Die „Erklärung der Menschenrechte“ (1948) gehört zum Glaubensbekenntnis der Christen!

Ein Hinweis von Christian Modehn am 18.4.2026

ZUR EINFÜHRUNG:

Wir haben schon vor kurzem erneut für die Aufnahme der „Erklärung der Menschenrechte“ der UN von 1948 in das Glaubensbekenntnis der Christen heute plädiert. Wir dachten dabei an die niederländische Kirche der Remonstranten. Sie ist wohl als einzige christliche Kirche dogmatisch nicht gebunden und bekanntlich aufgeschlossen für neue theologische Vorschläge. (Siehe unten.)

Dieser Hinweis hier ist ein weiterer Versuch, das Thema der Öffentlichkeit vorzustellen und theologisch zu begründen, als Thesen, denen weitere Erläuterungen folgen.

Hier geht es nur um die enge Verbundenheit von Menschenrechten und christlichem Glauben. Auf andere Religionen bezogen müsste das Thema weiter reflektiert werden.

Die Erklärung der Menschenrechte ist zwar Ausdruck der universell geltenden menschlichen Vernunft. Aber eine solche Erklärung ist zugleich ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln. Deswegen bedarf sie zur Realisierung auch einer geistigen, spirituellen Haltung, also eines Überzeugtseins, dass die Menschenrechte richtig und wichtig und unersetzlich sind. So, wie etwa der „Kategorische Imperativ“ von Kant ein Faktum der Vernunfteinsicht ist, aber zur Realisierung eine emotionales Betroffenheit braucht, so werden die Menschenrechte auch durch eine innere Bindung der Menschen lebendig und wirksam. Die Menschenrechte sind als Rechte und Pflichten etwas grundlegend Anderes als die vielen „positiven“ Gesetze in unseren Gesellschaften und Staaten.

Erstens: Die klassischen, bis heute weithin üblichen Glaubensbekenntnisse der Kirchen stammen aus dem 4. und 5. Jahrhundert, diese Bekenntnisse versteht kein denkender Mensch heute ohne ausführliche Interpretationen und Kommentare. Schlimmer noch: Diese Bekenntnisse sprechen vor allem vom Leben Gottes im Himmel, von seiner Trinität, vom Herabstieg eines Logos auf Erden, der dann als Jesus den grausamen Willen des Vaters erfüllt und sich ans Kreuz schlagen lässt und so weiter…
Zweitens ist entscheidend: Die Lehre und Lebenspraxis Jesu von Nazareth entspricht den Idealen der Erklärung der Menschenrechte. Zugespitzt gesagt: Christen wissen heute aus der Botschaft des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth: Das Göttliche, Gott, der Ewige, der Schöpfer der Welt…., wie auch immer, gebietet geradezu als Lebensorientierung die Menschenrechte.

Damit ist nicht gesagt, dass die Menschenrechte der Kirche entstammen, das Gegenteil ist der Fall. Die Menschenrechte sind Resultat der Aufklärung, sie haben sich gegen die Kirchen langsam durchsetzen müssen. Erst als der kirchliche, etwa der katholische Widerstand gegen die Menschenrechte geradezu lächerlich wirkte und blamabel, hat etwa das 2. Vatikanischen Konzil die Menschenrechte, etwa die Religionsfreiheit, offiziell als wichtig und richtig anerkannt. Trotzdem hat der „Heilige Stuhl“, also der Papststaat Vatikan, als einer der wenigen Staaten die Menschenrechtscharta der UNO formell nicht unterzeichnet.

Das ZIEL dieses Vorschlags ist: Die „Erklärung der Menschenrechte“ als „Orientierung für die Praxis der Christen“ in ein christliches Glaubensbekenntnis einzufügen. Dabei wird das Bekenntnis, auf eine göttliche Wirklichkeit und auf Jesus bezogen, selbstverständlich neu formuliert werden müssen. Ein Beispiel ist das Glaubensbekenntnis der niederländischen Remonstranten – Kirche aus dem Jahr 2006. (Text siehe unten)

 

DIE THESEN:

1.
Der Vorschlag ist neu: „Menschenrechte sind der Kern des Evangeliums Jesu von Nazareth.“ Der mutige brasilianische Befreiungstheologe Kardinal Evaristo Arns von Sao Paulo (1921-2016) hat diese Einsicht mehrfach öffentlich geäußert! LINK

Diese Erkenntnis freizulegen und zu beweisen macht Mühe, angesichts der vielen Bilder und Symbole und Wundermythen, die im Neuen Testament von Jesus von Nazareth berichtet werden und sein Profil als humanen Weisheitslehrer verdunkeln und verzerren. Aber: Die Gleichnisse Jesu (etwa der „Barmherzige Samaritan“) oder Jesu Reden vom „End-Gericht Gottes über die guten und weniger guten Menschen“ zeigen: Einzig menschliche Qualitäten wie Liebe, Güte, Hilfsbereitschaft sind für einen Menschen, der authentisch leben will, entscheidend. Religion und Kultus und religiöse Gesetze sind für Christen zweitrangig. Die oberste Orientierung heißt: Menschlichkeit zu allererst: Das ist die Botschaft und die Praxis Jesu von Nazareth. Und die sind im Kern die Botschaft der Menschenrechte.

2.
Die „Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 spricht nicht von Gott, das wird ihr von bestimmten frommen Christen als Mangel vorgeworfen. Aber die Menschenrechte als Ausdruck der philosophischen Vernunft, können Christen als gültig und allgemein anerkennen, weil sie als Christen wissen: Die Vernunft ist eine Gabe des schöpferischen Geistes Gottes…

3.
Die Menschenrechte werden heute, 2026, wie schon seit Jahren von autoritären, populistischen, faschistischen, kommunistischen und diktatorischen Kreisen verachtet, ignoriert, für Spinnereien ausgegeben. Weil sie die totale Herrschaft der Autokraten und Diktatoren stören. Und in Demokratien werden Menschenrechte als störende Elemente betrachtet im Rahmen einer immer üblicher werdenden „Realpolitik.“ Aber für Demokratien und Demokraten sowie demokratisch sich nennende Politiker sind die Menschenrechte in einem Rechtsstaat der unverzichtbare geistige Boden und der politische Horizont in allem Handeln. Wer als Demokrat und demokratischer Politiker gegen die Menschenrechte handelt, muss sich korrigieren, muss sich entschuldigen.

4.
Theologen und Kirchenführer wissen: Die Menschenrechte sind zwar in Europa nach langen Auseinandersetzungen auch mit den Kirchen formuliert worden: Aber die Menschenrechte sind nicht europäisch. Sie kann niemand deswegen diskreditieren, weil sie an einem bestimmten Ort – in Europa – entstanden sind. Universelle Geltung hat mit geografischer Herkunft nichts zu tun. Die Menschen in den Lagern und Gefängnissen der Diktaturen heute schreien geradezu nach der Geltung der Menschenrechte. Das Bewusstsein von er absoluten Würde eines jeden Menschen ist im menschlichen Geist verwurzelt. Menschenrechte entwickeln sich nach langen Diskussionen auch heute weiter: Sie werden im Zusammenhang der Klimakatastrophen neu formuliert. Oder die Rechte der Flüchtenden werden explizit verstärkt oder die Geschlechter-Gerechtigkeit…

5.
Wenn die Kirchen die Menschenrechte als zentralen Teil ihres eigenen Bekenntnisses wahrnehmen und auch leben, werden sie unterstützt werden von einer großen Gruppe von zivilgesellschaftlicher progressiver NGOs, die sich seit Jahren um die Durchsetzung der Menschenrechte kümmern. In der Diakonie und Caritas vieler Länder engagieren sich die Kirchen tatsächlich schon zugunsten der Menschenrechte. Sie sehen diesen Dienst als Ausdruck der gebotenen christlichen Nächstenliebe: Würden sie diesen Dienst auch explizit als politischen Dienst an den Menschenrechten sehen, hätten die Kirchen neue, ungewöhnliche Bündnispartner: Diese könnten die manchmal sehr eng konfessionell geprägte christliche Nächstenliebe ins Universelle erweitern, mit der Bereitschaft, gemeinsam POLITISCH gegen die Herrschaft der Diktatoren und Autokraten einzutreten.

6.
Das Probleme ist nur: Die Kirchen müssen sich selbst in der Gestaltung ihres „Innenlebens“ nach den Menschenrechten richten. Für den Katholizismus muss dann gelten: Die Menschenrechtserklärung der UN von 1948 muss der Vatikan formell anerkennen. Und zweitens: Der Papst muss die rechtliche Diskriminierung der Frauen in der Kirche, etwa Ausschluss von den Ämtern in der Kirche, sofort aufheben. Nur unter diesen Voraussetzungen wird das Engagement der katholischen Kirche für die Menschenrechte überhaupt glaubwürdig. Wie die Evangelikalen und fundamentalistischen Kreise sich zu den Menschenrechten verhalten, ist noch ein eigenes Thema. Ihre Verbundenheit mit der MAGA Bewegung des Donald Trump lässt starke Zweifel aufkommen, ob diese Kreise überhaupt von den universell geltenden Menschenrechten schon einmal gehört haben…

7.
Wird die Erklärung der Menschenrechte als Teil des Christlichen Bekenntnisses – etwa von Lutheranern, Reformierten, Katholiken, Anglikanern – anerkannt: Dann geschieht eine globale theologische Wende, die einer weiteren Reformation gleichkommen könnte. Diese Christen und ihre Kirchen befreien sich von den erstarrten Glaubensbekenntnissen voller fremder Formeln und Floskeln aus Nizäa und Konstantinopel im 4. und 5.Jahrhundert: Christen verstehen sich nun als Menschen, denen die universelle Gerechtigkeit für alle bester Ausdruck der Einsichten ihres Weisheitslehrers Jesus von Nazareth ist. Nun können sich Christen mit Atheisten und mit kritischen Menschen aller Religionen zu einem gemeinsamen Engagement vereinen, zugunsten der universellen Menschenrechte…

………………

Zu unserem früher schon publizierten Vorschlag: Die Kirche der Remonstranten, als offene, weithin undogmatische Kirche, könnte die Erklärung der Menschenrechte als Teil ihres Bekenntnisses aufnehmen: LINK

Das Glaubensbekenntnis der Remonstranten aus dem Jahr 2006: LINK

Sehr deutlich hat sich der protestantische Theologe Wilhelm Gräb (Berlin) für die Menschenrechte als Teil des christlichen Glaubensbekenntnisses eingesetzt: Etwa in seinem Buch „Vom Menschsein und der Religion.“ Tübingen 2018, S 213 ff.

Man beachte, dass Immanuel KANT in seiner Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phie die ethische Praxis (der Menschenrechte) als den alles entscheidenden Kern des christlichen Glaubens angesehen hat. Siehe dazu etwa unseren Hinweis zu Kant: LINK

 

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

 

Papst Leo in Algerien: Über Augustinus nur die halbe Wahrheit

Ein Hinweis von Christian Modehn am 16.4.2026

Ein Vorwort:
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen und gehässige Kommentare abzuwehren:
Für den „Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin“ ist die Kritik Papst Leos an der Kriegspolitik von Donald Trump absolut berechtigt. Diese deutliche Zurückweisung des us-amerikanischen Papstes an Trumps nur noch verrückt zu qualifizierender Außen-(Kriegs-) Politik wie auch der antidemokratischen Innenpolitik, hätte schon mit etwas mehr Mut vor einigen Monaten öffentlich geäußert werden müssen, aber immerhin..
Unsere Zustimmung zur Kritik des Papstes an Trump schließt aber überhaupt nicht aus, kritisch auf die Stellungnahmen Papst Leos etwa in Algerien hinzuweisen. Dieser kritische Blick auf seine Stellungnahmen in Algerien, zumal in Annaba, „Hippo“ einst, der Wirkungsstätte des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers (!) Augustinus, fehlt in den Medien, in den katholisch bestimmten Medien sowieso.

1.
Papst Leo versteht sich als Mitglied des Augustiner-Ordens explizit als ein „Sohn des heiligen Augustinus“. Und dieser „Sohn“ des vor etwa 1.600 Jahren gestorbenen heiligen Augustinus ist wirklich sehr berührt und total begeistert („es war eine Gnade in Annaba zu weilen“) von des „Vaters“ Wirkungsstätte. Man lese das ebenso enthusiastische, aber einseitige Resümee der Algerien-Reise von vaticannews LINK
2.
In höchsten Tönen preist Papst Leo wieder einnmal den heiligen Augustinus als eine für „uns“ heute relevante Gestalt, er sei Brückenbauer, er habe das Streben nach Gemeinschaft gefördert, habe den Respekt unter den Völkern trotz aller Unterschiede gelobt und geliebt und so weiter. Papst Leo kennt offenbar nicht die vielen richtigen kritischen theologischen und historischen Forschungen über den gestrengen Bischof von Hippo. Oder der Papst will die Leute besänftigen? Fast hätte ich geschrieben, in die Irre führen.
3.
Diese Lobeshymnen auf Bischof Augustinus durch Papst Leo sind theologisch und historisch gesehen schlicht und einfach falsch. Es gibt den absolut kämpferischen, gar nicht dialogbereiten, sehr eigensinnigen und gegen seine theologischen Feinde äußerst kämpferischen Bischof Augustinus. Es gibt den Augustinus einer rigorosen, mit Jesus von Nazareth kaum noch vermittelbaren Gnadenlehre: Nach der nur wenige Erwählte gerettet werden. In dem Zusammenhang entwickelt der alte Bischof von Hippo die theologische Ideologie der Erbsünde. Ja, wirklich eine Ideologie, denn dieses Dogma ist ein willkürliches, völlig unbiblisches Konstrukt eines kämpferischen greisen Bischofs Augustinus. Von diesem unangenehmen, eher häßlichen Augustinus spricht der Sohn Augustins, Papst Leo, leider nicht. So wird eine Art Augustinus – Ideologie verbreitet.
4.
Hier kann nicht das weite Thema der Gnadenlehre Augustins und seiner Erbsünden – Ideologie ausführlich beschrieben werden, das haben wir an anderer Stelle früher schon getan. LINK   Wer die Geschichte studiert und eben nicht als ein „Sohn des heiligen Augustinus“ in Verzückung gerät, wenn er an den einstigen Bischof im damaligen Hippo denkt und die Ruinen dort bewundert, muss feststellen, und das ist gängige Überzeugung unter Historikern: Dieser Bischof Augustinus war zwar hoch begabt und theologisch gebildet. Aber Augustinus war als Bischof und sehr-vielschreibender Autor nicht nur ein heftiger Verfolger der damaligen nicht-katholischen „Sekten“. Er hatte sich einen Mitbruder seiner katholischen Kirche als Erzfeind ausgesucht, den katholischen Bischof Julian von Eclanum. Ihn hat Bischof Augustinus aufs heftigste bekämpften erfolgreich ausgeschaltet. Von „Brückenbauen“ also keine Spur.
5.
Bischof Julian war ein theologisch gebildeter „ebenbürtiger Gegenger Augustins“ (Kurt Flasch, „Kampfplätze der Philosophie“, Frankfurt am Main, 2008, S. 13). Seit 418/419 hat Augustinus auf Bischof Julian eingeschlagen. Augustin nannte seinen Mitbischof einen „Patron der Esel“, Bischof Julian, klug und mutig, nennt den hoch angesehenen Bischof Augustin einen „asthmatischen Greis“ (ebd.).
Mit seiner polemischen Kraft gelang es Augustinus in den heftigsten Auseinandersetzungen mit Julian als Sieger hervorzugehen: Die Lehre von der Erbsünde hatte Augustinus durchgesetzt: „Augustinus hatte behauptet, Sünde und Schuld seien vererbbar. Er hatte die Übertragung der Erbsünde an den Geschlechtsverkehr gebunden und damit den Vorrang des jungfräulichen Lebens begründet. Er hatte die geschlechtliche Begierde als das Böse verteufelt…“ (Kurt Flasch, S. 14 f.)
Es war allen Gebildeten zumal außerhalb der offiziellen rigiden dogmatischen Kirche klar: Augustinus Erbsünden Doktrin zerstörte die Freiheit des Willens der Menschen. Gott wurde wie ein Tyrann konzipiert. Niemand weiß bis heute, wie denn Erbsünde als solche im Menschen erlebt und erfahren wird. Fast alle heutigen TheologInnen fragen sich: Kann es wirklich sein, dass die christliche Erlösung mit der Befreiung von dieser imaginären Erbsünde identisch ist???
6.
Diesen Augustinus erwähnt der Papst nicht. Wäre auch blamabel für einen Sohn des heiligen Augustinus, den Vater weitgehend zu kritisieren und als irrelevant für die heutigen Christen (Katholiken) darzustellen.
7.
Wir wollen dieses unsägliche Thema Erbsünde hier nicht fortsetzen. Die Erbsünden- Ideologie der Kirchen, nicht nur der katholischen, auch der lutherischen, auch der reformierten, calvinistischen Kirche, ist ein Fehler, mehr noch ein giftiger Irrsinn. Das sagen, wie schon betont, die meisten heute denkenden TheologInnen. Papst Leo sollte in freier Zeit in seinem neu renoviertem apostolischen Palast mit seinen Augustinern dort die Studie des großen objektiven Kenners Augustins Prof. Kurt Flasch lesen: „Die Logik des Schreckens. Augustinus von Hippo. Die Gnadenlehre von 397“, Mainz 1995.
8.
Die bis heute alles kirchliche Leben bestimmende Erbsündelehre ist, zusammenfassend, eine Ideologie Augustins, sie stellt die absolute Schwäche des Menschen gegenüber Gott heraus. An der Erbsünden – Ideologie halten die Kirche fest, um ein theologisches längst überwundenes Modell der Erlösung zu propagieren. Denn nur weil es die Erbsünde „gibt“, ist die Taufe eines jeden Menschen heilsnotwendig. Und die Taufe vollzieht sich innerhalb der Kirche, die vom Klerus bestimmt ist. Erbsündenlehre und Klerusherrschaft gehören also eng zusammen.
9.
Was eigentlich noch viel schlimmer ist: Soweit wir lesen, hat Papst Leo XIV. vor lauter Verzückung für seinen Vater Augustinus, inmitten der Ruinen von Annaba, Hippo, vergessen, auch ein Wort zu den nicht geduldeten Menschenrechten in Algerien zu sagen. Der Papst hat sich wohl von der viel besprochenen „Demokratie- Fassade“ der Regierung dort verführen lassen. Von dem großartigen, verfolgten algerischen Schriftsteller Boualem Sansal hat Papst Leo sicher schon einmal gehört…

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

Wenn politische Regression unser Leben bedroht

Hinweise von Christian Modehn am 15. April 2026

1.
Wenn Philosophieren noch die gegenwärtige Zeit auf den Begriff bringen will, ist es angebracht, diese Gegenwart als Zeit der Regression zu verstehen. Manche Soziologen sprechen auch von „Großer Regression“, allerdings in einem Buch aus dem Jahr 2015. (Fußnote 1). Die Zeitdiagnose des Politologen Giuliano da Empoli, zehn Jahre später publiziert, ist deutlich heftiger, schonungsloser: Wir leben in der „Stunde der Raubtiere“ (Fußnote 2). Wahrlich defätistisch seine Erkenntnis: „Die Weltuntergangs-Uhr in Manhattan… zeigt seit 2023 Mitternacht minus 90 Sekunden an – seit diese Uhr 1947 geschaffen wurde, waren wir dem Ende noch nie so nahe.“(S. 33).
2.
Die Raubtiere da Empolis können uns alle zerfetzen. Wer noch Regressionen feststellt, spricht nicht von Tieren, sondern von Menschen, also von „eigentlich“, „grundsätzlich“, „wesentlich“ doch immer noch etwas vernünftigen Menschen. Aus Gier, aus Bequemlichkeit, Nationalismus sinken sie in einen unvernünftigen Zustand zurück. Aber wer noch Regression festzustellen meint, hat immerhin noch den Begriff der Heilung, der Überwindung von Regression im Hinterkopf, also letztlich noch die Idee eines Fortschritt. Wer sich aber von Raubtieren umzingelt sieht, muss sich verstecken, aus Angst einmauern, bis dann doch die Raubiere alles zerfleischen. Wer die Übeltäter, die Kriegstreiber, noch für regressive Typen hält, kann noch handeln, versuchen, die Wende zur Demokratie, zu den Menschenrechten, zur Humanität zu probieren.
3.
Mit der Wahlniederlage des nationalistischen, antidemokratischen, populistischen Herrschers Viktor Orban in Ungarn, hat dort und für die EU wahrscheinlich die Demokratie wieder eine Chance. Es waren Kämpfe der noch demokratisch orientierten Bürger gegen die Allmacht Orbans, die zum Erfolg führten. Orban ist – hoffentlich – definitiv entmachtet und … er wird bestraft…
4.
Die Herrschaft Orbans war eine Zeit der Regression, der radikalen Rückkehr zu nationalistischer Willkür und zur Zerschlagung demokratischer Werte und Strukturen. Dieser Herrscher der Regression war eng verbunden mit anderen Herrschern der Regression, vor allem mit dem allmählich ins Wahnsinnige abirrenden Donald Trump und mit Putin sowie den nationalistischen Ministerpräsidenten der Slowakei und Tschechiens sowie mit den reaktionären erz-katholischen PiS Politikern in Polen. Vielleicht beginnt die Mauer der Regressiven in Europa nun etwas zu bröckeln.
5.
Es könnten andere Beispiele besprochen werden: Das entschiedene, kämpferische demokratische Handeln der Demokraten kann noch regressive Regime zu Fall bringen: An Brasilien wäre zu denken, an den Sieg des linken Demokraten Inacio Lula da Silva über den Verbrecher Bolsonaro. Oder: In den Niederlanden konnte bei den Parlamentswahlen 2025 die rechtsradikale Partei PVV von Herrn Wilders auf Position zwei – nach dessen Wahlsieg 2023 – gedrückt werden durch die linksliberale Partei D66.
6.
Regression ins Rechtsradikale und Rechtsextreme ist also kein Schicksal. Obwohl heute vielfach der Eindruck vorherrscht, der Aufstieg der rechtsradikalen AfD etwa in Sachsen-Anhalt sei eine Art von Schicksal. Wenn die CDU dort mit den Linken zusammenarbeiten würde und auch mit den anderen demokratischen Parteien eine Art „demokratische Front“ bilden würde, wäre die AfD erstmal stark eingeschränkt. Man erinnere sich: Die total regressive, rechtsradikale Partei „Front National“ von Le Pen konnte die Präsidentschaftswahl 2002 nicht gewinnen, weil sich alle demokratischen Parteien dort für die Wahl des konservativen Chirac im 2. Wahlgang entschieden hatten und ihm ein Wahlergebnis von 82 Prozent bescherten. Das ist gemeinsamer, überparteilicher Widerstand von Demokraten gegen regressive, rechtsradikale Politiker.
7.
Zum Begriff Regression. Er bezieht sich erstens auf die seelische, geistige Verfassung vieler Menschen. Und dann, im weiteren Sinne, auch auf die politische, ökonomische, soziale, kulturelle, religiöse Situation dieser Welt. Diese Regression ist immer das bewusst eingesetzte Aufgeben bisher errungener Standards demokratischen Lebens und des Respektes der Menschenrechte.
8.
Regression ist also erstens eine krankhafte Verirrung des einzelnen Menschen: „Regression psychoanalytisch betrachtet, bezeichnet einen Vorgang, in dem ein Individuum oder eine Gruppe ein schon erreichtes psychisches Struktur – und Funktionsniveau verlässt und zu einem früheren, und /oder niedriger strukturierten Niveau des Denkens, Fühlens und Handelns zurückkehrt.“ (Rachel Jaeggi, „Fortschritt und Regression“, Berlin 2025, S. 215.). Nebenbei: Es gibt allerdings auch gelegentlich die kurzfristige, etwa die spielerisch ausgelebte und gestaltete Regression, etwa, wenn Erwachsene ihre Kindheit nachspielen… Darum geht es hier nicht.
9.
Regression ist dann auch politisch das bewusste Abdriften in unvernünftigere, längst überwundene und eher offiziell minderwertig eingeschätzte Formen der Lebensgestaltung, des Zusammenlebens, der Gesetze, der internationalen Kooperationen usw.
Politiker und die ihnen folgenden Wähler handeln im Sinne der Regression, etwa in der MAGA-Bewegung der USA, für den autoritären Staat der Weißen in einem System, das nur noch den Namen Demokratie hat. Regression ist, etwa in den USA, unter den Bewohnern auch der Verzicht auf immer mühsames kritisches Nachdenken über eine bessere, gerechtere Zukunft für alle Menschen.
Wir sind deswegen geneigt zu sagen: Regression ist auch das Sich – Durchsetzen von Dummheit. Wobei die Dummen zu verstehen sind als die von despotischen Herrschern und ihren Staats-Medien Dumm-Gemachten. Skepsis und Selbst-Denken werden in diesen despotischen Regimen zu Un-Werten.
10.
Regression ist mit Rückschritt identisch, mit der Entscheidung einzelner oder Gruppen, mit einer Leidenschaft für Nostalgie, hinter die Standards demokratischer Prinzipien der Gegenwart zurückzugehen. Rückschritt, Regression, ist ein Zurückdrehen der Zeit auf einen früheren, angeblich glorreich imaginierten Zustand. Rückschritt als Nostalgie ist Flucht aus der belastend empfundenen Gegenwart. Regression führt bei den politischen Akteuren zu seelischer Erstarrung, maßloser Polemik und Feindschaft gegen die Verteidiger des Neuen und Richtigen. Regression führt oft zum (Bürger)Krieg.
11.
Noch einmal: Regressive PolitikerInnen leben und handeln unter dem Niveau heutiger Menschlichkeit. Die unflätige, unverschämte Sprache etwa von Präsident Trump liefert den Beweis: Regressive Politik wird von seelisch – geistig regressiven Herrschern betrieben. Weitere Beispiele lassen sich leicht finden, in Russland, Iran, Belarus, Israel etc..
12.
Wer von Regression und Rückschritt spricht, muss immer auch an den schwierigen Begriff Fortschritt denken: Fortschritt verstanden als Überwindung der für den einzelnen wie für Gesellschaften tödlichen Fixierung auf überlebte, überholte Lebensmodelle. Der Philosoph G.W.F. Hegel ist bekanntlich einer der deutlichsten Verteidiger des Begriffs Fortschritts in der Philosophie der Weltgeschichte. Er behauptete nicht, dass alles im Laufe der Weltgeschichte global und überall immer besser und „fortschrittlicher“ wird. Hegel wollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass Fortschritt zu verstehen lediglich in der bescheiden wirkenden Dimension als „Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“. Lediglich das Wissen der Menschen hat sich im Laufe der Geschichte ziemlich universell verbreitet: dass der Mensch wesentlich frei sein sollte. Und die geistige, im Bewusstsein nie auszulöschende Überzeugung drückt sich „materiell“ aus, wie Hegel betont, sie wird Welt, gestaltet also Gesellschaft, Staat, Kultur, Religionen. Diese Realisierungen der Freiheit sind aufgrund der Willkür der Menschen immer wieder bedroht. Aber nie mehr abzuschaffen…„Fortschritt ist Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“ ist selbstverständlich überhaupt keine „europäische (`kolonialistische`) Idee“, also nur für den Ort ihres Entstehens gültig. Die Idee „Fortschritt ist Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit der Menschen“ wird nach langen Kämpfen endlich heute weltweit geschätzt, in den Diktaturen Afrikas oder Asiens mindestens von den Oppositionellen in den Gefängnissen und Lagern. Sie alle fordern nicht nur in ihrem Bewusstsein, nicht nur ihrem Denken: Freiheit. Und mit dieser Forderung meinen sie letztlich die Geltung der Menschenrechte für sich selbst und für alle. Und die Bestrafung der Herrscher, die sich Politiker nennen.
13.
Regression ist die Ablehnung der Menschenrechte für alle. Fortschritt die Geltung von Freiheit und Menschenrechten für alle. Die „Stunde der Raubtiere“ kann vielleicht noch im Kampf für die Demokratie etwas hinausgezögert werden. Auch wenn man nach der Lektüre dieses Buches skeptisch bleibt. Aber den Elan des Widerstandes – selbst gegen die „Raubtiere“ – erhalten wir nur in einer Philosophie der Vernunft. Und die sammelt Menschen des Widerstandes gegen die Populisten, Rechtsradikalen und Faschisten heute, nicht nur in Deutschland…

Fußnote 1:
Die große Regression. Edition Suhrkamp, Berlin 2017.

Fußnote 2:
Giuliano da Empoli, Die Stunde der Raubtiere. C.H.Beck Verlag 2025.

COPYRIGHT: Christian Modehn, Religionsphilosophischer-salon.de

Geiz und Hab-Gier: Die herrschenden Laster der (politischen) Gegenwart

Ein Hinweis auf „Hauptsünden“, Laster genannt, von Christian Modehn am 3. April 2026.

Die These: Der Geizige ist der Habgierige, der Habgierige wird zum Nationalisten und der Nationalist führt Kriege .. um seinen Luxus zu verteidigen und die anderen, die zu Feinden erklärt werden, „auszuschalten“.

1.
Die Inszenierung des „Geizigen“ („L` Avare“, von Molière) der „Schaubühne“ in Berlin im April 2026 (Regie: Thomas Ostermeier, mit Lars Eidinger in der Hauptrolle) führt in eine Reflexion über den Geiz, aber auch über die Gier: Beide Laster sehen wir in engem Zusammenhang. In klassischen Reflexionen werden Geiz und Habsucht (Gier) ohnehin oft verbunden, der lateinische Name „Avaritia“ bedeutet beides, Geiz und Habgier. Wer von Geiz spricht, sollte also immer auch an Habgier denken. Mag der „Geizige“ von Molière auch eine Komödie sein: Lustig ist Geiz eigentlich gar nicht, zumal für jene, die unter dem Geiz des Geizigen zu leiden haben, zumal, wenn denn die Geizigen auch noch die Gierigen sind.

2.
Ohne hier eine umfassende Tugend/Untugend-Lehre aufzumachen:
Geiz bedeutet: Sparsamkeit um der Sparsamkeit willen. Geiz zielt auf die Anhäufung von Reichtum, Geld, Eigentum jeder Art, nur mit dem einzigen Ziel: damit diese Dinge meine Dinge werden.
Den Geizigen beglückt einzig das Nehmen, das Sich-Aneignen, das Bei-Sich-Halten des Eigentums. Diesen angehäuften Reichtum kann der Geizige – schon wegen der Menge – selber gar nicht genießen. Geben, Verteilen, Gerechtsein, Soldarischsein sind für den Geizigen geradezu selbstzerstörerisch.

3.
Der Geizige braucht für sein Lebensmodell eine starke innere Kraft, man möchte sagen: eine verdorbene „Spiritualität“: die Gier, die Sucht zu Haben. Der Geizige will auch über immer mehr Eigenes verfügen. Die Geizigen werden dann die Habgierigen, die können nie genug über Eigentum verfügen. Darum brauchen die Gierigen eine enorme Durchsetzungskraft gegen die anderen. Sie werden nur als Konkurrenten gedacht, mit denen man einen „Deal“ zu eigenem Vorteil machen muss. Hat der Hab-Gierige (der Hab – Süchtige) wieder etwas erobert, gekauft, vereinnahmt, freut er sich über die Anhäufung seines Eigentums, das er, geizig, für sich behält und mit allen Mitteln schützt und auf „Teufel komm raus“ verteidigt, natürlich auch mit Waffen. Nationalismus in allen Spielarten Habgier. Geiz und Habgier führen zum Krieg, und habgierigen Politikern gelingt es immer, ideologisch verblendete, man möchte sagen dumm gemachte Massen, für die Zwecke ihrer Habsucht einzuspannen, also etwa als „Kanonenfutter“ für die Eroberungskriege zu „verwenden.“ Menschen sind für den Geizigen wie für den geizig – Habsüchtigen nur Dinge, nur „Menschen-Material“ – ein Wort aus dem Wörterbuch der Unmenschen der Nazis – damals und heute.

4.
„Der Geizige“ ist also alles andere als „nur“ eine Komödie. Das Thema führt in die Politik. Das sagt Intendant Thomas Ostermeier in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“, 30. März 2026, S, 12, deutlich: „Die Gegensätze verschärfen sich in Berlin. Das Kapital hat die Stadt übernommen, die Mieten steigen ins Astronomische. Alternative oder künstlerische Milieus , die früher den Wert dieser Stadt ausmachten, werden verdrängt. Es gibt wesentlich mehr Armut und das Kleinbürgertum kämpft gegen seine Abstiegsängste…Der Ton wird rauer und die bürgerliche Mitte igelt sich ein.“ Man kann etwa durch ein Beispiel ergänzen: Die individuellen Geschäfte, Läden, von Privat geführt, sehr beliebt bei den Menschen, die mehr sein wollen als „Konsumenten“, werden durch die Gier der Vermieter von Gewerbe-Immobilien zugunsten von finanzstarken, anonymen, neutral erscheinenden „Ketten“ verdrängt: So wird den Menschen in ihrem Kiez ein Stück Vertrautheit und Nähe, man möchte sagen auch ein Stück Heimat genommen … durch die Gier der Kapitalisten! Und die Politikerinnen sehen dem machtlos zu. Sie sind ja oft genug mit entsprechenden Lobbyisten eng verbunden…

5.
Darüber gibt es unter Demokraten Konsens: Unsere Welt wird heute von absolut gierigen Herrschern beherrscht. Sie sind diejenigen, die gegenüber anderen, den Milliarden Armen und vom Kapital arm Gemachten, ihr eigenes Ding, ihren „Deal“ rücksichtslos durchziehen.
Und die Bürger sowie die Politiker der wenigen bis jetzt noch verbliebenen demokratischen Staaten sind hilflos dieser Gewalt und der verrückten Laune der Politik – Milliardäre und deren hilfreichen Milliardärs- Freunde ausgesetzt: Das gilt für die USA, die durch den Multi – Milliardär Trump ins Diktatorische abdriften, wie für Russland, dort sind Putin und die Seinen bekanntlich Multi-Milliardäre. Auf Bolsonaro (Brasilien) und die vielen arabischen Milliardäre wollen wir nur hinweisen oder den König von Thailand, erwähnen wir hier schon die Millionäre unter afrikanischen „Politikern“, sehr heftig etwa in Simbabwe. Auf den Milliardär und jetzt erneut wieder-gewählten (!) Ministerpräsidenten Herrn Andrej Babis in Tschechien weisen wir nur hin… Immerhin wird auch Herr Netanyahu (Israel) als ein Multi-Millionär in der Presse gewürdigt: Sehr bescheiden hingegen der deutsche Kanzler Friedrich Merz, er hat nur ein Vermögen „um die 12 Millionen“ Euro (Quelle:LINK . Bescheiden dagegen auch der CDU – Politiker Jens Spahn:Sein geschätztes Vermögen beträgt nur 3 Millionen (Quelle: LINK
Damit wollen wir überhaupt nicht andeuten, dass die genannten deutschen Politiker geizig oder gar habgierig seien. Nein, sie sind als christliche Politiker bekanntlich die bewährten Verteidiger der sozialen Gerechtigkeit für die Armen und der Großzügigkeit für Flüchtlinge – in enger Verbundenheit mir dem sehr „liberal“ denkenden Christlich (!) -Sozialen (!) Innenminister Alexander Dobrindt, ein wahrer Freund der Flüchtlinge? Sie alle sind doch auch die entschiedenen Befürworter einer Reichensteuer ….. oder irre ich mich da? Muss man sich bei diesem dringenden Thema ins Utopische flüchten?

6.
Wohin also führen diese wenigen unvollständigen Überlegungen anläßlich der Inszenierung des „Geizigen“ in der „Schaubühne“, Berlin, im April 2026?
Sie führen zur Erkenntnis, dass die Menschen der meisten Staaten, tatsächlich von Plutokraten beherrscht werden. Plutokraten – das ist nur ein anderer Name für die absolut Gierigen und Geizigen. Und die treffende Anrede von Staatspräsidenten sollte immer sein: „Der Herr Plutokrat Trump, der Herr Plutokrat Putin, der Herr Plutokrat Babis usw…auch für Mohammed VI. (Marokko) gilt dies, auch: Herr Plutokrat Teodoro Obiang Nguema Mbasogo (Präsident von Äquatorialguinea), Herr Plutokrat Paul Biya (Präsident von Kamerun), Herr Plutokrat João Lourenço (Präsident von Angola) die treffende Anrede…
Es ist irgendwie verwunderlich, dass genau diese drei von extremen Plutokraten regierten afrikanischen Staaten Papst Leo im April 2026 auf seiner apostolischen Reise besucht, er will dort die Armen treffen, heißt es im Vatikan. Vielleicht hofft der Papst auf eine milde Gabe, einen üblichen „Peterspfennig“, der Plutokraten für seinen so bettelarmen“ Heiligen Stuhl“…

Ergänzt am 4.4.2026: Gefährlicher als Trump sind gewiss die Tech-Giganten, auch sie sind selbstverständlich Multi-Milliardäre. Sie sind bedrohlich, denn sie können mit ihrer offenbar unkontrollierbaren (??) All-Macht die wenigen demokratischen Regierungsformen zerstören. Die Tech – Oligarchen kölnnten immer deutlicher die entscheidenden Machthaber der Zukunft sein, wenn nicht die Demokraten und ihre demokratischen Politiker wirksam noch um Menschenrechte und Menschenwürde auch in diesem Zusammenhang kämpfen.

7.
Merke also: Umfassende gerechte Sozialpolitik, die diesen Namen verdient, ist von diesen Milliardärs-, Millionärs – Politiker Herren überhaupt nicht zu erwarten. Es sei denn, sie bekehrten sich von ihrer Hab – Gier und ihrem Geiz. Das ist nahezu ausgeschlossen. Und eine gerade jetzt dringend gebotene gerechte Reichensteuer ist von diesen Herren auch nicht zu erwarten: Welcher Gierige, Geizige, schneidet sich mit einer humaner Politik des Teilens und der Solidarität in das eigene, bestens gepflegte Fleisch?

8.
Von Enteignung der Milliardäre zur Rettung der Welt und zugunsten einer humaneren, d.h. gerechteren Welt, wagt heute kaum jemand zu sprechen. Warum sitzen, um Gottes Willen, so viele Menschen ungestraft und eben nicht ein bißchen enteignet auf ihren so vielen hunderten von Milliarden Dollar oder Euro oder Schweizer Franken? Warum empört sich keine Massenbewegung gegen diesen Wahn der Ungerechtigkeit? Einige wenige Milliardäre sind ja mit menschlichem Vorbild aufgetreten – und haben etwas Geld verteilt, weil sie Mit – Menschen geblieben sind.

9.
Ist das Thema Enteignung wirklicher nur ein Thema des radikalen Sozialismus? Dabei passieren doch Enteignungen vieler Millionen Menschen ständig vor aller Augen: Da werden viele Millionen ArbeiterInnen in den Fabriken um ihr eigenes gesundes Leben enteignet … durch horrende Arbeitsbedingungen; da schuften Kinder in den Goldgruben Afrikas… Arbeitssklaven auf den Baustellen der arabischen Welt und so weiter: Millionen Menschen werden längst ent-eignet, um das Eigene ihres eigenen freien, menschenwürdigen Lebens gebracht.
Enteignung, durch die Plutokraten und ihre Freunde, gibt es also längst und seit langem. Geht auch mal der umgekehrte Weg? Der von der Enteignung der Enteignenden handelt? Eine interessante, aber nur spekulative und selbstverständlich völlig sinnlose, wenn nicht verbotene Frage einiger Demokraten.

10.
Es sieht also für die Bürger düster aus, wenn man sich vom „Geizigen“ (Molière) ins weitere Reflektieren führen lässt. Vielleicht kann man anläßlich dieser Komödie aus dem 17. Jahrhundert und dem geizigen Harpagon (d.i. jetzt Lars Eidinger) dann doch wenigstens für ein paar Minuten schmunzeln, um dann wieder, leicht verzweifelt, in die Welt der verrückt gewordenen Plutokraten zurückkehren zu müssen. In die Stadt Berlin etwa, von der Intendant Ostermeier treffend sagt: „Das Kapital hat die Stadt übernommen“. Man lebt zudem in einer Stadt, in der es kritische Propheten aus christlichen Kreisen längst nicht mehr gibt! Bischöfe und Theologen sind eher Verwalter ihrer eigenen gut bezahlten Stellung geworden. Einst waren manchmal einige christliche Theologen und Bischöfe noch so etwas wie Propheten.
Sollen sich doch mal Berliner TheologInnen und Bischöfe mit der treffenden These des Künstlers Thomas Ostermeiers auseinandersetzen: „Das Kapital hat die Stadt übernommen“. Sollen sie doch mal eine Berliner-Theologie in diesem Zusammenhang entwickeln.
Ein großer Künstler hat den Mut, den menschlichen Niedergang (nicht nur) dieser Stadt zur Sprache zu bringen. Es ist ein Niedergang – von der Demokratie zur Herrschaft des Kapitals … verursacht von Geiz und Habgier.

11.

Erleben die Geizigen und Habgierigen, dass ihr Wohlstand sinkt, dass ihre Privilegien bedoht sind, versammeln sie sich unter der Ideologie des Nationalismus. Sie wollen ihre Nation und die kapitalistische Unordnung, die sie ultrareich macht, unter allen Umständen verteidigen. So entstehen Kriege. Nationalismus ist absolut gefährlich, führt zu Krieg und Zerstörung anderer, die zu Feinden erklärt werden. Sie Orban in Ungarn, die ultra-rechte Regierung in Israel unter Netanjahu, die Kriege des geradezu verrückt gewordenen US-Nationalisten und Multi-Milliardärs Trump und seiner Milliardärs-Clique (MAGA -Ideologie etc.). 

12,

Wer über den „Geizigen“ nachdenkt, muss über den Habgierigen nachdenken und damit auch über Nationalisten und den Kriegstreiber. 

Copyright: Christian Modehn, religionsphilosophischer-salon.de

Die „unsichtbare Religion“ – lebt in der säkularisierten Gesellschaft

Ein Hinweis auf ein ungewöhnliches Thema des Soziologen Thomas Luckmann
Von Christian Modehn am 30.3.2026

Vorwort:
Der Soziologe Thomas Luckmann hat den engen Begriff „Religion“ erweitert, wenn nicht gesprengt, durch seine These der „unsichtbaren Religion“. Darauf vor allem wird hier hingewiesen. Diese Öffnung des Religionsbegriffes über die engen Grenzen der religiösen, der kirchlichen Institutionen hinaus hat bereits Immanuel Kant geleistet, nicht zuletzt aber der Weisheitslehrer Jesus von Nazareth oder aktuell der große Theologe Karl Rahner. Darauf wird am Ende dieses Beitrags hingewiesen (Nr. 14 ff.)

1.
Thomas Luckmann hat als Soziologe schon 1967 eine neue, ziemlich gewagte These publiziert: Eine von ihm „unsichtbar“ genannte, das heißt „außerhalb der kirchlichen Institutionen“ lebendige, nur individuell je verschieden geprägte Religion sei heute in Europa bestimmend. Wenn das Zerbrechen institutioneller religiöser Bindungen in individuelle Vielfalt gilt, wenn also sehr viele Menschen ihre je eigene Religion, ihren je eigenen „transzendenten Mittelpunkt“ und „Gott“ selber entwickeln, dann muss man an der gängigen sozialwissenschaftlichen und philosophischen These zweifeln: Unsere westliche Gesellschaft sei grundlegend „säkularisiert“, also ohne Bindungen an oberste, für göttlich gehaltene Werte. Es lohnt sich also, über diese „unsichtbare Religion“ nachzudenken… Aber auch die Grenzen dieser liberalen These zu erkennen.

2.
Der vielseitig gebildete Soziologe Thomas Luckmann hat mit seiner “unsichtbaren Religion“ eine heftige Diskussion eröffnet. Er hat gezeigt, dass Religionssoziologie umfassender, durchaus auch philosophisch interessierter ist als die populäre, eher schlichte Kirchensoziologie: Sie ist seit etwa 1945, zumal in Frankreich, etwa auf Statistiken zur „religiösen Praxis“ am Sonntag fixiert oder auf die Anzahl der Priester in ländlichen Gegenden usw. Französische Religionssoziologen hatten einst dieses Hauptinteresse, sie erforschten die religiöse Welt nicht umfassend, sie meinten, angesichts der Teilnehmer – Zahlen an der Sonntagsmesse in allen Regionen Frankreichs Rückschlüsse auf die so genannte „Entchristlichung“ („Säkularisierung“) der jeweiligen Regionen bzw. Bistümer ziehen zu können. Heute ist die französische Religionssoziologie (im Unterschied zu Deutschland) sehr lebendig und viel breiter aufgestellt. Man denke etwa an die zahlreichen wegweisenden Arbeiten von Prof. Danièle Hervieu-Léger in Paris, an ihre Forschungen zur Dominanz subjektiver Religion, die sie unter dem etwas provozierenden Stichwort „Bricolage“, also „Basteln“, „Etwas selber zusammenstellen“ diskutiert. Dies ist nur ein Beispiel für die aktuelle Wirkungsgeschichte der These der „unsichtbaren Religion“ Luckmanns……

3.
Ein Anlass unseres Hinweises ist auch der 10. Todestag Thomas Luckmanns, er ist am 10.Mai 2016 im Alter von 88 Jahren in seiner „Wahlheimat“ Kärnten gestorben, geboren wurde er in Jesenice, Slowenien, am 14.Oktober 1927. Thomas Luckmann ist einer der bedeutenden Soziologen des 20. Jahrhunderts, 1969 wurde er mit entscheidenden Studie „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ (gemeinsam mit Peter L. Berger) weltbekannt.

4.
Uns interessiert hier Luckmanns Essay „Die unsichtbare Religion“, er wurde 1967 in New York unter dem Titel „The Invisible Religion“ veröffentlicht, aber erst seit 1991 liegt eine deutsche Ausgabe vor.
Wir können hier nur auf Luckmanns entscheidende Einsichten zur Entwicklung der christlichen Kirchen hinweisen. Sie zielen auf die schon genannte stark individualisierte, nicht mehr an kirchliche Institutionen gebundene Religion. Die Zitate hier beziehen sich auf die deutsche Ausgabe, erschienen im Suhrkamp Verlag. Das ausführliche Vorwort hat der Soziologe Prof. Hubert Knoblauch, Berlin, verfasst. Zentral ist also Luckmanns These: „Ich halte die Ansicht für falsch, das moderne Leben sei bar jeder Religion, sie sei im Kern areligiös“.( S. 164.) Die Religion könne gar nicht verschwunden sein, denn, so Luckmann: „Die grundlegend religiöse Verfassung des menschlichen Lebens ist nicht verloren gegangen“.( ebd.). D.h.: Zum Menschsein gehört also Religion…Diese heute lebendige, aber „unsichtbare Religion“ lebt überall dort, wo „aus dem Verhalten der Menschen moralisch beurteilbare Handlungen werden.“ (S. 165). Religion ist also ein moralisches Leben, ein Leben, das den Einsichten des Kategorischen Imperativs entspricht, dies kann man weiterführend im Sinne Kants sagen. Zu Kant siehe Nr. 14.

5.
Hubert Knoblauch betont in seinem Vorwort, dass der Begriff „unsichtbare Religion“ lediglich im Titel des Buches genannt wird (S.11). Aber die Idee einer „unsichtbare Religion“ bestimmt das ganze Buch, ist sozusagen das entscheidende Thema. Diese unsichtbare Religion (man sollte angesichts ihrer Pluralität eher den Plural Religionen verwenden) ist faktisch eine Alternative und eine Konkurrenz zu den etablierten Kirchen geworden.

6.
Deswegen weitere zentrale Aspekte zur „unsichtbaren Religion“ im Sinne Luckmanns: Die „unsichtbare Religion äußert sich in verschiedenen menschlichen Verhalten, immer dann, wenn inmitten des Alltags eine bestimmte Praxis zur einer Art absolutem Mittelpunkt des Lebens wird: Dieser „Mittelpunkt“ kann Sport sein, Fußball zumal, dem alle Interessen gelten; er kann auch der Beruf sein; oder können Erotik und Sexualität sein, alles kann zum absoluten Mittelpunkt im Leben werden. Viele Menschen werden sogar gleichzeitig einige Mittelpunkte in ihrem Leben haben, denen sie Zeit, Energie zuwenden, wenn nicht „opfern“.

7.
Allgemein verbindliche, universell für alle geltende Religionen bestimmen nicht mehr das Leben der Menschen von heute, betont Luckmann: „Die traditionellen, institutionell spezialisierten Kirchen konnten ihr Monopol nicht einmal für die spezifisch religiösen Themen aufrechterhalten.“ (S 180.). „Die Kirchen sind Institutionen unter anderen geworden.“ (S. 182).
Die verschiedenen Gestalten unsichtbarer, d.h. also institutionell nicht-gebundener Religion, setzen sich durch, weil „die religiöse Repräsentation durch die Kirchen zu einem System bloßer Rhetorik geworden ist.“ (S. 139). Das heißt: Die religiöse Botschaft der Kirchen ist für die meisten Menschen nicht mehr nachvollziehbar, nicht mehr glaubwürdig, sie wird nicht mehr hilfreich im individuellen Leben erlebt. Weil die Führer dieser Kirchen, die Theologen offenbar und die Prediger etc. zur bloßen „Rhetorik“ neigen. Das heißt wohl: Leere, seit Jahrhunderten identische Worthülsen dogmatischer Art verbreiten…

9.
Thomas Luckmann hat also schon vor 60 Jahren den weitreichenden Bruch in der religiösen Praxis wahrgenommen. Der einzelne Mensch baut sich, „bastelt“ sich, wie französische Religionssoziologen sagen, sein persönliches System für ihn gültiger Werte und Orientierungen, oft vorläufig, für bestimmte Lebensphasen. Die individuelle inhaltliche Aussage dieses je von mir „gebastelten“ Glaubens kann sich im Laufe des Lebens bei immer neuen Lebenserfahrungen selbstverständlich wieder ändern. Früher gab es z.B. Konversionen vom Katholizismus zum Protestantismus, jetzt gibt es ganz andere Konversionen, etwa: Ein älterer Mann konvertiert von seiner Sport- Trainings – „Vergottung“ zur Yogapraxis und zum veganen Leben in vegan verpflichteten (dogmatischen?) Lebensgemeinschaften…

10.
Die „unsichtbare Religion“ im Sinne Luckmanns trifft eine wesentliche Tendenz in der Veränderung dessen, was seit etlichen Jahren in Europa als Religion oder „höchstes Gut“ oder „Göttliches“ wahrgenommen und gelebt wird. Dennoch bleibt die Frage offen, ob es ein normative Kriterien dafür gibt, was man also mit guten Gründen unter den wichtigen Präferenzen im Leben Religion oder Religionen tatsächlich dann nennen sollte. Denn es kann nicht jeglicher vom einzelnen hoch geschätzter Wert als religiös bezeichnet werden.

11.
Dann ist es auch problematisch, wenn im Sinne der totalen Individualisierung der Religion der Aspekt der Gemeinschaft eher vernachlässigt wird. Menschen brauchen immer und überall den Austausch über Lebenserfahrungen und über den Mittelpunkt im jeweiligen Leben. Sie brauchen also Gemeinschaften. Aber gibt es im Ernst etwa SportlerInnen, die sich so intensiv über Sport austauschen, dass damit auch die klassischen religiösen Themen (Sinn des Lebens, Liebens Sterbens, Todes…) zur Sprache kommen und diese Themen auch irgendwie rituell „bearbeitet“, zelebriert werden? Das müsste man empirisch untersuchen. Ich bezweifele, ob man dabei nicht die Sportgemeinschaften oder der Opernliebhaber oder der Vegetarier-Fans usw. sozusagen religiös „überfordert“.

12.
Im ganzen habe ich den Eindruck, dass Luckmanns These der „unsichtbaren Religionen“ in eine Hochphase liberalen Denkens passt, als die Individualisierung sozusagen heilig gesprochen wurde. Bernt Schneller bezeichnet in seiner Studie „Thomas Luckmann“, (UVK, Konstanz 2006, S. 119) die Idee der „Sakralisierung des Individuums“ als eine entscheidende Leistung Luckmanns,. Schneller nennt als neue „religiöse Gemeinschaften“ im Sinne Luckmanns nach dem Ende der kirchlichen Institutionen: „ Selbsthilfegruppen, Cliquen (sic) und andere sinnstiftende Gemeinschaften.“ (S. 119). Den religiösen Aspekt von Selbsthilfegruppen oder zivilgesellschaftlichen NGOs wissenschaftlich herauszustellen, wäre tatsächlich ein interessantes Projekt. Bei den „Anonymen Alkoholikern“ hat bekanntlich ein Gottesbezug und sogar die Hochschätzung des „Vater Unser“ eine hilfreiche Bedeutung… Und: Wie die stark etwa die engagierten, oft im Einsatz gefährdeten Mitarbeiter der „Ärzte ohne Grenzen“ eine Spiritualität leben (müssen, um durchzuhalten), ist manchmal von ihnen selbst beschrieben worden.

13.
Wahrscheinlich ist die These Luckmanns von der „unsichtbaren Religion“ heute zu ergänzen, wenn nicht zu ersetzen durch den Begriff der Vielfalt der Spiritualität, ohne die nun kein Menschen als geistiges (das heißt immer auch „spirituelles“ )Wesen zu leben vermag. Die Kirchen als Institutionen von Dogma und Klerus haben diesen Wandel in der Bindung der Menschen nicht grundlegend verstanden: Die Menschen suchen heute Spiritualität, eher nicht die von den Kirchen klassisch angebotene dogmatische Lehre.

14.
Die „unsichtbare Kirche“ ist auch ein Begriff für die eine zentrale Erneuerung des engen dogmatischen Kirchenbegriffs durch den Philosophen Immanuel Kant in seiner Schrift „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ (1793). Diese „unsichtbare Kirche“ nennt Kant „eine Idee von der Vereinigung aller Rechtschaffenden unter der göttlichen unmittelbaren (also nicht durch die Kirche vermittelten, CM), aber moralischen Weltregierung…“ (im Text Kants auf Seite B 142). Wir haben zu Kant und auch zu seinem wichtigen und aktuellen Religionsbegriff etliche Hinweise publiziert, siehe etwa: LINK

15.
Auch der Mensch Jesus von Nazareth hat als freier, radikal – kritischer Weisheitslehrer im damaligen Judentum, in seinen Predigten (und seinem provozierenden Handeln) ausdrücklich die engen Grenzen einer Gesetzes-rigiden Religion gesprengt und dadurch ein anderes, sozusagen reformiertes Verständnis für ein gottgefälliges Leben geöffnet über die Religionsgrenzen hinaus. Man denke etwa an die Bergpredigt Jesu: Dort werden mit den Forderungen eines humanen Lebens die „Einlassbedingungen“ der Menschen für die Zugehörigkeit zum universellen „Reich Gottes“ als Reich des Friedens und der Gerechtigkeit dargelegt. Siehe dazu das Evangelium nach Matthäus, 5. Kapitel. Noch wichtiger für diese Zurückweisung enger religiöser konfessioneller Normen für ein authentisches religiöses Leben ist die Rede des Weisheitslehrers Jesus über das „Weltgericht“, Matthäus, 25. Kapitel, 31 ff. besonders ab Vers 34. Deutlicher kann die alle Grenzen der eigen Religion (der jüdischen wie der christlichen) sprengenden humanistisch – weiten Spiritualität Jesu nicht mitgeteilt werden. Wenn Matthäus diese Rede Jesu unter dem Stichwort „Weltgericht“ darstellt, dann will er nur mit den Mitteln seiner damals zur Verfügung stehenden Sprache sagen: Weltgericht bedeutet die alles entscheidende Norm für eine Praxis und Lebensorientierung der Menschen, die sich menschlich nennen darf…Aktuell – provozierend ist etwa die Aussage des Weisheitslehrers Jesus: „ Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen“, denn in den Fremden wird Jesus, wird sogar Gott repräsentiert, das ist die humane, menschliche Weisheit des Neuen Tetamentes. (Siehe Matthäus Kap. 25, Vers 35).

16.
Auf das alle engen konfessionellen Grenzen sprengende Denken des großen katholischen Theologen Karl Rahner soll hier noch kurz hingewiesen werden. Sehr häufig hat Rahner ausführlich argumentiert: Der christliche Glaube ist eigentlich eine – vom Umfang der Lehrmeinungen her gesehen – sehr einfache, insofern „bescheidene“ Weisheitslehre. Gott (als letztlich niemals zu definierendes Geheimnis, so Rahner ) ist allen Menschen nahe, ob innerhalb der Kirche oder außerhalb. Gemeint ist der bergende, der nur unbeholfen göttlich zu nennende menschenfreundliche Sinn-Grund, auf den sich alle Menschen sbeziehen können, im Leben, Lieben, Schmerz, im Sterben. Dieser Verbindung mit Gott als dem bergende Geheimnis entspricht die menschliche Praxis der – immer auch politisch zu gestaltenden – Nächstenliebe. So einfach ist der christliche Glaube, universell verstanden als gelebte Möglichkeit für viele auch außerhalb der Kirchen: Gottesliebe und Nächstenliebe sind eins, untrennbar verbunden. Wer entsprechend zu leben versucht, fügt Rahner hinzu, gehört dann auch zur unsichtbaren Kirche… Die Idee der „unsichtbaren Kirche“ im Sinne Kants klingt wieder an…(Siehe unter vielen Beiträgen Rahners zum Thema etwa den Aufsatz „Der Glaube der Christen und die Lehre der Kirche“, 1971, in „Schriften zur Theologie, Band X., S. 262, bes. S. 283 f.)

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.

 

 

 

 

 

 

Warum lassen wir `gestrandeten` Menschen und ertrinkenden Flüchtlingen nicht genauso viel Aufmerksamkeit und Hilfe zukommen wie diesem Buckelwal?

Die 30. unserer „Unerhörten Fragen“

Von Christian Modehn am 28. März 2026

1.
Diese Frage ist unerhört, also hoffentlich irritierend für Leute, denen ihre Tier“liebe“ über alles geht. Und die aber gern zusehen, wenn von Frontex Flüchtende im Mittelmeer wieder zurück nach Libyen geschickt werden.

2.
Wir leben in einer Menschheit, in der Buckelwale – bei allem Respekt für diese Tiere, die sich in der Klimakrise verirren – sorgsamer behütet und täglich in den allen großen Fernsehnachrichten aufmerksamer mit allen Details der Hilfe gewürdigt werden als die krepierenden Menschen im Mittelmeer oder im Atlantik, auf dem verzweifelten Weg nach Spanien.

3.
Wir halten dieses übermäßige, schon extreme Interesse für diesen so „süßen“, so armen, so hilflosen Buckelwal angesichts der vielen tausend bewusst dem Ertrinken überlassender Boots – Flüchtlinge für eine Schande. Mindestens 20.000 Flüchtlinge sind bisher im Mittelmeer krepiert.

4.
Für das nicht gerade menschenfreundliche Frontex-Regime ist es bezeichnend: Der ehemalige Frontex Chef Fabrice Leggeri wird vom Pariser Ermittlungsrichter wegen möglicher Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit untersucht und hoffentlich angeklagt und genauso hoffentlich auch verurteilt. Dieser einstige Frontex Chef war bezeichnenderweise inzwischen in der rechtsextremen und einst explizit rassistischen Partei Marine Le Pens, dem Rassemblement National, zu führender Stellung gekommen und 2024 auf Listenplatz drei für die Wahl zum Europaparlament gesetzt worden. Darf man vorsichtig sagen: Ein Rassist war Chef der Frontex zur Abwehr der Flüchtlinge. (Siehe als Beleg: Süddeutsche Zeitung, 27. 3. 20926, Seite 6.)

5.

Zum aktuellen Sterben der Flüchtlinge im Mittel-Meer vor Kreta am 29.3.2026:LINK

Zur riesigen Rettungsaktion des Wals in der Ostsee und der riesiegen Aufmerksamkeit der Medien, erneut am 29.3.2026: LINK 

6.

Unsere westliche Kultur, sie behauptet manchmal noch christlich zu sein, wird als „tier-liebend“ und „flüchtlings-feindlich“ bewertet werden. Diese „Tierliebe“ gilt  (für Fleich-Esser natürlich nicht) angesichts der Millionen  gequälter „Nutztiere“, in den überfüllten Stall-Anlagen oder den grausamen „Viehtransporten“… Tierliebe gilt für die Millionen Haustiere bei uns zu Hause und die exotischen Tiere („Danke“ dir, rechtsextreme Brigitte Bardot, für deinen so frühen, so „vorbildichen“Einsatz)… Nebenbei: Wann werden Haifische das lustige Baden in der Nordsee stören?

 

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

 

 

 

Ostern als Auferstehung der Menschen vernünftig verstehen.

Ein Hinweis von Christian Modehn am 26.3.2026

Ein Vorwort, erster Teil:
Wir haben im religionsphilosphischen-salon.de  schon mehrfach Ostern, die Auferstehung des Menschen Jesus von Nazareth und damit die Auferstehung der Menschen insgesamt zu erklären versucht, jenseits aller üblichen Floskeln in Oster – Predigten, jenseits aller bloß gedankenlosen Zitiererei aus den Evangelien. Verstehen in Worten, in Begriffen, eben mit der Vernunft ist etwas anderes als das routinierte Predigen. „Wunderbare“ Einsichten in frohlockenden Worten gelten für uns nicht. Auch nicht esoterisches Gestammel. Wir wollen ein behutsames, vernünftiges Erklären von Ostern und der Auferstehung Jesu zeigen. Es geht bei dem Thema um eine mögliche Orientierung im Leben wie im Sterben, angesichts des Todes.

Ein Vorwort, zweiter Teil:
Ostern, die Auferstehung des Menschen Jesus von Nazareth beziehen sich auf existentielle Erinnerungen und Erfahrungen. Sie gehören also in eine allgemeine, eine nachvollziehbare vernünftige Sprache. Aussagen können bei dem Thema selbstverständlich keine evidenten Beweise liefern, schon gar nicht mathematische Eindeutigkeit. Was hätten Mathematik und Beweise bei diesem Thema existentieller Erfahrungen und Erinnerungen auch an Orientierung zu bieten? Hier sind nur plausible Hinweise und vernünftige Vorschläge relevant … fürs Weiterdenken, Weiterforschen und meditatives Vertiefen und für weiterführende Ergänzungen.

Wir haben schon mehrfach ausführlichere Hinweise zum Thema publiziert.
Wegen verschiedener Nachfragen bieten wir nun noch einmal nur einige zentrale Erkenntnisse … in einer ebenso gewünschten überschaubaren Länge. Wir zeigen: Eine Spiritualität zu Ostern und zur Auferstehung ist nicht auf die klassischen, bekannten und meist fundamentalischen Predigten der dogmatischen Klerus-Kirchen angewiesen. Eine vernünftige Oster/Auferstehungsspiritualität kann jeder für sich entdecken: Das Neue Testament ist überall zur Lektüre verfügbar, ebenso historisch-kritische Erläuterungen zu den Erzählungen über die Auferstehung Jesu im Neuen Testament… 

Bitte beachten Sie das Kapitel Nr. 10:  Die Reflexionen zur Auferstehung sind alle andere als philosophische, metaphysische Überlegungen oder bloß-spirituelle Hinweise. Unsere Reflexion über ein vernünftoges Verstehen der Auferstehung  sollen unseren Widerstand stärken gegen die üblen Machthaber und Kriegsherren, gegen die Rechtsextremen alleroren, gegen die Herrscher der neoliberalen Welt- Unordnung. Ohne spirituelle Kraft ist dieser Widerstand überhaupt nicht zu leisten…

1.
Ostern ist bis heute als Festtag und Feiertag eine ziemlich ungewöhnliche, durchaus verstörende wie überraschende Erinnerung, eine Erinnerung an die Erkenntnis einiger Freundinnen Jesu von Nazareth: „Dieser Jesus, der den Tod am Kreuz erlitt, der lebt – mit seinem Geist – weiter über den Tod hinaus, er ist geistig unter uns. Denn: Geistige Präsenz ist genauso stark und bedeutend wie körperliche Anwesenheit.

2.
Diese Einsicht der Freundinnen Jesu heißt also „Auferstehung bzw. Auferweckung Jesu“. Die Freundinnen und Jünger Jesu waren einige Wochen und Monate nach dem Tod Jesu (etwa im Jahr 30 oder 33) sprachlos und schockiert, aber sie haben ihr Entsetzen über Jesu Tod überwinden können und in überschwänglichen Worten und Bildern später vom „auferstandenen Jesus“ in den vier Evangelien erzählt. Eine durchaus übertriebene Begeisterung, wie sie in den Auferstehungserzählungen deutlich ist, war üblich in den Erzählungen der damaligen Kultur. Die Autoren der Evangelien haben also in bilderreichen Sprache ziemlich übertrieben, etwa indem sie erzählten, der Auferstandene habe mit ihnen zusammen gespeist. Oder wenn erzählt wird, der Apostel Thomas habe dem auferstandenen Gekreuzigten in dessen Wunde gefasst… Die vier Evangelisten – im Abstand von ca. 30 – 50 Jahren nach Jesu Tod – ihre Erzählungen verfasst.

3.
Wichtig ist: Die in den Evangelien erzählten Erlebnisse der Freundinnen Jesu mit dem auferstandenen Jesus sind keine historischen Berichte. Es lässt sich auch kein Datum der „Auferstehung“ angeben, es war kein neutraler journalistischer Beobachter dabei, der irgendwelche Ereignisse im und am Grab Jesu notierte. Die Erzählungen der Evangelien sind in existentieller Erfahrung geschriebene persönliche Bekenntnisse, und diese merkwürdigen Texte, fast 2000 Jahre alt, müssen übersetzt und neu erzählt werden in nachvollziehbarer, selbstverständlich vernünftiger Sprache. Was denn auch sonst ? Sogar Poesie wird in allgemein-zugänglichen Worten geschrieben und kann nur deswegen verstanden werden.

4.
Jesus wurde verurteilt, weil er die Menschenfreundlichkeit Gottes lebte, eines Gottes, also – übersetzt – eines letzten bergenden Sinn-Grundes, und den sprach Jesus an als „Abba“, also sehr herzlich und intim als „lieber Vater“. Jesus kritisierte die rigorose Gesetzes-Religion der herrschenden jüdischen Eliten – um der Menschlichkeit willen und auch um die Güte Gottes, des Ewigen, zu bezeugen. Jesu JüngerInnen und Freundinnen hatten also einen außergewöhnlichen Menschen erlebt. Ein solcher Mensch darf eigentlich nicht sterben, das ist ja allgemeine Erfahrung im Erleben herausragender Menschlichkeit.

5.
Die Erkenntnis heißt: Jesus, der Gekreuzigte, „lebt geistig unter uns“, traditionell gesprochen: Er ist „auferstanden“, er ist geistig unter uns lebendig. Diese Einsicht, so betonen die Freundinnen Jesu, sei für sie erstaunlich und überraschend: So ungewöhnlich, dass dieser Geist mit seiner Erkenntnis der Auferstehung nur heilig genannt werden kann. Dieser göttliche Geist ist die bestimmende Lebenskraft der Menschen seit der Schöpfung. Und es ist derselbe heilige, göttliche Geist, der auch den Menschen Jesus zu seinem außergewöhnlichen Leben der Liebe und Solidarität bewegte. In diesem Sinne kann diese Gemeinde also sagen: Der Mensch Jesus von Nazareth wurde in der Kraft des ewigen göttlichen Geistes aus dem Tod befreit. Und in eine bleibende geistige Präsenz geführt.

6.
Ostern ist also das Fest, an dem Christen sich der Bedeutung des göttlichen Geistes in allen Menschen vergewissern; es ist der Geist des Ewigen, Gottes, der in der Menschheit leben will, wenn es die Menschen in ihrer Begrenztheit, in ihren Fehlern und falschen Entscheidungen ihrer Freiheit zulassen. Die Freundinnen Jesu sind frei und ohne Angst vor Repressalien der herrschenden Eliten der Einsicht ihres Geistes gefolgt. Sie erkannten: Jesus als geisterfüllter Mensch lebt – „auferstanden“- in bleibender geistiger Präsenz..

7.
Die ersten Christen wussten: Alle Menschen haben Anteil an diesem Geist des Ewigen, am Geist Gottes. Der Apostel Paulus verfasste den zeitlich frühesten Text im Neuen Testament, im Jahre 50 schon, 20 Jahre nach Jesu Tod, es ist der 1. Brief man die Gemeinde in Thessaloniki. Im 4. Kapitel, Vers 14, spricht Paulus die schon damals erkannte universelle Bedeutung der Auferstehung Jesu aus: „Wenn Jesus gestorben ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zu Herrlichkeit führen“. Und etwas später schreibt Paulus im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth: Jesus sei als der „Erstling“ (der Erste) von den Toten auferstanden, so im 15. Kapitel, Vers 20. Die Gemeinde weiß also: Jesu Auferstehung hat universelle Bedeutung: Er ist „der Erste“, an dem die Auferstehung deutlich wird, Jesus ist also „nur“ der erste Auferstandene… alle anderen Menschen werden diese Auferstehung erfahren können.

8.Die einzige philosophische Voraussetzung für unseren Vorschlag, die Auferstehung Jesu und der aller anderen Menschen zu verstehen: Die Überzeugung von einer „Schöpfung“ durch eine göttliche schöpferische  Wirklichkeit. Der evangelische Theologe Prof. Stefan Alkier (Uni Frankfurt.M) schreibt in seinem Buch „Die Realität der Auferstehung“ (2009, Seite 238) diese entscheidenden Sätze: „Die Welt, alles Leben und auch das je meinige Leben entspringen […] nicht einem blinden Zufall, sondern der intentionalen Kreativität des sich liebevoll in Beziehung setzenden Gottes…Wer diese Hypothese nicht teilt, kann auch nicht mit den Schriften des Neuen Testaments von der Auferweckung Jesu Christi und der Hoffnung auf die Auferweckung der Toten sprechen“. Denn die schöpferische göttliche Wirklichkeit als eine selbstverständlich geistige Wirklichkeit verbindet sich mit seinen Geschöpfen, indem er ihnen an seinem Geist seinen Geschöpfen Anteil gibt. Hegel hat mit überzeugenden Gründen daraufhin gewiesen: Wenn der schöpferische Gott seine Schöpfung ohne geistige Verbindung mit ihm, sozusagen parallel, neben ihm, ohne Verbindung mit ihm gestaltet hätte, dann wäre Gott also, klassisch verstanden, nicht mehr der unversale Gott. Das sind philosophische Spekulationen, gewiss…Dass die Geschöpfe als Wesen der Freiheit erschaffen wurden, versteht sich von selbst.

9.
Jesus ist als Mensch wie alle Menschen gestorben und seine Körper lag bis zum endgültigen Verfall im Grab. Es erscheint als albern, wenn ungebildete Theologen die Bildersprache der Evangelisten fundamentalistisch „einfach so“ übernehmen und behaupten: Jesus sei leiblich auferstanden… Aber dann hätte er noch ein zweites Mal sterben müssen oder als Alternative behaupten diese Kreise: Jesus sei leiblich in den Himmel aufgefahren: Ein hübsches Bild, in der Ikonographie seit Jahrhunderten verbreitet, aber ein Bild, das wir heute nicht mehr akzeptieren können. Jesu Grab ist nicht leer! Das ist die entscheidende Aussage zum auferstanden Menschen Jesus von Nazareth, auferstanden in eine bleibende geistige Präsenz nach dem Tod.

10.
Dieser Hinweis konzentrierte sich bisher auf einige zentrale Aspekte eines nachvollziehbaren, vernünftigen Verständnisses der Auferstehung. Dieser Hinweis kann zur Meditation anregen, zur Kritik, zur Zustimmung, der Hinweis ist jedenfalls als Möglichkeit der Lebens-Orientierung gemeint.

Wird diese Lebensorientierung in der Lebenspraxis angenommen, wird die christliche „Lebens-Philosophie“ also gelebt, dann zeigen sich Konsequenzen auch inmitten des politischen Lebens. Ostern ist insofern alles andere als ein Fest, das sich nur mit dem „Weiterleben nach dem Tod“ befasst. Auferstehung bedeutet immer auch Aufstand für ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden, für alle natürlich, nicht nur für einige Privilegierte….
Die Auferstehung Jesu und der Menschen hat politische Konsequenzen, wir nennen hier nur ein Beispiel: Ein Gedicht von Kurt Marti (1970).

Kurt Marti
ANDERES OSTERLIED

Das könnte den Herren der Welt ja so passen,
wenn erst nach dem Tode Gerechtigkeit käme,
erst dann die Herrschaft der Herren,
erst dann die Knechtschaft der Knechte
vergessen wäre für immer, vergessen wäre für immer.
Das könnte den Herren der Welt ja so passen,
wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe,
wenn hier die Herrschaft der Herren,
wenn hier die Knechtschaft der Knechte
so weiterginge wie immer, so weiterginge wie immer.
Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,
ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle
zur Auferstehung auf Erden,
zum Aufstand gegen die Herren,
die mit dem Tod uns regieren, die mit dem Tod uns regieren.

Wir weisen noch auf unsere Publikation zu einem wichtigen Buch des katholischen Theologen Prof. Hans Kessler hin: LINK.

Und wir weisen auf unsere Publikation hin, dass sich auch Immanuel Kant mit dem Thema Ostern befasste: LINK

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.