in ethischen Fragen) auf ihrer Seite: Stichworte Pro-Life-Fanatismus, der Kampf gegen die „Ehe für alle“, die Akzeptanz der Vorherrschaft des Klerus usw.. Das konservative Denken und seine Ideologien sind in der Katholischen Kirche ohnehin schon sehr dominant. Katholisch und links passt ohnehin nur für einige kritische, gebildete Leute zusammen. Eine katholische Linke wird regelmäßig von den dominant klerikal Rechten behindert, wenn nicht zerstört. Siehe etwa die Konflikte in Frankreich um moderne Theologen und Arbeiterpriester. (Dazu die ausgezeichnete Studie von D. Pelletier und J-L. Schlegel „Á la Gauche du Christ“, Ed. du Seuil, Paris, 2012, 614 Seiten, es erzählt die Geschichte linker Christen, meist Katholiken, von 1945 bis 2012. Eine Geschichte des Niedergangs dieses Links-Katholizismus, verursacht von einer offenbar ewig sehr rechtslastigen Hierarchie, vor allem in Rom).

5.
Man möchte als Beobachter der katholischen Szene aus der kritischen Ferne betonen: Bitte nicht noch mehr reaktionäre Katholiken, diesmal die Piusbrüder und ihre 150.000 Anhänger weltweit, in die ohnehin schon theologisch rechtslastige Katholische Kirche integrieren. Dann wird der universell sich durchsetzende Kulturbruch Richtung rechts und rechtsextrem nach einmal beschleunigt. LINK

Sollen doch diese frommen traditionalistischen Leute, die wie an einer Art Neurose erkrankt, unbedingt ihre Heilige Messe in lateinischer Sprache in einem Ritus des 16. Jahrhundert feiern, doch ihre eigenen Wege gehen. Lasst sie doch machen, Politologen und Soziologen werden diesen Club schon kritisch beobachten..
Der offizielle Papst – Katholizismus wird diese reaktionären Feinde der Menschenrechte, der Religionsfreiheit, des Dialogs mit anderen Religionen nicht zur Vernunft bringen.

6.
Es wäre schlimm, wenn der Vatikan diese Piusbrüder wieder in die offizielle Kirche integrieren würde zu der schon einmal erlebten Kondition: Die Piusbrüder und ihre Führung erkennen den aktuellen Papst als ihren Chef an… und alles andere, ihre reaktionäre Theologie, bleibt erhalten. Solche Erfahrungen machte Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. Wohlwissend, als er z.B. traditionalistische Benediktiner – Abteien (Le Barroux usw.) in die Papstkirche zurückholte oder in Bordeaux das reaktionär-katholische „Institut du Bon Pasteur“ als offiziell katholisch zuließ.

7.
Zum Schluß noch die Frage. Warum eigentlich will Papst Leo so nachdrücklich diese Piusbrüder in seine Kirche holen? Was ist der tiefere, der offiziell abe verschwiegene Grund? (Diese berechtigte Frage hat nichts mit Verschwörungstheorie zu tun). Diese traditionalistisch – reaktionären Kreise haben einen zahlenmäßig großen Nachwuchs an Priestern, während die Priesterseminare der offiziellen katholischen Kirche in Europa fast leer stehen, selbst in Polen. Bei den Reaktionären hingegen boomt das Interesse junger Burschen, Kleriker zu werden, bestens ausgestattet mit feinen Kleriker – Gewändern, die lateinische Messe singend, nicht nur Wolken von Weihrauch, sondern Wolken abstruser theologischer und politischer Ideen verbreitend.

8.
Das heißt: Der Papst und seineKardinäle im Vatikan wollen also mit der Einbeziehung der einigen hundert meist noch nicht ganz alten traditionalistischen Piusbrüdern etliche Lücken stopfen in den priesterlosen Gemeinden. Dann brauchen die Bischöfe Europas nicht noch mehr Priester aus aus Indien oder Afrika nach Europa als Gast – Arbeiter importieren…Bereits Benedikt XVI. erlaubte den offiziell römischen Katholiken immerhin schon mal die Beichte bei Lefèbvre Priestern. Gab es damals wirklich zu wenige katholische Beichtväter? Kaum zu glauben… Dies war eine Geste der Annäherung an die Rechtsradikalen.
Papst Leo XIV. erlaubte den Traditionalisten eine Messe im Petersdom, am Hauptaltar, ihre alte Messe am 25. Oktober 2025 zu feiern, ein Wink mit dem Zaunpfahl: Ihr lieben Reaktionären, kommt zum Papst zurück…Siehe auch: https://evangelische-zeitung.de/traditionalisten-feiern-alte-messe-im-petersdom/

9.
Das Interesse des Papstes an der Einheit mit den Piusbrüdern verweist auf das alte klerikale offiziell katholische Denken: Nur zölibatäre Priester (Männer natürlich) können katholisches Leben innen Gemeinden garantieren, ganz egal offensichtlich, um welche Priester mit welcher Qualität für die moderne Welt es sich da handelt. An die naheliegenden, theologisch stets mögliche Weihe von Frauen zu Priesterinnen oder an die sofortige Aufhebung des sinnlosen und wirkungslosen Zölibatsgesetzes denkt also auch der so oft so freundlich lächelnde Papst Leo XIV .immer noch nicht. Der etablierte Klerus will seine Macht nicht teilen, es lebt sich noch sehr bequem in Rom und den hübschen bischöflichen Residenzen weltweit. Und im „katholischen Kontinent“ Lateinamerika verlassen die Katholiken die katholische Kirche zu Tausenden: Warum? Weil es in den katholischen Gemeinden keine Priester gibt. Da geht man lieber zu den Evangelikalen und Pfingstlern. Aber dies ist dem Papst und dem Vatikan wohl egal, sonst hätten diese Herren längst Frauen und verheiratete Männer zum Priesteramt zugelassen. Das ist ein anderes Thema…

10.

Das Lieblingsthema Papst Leos, die Einheit der Kirche: Alle Katholiken sollen eins sein unter der Obhut des Papstes, diese Forderung wird man bitte stets auch als Strategie der Macht, des Erhalts der päpstlichen Macht über „alle“ „vereint“ verstehen müssen. 

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

 

Kirchen und Religionen sollten nicht die Demokratie bestimmen, auch nicht in den USA!

„Mit Gott gegen die Demokratie“ – Das neue wichtige Buch von Arnd Henze über die USA
Ein Hinweis von Christian Modehn am 20.6. 2026

1.
Der 4. Juli 2026 ist der 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung in den USA. Ein ganz großer Feiertag, hoffentlich dort auch ein Gedenk-Tag. Der 4. Juli ist für die Trump – Regierung und seine nationalistische MAGA-Bewegung von höchster Bedeutung. Sie werden den tiefgreifenden Umbruch in der Geschichte der USA feiern, also die neue antidemokratische „Ordnung“, die sie in den Jahren der Trump Herrschaft durchgesetzt haben. Seinen Sieg verdanken Trump und die Seinen vor allem auch den extrem wütenden „white evangelikal Christians“. „Sie lieben Trump nicht trotz, sondern wegen seiner tiefen Verachtung für alle Grenzen des Rechts und des Anstands“, schreibt Arnd Henze in seinem wichtigen Buch (S.10).

2.
Es ist also nicht nur naheliegend, sondern geboten, die für Europäer kaum vorstellbar große Bedeutung des Christentums in den USA heute zur Kenntnis zu nehmen, auch die kaum zu überblickende Vielfalt der Konfessionen dort – oder der Vereine, die sich Kirchen nennen. Auch wenn die Zahl der Konfessionslosen und Atheisten sogar in den USA stetig steigt, 2026 nennen sich etwa 29 Prozent der US-Bürger „Konfessionslos“ („Nones“): Die nationalistischen Politiker brauchen auch heute den sich christlich nennenden religiösen Fundamentalismus als ideologisches Schmiermittel für ihre menschenverachtenden Politik. Nur mit ihrem diffusen und jeglicher Rationalität entbehrenden christlich genannten Glauben können sie den Nebel erzeugen, den sie für ihre menschenverachtende Innen – wie Außen – und Kriegs-Politik benötigen.

3.
Man achte darauf, dass Präsident Trump als oberster Chef der viel gerühmten US-Demokratie von Friedensforschern heute als ein neuer Warlord, als „Kriegsherren“, eingereiht wird in die lange Liste ähnlicher Machthaber, wie Putin, Netanyahu und viele Herrscher im Nahen Osten oder in Afrika. Das entsprechende „Friedensgutachten“ der Friedensforscher wurde im Juni 2026 veröffentlicht, pünktlich als wissenschaftliche Einschätzung des Krieges von Netanjahu und Trump gegen den Iran, ein Krieg, der minimale Erfolge für die USA und Israel „gebracht“ hat. Diese werden aber von Trump in seinem Größenwahn als Siege verkündet, bloß weil das Benzin wieder billiger ist. Warlords sind kriegerische Herrscher, sie inszenieren ihre Kriege, wie es ihnen gerade nach Laune in den Kram passt, um es drastisch zu sagen. Der menschliche Schaden ihrer zudem noch schlecht vorbereiteten Kriege ist ihnen egal. Warlords wie Trump sind die Zerstörer der internationalen Ordnung, ein Kommentar: .LINK …  Der Text der Friedensforscher: LINK 
Dieser Warlord, US – Präsident Donald Trump, wird, wie gesagt, von evangelikalen und anderen rechtsextremen Christen wie ein Heilsbringer verehrt.

4.
Das Buch von Arnd Henze „Mit Gott gegen die Demokratie“ zeigt nicht etwa nur ein begrenztes religionskritisches oder theologiewissenschaftliches Problem, es bewegt nicht nur Fachleute: Der Untertitel heißt: „Warum der christliche Nationalismus alle angeht“. Erschienen ist das Buch im Gütersloher Verlagshaus, 2. Auflage auch im Jahr 2026.
Zur Ermunterung: Das Buch ist sehr gut geschrieben, sehr gut zugänglich, es hat 218 Seiten und kostet nur 20 Euro.

5.
Arnd Henze ist ein herausragender Kenner der Kirchen in den USA, seit vielen Jahren recherchiert er regelmäßig in den Vereinigten Staaten, er ist Journalist beim WDR. Ihm liegt auch als protestantischen Theologen daran, die Welt der vielen evangelikalen Kirchen n den USA verständlich zu machen, aber er lädt die Leserinnen auch ein wahrzunehmen, dass immer noch der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtete Konfessionen in den USA aktiv sind – auch im Widerstand gegen das Trump -Regime.
Wie meinen auch nach der Lektüre des Buches: Das Christentum ist in den USA so tief gespalten, dass die Idee einer christlichen Einheit aller Kirchen wie eine absolut ferne Utopie erscheinen muss. Diese Einheit könnte nur entstehen, wenn die Evangelikalen und ihre Netzwerke zur theologischen Vernunft kommen UND ihre reaktionäre nationalistische, und das ist immer auch egoistische Präferenz zugunsten der Menschenrechte aufgeben. Es ist bei den „white evangelikal Christians“ diese Verklammerung von reaktionär – fundamentalistisch christlich mit reaktionär – nationalistisch politisch, die wenig Hoffnung macht auf eine Wiederkehr der Demokratie in den USA. Dass auch etwa 60 Prozent der „white catholics“ für Trump gestimmt haben, betont Arnd Henze, aber viele von ihnen sind wohl durch ihre Bindung an die Autorität des Papstes in ihrer totalen Hingabe an Trump und CO. gebremst…

6.
Das Buch von Arnd Henze „Mit Gott gegen die Demokratie“ hat drei Kapitel: Im ersten Kapitel „Die Zeit der Rache“ wird der christlich nationalistische Glaube einiger führender Mitarbeiter im unmittelbaren Umfeld von Trump analysiert. Im 2. Kapitel wird die auch für Deutschland heute wichtige Frage gestellt „Wiederholt sich die Geschichte?“, werden also die Rechtsradikalen schon wieder siegen? Und dann das genauso wichtige dritte Kapitel: „Wie sich Demokratie retten lässt“. Da kann Arnd Henze einen gewissen Optimismus nicht verbergen, wenn denn die Midterms – Wahlen im November 2026 einen großen Aufschwung und Sieg der Demokraten bringen und der Widerstand der kritischen und demokratisch gesinnten Gemeinden nicht nachlässt… (Siehe LINK https://www.fr.de/politik/midterms-2026-umfragen-setzen-trump-im-kongress-unter-druck-94343892.html)

7.
Wir können hier nicht die ausführlichen Analysen des Buches zusammenfassen. Als Inspiration zugunsten einer ausführlichen Buch – Lektüre nennen wir nur einige unserer Erkenntnisse im Werk Arnd Henzes.
Im ganzen gilt: Wie ideologisch leer und erbärmlich würden diese engsten Mitarbeiter Trumps dastehen, etwa Pete Hegseth, Stephen Miller, Russel Vought: Wenn es die Bibel nicht gäbe, dieses von ihnen ideologisch mißbrauchte Buch, das in sich nur in historisch-kritischer Lektüre erschließt, von den christlichen Trump – Ergebenen aber nur als Fundgrube für einige Zitate benutzt wird, die ihre menschenverachtende Politik verzieren.

8.
„Wir stehen auf der Seite Gottes“, sagt Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus. Und zu seinen Feinden, den demokratisch Engagierten sagt er: „Ihr seid nichts. Ihr seid Bosheit. Ihr seid Hass… Wir werden die Kräfte der Finsternis und des Bösen besiegen..“ (S. 47). Stephen Miller ist allerdings kein Christ, wie alle engen Mitarbeiter in Trumps unmittelbaren Regime, er gehört zur jüdischen Gemeinschaft. Arnd Henze nennt ihn treffend. „Technokrat des Ausnahmezustandes“ (S. 43).
Dem Kapitel über den Verteidigungsminister Pete Hegeseth gibt Henze den treffenden Titel „ Der Posterboy des Christian Warriors“, des „Christlichen Kriegers.

9.
Für Peter Thiel, dem Tech – Milliardär und Investor im Silicon Valley sowie dem Mitbegründer des Datenanalyse-Unternehmens Palantir, ist kein eigenes Kapitel gewidmet. Thiel wird allerdings im Kapitel über J.D.Vance erwähnt. Freiheit und Demokratie sind für Thiel nicht kompatibel. Der Milliardär unterstützte Trump mit Millionen, für Vance spendierte der Milliardär 15 MIllionen im Wahlkampf 2022. Thiel ist auch bekannt geworden wegen seiner heftigen apokalyptischen Fantasien zu einer bevorstehenden „End-Zeit“, die durch das Auftreten des Anti – Christen bestimmt sein wird, wenn nicht Widerstand geleistet wird. In Trump sieht Thiel den entscheidenden Kämpfer gegen den Antichristen…Denn er kann die Tech-Konzerne als Organisationen des Widerstandes gegen den Antichristenn „von allen regulatorischen Hürden befreien“ (S. 54), also die Monopol – Stellung der Tech – Konzerne definitiv durchsetzen.
Peter Thiel und Vizepräsident J.D. Vance kennen sich seit etlichen Jahren. Die entscheidende Begegnung fand 2011 statt. Thiel wurde der „berufliche, religiöse und politischer Mentor“ von Vance, betont Henze (S. 53). Vance entwickelte eine „bedingungslose Loyalität zum Tech -Milliardär“(ebd.) .
Konkurrenz in der Wirtschaft lehnt Thiel ab: „Nur Monopole seien erfolgreich“(S. 54), d.h. sie bringen den gewünschten großen Gewinn fürs eigene Konto.
Zur Glaubenshaltung des zum Katholizismus konvertierten Vizepräsidenten J.D. Vance schreibt Henze: J.D. Vance glaubt an einen „Identitäten Katholizismus“. Seltsamerweise lebt er aber mit seiner Ehefrau eine gar nicht so katholisch-identitäre Ehe: Denn Usha Chilukuri Vance ist überzeugte Hinduistin… Immerhin: Die Kinder sind katholisch getauft, die klassische päpstliche Forderung in Mischehen wird also befolgt!

Ende Juni 2026 hat Vance sein neues Buch vorgelegt mit dem Titel „Communion – Finding my way back to faith“ (Harper, New York). Eine Art Bekenntnisbuch, ein klein bißchen auch selbstkritisch, es erzählt von seiner Konversion, aber „man sollte das Buch weniger als Auseinandersetzung mit dem Katholizismus lesen“ statt dessen mehr als ein moralisch gefärbtes Bewerbungsschreiben um das Amt des Präsidenten verstehen, bewertet Christiane Lutz in einer ausführlichen Rezension in der Süddeutschen Zeitung (20./21. Juni 2026, S. 19) das Opus von 304 Seiten. Aber eins steht nach wie vor fest für Vance: „Das Fehlen christlicher Werte ist einer der Gründe, warum es mit der westlichen Welt bergab geht“ (Christiane Lutz). Er sorgt ja mit Trump und Seinen für diese „Werte“…
Aus aktuellem Anlass nebenbei: Es gibt offensichtlich eine Verbindung des CDU Politikers Jens Spahn mit dem privaten Netzwerk von Peter Thiel siehe: Tagesspiegel, 18.Juni 2026, LINK.

10.
Im Kapitel über Trump ist wichtig: Mit Trump geschieht die „finale Absage an den demokratischen Rechtsstaat“ (S.162). ..„In all dem sehe ich wesentliche Merkmale eines autoritären und faschistischen Staates“ (ebd.) . Wichtig ist: Trump und seine nationalistischen engen Mitarbeiter glauben an das „wirkungsmächtige Narrativ der religiösen rechten, dem Seven Mountains Mandat“ (S. 13). Das heißt: Die Leute meinen, in sieben Bereichen („Mountains“, Bergen) müsse das Christentum herrschen: In der Religion, der Familie, der Bildung, der Regierung, in den Medien, der Wirtschaft und in Kunst und Kultur. (S. 13) Also: In allen Bereichen sollen die Grundsätze des Christentums (so, wie es de Nationalisten verstehen) herrschen. Christus soll als der „oberste König“ über dem Staat stehen: „Ein solches totalitäres Gesellschaftsbild kann nur in einer Diktatur verwirklicht werden…dahinter steht der Ruf nach einer Theokratie als Herrschaftsinstrumentarium des 21. Jahrhunderts“ (S. 13).

11.
Arnd Henze erinnert daran, dass der international geschätzte Historiker Timothy Snyder schon 2017 einen neuen, durchaus originellen wie treffenden Begriff für das Trump -Regime wählte, der das ganze Verstörende dieser Herrschaft – besonders in den Innenpolitik – gültig und treffend zusammenfasst: Es ist der Begriff „Sadopopulismus“. Das heißt: Der rechtsextreme Populismus im Trump Regime und der MAGA Bewegung ist sadistisch bestimmt: Also: Diese regierenden Herren wollen mit ihrer Politik bewusst und gezielt die Schwachen quälen: Arme, Ausländer, Eingewanderte, Farbige, die weite Gemeinschaft der Queers usw. und auch die Millionen Armen in der sogenannten Dritten Welt, die auf Befehl Trumps keine Hilfe mehr von USAID erhalten und so bewusst von Trump und den Seinen in den Hungertod geschickt werden.
Die von Trump und Co. inszenierte sadistische Qual bedeutet für die Menschen in den USA: Das Regime will die genannten Armen weiter tief unten halten im Elend, am liebsten viele aus den USA mit brutaler Gewalt (siehe die Untaten der Grenzschutzbehörde ICE) rausschmeißen. Und statt de facto wird aller Reichtum für die bisher schon Reichen, die Millionäre und Milliardäre, durch eine „Steuerpolitik“ vermehrt.

12.
Der Begriff Sadopopulismus hat – dem Tool folgend – eine perverse Nuance: Denn dieser Sadismus setzt eine Hierarchie von Grausamkeiten gegenüber den vielen Armen voraus: „Die eigenen Schmerzen werden erträglich, weil man anderen zusehen kann, die es viel heftiger trifft. Die Regierung lässt dich zwar (ökonomisch) leiden, etwa die schlecht bezahlten Arbeiter, also möchtest du sadistisch, dass andere noch mehr leiden als du“ (S. 155). Diese gezielt eingesetzten, abgestuften Leidenserfahrungen in der Gesellschaft der USA führen „zur Zerstörung jeder Vorstellung von Gesellschaft als einem sozialen Raum, und in dem es um eine bessere Zukunft für uns alle geht“ (ebd.)

13.
Einige unserer FRAGEN, angestoßen durch das Buch „Mit Gott gegen die Demokratie“:
Wie verhalten sich evangelikale Kreise in der EKD, wie evangelikale, selbständige Kirchen in der BRD, etwa die Baptisten, zu ihren nationalistischen rechtsextremen „Mitchristen“ in den USA? Welche Distanzierungen als öffentliche Stellungnahmen liegen da schon vor?

Warum gibt es offenbar wenig Solidarität der protestantischen Gemeinden etwa in Deutschland mit den Trump – widerstehenden KirchenGemeinden und Organisationen (etwa die unterreligiöse Gruppe „Poor People´s Campaign“) in den USA?

Wie wird die richtige Erkenntnis von Arnd Henze in kirchlichen und theologischen Kreisen in Deutschland aufgenommen: „Religionen, auch die Kirchen, tun der Förderung und für den Bestand der Demokratien NICHT gut“? Wie äußert sich Hartmut Rosa zu dieser richtigen Erkenntnis von Arnd Henze, die er ja nicht allein vertritt, siehe etwa Horst Dreier, Prof. u.a. für Rechtsphilosophie, in seinem Buch: „Staat ohne Gott“ (2018). Der bekannte Soziologe Hartmut Rosa hat ja dafür plädiert, dass Demokratie zum eigenen Bestand die Kirchen braucht. LINK
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7. April 2026, Seite 16, hingegen betont Henze: „Es fehlt jede empirische Evidenz dafür, dass Religion mit ihrem inhärenten Absolutheits – und Machtanspruch einer Demokratie guttut.“

Wie können demokratische Politiker in Europa, in Deutschland, den Umgang mit Trump und seinen engsten Mitarbeitern überhaupt ertragen, wenn sie wissen, was Arnd Henze ausführlich beweist: Eigentlich sind diese Trump – Leute erklärte Feinde der universell geltenden Menschenrechte? Sie sind, wie Henze treffend schreibt, „ohne moralische Maßstäbe“ (S. 161). Werden totale Selbstverleugnung und Schmeichelei gegenüber den angeblich allmächtigen Herrschern im Trump Regime zu Voraussetzungen für Menschen, die in den Demokratien Europas noch als Politiker handeln wollen? Sollten nicht auch demokratische Politiker wie Propheten der Demokratie zu Trump sagen, das was Bischöfin Mariann Edgar Budde direkt zu Trump in der „Washington National Cathedral „am 21.1.2025 betonte: „Haben Sie Erbarmen, Mr. President“ (S. 178).

Arnd Henze weist in seinem Buch ausführlich auf den Theologen Dietrich Bonhoeffer (1945 von den Nazis ermordet) hin, der – nach allen Mahnungen und Warnungen gegenüber einem Unrechtsregime – die Möglichkeit empfiehlt, diesem Unrechtsregime, so wörtlich, „in die Speichen zu greifen“, also diese Herrschaft zum Stehen – und damit vielleicht zum Verschwinden – zu bringen?

Was bedeutet diese kluge Erkenntnis Dietrich Bonhoeffers auch für Europa, auch für Deutschland, wenn Rechtsextreme immer deutlicher die Macht übernehmen wollen oder Politiker der rechten, sich christlich nennenden Parteien die Forderungen der Rechtsradikalen – etwa hinsichtlich der Flüchtlingspolitik – übernehmen, und mit dieser nachweislich erfolglosen Strategie keine Stimme etwa der AfD in die eigene Partei CDU/CSU ziehen.

Es wird oft – zumal in Deutschland – darüber diskutiert, ob man das Trump Regime faschistisch nennen darf oder nennen sollte. Arnd Henze argumentiert in der Frage differenziert.
Auch die Verwendung des Begriffs „Konzentrationslager“ für die entstehenden Massenunterbringungen von Guantanamo Bay bis Alligator Alcatraz muss neu überdacht werden und die KZs in Nazi – Deutschland haben nicht „die Ehre“ einzigartig zu sein“, auch darauf weist Henze hin und erinnert an die zehn USA „Relocation Center“ für Japaner im 2. Weltkrieg oder an die Lager in den afrikanischen Kolonien der Europäer usw…

Eine interessante Parallele: In den USA fordern und fördern die rechtsextremen evangelikalen Kreise die von ihnen geleiteten Privatschulen sowie auch den Unterricht zuhause bei den eigenenEltern, „außerhalb staatlicher Strukuen und Kontrolle“ (S. 76). Auch mit den Millionen – Spenden – Einnahmen der evangelikalen Mega-Churches ist es gelungen, „ein Parallelimperium christlich – nationalistischer Bildungseinrichtungen zu schaffen, wo inzwischen zwei Generationen rechter Kulturkämpfer ausgebildet wurden – eine weiße `Untergrundarmee christlicher Krieger`, wie es der heutige Verteidigungs- (und Kriegs-) Minister Pete Hegseth martialisch auf den Punkt bringt“: (Arnd Henze in „Publik -Forum, Nr. 11, Juni 2026, S. 14).
Die AfD in Sachsen – Anhalt fordert auch die Stärkung des Unterrichts der Kinder durch die Eltern (Mütter) zu Hause… Die AfD behauptet, öffentliche Schulen verhindern die optimale Leistungsfähigkeit. In den öffentlichen Schulen würden vor allem den Kindern “fragwürdige Lebensansichten“ vermittelt. Eine Position, die sich mit den Evangelikalen und Rechtsradikalen in den USA deckt. Die AfD übernimmt bereits inhaltlich Ideologien der nationalistisch – christlichen Trump – Regierung.

Arnd Henze, Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht.“ Gütersloher Verlagshaus, 2026, 2. Auflage 2026, 224 Seiten, 20 €. Mit QR-Codes wird auf weiterführende audiovisuelle Quellen verwiesen!

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer-Salon.de. in Berlin.

 

 

Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte heute!

Ein Hinweis – mit einigen zentralen Erkenntnissen zum Thema – von Christian Modehn am 14 .Juni 2026

1.
Eindeutige Stellungnahmen zugunsten der universell geltenden Menschenrechte gibt es unter Katholiken und katholischen Organisationen nicht, auch heute nicht, im Jahr 2026.
Auch andere christliche Kirchen, andere Religionen, ignorieren die universell geltenden Menschenrechte. Von der „Entwicklung“ der russischen Orthodoxie unter Patriarch Kyrill I. zur PUTIN-Kirche wäre etwa zu sprechen, von den Evangelikalen in den USA als nationalistisch-christlicheStützen des Trump- Regimes usw.

Unser Thema aber ist:„Die Katholische Kirche und Menschenrechte“. Es folgen viele tausend Katholiken rechtsextremen Parteien überall in Europa und Amerika. Sie widersetzen sich der Ethik Jesu von Nazareth, der Ethik der Brüderlichkeit, Geschwisterlichkeit, sowie der vernünftigen Ethik der universell geltenden Menschenrechte.

2.
Der Umgang mit den Menschenrechten ist in der katholischen Kirchenführung zwiespältig bis heute:
Oft sind auch die Päpste in den letzten 70 Jahren in ihren politischen Statements – etwa auf Auslandsreisen – für die Menschenrechte eingetreten. Dabei aber wurde von ihnen die Erkenntnis beiseite geschoben: Der Papst – Staat „Vatikanstaat“/„Heiliger Stuhl“ hat die Erklärung der Menschenrechte von 1948 nicht unterzeichnet. Schlimmer noch: In der katholischen Kirche selbst gelten die Menschenrechte nicht: Umfassende Menschenrechte für Frauen („Gleichheit“) gibt es nicht. Homosexuelle werden im offiziellen Katechismus als Katholiken „2. Klasse“ bewertet. Ihnen wird deswegen eine angemessene feierliche Form der Segnung ihrer Partnerschaft oder Ehe in den Kirchen verweigert. In Afrika, etwa Uganda, Kenia, Ghana, Simbabwe usw. sind katholische Bischöfe alles andere als mutige Verteidiger der Menschenrechte für Homosexuelle gegenüber den autoritär regierenden schwulenfeindlichen Regierungen dort.
Der Katholizismus ist also in seiner Akzeptanz der universell geltenden Menschen gespalten, in der Theorie wie in der Praxis. Und weil das so ist, finden rechtsextreme Ideologien unter Katholiken immer wieder viele Anhänger und Sympathisanten.

3.
Die Katholische Kirche definiert sich selbst auch heute noch explizit als eine „nicht-demokratische“ Organisation: KatholikInnen werden von Gesetzen beherrscht, die von Klerikern erdacht wurden, sie sind nach wie vor bestimmend, trotz aller „verständnisvoller“ Debatten mit Laien. Die Theologie, die diese Herrschaft der Papstkirche zementiert, ist fundamentalistisch, ignorant gegenüber den wissenschaftlichen Forschungen der Bibelwissenschaften. Es ist in der Kirchenführung überhaupt nicht üblich, Bibelverse, die angeblich klerikale Herrschaft ausdrücken, kritisch, im historischem Kontext, richtig zu verstehen. Die Papstkirche glaubt, ohne Respekt zugunsten der theologischen und bibelwissenschaftlichen Forschung, herrschen zu können.

4.
Päpste nennen ihre Regierungsform selbst (naiv oder stolz?) eine „absolute Wahl – Monarchie“. Gewählt wird dieser Monarch, der Papst, von einer Gruppe von Männern, Kardinälen, die sich selbst permanent intern erneuern, einzig erwählt durch die Ernennung zu Kardinälen durch den Papst. Diese Monarchie ist ein stetiger, sich selbst aus sich selbst erneuernder klerikaler Kreislauf. Und dies sei von Gott persönlich so gewollt, sagen diese Herren…
Die Auswirkungen, die Konsequenzen dieser „absoluten Wahlmonarchie“ in einem demokratisch bestimmten Europa, fördern nur den Niedergang der Kirche: In Europa verlassen Katholiken zu hunderttausenden jährlich diese Kirche,: Diese Kirche erscheint ihnen völlig fremd in einer – noch zu verteidigenden – demokratischen Kultur, und sie ist oft stolz darauf! Den zahlenmäßig stets dokumentierten Niedergang der Kirche in Europa kennen die Päpste, aber sie entscheiden sich als Antwort darauf nicht für die grundlegende Reformation der Kirche. Die Kleriker suchen etwas Trost in den 10.000 oder 15.000 Erwachsenentaufen pro Jahr, etwa in Frankreich, sie ignorieren aber, dass dies nur eine geringe Anzahl ist verglichen mit dem Trend, dass viele Tausend in ganz Europa aus der Kirche „austreten“…

5.
Einige wichtige empirische, soziologische Tendenzen:
Theologisch ultra – konservative Rechtsextreme und ihre Organisationen versuchen die Kirche ihres jeweiligen Landes und darüber hinaus zu bestimmen, mit ihrem Geld, Einfluss und ihrer internationalen Vernetzung.
Das Problem für die Kirche und die Kirchenführung ist: Diese Katholiken so sehr sie sich als katholisch nach außen hin brüsten, widersetzen sich den Weisungen der Bischöfe.
Die „Oberhirten“ müssen pflichtbewusst – seit dem 2. Vatikanischen Konzil – in ihren politischen Erklärungen nach außen hin die Menschenrechte öffentlich verteidigen. Reaktionäre Katholiken lassen sich davon nicht beeindrucken.

5.1. FRANKREICH
Wichtig ist der Milliardär und Medienmogul Vincent Bolloré, über den wir im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon schon berichteten: LINK.

Das „Institut du Bon Pasteur“ , „Institut vom Guten Hirten“, (Zentrale in Bordeaux), ist eine traditionalistische Priestergemeinschaft, die sich aber nach Verhandlungen mit Ratzinger/Benedikt XVI. bereit fand, den Papst als obersten Chef anzuerkennen. Ihre traditionalistische Theologie verbreiten sie also weiter. „Der Gute Hirte“ hat ca. 70 Mitglieder, Tendenz steigend.
Das „Institut Christ Roi Souverain Prêtre“ hat da 150 Mitglieder, Tendenz steigend, international verbreitet, auch in Deutschland. LINK 

Es ist typisch für die religionspolitische Situation des Katholizismus in Frankreich: Es gibt zahlreiche Gruppen und Gemeinschaften, die sich als absolut papsttreu definieren, aber tatsächlich eine starke Neigung zu politisch identitären Ideen und Parteien haben. Es handelt sich sozusagen um die Grauzone zwischen papsttreu und sehr rechtslastig, rechtsextrem. Dazu zählen kritische, also nich von der Kirche abhängige Beobachter die zahlenmäßig stest wachsende Gemeinscaft St. Martin. Wikipedia France schreibt u.a.: „Zusammen mit den Charismatikern bilden die restitutivistischen (also „zum alten Zustand der Kirche zurück“) Gruppen (Opus Dei, Gemeinschaft Saint-Martin, Gemeinschaft Saint-Jean, Legionäre Christi, Foyers de Charité) laut der Politikwissenschaftlerin Magali Della Sudda die Netzwerke des „Identitätskatholizismus“ , wobei die „Identitätskatholiken“ als diejenigen definiert werden, die „die Kirche in ihrem traditionellen Status als Wegweiser für die Gesellschaft“ wiederherstellen wollen.“ (https://fr.wikipedia.org/wiki/Communaut%C3%A9_Saint-Martin, gelesen am 18.6.2026, Übersetzung des französischen Textes durch deepl.)

Wer die traditionalistische katholische Welt verstehen will, muss sich mit der Lefèbvre -Bewegung befassen, geführt von der „Priesterbruderschaft Sankt Pius X.“ :

Die Pius Brüder und deren Gemeinden weltweit folgen der Lehre des schismatischen Erzbischofs Marcel Lefèbvre. Für ihn ist die Ablehnung der Menschenrechte Mittelpunkt der Theologie, (Fußnote 1) und keineswegs nur, wie oft behauptet wird, ist es die Feier der lateinischen Messe in der Form des 16. Jahrhunderts..

Der Widerstand gegen die Menschenrechte, speziell gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit, ist bis heute der Kampfplatz der Piusbrüder. Sie sind gegen die Anerkennung und Entwicklung der Rechte für (sexuelle) Minderheiten, gegen die Selbstbestimmung der Frauen, gegen die Integration und Gleichberechtigung von Flüchtlingen und Ausländern. Die Menschenrechte werden von der heutigen Leitung der Bruderschaft, etwa dem Generaloberen Davide Pagliarani, „als Ablenkung von der eigentlichen geistlichen Mission der Kirche“ abgelehnt.

Zur Erinnerung: Die Zurückweisung der Menschenrechte hat der Initiator dieser reaktionär katholischen Sonderkirche, Erzbischof Marcel Lefèbvre, mehrfach deutlich formuliert: Etwa in seinem Brief an Papst Johannes Paul II. vom 31. 8.1985 (Fußnote 3). Lefèbvre betont, es gebe ein göttliches Gesetz, das die Menschen zwinge (sic), dem katholischen Glauben anzugehören, freier Religionswahl widerspreche dem göttlichen Gebot. Das Gottesbild ist bezeichnend: Gott ZWINGT, so Lefèbvre, mit seinen Gesetzen….Lefèbvre formuliert seine Kritik: „Die Erklärung über die Religionsfreiheit des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965) räumt dem Menschen ein natürliches Recht ein, frei zu sein von dem ZWANG, den ihm das göttliche Recht auferlegt, dem katholischen Glauben anzugehören, um gerettet zu werden, also einem Zwang, der notwendig auch in den kirchlichen und weltlichen Gesetzen seinen Ausdruck findet, diese Gesetze sind der gesetzgeberischen Gewalt Unseres Herrn Jesus Christus unterworfen.“
Beim 2. Vatikanischen Konzil sammelt Lefèvre ca 70 Konzilsteilnehmer, Bischöfe, zu einem reaktionär – oppositionellen Arbeitskreis: Fußnote 2.

Dass die heutige Kirche nun alle Menschen von dem ZWANG befreit, unbedingt katholisch zu werden, also auf die freie Religionswahl zu verzichten, ist für Lefèbvre die Ursünde der Kirche des 20.Jahrhunderts. Er kann die Konzilserklärung „Über die Religionsfreiheit“ nur „eine gottlose und gotteslästerliche Erklärung“ nennen.
Die für Religionsfreiheit eintretende Erklärung der Kirche von 1965 sei, eine Art „vergiftete Quelle, um den erklärten Feinden der Kirche, um den Häretikern, den Schismatikern, den falschen Religionen und den erklärten Feinden der Kirche, wie den Juden, den Kommunisten und den Freimaurern willfährig zu sein.“ (S 278.)

Man vergesse nicht: Die Ablehnung der Menschenrechte ist bei Lefebvre und den Seinen stets explizit politisch motiviert. Diese Kreise – in Frankreich sind es über 100.000 Sympathisanten- unterstützen – theologisch indoktriniert – die rechtsradikalen Parteien, etwa in Frankreich die Le Pen Partei, jetzt RN, oder Reconquete…
Inzwischen gilt für die offizielle römische Kirche Marcel Lefèbvre als „Schismatiker“: Und zwar seit 1988, als er die unerlaubte Weihe von vier Pius- Brüder-Priestern zu Bischöfen vornahm. Dem katholischen Kirchenrecht entsprechend muss der Papst diese unerlaubte Weihe aber als gültig anerkennen: Das heißt, die Schismatiker machen sich unerlaubt aber gültig in der offiziellen Kirche breit…

Und nun werden diese Bischöfe, erneut eigenmächtig und unerlaubt, vier ihrer Priester zu Bischöfen weihen. Am 1.7. 2026 wird in Econe, Schweiz, dieser Akt geschehen, der automatisch die Exkommunikation vonseiten des Papstes nach sich zieht. Durch diese Bischofsweihe will diese reaktionär-katholische Kirche ihr kirchenrechtliches Überleben sichern: Denn ohne gültig geweihte Bischöfe kann es keine sich katholisch nennende Kirche geben, und darauf legen dien Piusbrüder allen Wert.

5.2. POLEN:
Mehrere Organisationen verbinden katholischen Glauben mit heftigem Nationalismus und der Ablehnung der universell geltenden Menschenrechte:

„Młodzież Wszechpolska“ („Allpolnische Jugend“). Die „Allpolnische Jugend“ ist eine nationale katholische Organisation, sie sieht in ihrem Gott den höchsten universellen Wert, der eine zentrale politische Bedeutung hat. „Diese Organisation unterstützt den Aufbau des katholischen Staates der polnischen Nation, der zu einer Säule der lateinischen Zivilisation werden soll. Die Nation, eine Gemeinschaft aus Glauben, Geschichte, Kultur, Land, Sprache und Bräuchen, wird von der Allpolnischen Jugend als der höchste zeitliche Wert anerkannt.“  LINK. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Allpolnische_Jugend

„Ordo Iuris“ ist eine ultrakonservative katholische juristische Organisation: Siehe den wikipedia Beitrag: LINK https://en.wikipedia.org/wiki/Ordo_Iuris.
Die Stiftung „Ordo Iuris“,“Rechtsordnung“, wurde 2013 gegründet, leistet Lobbyarbeit für traditionell katholische Ziele. Sie unterstützt Abtreibungsgegner und will die Ehe – und Familienpolitik bestimmen. Dabei versucht sie, Einfluss auf Behörden und Politik zu nehmen und ihre fundamentalistische Weltanschauung im Gesetz zu verankern.“ (Quelle: MDR, 7.3.2023).

Radio Maryja, das rechtsextrem nationalistische z. T. Antisemitsche – katholische Mediennetzwerk in Torun. Darüber haben wir mehrfach berichtet. LINK

5.3. ITALIEN:
Etwa 70 Prozent der ItalienerInnen nennen sich katholisch. Rechtsextreme Katholiken sammeln sich vor allem in den entsprechenden Parteien, die die universell geltenden Menschenrechte theoretisch wie praktisch ablehnen.

Die „Lega“: Matteo Salvini hat als Chef dieser einstigen Regionalpartei diese „Lega“ zu einer rechtspopulistischen und nationalistischen Kraft umgewandelt. Sie will die „christliche Identität“ Europas verteidigen — gegen den Islam und gegen die Flüchtlinge.……Bei der letzten italienischen Parlamentswahl (September 2022) erhielt die „Lega“ landesweit 8,77 Prozent der Stimmen.

Die „Fratelli d’Italia (FdI)“: Die Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni; sie ist eine bekennende Katholikin mit nationalkonservativer Leidenschaft. Auch diese Partei betont – wie überall innrechtsextremen Kreisen üblich – den Schutz de traditionellen Familie, d.h. sie fördert die Bekämpfung der Abtreibung und will insgesamt die Verteidigung der so genannten christlichen Kultur.
„Gott, Familie, Vaterland“ ist das Motto der Partei, es galt bereits bereits für den Faschisten Mussolini und seine Partei. Bei den Parlamentswahlen 2022 erhielt die „Fratelli d Italien“ 26 % der Stimmen. Wegen der Familienpolitik und der Pro-Life-Bindung dieser Partei findet sie viel Zuspruch unter praktizierenden Katholiken. Praktizierende Katholiken haben viel zum Wahlsieg Melonies beigetragen: Quelle: https://it.finance.yahoo.com/notizie/lavoratori-autonomi-e-cattolici-portano-165706305.html)

5.4. PORTUGAL:
Die inzwischen sehr bedeutende rechtsextreme Partei in Portugal, mit der sich sehr viele Katholiken verbunden fühlen heißt „Chega!“ ( „Es reicht!“)
Chega! ist im Parlament fest etabliert als drittstärkste Partei. Bei den Präsidentschaftswahlen 2026 erhielt der Parteiführer André Ventura 33,3 Prozent der Stimmen. Parteichef Ventura hat katholische Theologie im Priesterseminar on Lissabon studiert, er hat das Theologiestudium abgebrochen… katholisch nennt er sich öffentlich immer noch. Er behauptet, von Gott zu seiner „politischen Mission“ berufen zu sein

5.5. SPANIEN:

In einem Interview erklärt Maria San Gil, stellvertretende Generalsekretärin des katholischen Laienverbandes `Asociacion Catolica de Propagandistas`, (Quelle: „Die Tagespost“, 5. 6.2026, S. 7.): „Man muss das Thema Einwanderung richtig einordnen. Unsere erste Verantwortung, das sagt auch der Katechismus, besteht darin, für die Unserer zu sorgen und unsere Familien zu unterstützen. Danach müssen wir uns selbstverständlich auch um den fremden kümmern. Aber zuerst müssen wir das Eigene schützen und stärken“. Bekenntnisse, die man aus Kreisen der identitären Bewegung kennt.
Die katholische „Propagandistin“ ist Mitglied der Partei PP, der konservativen Nachfolgepartei des faschistischen Staatschefs Franco. Die „Propagandistin“ vertritt mit ihrer Bevorzugung: „Zuerst kommen die eigenen Leute, also die Spanier“, letztlich auch die Überzeugung der neuen rechtsradikalen Partei VOX. Diese Partei hat viel Erfolg, zumal unter „praktizierenden Katholiken“. Etwa 20 Prozent der so genannten praktizierenden Katholiken wählten VOX. Die zentrale Ideologie von VOX: Spanier müssen bei der Vergabe von Sozialleistungen grundsätzlich bevorzugt werden….Die spanischen Bischöfe haben dem widersprochen..

6.
Wichtig ist: Diese Ideologien der sich katholisch nennenden Organisationen sind de facto mit der Ideologie der Identitären – Bewegung verbunden. Der Philosoph Micha Brumlik hat 2019 in einem Aufsatz die zentrale Aussage des führenden „Identitären“ Walter Spatz zitiert: `Der Sammelbegriff Mensch ist in seiner identitätären Bedeutsamkeit nur für die jeweilige Völker angebracht. Einen weltweiten An – und Zuspruch gibt es nicht. Dieser ist letztlich Ausdruck der Machenschaft einer abstrahierten Identität, die uns vom Eigenen trennt`“. (Das Zitat: „Gelassen in den Widerstand – Ein Gespräch über Heidegger“, Schnellroda 2015, S. 51. Das Zitat von Brumlik in „Das alte Denken der neuen Rechten“, 2019, S. 36).

7.
Ein Hinweis auch zu den USA. Der katholische us-amerikanische Vizepräsident J.D. Vance hat seine eigene, ihm politisch passende Deutung der universell geltenden Menschenrechte. Er meint: Das Evangelium befehle, zuerst die eigene Familie zu lieben, danach die Nachbarn, dann das eigene (weiß, us-amerikanische ) Volk und zum Schluß auch noch die anderen, die übrige Menschheit, also etwa die Fremden, Ausländer, Flüchtlinge. Sie verdienen am wenigsten „Liebe“. LINK : https://www.ewtnnews.com/world/us/what-is-the-ordo-amoris-jd-vances-comments-on-christian-love-spark-debate. Siehe auch Fußnote 4.

Zur Kritik an Vance durch Papst Franziskus LINK https://katholisch.de/artikel/59458-papst-schreibt-brandbrief-an-us-bischoefe-zu-trumps-deportationspolitik
Zur Kritik an Vance durch Papst Leo LINK. https://www.zeit.de/gesellschaft/2025-05/papst-leo-kritik-donald-trump-jd-vance-migration

Beide Päpste haben dieser nationalistischen Interpretation des christlichen Aufforderung zu universell geltender Nächstenliebe widersprochen. Aber ohne Erfolg: Die MAGA Bewegung, zu der auch viele Katholiken gehören, rückt nicht ab von ihrer Ideologie eines menschenrechtsfeindlichen, sich christlich nennenden Nationalismus. LINK https://religionnews.com/2024/04/03/the-strange-world-of-catholic-christian-nationalism/

Zur ideologischen Trump – Bindung der katholischen Bischöfe der USA betont die katholische Theologin Prof. Hille Baker, Loyola University in Chicago: „Falls Trump durchregiert und freie Wahlen verhindern will, werden zwei Drittel der Bischofskonferenz still sein. Aber es gibt Bewegung unter den Bischöfen, die Papst Franziskus eingesetzt hat.“ (Publik Forum,  12. Juni 2026,.S. 18).

Von großer politischer Bedeutung sind einige katholische Intellektuelle:
Bei Gladden Pappin, Politikwissenschaftler und Publizist, wird die Ideologie des katholischen Integralismus sichtbar: Diese Lehre wird von etlichen konservativen Intellektuellen und rechtsextremen katholischen Organisationen vertreten: Danach soll die Kirche auch die Politik bestimmen, also die Organisation des Staates und seine Gesetze.
Die Ideologie von Pappin wird von der Theologin Michaela Quast-Neulinger Kommentiert: „Als eine Gefahr für Demokratie und Kirche hat die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger den Integralismus bezeichnet. Dieser stelle eine „Machtideologie“ dar, die darauf ziele, die Gesamtheit des öffentlichen und privaten Lebens der katholischen Kirche zu unterwerfen. Damit stelle der Integralismus eine Spielart einer Politischen Theologie mit einer religiös-totalitären Stoßrichtung dar, führte Quast-Neulinger in Wien aus. Der Integralismus stehe in einem „massiven Widerspruch zur Gesamtheit der katholischen Lehre“ und stelle eine „antimodernistische Machtideologie“ dar, „die sich eine eigene Version des wahren katholischen Glaubens zurechtzimmert, um auf dieser Grundlage dann ein totalitäres Regime zu errichten“. (Quelle: LINK https://katholisch.de/artikel/67474-theologin-warnt-vor-gefahr-des-integralismuMichaela Quast-Neulinger)

Weitere katholische extrem rechte katholische Intellektuelle:
– Patrick Deneen, Professor an der University of Notre Dame
– Chad Pecknold: Theologieprofessor an der Catholic University of America in Washington, D.C
– Adrian Vermeule: Professor an der Harvard Law School.

Wichtig ist auch die von Katholiken geprägte „Heritage Foundation“, 1973 von Paul Weyrich gegründet, jetzt unter Leitung von Kevin Roberts, dem Opus Dei verbunden. Wichtig auch das vom Millionär Tim Busch zusammen mit dem Jesuiten Robert J. Spitzer 2011 gegründete NAPA-Institut
Ebenso: Die juristische Vereinigung `Federalist Society´, gegründet vom katholischen Juristen Leonard Leo: Er hat großen Einfluss, etwa zur Ernennung von Richtern auf Lebenszeit. Etwa 30 Prozent der von Trump ernannten Richterinnen und Richter und die Wahl von drei Obersten Verfassungsrichtern gehen auf die Vorschläge dieser ´Federalist Society´ zurück. Leonhard Leo ist auch mit dem Opus Dei verbunden, er gehört zum Vorstand des ´Catholic Information Center´ vom Opus Dei in Washington.

8.
Unser Thema „Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte“ ist alles andere als ein „nur“ theologisches Problem. Es ist von größter politischer Relevanz, zumal diese Rechtsextremen ihre Ideologie auch politisch nicht nur in Europa und Amerika durchsetzen.
Diese Ideologie hat inzwischen eine solche Macht, dass demokratische Politiker und etliche ihrer Parteien die von Rechtsextremen propagierte Bedrohung der angeblich christlichen Kultur Europas durch Flüchtlinge übernehmen. Die entsprechenden Entscheidungen im EU Parlament im Juni 2026 geschahen in enger Zusammenarbeit von Rechtsextrem und sich christlich nennenden Parteien…Es gilt das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ GEAS, eine fundamentaleUmwälzung des Schutzsystems.

Die EU und ihre rechten und christlichen Parteien vor allem bauen nun Europa zu einer Festung aus: „Sich abschotten“ ist das zentrale Slogan, Sich abschotten gegen Fremde und Flüchtlinge.

Fußnote 1:
Man beachte, bei allem Respekt vor der viel zu späten Anerkennung der Menschenrechte durch das Konzil: Im Konzilsdekret von 1965 heißt es gleich zu Beginn, in §1, offenbar um die vielen katholischen reaktionären und konservativen Kreise etwas zu beruhigen: „Die einzige wahre Religion, so glauben wir Konzilsväter, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten“. Da wird also gleich zu Beginn, wie mit einem Paukenschlag, die vernünftige Aussage zur Religionsfreiheit wieder durch die alte, klassische Theologie relativiert.

Fußnote 2:
Lefebvre und sein Netzwerk:
Das Netzwerk der reaktionären Bischöfe nannte sich „Coetus Internationales Patrum“ (Internationaler Zusammenschluss der Väter), es hatte tatsächlich etwa 250 Mitglieder unter den bischöflichen Konzilsteilnehmern. Neben Erzbischof Marcel Lefebvre (CSSp) die Kardinäle Michael Browne (OP), Arcadio Larraona Saralegui, Antônio de Castro Mayer, Antonio Bacci sowie den brasilianischen Erzbischof Geraldo de Proença Sigaud (SVD) aus Diamantina. Sigaud nutzte seine Kontakte zu konservativen Gruppen wie der brasilianischen Organisation Tradition, Familie, Privateigentum (TFP) und US-amerikanischen Netzwerken, um einen scharfen Kurs gegen den Kommunismus auf dem Konzil einzufordern. Er war einer der heftigsten Feindes des Befreiungstheologen und Erzbischofs Dom Helfer Camara. Sigaud nutzte dabei seine Kontakte zu konservativen Gruppen wie der brasilianischen Organisation Tradition, Familie, Privateigentum (TFP) und US-amerikanischen Netzwerken…

Fußnote 3:
Marcel Lefèbvre: „Offener Brief an die ratlosen Katholiken“, 1986, Mediatrix – Verlag, Wien, S. 278.
Siehe auch zur Ablehnung der Religionsfreiheit durch Lefebvre: LINK.  https://fsspx.org/en/religious-liberty-contradicts-tradition-30142

Fußnote 4:
Zu Vance und dessen Papstkritik: LINK
https://katholisch.de/artikel/59858-bei-gebetsfruehstueck-us-vize-vance-kontert-papst-kritik-zu-migration

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon in Berlin

Die „heilige Familie“: Ein katholischer Kult, eine katholische Ideologie

Ein Hinweis,  anläßlich der Reise Papst Leos nach Barcelona
Von Christian Modehn

Es gibt religionsphilosophisch Dringenderes als diese ewigen religionskritischen Hinweise. Aber die Papst Gestalt als weltpolitischer Akteur zwingt uns leider zu dieser Auseinandersetzung, die in anderen Medien oft sehr moderat und diplomatisch – „klug“ verhandelt wird.

Die „Heilige Familie“ steht jetzt wieder einmal im Mittelpunkt des Interesses, nicht nur der Katholiken.
Ganz kurz die wichtigen Fakten:

1.
Am 10. Juni 2026 wird Papst Leo XIV. in Barcelona den höchsten Kirchturm der Welt segnen, jetzt fertiggestellt in der prächtigen, manche sagen monströsen Kirche „Sagrada Familia“, „Heilige Familie“, des Architekten Antonio Gaudí.

2.
Steine segnet der katholische Klerus üblicherweise schon immer gern und ohne Vorbehalt. Bei bestimmten Menschen, etwa Homosexuellen, hat der Klerus auch jetzt noch große Bedenken bei offiziellen Segnungsfeiern: Wenn es noch katholische Homosexuelle geben sollte, die den Segen für ihre Liebe in einer Partnerschaft oder – in einigen Demokratien möglichen – in der Ehe wünschen, dann darf das nur in einer bescheidenen Zeremonie geschehen, irgendwo in einem unscheinbaren Raum, bloß nicht öffentlich in einer Kirche: Denn die katholische Kirche will unbedingt den Eindruck verhindern: Eine Segnung von Homosexuellen habe auch nur entfernt etwas mit einer sakramentalen Eheschließung von Heterosexuellen zu tun. Allein Heterosexuelle sind „ehe-würdig“…

3.
Damit sind wir wieder direkt beim Thema: Mit dem Papst- Besuch des unter Touristen und Spaniern sehr beliebten riesigen Bauprojektes „Sagrada Familia“ („Heilige Familie“) in Barcelona wird erneut von päpstlicher Seite betont: Heilig ist nur die Hetero-Ehe, nur sie ist Sakrament, nur sie verdient alle Achtung nicht nur der Kirche, sondern vonseiten der Menschheit. Bekanntlich hat die katholische Kirche die „Ehe für alle“ auf schärfste mit riesigen Demonstrationen bekämpft, in Frankreich etwa, und auch dort vergeblich. In Afrika zum Beispiel kämpfen Homosexuelle noch gar nicht um die Anerkennung ihrer Partnerschaft, sondern schlicht ums Überleben: Auch katholische Bischöfe verweigen ihnen dort die Menschenrechte, Homosexuelle werden in Uganda, Kenia usw. mit Zustimmung der Kirchenführer verfolgt: Diese Verachtung der Menschenrechte vereint dort die katholische Kirche – und nicht nur sie – mit den fundamentalistischen Muslims auch in Afrika.

4.
Es ist treffend, die katholische Lehre der „heiligen Familie in Nazareth“ eine Ideologie zu nennen. Die offizielle katholische Theologie konstruiert etwas,  wider besseren Wissens muss man sagen: Sie behauptet, Jesus von Nazareth wäre als Einzelkind von Maria und Josef in Nazareth aufgewachsen. Das ist falsch: Im Neuen Testament wird mehrfach betont: Jesus hatte Brüder und wohl auch Schwestern. Wir nennen nur einige der vielen deutlichen Belege zu den Brüdern Jesu in der Familie zu Nazareth: Matthäus 12, 46 ff; und vor allem: Matthäus 13,55; Markus 3,31; Apostelgeschichte 1,14; 1. Korintherbrief, 9, 5 und so weiter… Die im Neuen Testament überlieferten Namen der Brüder Jesu: Jakobus, Josef, Judas, Simon…Die katholische Theologie zieht es vor, diese Brüder immer noch „Neffen“ oder „nahe Verwandte“ zu nennen.

5.
Die Brüder, oft auch Geschwister Jesu genannt (die Namen der Schwestern sind nicht überliefert),  ignoriert die Kirche: Aufgrund ihrer dogmatischen Befangenheit muss die Kirche diese Fakten auch beiseitelegen und so produziert sie das, was man zurecht Ideologie nennt.

6.
Die katholische Lehre will unbedingt daran festhalten: Maria ist zwar die Mutter Jesu, aber sie selbst wurde schon „unbefleckt“ (ein nicht sehr hübscher, bis heute üblicher katholischer Begriff für die Abwesenheit von männlichem Sperma bei der „Zeugung“) empfangen. Und sie selbst als die selbst schon Unbefleckte hat ihr Kind Jesus vom heiligen Geist, auch unbefleckt empfangen. Maria ist also in dieser katholischen Ideologie immer Jungfrau, ewige Jungfrau, wie es in so vielen Gebeten und Liedern heißt: Maria muss für die katholische Kirche auch Jungfrau auf ewig  sein, weil nur auf diese Weise die katholische Kirche die Jungfräulichkeit über alles stellen kann: Deswegen die Keuschheits – Gelübde in den Ordensgemeinschaften, deswegen das Zölibatsgesetz für Priester, deswegen die Abwehr von Frauen im Priesteramt, Frauen könnten befleck sein, also zu schmutzig,  für den heiligen und reinen Dienst am Altar… …:

Diese Jungfrau Maria darf nach der Geburt Jesu nicht noch weitere Kinder geboren haben. Denn dann wäre auch ihr Mann, Josef, der Zimmermann, wahrlich Vater: Für Jesus, den angeblich ohne Sperma empfangenen, ist dieser Josef offiziell sozusagen nur platonischer Nährvater, eine Art guter Onkel also. Ein Vorbild für Männer, die bekanntlich auch Sexualität haben, kann dieser gute Onkel natürlich nicht sein.

7.
Dies also ist die höchst mysteriöse, geradezu märchenhafte heilige Familie: Sie besteht aus einem göttlichen Kind, einer Mutter als Jungfrau und einem sexuell-erotisch nicht-aktiven Vater. Und diese seltsame Familie wird als DAS einzige wichtige Vorbild für die Familien heute propagiert: Papst Benedikt XV. hat das „Fest der Heiligen Familie“ 1920 verbindlich festgelegt, es sollte in den Zeiten nach dem 1. Weltkrieg die Familien stützen und fördern: Aber eben mit dieser mythologischen, märchenhaft – zauberhaften Heiligen Familie aus Maria, Josef und Jesus…

8.

Die Jungfrau Maris wird als diese höchst ungewöhnliche „unbefleckte Mutter“ den Frauen, also den wirklichen Müttern bis heute als höchstes Vorbild empfohlen: Denn diese Jungfrau – Mutter war gehorsam, fürsorglich, Gott-ergeben. Und der asexuelle Vater Josef wird seit Papst Pius XII. (1955) den Männern am 1. Mai als vorbildlicher Arbeiter an der Hobelbank empfohlen, als Fest „Josef der Arbeiter“. Auch dies ist eine Unwahrheit: Josef war Handwerker, kein (proletarischer) Arbeiter, das katholische Alternativ – Fest am 1. Mai ist Ausdruck der Kirche, irgendwie kritisch, aber doch ein bißchen anschlussfähig an die Moderne und die Arbeiterbewegung zu bleiben.

8.
Zur aktuellen Bedeutung: Familie kann für die katholische Kirche also nur eine Hetero – Familie sein. Die katholische Kirche versteift sich mit dieser Ideologie der Kleinfamilie von Nazareth auf das hetero – normative System, das noch in fast allen Ländern, zumal in den vielen autoritär regierten Staaten gilt. Eine Regenbogenfamilie ist für die katholische keine Familie, deswegen setzt sie sich auch nicht für die volle gesetzliche Gleichberechtigung der Regenbogenfamilien in den Staaten ein.

9.

Papst Leo XIV. wird oft als ein etwas progressiver Papst erwähnt, der doch ein bißchen das Interesse hat, die katholische Kirche an das, was vernünftig und human ist in der Morderne, ein bißchen anzuschließen. Dieses immer nur ein bißchen tun und ein bißchen handeln soll der „Einheit“ der Kirche dienen, jeder hat ein bißchen recht, zum Schluss weiß niemand mehr, „wo es lang geht“… Der Kult um die heilige Familie, so wie er jetzt als hetero – normatives Fest gefeiert wird,  ist dafür bester Ausdruck.

10.

Spanien ist jetzt keine „katholische Nation“ mehr, dazu unser aktueller, faktenreicher Hinweis: LINK 

Copyright: Chrosztian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

Christi Himmelfahrt: Vernünftig verstehen

Ein Hinweis von Christian Modehn am 7. Mai 2026.
1.
Den Titel des Festes „Christi Himmelfahrt“ können wir nur verstehen, wenn wir uns vom üblichen, wiederholenden Nachsprechen der neu-testamentlichen Erzählung befreien. Und in neuen Worten, ohne die bilderreiche Sprache der Bibel, nachvollziehbar und klar, erklären, was gemeint ist.
Dann zeigt sich: Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten werden zwar als drei verschiedene Feste bezeichnet, aber sie meinen das Gleiche: Gemeinsam ist: Gefeiert wird der kreative Geist, den Christen für heilig halten als eine Gabe des Ewigen, Gottes. Wenn dieser Geist Mittelpunkt der drei genannten Feste ist, dann wird der Geist nicht in frommen Verzückungen erlebt und gefeiert, sondern als handelnde Vernunft betrachtet, die in politische Praxis führt: In das politische Eintreten für die gleiche Würde aller Menschen, also für die Menschenrechte.

2.

Zu Ostern erkennen die Freunde Jesu von Nazareth in der Kreativität ihres Geistes, der heilig ist, weil er von Gott dem „Schöpfer“ stammt: Jesus von Nazareth ist „auferstanden“: Denn auch er hat als Mensch Anteil an dem göttlichen Geist, und der ist der Geist des Ewigen, der den Menschen Anteil an seinem Geist bietet. Der Ewige beschenkt also den Geist, die Seele, aller Menschen mit sich selbst, dem ewigen Geist. Die Auferstehung Jesu können seine Freunde Jesu als „Überwindung des Todes“ erkennen, weil sie selbst vom heiligen Geist, dem Geist des Ewigen, bestimmt sind. Ostern ist also bereits ein Fest des Geistes, des heiligen, Ostern ist also also schon Pfingsten als Fest der Gabe des heiligen Geistes Inder Erkenntnis der Auferstehung Jesu.
Und „Christi Himmelfahrt“ ist nur ein anderes Bild für die Auferstehung Jesu von Nazareth.

3.
Dieses seltsame Wort „Himmelfahrt“ ist ein Bild für die Erzählung: Dieser Jesus von Nazareth ist nicht im Nichts verschwunden. Jesu Leichnam liegt zwar – wie der Leichnam jedes anderen Menschen – in einem Grab! Aber Jesu Geist als ewiger Geist ist „woanders“, „nicht mehr hier“. Jesus ist – bildlich gesprochen – an dem Ort des Ewigen, des Göttlichen, also im „Himmel“.
Die Gemeinde will mit dem Fest „Christi Himmelfahrt“ also noch einmal explizit feiern, dass dieser von ihnen geliebte Mensch, der Prophet Jesus von Nazareth, nicht mehr nur zur Erde, nicht mehr nur zur Welt der Menschen, gehört. Er ist leiblich verschwunden, aber geistig nicht entschwunden. Jesus ist in den Bereich des Ewigen eingetreten, den man „Himmel“ nennen kann oder „Sein beim Ewigen“.

4.

Dass die Kirchen dreimal, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten  in kurzem zeitlichen Abstand eigentlich dreimal das Gleiche feiern, ist einzig in der menschlichen Begeisterung begründet, möglichst viele Feste – mit unterschiedlichen Akzenten – zu feiern.

5.

Als Fest des Geistes als des heiligen, kritischen Geistes ist Pfingsten das Fest der besonderen menschlichen Qualität, sie zeichnet„den“ Menschen, alle Menschen, aus. In diesem universellen Geist als der Vernunft erschließt sich die Menschenwürde, erschließen sich die Menschenrechte.
Pfingsten als Fest des Geistes, der heilig ist, stellt also die allgemeine und universell geltende Vernunft in den Mittelpunkt. Pfingsten sollte deshalb politisch sehr deutlich
als das Fest der Menschenwürde gefeiert werden, als Fest der Menschenrechte, der wesentlichen Gleichheit aller Menschen, der universalen Gerechtigkeit also. Pfingsten ist also alles andere als ein gedankenloses, fundamentalistisch geprägtes Fest eines frommen, charismatisch sich nennenden Enthusiasmus.

6.

Zurück zu Christi Himmelfahrt: Dieser Tag ist kein Gedenktag an einen ins Unendliche, in himmlische Ferne Entrückten. Christi Himmelfahrt lässt die Welt der Menschen nicht gottlos erscheinen. Vielmehr ist der Geist aller Menschen auch vom Göttlich, vom Ewigen geprägt.  Trotz aller freier Entscheidungen der Menschen, die sich für Krieg und Zerstörung und Verachtung der universellen Menschenrechte entscheiden.
Gott hat, im Bild gesprochen, eine endliche, irdische Welt geschaffen, und die ist keine göttliche Welt, sondern eine weltliche Welt, das Andere Gottes, des Ewigen, der aber dieses „Andere seiner selbst“ mit sich verbindet – im Geist, in der Vernunft der Menschen und den geistvollen Strukturen der Welt und Natur…

7.

Man sieht schon angesichts dieses kurzen Hinweises: Der Gedanke an eine Schöpfung der Welt und der Menschen durch Gott, den Ewigen, ist die einzige Voraussetzung, um Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten zu verstehen. Dabei verstehen wir Schöpfung selbstverständlich NICHT im Sinne des fundamentalistischen Kreationismus.

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich

Ein Hinweis von Christian Modehn anläßlich der Papstwahl am 8. Mai 2025.

Siehe auch eine Ergänzung am 10. Mai 2026: Siehe die Nr.3 dieses Hinweises.

1.
Vor einem Jahr, am 8.Mai 2025, wurde der us-amerikanische Kardinal mit einem peruanischen Pass Robert Prevost aus dem Augustinerorden (OSA) zum Papst gewählt.
Obwohl wir im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin wissen, dass es sehr viel dringendere Themen gibt für die bedrohte Menschheit heute, als an einen noch relativ frisch im Amt herrschenden Papst zu erinnern: Wir wollen entgegen den meisten offiziellen Trends der Presse und der Kirchenleute, die Papst Leo XIV. als „geistlichen Führer“ oder mutigen Trump – Kritiker hinstellen, doch dringend darauf aufmerksam machen:

Dieser Papst mag für weltpolitische Fragen, sozusagen nach außen, gewisse Sympathien der Nachdenklichen wecken.

Innenpolitisch, also für die innere Gestalt der römisch – katholischen Kirche ist dieser Papst ein Konservativer, er ist überhaupt nicht interessiert, mit dieser Kirche, über die er als unfehlbarer Papst herrscht, alsbald eine grundlegende Reformation (und nicht oberflächlichen Reförmchen) zu gestalten.
Die Liste der Forderungen ist lang und seit mindestens 70 Jahren permanent von sehr reflektierten Theologen vorgebracht, das alles zu wiederholen ermüdet total die kritischen Journalisten: Kurzum, mit diesem Papst ist – bis jetzt – ein weiterer Stillstand in der Kirche zu erwarten: Hinsichtlich der Anerkennung der versöhnten Verschiedenheit der getrennten Kirchen, hinsichtlich der nun auch von katholischen Bischöfen permanent geforderten Aufhebung des Pflichtzölibates für Priester, hinsichtlich der dringend (!) zu realisierenden Zulassung von Frauen zum DiakonInnen – und PriesterInnenamt. Nichts tut sich, d.h. nicht tut der Papst, er lächelt die großen Themen freundlich weg…

Auch dieser Papst denkt mehr an das zahlenmäßige Wachstum der Kirche in Afrika als an die noch verbliebenen nachdenklich – krischen Katholiklen etwa in Europa, die die Moderne und den katholischen Glauben endlich versöhnen wollen. Bei dem Thema wird die Frage dringend: Kann ein einziger Papst von Rom aus die katholische Kirche (1,4 Milliarden Mitglieder) regieren, d.h. beherrschen, oder bräuchte es nicht mehrere „PatriachInnen“, jeweils auf allen Kontinenten präsent. Das Ein – Mann Papsttum würde damit verschwinden… Aber solche Gedanken werden nicht öffentlich diskutiert! Vielleicht weil die klerikalen Fundamentalisten Im Vatikan und anderswo  denken: Christus hat nur den einen Petrus als Papst berufen…Also darf es nur einen Papst geben… so ticken wirklich manche Leute…

Aber wenn das so weitergeht mit dem Papst – Regime: Es wird bald niemanden mehr geben, der sich öffentlich noch für eine Reformation (sic) der römischen Kirche heute und jetzt sofort einsetzt. Vernünftige Katholiken haben diese Kirche längst verlassen… Aber es gilt: Katholisch-Sein und Sisyphus – Sein ist nicht identisch! Denn: Es gibt die Freiheit des Evangeliums des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth…

Wir haben keine Erwartungen, dass Leo zum Papst der grundlegenden katholischen Reformation wird: Siehe unseren LINK

Von einer bestimmtem Veränderung der Kirche als Institution spricht Leo hingegen am 5. Mai, ein kleines Zeichen der Reform-Bereitschaft? Sicher nicht, denn von einer entscheidenden Veränderung, Reform, der dogmatischen und moralischen Lehren spricht der Papst nicht, es geht ihm um Strukturen…: LINK 

Siehe auch den Gastbeitrag des Theologen, Journalisten und Publizisten Michael Meier, Zürich LINK

2.
Hingegen wird versucht, Papst Leo in einer populistischen Ecke noch beliebter zu machen:
„Das Modemagazin „Vogue“ hatte Papst Leo XIV.  zu einer der bestgekleideten Persönlichkeiten des Jahres 2025 gewählt. Dabei wurde der „Bruch mit dem bescheidenen Geschmack seines Vorgängers Papst Franziskus“ betont. Filippo Sorcinelli ( der offen homosexuelle italienische Designer, der unter anderem auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus einkleidete) erklärte dazu (ausgerechnet der populären englischen Daily Mail), Franziskus habe eine „überraschende Einfachheit, fast schon eine evangeliumsgemäße Provokation“ gewählt. Bei Benedikt XVI. sei es hingegen die Verwurzelung in der Tradition. Doch Leo XIV., so der Designer, verkörpere ein Gleichgewicht zwischen Benedikt und Franziskus.“ Quelle: LINK

Auch aufgrund der Liebe Leo XIV. zu den alten, aber durchaus chicen Papstgewändern und den Gemächern in Castel Gandolfo wird man sagen: Leo XIV. ist gern Papst und er genießt auch die äußeren Privilegien des Stellvertreters Christi auf Erden (bitte beachten: Es heißt nicht: Des Stellvertreters Jesu von Nazareth auf Erden…Denn Christus ist der dogmatisch verkirchlichte Jesus von Nazareth)

3.

Ergänzung am 10.5.2026: Papst Leo ist populär (populistisch): Weitere Hinweise am 10.5.2026

A.  Ergänzung am 11.5.2026: Es ist schon hoch erstaunlich (und für die verbliebenen Katholiken eigentlich peinlich), wie sehr ausführlich der offizielle Pressedienst des Papstes auf diese Begegnung von Augustiner-Papst Leo und den Chefs der Augustiner-Brauerei in München eingeht, und dabei die vermittlende Rolle von Kardinal Marx, Mpünchen, lobt! Quelle: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2026-05/papst-leo-xiv-audienz-augustiner-braeu-muenchen-interview.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

Am 10.5.2026: Papst Leo empfängt die Inhaber der Augustiner-Brauerei, München. Der erste Satz der KNA Meldung vom 9.5.2026 heißt: „Vom Augustiner-Biergarten auf den Papstthron“….(Tatsächlich hatte Robert Prevost als General-Prior des Augustinerordens einst den Augustiner-Biergarten in München besucht).
Diese Begegnung von Augustiner-Bräu und Augustiner-Papst bringt sicher viel Werbung, viel Segen, d.h. Gewinn für diese ohnehin beliebte Brauerei in München. Die Konkurrenz wird böse sein: Wann wird denn endlich aus dem Paulaner-Orden jemand Papst, fragt sich die „Paulaner – Brauerei“, genauso wie Franziskaner – Brauerei und so weiter.

Nebenbei: Diesen Orden Paulaner gibt es wirklich, allerdings ist er viel kleiner als der ebenfalls kleine Augustinerorden: Die Paulaner werden offiziell „Minimi“ genannt, die Geringsten, sie haben heute ca.150 Mitglieder…Sie sind zu ständigem Fasten verpflichtet, dürfen aber Bier trinken!

Papst Leo gab der durchaus dem Volke und der Werbung zugewandte Begegnung mit den Chefs der Augustiner- Brauerei noch eine tiefere Bedeutung: „Ich ermutige euch daher, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, weiterhin sowohl beruflich als auch persönlich euren Beitrag zur Förderung eines gerechten und wirksamen Ansatzes für die Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Gemeinwohls zu leisten“, sehr gut hatte sich Leo XIV. Diese hölzerne Rede aufgeschrieben, „bevor er die Audienz-Teilnehmer aus Süddeutschland segnete“, so die katholische Nachrichten Agentur KNA.
Von der Gefahr des Alkoholismus – auch unter Priestern und Mönchen – sprach der Papst leider nicht, auch keine Rede davon, die Preise für alkoholfreies Bier billiger zu machen.
Es ist hier wie in den folgenden zwei Beispielen immer diese Masche des Augustiner-Papstes: Zuerst sich populär geben, also den Interessen der Leute sehr nahe kommen, dann aber im zweiten Teil etwas moralisch – theologische Weisungen ranhängen. Diese Mahnungen treten aber angesichts der populären Ereignisse, Bilder und Floskeln in den Hintergrund. Also: der Populismus überwiegt…
 
LINK: https://katholisch.de/artikel/68509-augustiner-brauerei-zu-besuch-bei-papst-leo-xiv

B.
Während des Besuches Papst Leos in Neapel geschieht das obskure, durchaus abergläubische Blutwunder des Heiligen Gennaro, diesmal sogar „außerhalb des üblichen Turnus“: Es gibt für dieses Wunder also einen regelmäßigen Turnus, dies passt ja nun gar nicht zur üblichen Wunder-Theologie-Ideologie…

LINK: https://katholisch.de/artikel/68506-waehrend-des-besuchs-von-papst-leo-xiv-blutwunder-in-neapel

C.
Robert Prevost trägt so tolle Speaker von NIKE: So die begeisterte NIKE – Sneaker Gemeinde jetzt: “Kommentare wie „Nike wurde jetzt offiziell gesegnet“ oder „Du kannst den Jungen aus Chicago holen, aber nicht die Nike-Schuhe aus dem Jungen“ verbreiteten sich rasant im Netz“, so KNA…. Nike wird sich freuen und weitere Schuhe in den Apostolischen Papst schicken. Oder um die Segnung der NIKE Schuhe bitten: Solche Sachen, auch Handys, Autos, Tiere werden ja bekanntlich gern vom katholischen Klerus, auch den Bischöfen, gern gesegnet, Homosexuelle oder wiederverheiratet Geschiedene eher nicht so gern, am besten gar nicht, sind ja Sünder. In jedem Fall werden nun alleNIKE – Sneaker – Fans bald regelmäßig an der Messe teilnehmen…

Quelle: https://katholisch.de/artikel/68507-papst-leo-xiv-begeistert-ploetzlich-sneakerfans

Bald wird jemand herausfinden, welche Unterwäsche Papst Leo trägt, sicherlich ist es französische. Auf den Namen des Designers sind wir gespannt, doch wohl nicht HOM? Aber anläßlich seiner Pastoralreise im Herbst 2026 nach Frankreich könnte er seine von der Firma zu Werbezwecken geschenkte französische Unterwäsche am besten bei seinem Aufenthalt in Lourdes segnen (heiliges Wasser ist dort). Und dabei den Frauen dankt, die diese Unterwäsche in Bangladesch liebevoll nähen und nur einen Hungerlohn erhalten., leider, leider, …. diese Lieferketten…

Wie Papst Leo mit den sexuellen Missbrauchstätern umzugehen gedenkt, hatte er schon 2025 angekündigt: „Papst Leo XIV. hatte im vergangenen Jahr die Erwartungen gedämpft, dass sich im Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsvorwürfen grundlegend etwas ändern werde. Der Missbrauch durch Geistliche sei zwar eine »eine echte Krise«, bis zum Nachweis ihrer Schuld gelte jedoch die Unschuldsvermutung, und Beschuldigte sollten entsprechend »geschützt« werden, sagte der Papst in einem Interview. Den Opfern müsse die Kirche mit »großem Respekt« und »Verständnis« begegnen, sagte Leo. Das Thema sexueller Missbrauch solle während seines Pontifikats aber »nicht zum zentralen Thema der Kirche werden«. Quelle: LINK.

D.

Es wird weiter im Vatikan problemlos gesegnet, bei den Homosexuellen ist die Segnung ja höchst umstritten… : Nun werden auch auch Duschmobile in ROM gesegnet: . LINK   

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin