Buchhinweise

Wenn politische Regression unser Leben bedroht

Regression ist erstens eine krankhafte Verirrung des einzelnen Menschen: „Regression psychoanalytisch betrachtet, bezeichnet einen Vorgang, in dem ein Individuum oder eine Gruppe ein schon erreichtes psychisches Struktur – und Funktionsniveau verlässt und zu einem früheren, und /oder niedriger strukturierten Niveau des Denkens, Fühlens und Handelns zurückkehrt.“ (Rachel Jaeggi). Nebenbei: Es gibt allerdings auch gelegentlich die kurzfristige, etwa die spielerisch ausgelebte und gestaltete Regression, etwa, wenn Erwachsene ihre Kindheit nachspielen… Darum geht es hier nicht.
Regression ist auch politisch das bewusste Abdriften in unvernünftigere, längst überwundene und eher offiziell minderwertig eingeschätzte Formen der Lebensgestaltung, des Zusammenlebens, der Gesetze, der internationalen Kooperationen usw.
Politiker und die ihnen folgenden Wähler handeln im Sinne der Regression, etwa in der MAGA-Bewegung der USA, für den autoritären Staat der Weißen in einem System, das nur noch den Namen Demokratie hat. Regression ist, etwa in den USA, unter den Bewohnern auch der Verzicht auf immer mühsames kritisches Nachdenken über eine bessere, gerechtere Zukunft für alle Menschen.

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Christliche Dogmen dürfen nicht die Wissenschaften bestimmen: Francis Bacon

Francis Bacon, Naturwissenschaftler und Philosoph, trennte die Naturwissenschaften von den christlichen Dogmen. Diese Leistung verdient bis heute höchste Beachtung. Francis Bacon hatte für sich am christlichen Glauben festgehalten. Den Atheismus kritiserte er heftig. Vor 400 Jahren, am 9. April 1626, ist Bacon gestorben.

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Die „unsichtbare Religion“ – lebt in der säkularisierten Gesellschaft

Thomas Luckmann hat als Soziologe schon 1967 eine neue, ziemlich gewagte These publiziert: Eine von ihm „unsichtbar“ genannte, das heißt „außerhalb der kirchlichen Institutionen“ lebendige, nur individuell je verschieden geprägte Religion sei heute in Europa bestimmend. Wenn das Zerbrechen institutioneller religiöser Bindungen in individuelle Vielfalt gilt, wenn also sehr viele Menschen ihre je eigene Religion, ihren je eigenen „transzendenten Mittelpunkt“ und „Gott“ selber entwickeln, dann muss man an der gängigen sozialwissenschaftlichen und philosophischen These zweifeln: Unsere westliche Gesellschaft sei grundlegend „säkularisiert“, also ohne Bindungen an oberste, für göttlich gehaltene Werte. Es lohnt sich also, über diese „unsichtbare Religion“ nachzudenken… Aber auch die Grenzen dieser liberalen These zu erkennen.

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Ostern als Auferstehung der Menschen vernünftig verstehen.

Die Erkenntnis heißt: Jesus, der Gekreuzigte, „lebt geistig unter uns“, traditionell gesprochen: Er ist „auferstanden“, er ist geistig unter uns lebendig. Diese Einsicht, so betonen die Freundinnen Jesu, sei für sie erstaunlich und überraschend: So ungewöhnlich, dass dieser Geist mit seiner Erkenntnis der Auferstehung nur heilig genannt werden kann. Dieser göttliche Geist ist die bestimmende Lebenskraft der Menschen seit der Schöpfung. Und es ist derselbe heilige, göttliche Geist, der auch den Menschen Jesus zu seinem außergewöhnlichen Leben der Liebe und Solidarität bewegte. In diesem Sinne kann diese Gemeinde also sagen: Der Mensch Jesus von Nazareth wurde in der Kraft des ewigen göttlichen Geistes aus dem Tod befreit. Und in eine bleibende geistige Präsenz geführt…Eine Spiritualität zu Ostern und zur Auferstehung ist nicht auf die klassischen, bekannten und meist fundamentalischen Predigten der dogmatischen Klerus-Kirchen angewiesen. Eine vernünftige Oster/Auferstehungsspiritualität kann jeder für sich entdecken: Das Neue Testament ist überall zur Lektüre verfügbar, ebenso historisch-kritische Erläuterungen zu den Erzählungen über die Auferstehung Jesu im Neuen Testament… 

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Ein Glaubensbekenntnis eines Atheisten: Über Julian Barnes

Wir kommen aus dem ewigen Nichts, und dorthin kehren wir zurück.“ Eine starke Behauptung, das Glaubensbekenntnis eines Autors, der sich in dem Buch meist Atheist, manchmal nur Agnostiker nennt (S. 237 ). In diesem seinen Bekenntnis zeigt sich Barnes als Atheist, der offensichtlich sehr genau weiß, woher er kommt und wohin er nach dem Tod geht.
Wer sich philosophisch – kritisch mit diesem Bekenntnis von Julian Barnes befasst, muss feststellen: Sein Satz: “Wir kommen aus dem ewigen Nichts, und dorthin kehren wir zurück“ ist eine von vielen existentiellen Überzeugungen. Der Satz ist nichts als ein Ausdruck eines Glaubens, den heute viele Leute, nicht ohne Stolz, als „meine Lebensweisheit“ daher sagen, oft mit dem Anspruch: „Dies ist doch wohl auch eine wissenschaftliche Wahrheit“.

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Ein christlicher Glaube, der befreit. Denn die Kirchendogmen sind relativ!

Es ist eher selten, dass ich ein Buch eines katholischen Theologen aus dem deutschsprachigen Raum sehr dringend empfehle. Peter Trümmer, em. Theologieprofessor an der Uni Graz, Spezialist für Studien des Neuen Testaments, legt ein neues Buch vor: Der Titel ist provokativ gemeint: „Jesus ohne Opfer“. Dieser Titelk als Forderung will sagen: Katholiken und ihre klerikalen Führer und natürlich auch die Protestanten sollen Jesus nicht länger als den „Sohn Gottes“ der Trinität lehren und propagieren, der als „Opferlamm“ von einem grausamen Gott – Vater in den blutigen Kreuzestod auf Erden geschickt wird: Um so leidend und blutig die Erlösung der Menschen zu bewirken. Erlösung heizt aber offiziell: Überwindung der „Erbsünde“! Diese „Erbsünde“ ist eine auch biblisch gesehen eine abwegige, nur mit Macht und Gewalt durchgesetzte Behauptung des heiligen Augustinus. Der Witz sozusagen Die Erbsünde wird – im Unterschied zu den vielen anderen Sünden, Fehlern, Verbrechen, als solche von Menschen gar nicht erlebt und als solche erfahre

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Warum besucht Papst Leo XIV. am 28. März 2026 ausgerechnet das Fürstentum Monaco? Die 29. der „Unerhörten Fragen“

Von Christian Modehn am 17.3.2026 Eine religionskritische Satire zu einer problematischen „apostolischen Reise“ Auf diese Frage sind mehrere richtige Antworten möglich, eine Antwort ist wahrscheinlich die besonders treffende. (Unsere Antwort am Ende des Beitrags) Papst Leo XIV. besucht also am 28. März das Fürstentum Monaco… 1 …weil er sich mit Fürst Albert II. nach dessen […]

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Philosophische Bücher

Reliquien, alte Knochen, des heiligen Franziskus von Assisi werden jetzt in Assisi öffentlich ausgestellt

Nun werden also auch die Knochen des heiligen Franziskus von Assisi, gestorben vor 800 Jahren, öffentlich der Verehrung feilgeboten. Uraltes Gebein und sicher auch mittelalterlicher Staub können ab kommendem Wochenende in Assisi bestaunt, bewundert, verehrt werden. 350.000 Menschen haben sich bereits zur „Knochen-Show“ angemeldet, sie werden dann in der Basilika San Francesco zu Assisi angesichts der Reliquien ihre Bittgebete in den Himmel senden. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) führt ausführlich ins kritische Nachdenken über den Katholizismus! Der Katholizismus ist für Hegel „stehen geblieben“. Er ist noch immer machtvoll vorhanden, aber er ist nicht „wirklich“, im emphatischen, im Hegelschen Sinn von Vernünftigsein! Der Katholizismus ist also durchaus „veraltet“, überholt, weil noch eingebunden in eine vom Geist und der Vernunft längst überwundene Erfahrung von Gott, Mensch und Freiheit.

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Gerechtigkeit ist etwas Göttliches: Wenn ein katholischer Theologe den Kirchenfeind Proudhon lobt.

Der katholische Theologe Henri de Lubac setzt sich in seinem Buch über Proudhon (veröffentlicht 1945) objektiv, aber doch voller Wohlwollen mit dessen Lehre von der universalen Gerechtigkeit auseinander. Für Proudhon ist die Gerechtigkeit etwas Göttliches, das höchsten Respekt und Achtung unter allen Menschen verdient. Proudhon meint sogar, das kirchliche Christetum, das er ablehnt, werde durch eine neue Religion der Gerechtigkeit ersetzt. De Lubac schreibt dieses Buch während des Pétain-Regimes, er mahnt die Christen, mehr auf die Gerechtigkeit als auf die Dogmen und Riten der Kirche zu achten.

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Jon Fosse: Das wundersame Leben

Jon Fosses neuer Roman „Vaim“ macht auf das Wundersame im Leben aufmerksam, wundersam ist nicht identisch mit wunderbar. Fosse zeigt, wie eine Frau über Männer dominieren kann, sie erscheinen hilflos und müde, können nicht Nein sagen. Wundersam erleben die Protagonisten das Zusammentreffen vieler Zufälle im Alltag. Bruhigend ist für die beiden Männer, Fischer, die ihre Boote lieben,die Natur, das Meer… Einen Restbestand an christlichem Glauben haben sie sich bewahrt. Dieses Interesse des Autors Jon Fosse am „Wundersamen“ hat nichts mit spinöser Esoterik zu tun. Es werden nur Erfahrungen im Alltagsleben existentiell – ermüdeter Menschen (Männer) ausgebreitet, die hilflos neurotisch – autoritären, übergriffigen Menschen ausgesetzt sind. Und diese Erfahrungen müssen einmal mehr dargestellt werden. Als Aufklärung, als Warnung. 

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Mit Boccaccio in die Religionskritik

Anläßlich des 700. Todestages des italienischen Dichters Boccaccio muss auch an dessen Kirchenkritik erinnert werden. Deutlich wird: Das Mittelalter war nie von einem einmütig – dogmenfrommen Glauben im Katholizismus geprägt.

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Mit Kompromissen leben. Aber nicht mit „faulen Kompromissen“

Demokratie lebt nur durch Kompromisse. Wer den Erhalt der Demokratie will, muss seinem demokratischen politischen Gegner nachgeben, weil er selbst Demokratie will, dadurch bleibt er beteiligt an der Regierung und kann auch politisch mitgestalten. „Ohne Kompromisse besäßen wir als politisch handelnde Gemeinschaft keine Einigung, Orientierung und Handlungsgewissheit.“ (Oliver Lepsius). Ein Kompromiss ist also kein Verlust, kein Defizit, sondern ein Gewinn, schreibt Oliver Lepsius, „um politische Meinungen und Überzeugungen in Entscheidungen zu verwandeln“, um etwa zu einer handlungsfähigen Koalition in einer Demokratie zu kommen. Bei einem Friedensvertrag zwischen dem Aggressor Russland und der Ukraine wird es wohl zu einem „faulen Kompromiss“ kommen…

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Hoffnung denken und Hoffnung leben. Wider die Gesellschaft der Angst…

Der Philosoph Byung-Chul Han legt vier philosophische Essays unter dem Titel „Der Geist der Hoffnung“ vor. Han ist in Deutschland als „südkoreanisch-deutscher“ Autor längst gut bekannt; seine Studien und Essays sind Ausdruck eigenständigen philosophischen Denkens. Sie nehmen die LeserInnen mit ins eigene Denken, ins Philosophieren, denn Philosophieren ist die lebendige Praxis „der“ Philosophie. In unserer Gegenwart ist die Hoffnung bedroht, jene Hoffnung, die bekanntlich als „letzte stirbt“, wenn alles andere längst schon vernichtet wurde. Nicht nur die Hoffnung als die unverzichtbare philosophische und religiöse Idee ist bedroht, sondern die Hoffnung als die unverzichtbare „geistige Energie“ (oder „Elan“) in uns, die Mut zum Leben gibt, sie ermuntert uns zur Zukunft, sie erschließt uns Zukunft.

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Hannah Arendt: Fünfzig Jahre tot … Ihr Denken lebt

Uns erscheint es bemerkenswert und wichtig: In dieser Arendt – Biographie von Willi Winkler werden ihre vielfältigen Begegnungen in Deutschland (BRD) und mit den Deutschen seit 1949 dargestellt. Willi Winkler beschreibt treffend die wirklichen Verhältnisse: „Die alten Nazis sind weiter und wieder nicht bloß im Amt, sondern überall… Hannah Arendt hat kein Problem damit, das Land der Mörder zu besuchen, sie hat ein weites Herz… aber sie traut ihnen (den Deutschen) nicht, sie hält die Deutschen auf Abstand.“

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Theologische Bücher

Weihnachten verstehen: Dann können wir Weihnachten besser feiern.

Ein Interview mit dem Autor des Buches „Die Weihnachtsgeschichte – Fakten, Legenden und tiefere Bedeutung“: Frank Kürschner-Pelkmann Die Fragen stellte Christian Modehn am 6.11.2025 Frage von Christian Modehn: Ihr neues Buch über Weihnachten (erschienen im Oktober 2025) hat 680 Seiten, die Fußnoten noch gar nicht mitgezählt. Ihr erstes Buch über Weihnachten aus dem Jahr 2012 […]

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General Franco, Spaniens faschistischer Führer, vor 50 Jahren gestorben…Und seine Ideologie wird lebendig…

Anläßlich des 50. Todestages des Faschisten und Katholiken General Franco muss über die Zusammenarbeit von Faschisten und Katholiken (Bischöfen etc.) neu nachgedacht werden. Der neue Nationalkatholizismus in Frankreich jetzt und die Bindung von Katholiken an rechtsextreme Parteien in Spanien heute sowie das „National-Christentum“ von Trump und Co. gefährden und zerstören nicht nur die Demokratie, sie zerstören auch die Möglichkeit, eine moderne katholische Kirche zu gestalten. Es sind die konservativ – bürgerlichen Kreise, die noch zu dieser Kirche halten. Werden sie bald sich den Rechtsextremen anschließen. In Frankreich und Spanien ist diese Tendenz schon sehr ausgeprägt.

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Die reiche Kirche und die Armen: Papst Leo schreibt eine offizielle „Ermahnung“

Der erste offizielle Text Papst von Leo XIV., die Exhortation, die Ermahnung, gilt den Armen. Papst Leo fordert dringend die Hilfe für die Armen, er spricht wie sein Vorgänger Papst Franziskus, auch von struktureller Sünde, die Armut und Elend erzeugt und begünstigt. Aber Leo erwähnt nicht namentlich den Kapitalismus oder Neoliberalismus. Er zeigt auch nicht, wie denn die Kirchen- Hierarchie selbst den Armen beistehen will. Er spricht von einer Kirche FÜR die Armen, dabei ist die Rede von einer armen Kirche MIT den Armen die beste Haltung, auch im Sinne der Befreiungstheologie. Große Teile von Augustinerklöstern in Rom oder Prag wurden in Luxushotels umgewandelt und nicht in Sozial-Wohnungen für Arme. Sehr glaubwürdig ist das Papst – Dokument nicht.

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Wenn die Kirchen zu viele Kirchen haben

„Leben statt Leere“ heißt ein neues Buch (2025) des EKD-Kulturbüros. Es geht um die Frage: Was tun mit den vielen leerstehenden, nicht mehr verwendbaren Kirchengebäuden. Es wird für neue Nutzungen plädiert. Aber die Frage wird nicht gestellt: Wer ist in den Kirchenleitungen schuldig oder verantwortlich für diesen Niedergang kirchlicher Lebens? Es ist die urlalte, unverständliche Dogmatik der Kirchen, die die Menschen aus der Kirche treibt, sowie die veraltete, hölzerne Kirchensprache. Die vielen feststehenden Holzbänke in den Kirchen machen ein angenehmes Verweilen unmöglich. Die Kirchen setzen trotz ihrer Finanzprobleme auf große Repräsentationskirchen und geben Millionen Euro aus für den eigentlich unnötigen Umbau etwa der St. Hedwigskathedrale. Dafür ist in Berlin Geld da, aber Gemeindhäuser und Kirchen in den Wohnvierteln werden verkauft oder abgerissen. In den 23 neu entstehenden Wohnverteln Berlins sind Kirchengebäude nicht mehr vorgesehen. Dringend muss entschieden werden: Wann werden überflüssige Kirchengebäude muslimischen Vereinen zur Gestaltung von Moscheen verkauft. In Amsterdam wurde eine katholische Kirche in eine Moschee umgewandelt.

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Papst Leo XIV. – problematische Entscheidungen des Allein-Entscheiders

Papst Leo XIV. zeigt im September 2025 sein wahres theologisches Gesicht: Er sagt NEIN zum Diakonat für Frauen, obwohl theologisch gar nichts dagegen spricht. Er will neu über die sehr bescheidenen Segnungsfeiern von Homosexuellen „nachdenken“. Damit folgt er den reaktionären Bischöfen Afrikas. Er will die Feier der alten lateinischen Messe (der Traditionalisten) wieder stärker fördern. Einige Theologen wissen schon jetzt: Mit diesem Papst aus dem sehr behutsamen, theologisch konservativen Augustinerorden ist keine Kirchenreform zu machen, schon gar nicht eine Reformation. Und einige Theologen sagen wohl auch: Eigentlich ist dieser Papst Leo XIV. eine Fehlbesetzung. Vielleicht aber ist das Papsttum (Alleinherrscher, anti-demokratisch….) ohnehin schon aus der Zeit gefallen und theologisch überholt. Die Äußerung des Papstes Leo XIV. in seinem Interiewbuch: „Demokratie ist nicht unbedingt die beste Staatsform“ muss eine Schande genannt werden. Papst Leo XIV., Mitglied des Augstinerordens, hat die starke Tendenz, als konservativer Papst zu agieren, vielleicht aus Mangel an umfassendem theologischen Wissen. Papst Franziskus hatte immerhin einige kluge Jesuiten an seiner Seite. Aber… wie ist es bei den Augustinern?

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Eine Warnung vor der Theologie des heiligen Augustinus

Papst Leo XIV, Mitglied des Augustinerordens, zitiert ständig Augustinus. So auch bei den Weltjugendtagen in Rom. Aber er zitiert nur einige philosophische „nette“ Weisheiten des jungen Augustinus. Die belastende Theologie des alten Augustinus, des Bischofs, erwähnt er nicht. Gerade diese Theologie ist gefährlich: Wegen der Gnadenlehre, der Erbsünden-Ideologie, der Frauenverachtung, der Verachtung der Juden usw… Man sollte diese Theologie Augustins überwinden.

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Jesus der Mensch: Der Weisheitslehrer.

Jesus von Nazareth wird von den meisten Kirchen als Gott verehrt. „Jesus ist Gott“, heißt das Dogma. Tatsächlich war Jesus von Nazareth ein Weisheitslehrer, im Judentum aufgewachsen, aber über das Judentum als Lehrer und Prophet hinausgewachsen. Nur als Lehrer universell gültiger Weisheit kann Jesus von Nazareth heute eine inspirierende Bedeutung haben, für die einzlenen Menschen wie für die Gestaltung einer gerechten Welt. Es gilt zu erkennen, dass die These: Jesus ist Gott ein ideologisches Konstrukt ist, formuliert enstprechend den politischen Interessen der Herrscher im 4. und 5. Jahrhundert.

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