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	<title>Denken und Glauben Archive &#8211; Religionsphilosophischer Salon</title>
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	<description>... eine Einladung zum Mitdenken und Mitdiskutieren</description>
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		<title>Kardinal Woelki wird 70: „Ich würde das meiste wieder so machen“</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22566_kardinal-woelki-wird-70-ich-habe-das-meiste-richtig-gemacht_aktuelles</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2026 12:34:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Wilmer ist Vorsitzender Bischofskonferenz lobt Woelki aufs heftgste]]></category>
		<category><![CDATA[dieses Lob ist eine theologische Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[er sagt jetzt sich selbst das meiste richtig gemacht zu haben]]></category>
		<category><![CDATA[Kardinal Woelki von Köln wird am 18. August 70 Jahre alt]]></category>
		<category><![CDATA[Woelki ist der wichtigste deutsche Bischof aus dem sehr konservativen Spektrum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kardinal Rainer Maria Woelki von Köln wird am 18. August 70 Jahre alt. Er ist einer der mächtigen Kleriker aus dem sehr konservativen Spektrum. Es gab und gibt zahlreiche Protesten von KatholikeInnen in Köln gegen Woelki. Sie hatten keinen Erfolg. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, lobt Kardinal Woelki aufs höchste. Dieses Lob kann man nur Ideologie nennen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22566_kardinal-woelki-wird-70-ich-habe-das-meiste-richtig-gemacht_aktuelles">Kardinal Woelki wird 70: „Ich würde das meiste wieder so machen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein theologisches Profil eines konservativen Herrschers<br />
Als Hinweis von Christian Modehn am 15.8.2026</p>
<p><em>Unser Motto</em>: Schon heute, 2026, sicher aber in wenigen Jahren, werden auch andere kritische Theologen die Erkenntnis publizieren: Dass auch ein Kardinal durch seine Art zu herrschen KatholikInnen aus der Kirche vertreibt&#8230;. Zur Erinnerung: Am Beispiel der niederländischen Bischöfe seit 1969 bis heute zeigt sich evident: Sie haben als konservativ &#8211; reaktionäre Bischöfe, von den Päpsten gegen den Willen der Holländer eingesetzt, für den nicht nur spirituellen Zusammenbruch der niederländischen katholischen Kirche gesorgt.</p>
<p>Bischöfe also als &#8222;Verhinderer&#8220; des Glaubens? An diesen Gedanken wird man sich gewöhnen müssen, nicht nur angesichts der endlosen &#8222;Fälle&#8220; von sexuellem Missbrauch, Verschweigen und Vertuschen durch die &#8222;Ober &#8211; Hirten&#8220;.</p>
<p>1.<br />
Der Religionsphilosophische Salon in Berlin pflegt nicht die Tradition, sogenannte runde Geburtstage von Bischöfen und Kardinälen &#8211; mit den selbstverständlichen kritischen Hinweisen &#8211; zu kommentieren. Zum 70. Geburtstag von Kardinal Rainer Maria Woelki in Köln am 18. August 2026 halten wir es einmal anders: Weil dieser Erzbischof die Entwicklung des Katholizismus in den vergangen Jahren entscheidend bestimmt hat, nicht zum Positiven, sagen wir.<br />
So ist es eine journalistisch &#8211; theologische Pflicht, die egozentrische aktuelle Lobeshymne des Geburtstagskindes selbst wie auch die Lobeshymne des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, nicht „einfach so“ als bischöfliche Wahrheiten stehen zu lassen. Dies aber in gebotener Kürze, wobei wir hier erneut auf unsere früheren kritischen Studien zu Rainer Maria Woelki hinweisen.<br />
2.<br />
<em>Bischof Heiner Wilmer,</em> Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, hat in einer <em>Lobeshymne</em> nur zwei oder drei Tugenden Woelkis nennen wollen oder nennen können: Dessen Engagement für den Bau von Wohnungen in Köln sowie die feierliche Messe, bei der Woelki ein Boot von Flüchtlingen als Altar benutzte, es wurde wohl aus dem Mittelmeer herbeigeschafft. Mit diesem brüchigen Boots &#8211; Altartisch sollte so etwas wie des Kardinals politisches Engagement sichtbar werden… Und sonst? Da schreibt Bischof Wilmer nur fromme Worte; alles wird verschwiegen, was sich im Erzbistum Köln und darüber hinaus an Empörung, Kritik und Wut zu dem theologisch reaktionären Handeln Kardinal Woelki anstaute und wohl immer noch vorhanden ist. Zu Bischof Wilmers Gratulation: <a href="https://kirchenzeitung-koeln.de/2716">LINK</a><br />
3.<br />
Kardinal Woelki selbst gab sich in katholisch.de am 14.8.2026 sehr selbstzufrieden: <em>&#8222;Ich kann sagen, dass ich mich weder alt noch müde fühle.</em> Eher beflügelt. Eigentlich hat mir meine Tätigkeit noch nie so viel Spaß gemacht wie jetzt&#8220;, sagte er. Er sei überrascht und glücklich darüber, was in den letzten Jahren in seiner Diözese &#8222;alles gewachsen ist.“ Und auch dies noch: „Ich würde das meiste wieder so machen, wie ich es machte“.<a href="https://katholisch.de/artikel/69871-kardinal-woelki-wuerde-das-meiste-wieder-so-machen"> LINK</a><br />
4.<br />
Auf die vielen tausend Austritte aus seiner Kirche seit seinem Amtsantritt kann Woelki hoffentlich nicht stolz sein: Konkret die Austrittszahlen im Erzbistum Köln unter Führung von Kardinal Woelki:<br />
2015 14.657 Austritte; 2016 13.583 Austritte; 2017 13.931 Austritte; 2018 18.472 Austritte; 2019 24.298 Austritte; 2020 17.282 Austritte (pandemiebedingt reduzierte Austritts-Termine); 2021 40.772 Austritte; <em>2022 51.345 Austritte (historischer Höchstwert); 2023 40.913 Austritte, 2024 28.979 Austritte, 2025 21.975 Austritte</em>.<br />
Die Kirchensteuern fließen aber noch gut, so dass kein Anlass zur Selbstkritik offenbar besteht. 2026 wird das Erzbistum 674 Millionen an Kirchensteuern erhalten, weitere Zuwendungen kommen hinzu, aus Zuweisungen und Zuschüssen, so dass das Erzbistum Köln einen Ertragsplan von fast einer Milliarde Euro hat.<a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/erzbistum-koeln-mitgliederverlust-kirchensteuer-einnahmen-finanzen-kirchenaustritt-wirtschaftsplan-woelki"> LIN</a>K &#8230;.Und auch:  <a href="https://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/erzbistum/finanzen/.content/.galleries/wirtschaftsplan-download/Wirtschaftsplan-Erzbistum-Koeln-2026-Flyer.pdf">LINK</a><br />
5.<br />
So löblich auch die Anregung Woelkis ist, Wohnungen in Köln zu bauen: Der Herr Kardinal wohnt selbstverständlich NICHT in einem Drei-Zimmer-Apartment, das für für einen älteren Single ausreichend wäre, sondern im üblichen Palais in Köln, das er, bescheiden, wie er ist, im Jahr 2014 um einige Quadratmeter der riesigen Wohnung seines üppig lebenden Vorgängers, Kardinal Meisner, reduzierte: Woelki hat jetzt nur noch 160 Quadratmeter zur Verfügung im Erzbischöflichen Haus an der Kardinal Frings Str. Der Ärmste lebt also bescheiden, und verfügt über ein Monatsgehalt von 13.800 Euro monatlich. <a href="https://www.rnd.de/politik/kardinal-woelki-13-800-euro-monatlich-trotz-auszeit-FSFDGGQMPUSE63E6DYQEFMYTZU.html">LINK</a><br />
6.<br />
Über die große Protestbewegung gegen Kardinal Woelki unter Kölner Katholiken ist viel geschrieben worden, wir erwähnen nur einige Gründe der breiten Protestbewegung: Probleme bei der „Aufarbeitung“ von sexuellem Missbrauch; autoritärer Führungsstil; deswegen zahlreiche Protestdemos von Katholiken; MessdienerInnen erlauben es sich, bei der Messe dem Herrn Kardinal den Rücken zuzukehren usw…<br />
Woelki bot dem Papst Franziskus freundlicherweise seinen Rücktritt an, aber der Papst lehnte ab, aus welchen Gründen??? Dies wurde nie öffentlich gesagt, wie üblich in diesen Kreisen. Wir vermuten naheliegend bei den klerikal &#8211; sehr konservativen Verhältnissen im Erzbistum Köln: Das Opus Dei wollte Woelki, einen ihrer größten Sympathisanten in einem weltkirchlich sehr einflußreichen, vor Geld stinkenden Bistum, behalten…Weihbischof Dominikus Schwaderlapp in Köln steht dem <em>Opus De</em>i sehr sehr nahe….<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dominikus_Schwaderlapp">LINK</a><br />
Ein anderer Weihbischof von Köln ist Bischof Ansgar Puff, er ist eng mit dem theologisch extrem konservativen <em>„Neokatechumenalen Weg“</em> verbunden. <a href="https://katholisch.de/artikel/4715-eher-methode-als-gemeinschaft">LINK </a></p>
<p>Opus Dei und Neokatechumenaler Weg inspirieren wohl heftig den missionarischen Drang von Kardinal Woelki, Mission der Kölner Bevölkerung ist jetzt sein Lieblingsthema&#8230;</p>
<p>6.<br />
Problematisch ist die nun aktuell dokumentierte Selbstzufriedenheit des Kölner Kardinal Woelki aktuell etwa auch, wenn man sein theologisches Lieblingsprojekt denkt: Die so genannte „Woelki-Hochschule“ in Köln als bischöflich kontrollierte Ausbildungsstätte junger Theologen (KHKT) ist jetzt, Sommer 2026, ohne Leitung, ohne Führung. Es gebe einen toxischen Konflikt zwischen Woelki und der KHKT Trägerstiftung, schreibt der Kölner Stadtanzeiger. Es geht um die Frage: Was bedeutet Wissenschaft, kritische Wissenschaft, für diese Woelki Hochschule? Die zurückgetretene Leitung der Hochschule wolle nicht zum `Hurra-Herr Kardinal Club“ gehören, wolle nicht wie Marionetten des Kardinals sein, berichtet auch PUBLIK Forum am 14.8.2026, Seite 43.<br />
7.<br />
Angesichts dieser aktuellen Fakten, von den schon früher dokumentierten Tatsachen ganz zu schweigen. Ist es wirklich nicht zu akzeptieren, wenn man die Lobeshymne von Bischof Wilmer, dem Vorsitzender der Bischofskonferenz, liest: Wilmer spricht fast eine Heiligsprechung aus, wenn er diesen <em>Bischof Woelki als „einen authentischen Zeigen des Evangeliums“</em> bewertet. Seit wann führen denn „authentische Zeugen des Evangeliums“ zu dauerhaftem Streit, zu hilflosen Protesten, zu Kirchenaustritten???<br />
Wenn also diese bischöfliche Praxis des Kardinals authentisches Evangelium ist, dann, ja was dann?: Dann werden wir an die klerikale Verfälschung des Evangeliums Jesu von Nazareth erneut erinnert. Ein offenes, kritisches Wort zum 70. Geburtstag wagt ein klerikaler „Mitbruder“ einem anderen klerikalen „Mitbruder“ natürlich nicht zu sagen… Da herrscht offenbar immer noch die aus den klerikalen Missbrauchsfällen bekannte „Verschweige &#8211; Gemeinschaft“ der Kleriker…So brauchen wir nicht gespannt zu sein, was dann ein Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz zum 70.Geburtstag (2029) von Regensburgs Bischof Rudolf Voderholer schreibt, er ist ja bekanntlich ein sehr enger Freund von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, sie steht bekanntlich der AfD sehr sehr nahe…</p>
<p>………………………Der ursprüngliche Text  von 2023 mit zahlreichen LINKS…………</p>
<p>9.<br />
In seiner Doktorarbeit „Die Pfarrei“ an der Santa Croce Universität des Opus Dei in Rom nennt Woelki ein entscheidendes Kapitel: „Das Amt als Repräsentation Christi“ bzw. im Unterkapitel „Die sakramentale Vergegenwärtigung Christi durch den Kleriker“. Woelki glaubt, und das ist auch offizielle Lehre: Im zölibatären Kleriker, auch in ihm, Herrn Woelki, ist Jesus Christus sakramental (zeichenhaft) gegenwärtig. Welche Konsequenzen hat diese Theologie für den eigenen Lebensstil? Unter 3.2.3. schreibt Woelki in seiner Doktorarbeit an der Opus-Dei-Universität: „So repräsentiert der Bischof Christus in seiner und für seine Teilkirche“. Die theologische Frage ist: Wie stark leidet dieser Christus unter den gegenwärtigen „Kölner-Kardinals- Verhältnissen“? <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/1862_mit-erzbischof-woelki-ins-getto_denken-und-glauben">LINK</a></p>
<p>10.</p>
<p>Kardinal Woelki hat sich, wie üblich bei Kardinälen und Bischöfen,einen Wahlspruch gewählt: „Nos sumus testes – „Wir sind Zeugen“ (ein Zitat aus der „Apostelgeschichte“, 5. Kapitel, 32. Vers). Wobei das lateinische „nos“, also das Wir, eigentlich überflüssig ist bei dem „sumus“, das ja schon „wir sind“ aussagt. Das Wir, gemeint ist freilich das Ich, wird also noch einmal überbetont in dem Sinne: „Wir (nur wir Kleriker?) sind Zeugen (der Jesu Auferstehung). Ein egozentrischer Wahlspruch, könnte man meinen….</p>
<p>11.</p>
<p>Diesen Wahlspruch, so könnte man jetzt etwas ironisch meinen, hat sich Woelki sehr weise ausgesucht, offenbar voller Vor – Ahnungen für seine bevorstehenden juristischen Auseinandersetzungen. Da geht es bekanntlich darum, was denn Woelki als „Zeuge“ des sexuellen Missbrauchs seiner Priester so alles gesehen, erlebt, bzw. vertuscht hat.<br />
12.</p>
<p>Übrigens wurde Woelki von Papst Benedikt XVI. ins Kardinalskollegium berufen. Dafür hat wohl Woelkis enger Freund Kardinal Meisner (Köln) bei seinem Freund Ratzinger sorgen können….</p>
<p>13.</p>
<p><em>Hinweis auf einige ältere, nach wie interessante Publikationen über Woelki von Christian Modehn</em>:<br />
Kurz nach der Ernennung Woelkis zum Erzbischof in Berlin: „Mit Erzbischof Woelki ins Getto“ heißt der Beitrag vom 9. September 2011,<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/1862_mit-erzbischof-woelki-ins-getto_denken-und-glauben"> LINK</a>  (Woelki war Erzbischof bzw. Kardinal in Berlin von September 2011 bis zum 7.9.2014. Danach in Köln als Nachfolger seines Gönners Kardinal Meisner.</p>
<p>Am 9.7.2012 veröffentlichte Christian Modehn einen ausführlicheren und besonders wichtigen Hinweis, der sich vor allem mit der <em>theologischen Doktorarbeit Woelkis an der Opus-Dei-Universität</em> Santa Croce in Rom befassen.<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/2106_rainer-m-woelki-und-der-theologe-karl-rahner_religionskritik"> LINK</a>. Es ist interessant, dass die offizielle Pressemitteilung des Presseamtes des Erzbistum Berlin Woelkis Doktorarbeit an der Opus Die Universität in Rom nicht erwähnt. Diese Doktorarbeit war wohl schon peinlich geworden und wurde besser verschwiegen. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/2106_rainer-m-woelki-und-der-theologe-karl-rahner_religionskritik">LINK</a></p>
<p>Über <em>„Woelki und das Ende der Ökumene“</em>, <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/9820_das-ende-der-oekumene-kardinal-woelki-schlaegt-zu_denken-und-glauben">LINK</a>, vom 7.10.2017</p>
<p>„Wie reaktionär ist Woelkis Theologie?“ <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/12019_12019_religionskritik">LINK</a>, vom 16.9.2019<br />
Im „Fall“ des katholischen Theologen Prof. Ansgar Wucherpfennig SJ hatte sich Woelki eingeschaltet, dieser Eingriff zeigte, was der Kardinal unter freier theologischer Forschung versteht. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/10952_zum-fall-des-katholischen-theologen-ansgar-wucherpfennig-sowie-zum-angriff-von-kardinal-woelki-auf-die-freiheit-der-wissenschaft-an-der-universitaet-in-bonn_befreiung">LINK</a></p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.<br />
Aktualisiert am 15. August 2026 durch CM</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22566_kardinal-woelki-wird-70-ich-habe-das-meiste-richtig-gemacht_aktuelles">Kardinal Woelki wird 70: „Ich würde das meiste wieder so machen“</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Für einen Bischof in Uganda sind Menschenrechte wichtiger als Bibelsprüche und dogmatische Lehren</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22475_fuer-einen-biaxchof-sind-menschenrechte-wichtiger-als-bibelsprueche-und-dogmatische-lehren_religionskritik</link>
					<comments>https://religionsphilosophischer-salon.de/22475_fuer-einen-biaxchof-sind-menschenrechte-wichtiger-als-bibelsprueche-und-dogmatische-lehren_religionskritik#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 15:14:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Christopher Senyonjo in Uganda am 19. Juli 2026 gestorben]]></category>
		<category><![CDATA[ein Bischof in Uganda verteidigt die Homosexuellen]]></category>
		<category><![CDATA[Kardinal Sarah aus Guine eine Feind der Homosexuellen]]></category>
		<category><![CDATA[Katholische Bischölfe in Afrika gegen die Gleichberechtigung der Homosexuellen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte wichtiger als Kirchengebote und Bibel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Verteidiger der verfolgten Homosexuellen in Uganda, Bischof Christopher Senyonjo, ist am 19.7.2026 gestorben. Er war als Bischof der anglikanischen Kirche in Uganda eine Ausnahmegestalt: Als der Staat die rigidesten Anti -Homo - Gesetze durchsetzte, widersprach er und organisierte Hilfe für die bedrohten Menschen. Von seiner Kirche in Uganda wurde er verfolgt und diskriminiert. Das Besipiel zeigt: Es ist für universal aufgestellte Kirchen, wie die Anglikanische Kirche oder die Katholische Kirche, zunehmend schwer, die sogenannte viel beschworene Einheit zu bewahren mit reaktionären, anti - homo- eingestellten afrikanischen Kirchen und Bischöfen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22475_fuer-einen-biaxchof-sind-menschenrechte-wichtiger-als-bibelsprueche-und-dogmatische-lehren_religionskritik">Für einen Bischof in Uganda sind Menschenrechte wichtiger als Bibelsprüche und dogmatische Lehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerung an Bischof Christopher Senyonjo, den Verteidiger und Beschützer der Homosexuellen in Uganda</p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 22.7.2026</p>
<p>1.<br />
Bischöfe loben: Das geschieht eher selten im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin. Denn für uns stehen Bischöfe wie alle sich religiös oder speziell christlich nennenden Menschen UNTER den Menschenrechten. Zuerst entscheidend sind die universell geltenden Menschenrechte, und dann danach die religiösen, christlichen Lehren, die mit Argumenten der Vernunft gelesen werden müssen.</p>
<p>2.<br />
Heute müssen wir an einen Bischof der Anglikanischen Kirche im afrikanischen Uganda lobend erinnern: Christopher Senyonjo, emeritierter Bischof von Buganda, ist am 19.Juli 2026 im Alter von 94 Jahren gestorben. Bischof Senyonjo war die stärkste christliche Stimme, die mit allem Nachdruck die totale, auch gesetzlich fixierte Repression des Staates Uganda gegen Homosexuelle und alle Queers verurteilte. (Eine sehr ausführliche Würdigung dieses außergewöhnlichen Bischofs bietet Wikipedia, hier eine von Wikipedia angebotene Übersetzung, Fußnote 1).</p>
<p>3.<br />
Es gibt noch eine Vereinigung „Sexuelle Minderheiten in Uganda“ (SMUG) und die „Association zur Verteidigung der Rechte der Homosexuellen (FARUG)“, die ausdrücklich an Bischof Senyonjo erinnern: “Er war eine seltene, großartige Seele, die nicht nur Liebe predigte, sondern sie jeden Tag praktisch lebte.“</p>
<p>4.<br />
In Uganda nennen sich 80 Prozent der Einwohner Christen in verschiedenen Kirchen und Konfessionen. Seit 2023 herrscht in Uganda eines der repressivsten Gesetze gegen Homosexuelle. Und dieses Gesetz wird offen vom anglikanischen Klerus in Uganda unterstützt. Wie so oft behaupten auch die anglikanischen Feinde der universell geltenden Menschenrechte: „Homosexualität wurde uns Afrikanern von außen aufgezwungen, von Fremden, gegen unseren Willen und gegen unsere religiösen Überzeugungen“, so der oberste Kirchenchef der Anglikaner in Uganda, Stephen Samuel Kaziimba Mugalu. Eine Position, die auch von sehr vielen katholischen Bischöfen und Kardinälen vertreten wird, wie jüngst von dem weltweit schon bekannten Feind homosexuellen Lebens und Liebens, dem Kurien-Kardinal Robert Sarah, Rom, er stammt aus Guinea, über ihn haben wir schon oft berichtet. LINK.</p>
<p>5.<br />
Aber Bischof Christopher Senyonjo dachte und handelte menschlich: Er wehrte sich – zumal als emeritierter Bischof – gegen die sogenannte „Therapie“ der „Heilung“ von Homosexualität, er eröffnete in der Hauptstadt Kampala ein Beratungszentrum für Homosexuelle als Hilfe und Zuflucht für Homosexuelle.<br />
Die anglikanische Episcopal Church in den USA unterstützte ihn, während Bischof Senyonjo von seiner eigenen Kirche ihn Uganda ausgeschlossen wurde, weil er, so wörtlich, „offen die Lehren der Bibel zur menschlichen Sexualität entstellte.“ Bischof Senyonjo entgegnete: „Ich kann doch Homosexuelle nicht verurteilen, denn ich bin aufgerufen jedem Menschen zu dienen, vor allem, jenen, die marginalisiert sind. Man kann die Bibel doch nur in dem Zusammenhang von Homosexualität zitieren, wenn man genau den Kontext beachtet“, also sich von fundamentalistischer Bibellektüre befreit.</p>
<p>6.<br />
2010 wurde in Uganda ein Foto in der Presse veröffentlicht: Es zeigt Bischof Senyonjo mit David Kate, einem der führenden Vorkämpfer für die Rechte der Homosexuellen. Der Kommentar der Zeitungen: „Diese beiden sind die wichtigsten Homosexuellen im Land. Ergreift sie“. David Kato wurde „ergriffen“ und einige Monate nach den Zeitungsberichten ermordet. Bischof Senyonjo sprach Gebete bei dessen Bestattung. Über David Kato: Siehe : https://www.bbc.com/news/world-africa-12295718</p>
<p>7.<br />
Es geht in den christlichen Kirchen Afrikas heftig gegen die Rechte von Homosexuellen. Die Anglikanische Weltgemeinschaft droht deswegen zu zerbrechen: die anglikanischen Feinde der Menschenrechte in Afrika nennen sich „orthodox“, rechtgläubig. Sie wollen eine eigene afrikanisch-anglikanische Allianz bilden. Offenbar ist es den vernünftigen Anglikaner in England oder in den USA nicht gelungen, ihre lieben Mitbrüder in Afrika von der Vorherrschaft der Menschenrechte vor allen dogmatischen Lehren zu überzeugen. Dann sollen diese „orthodoxen“ Anglikaner doch ihren eigenen Weg gehen. Jedenfalls hat die Vernunft in der anglikanischen Kirche NICHT gesiegt. Eigentlich eine Blamage.</p>
<p>8.<br />
Um den Schutz der Homosexuellen und Afrika müssen sich dann internationale Organisationen und die noch verbliebenen demokratischen Staaten in Europa wirksam kümmern …. falls sie noch bereit sind, Flüchtlinge aus Uganda etwa aufzunehmen.</p>
<p>9.<br />
Auch in der katholischen Kirche gibt es tiefste Spannungen: Die allermeisten afrikanischen Kirchenführer, Bischöfe und Kardinäle, sind explizite Feinde der Gleichberechtigung von Homosexuellen in den Staaten und der Kirche. Und der Papst will die zahlenmäßig wachsende Katholische Kirche in Afrika nicht irritieren. Deswegen hält er sich im Blick auf Europa mit einer vernünftig wie christlich gebotenen Gleichberechtigung für Homosexuelle zurück und lässt Segnungen von homosexuellen Paaren nur unter aller größten Einschränkungen sehr ungern noch zu. Das heißt: Der Papst, der Vatikan, die meisten Bischöfe wollen absolut nicht, dass Homosexuelle als völlig gleichberechtigte Menschen in der Kirchen und in den Staaten leben. Mit anderen Worten: Auch diese katholischen Kirchenführer in Rom und anderswo sind wie die anglikanischen Kirchenführer in Uganda und Afrika – reaktionär. (Siehe Fußnote 2: Einige führende katholische Bischöfe Afrika gegen die Rechte der Homosexuellen)</p>
<p>10.<br />
Über dieses unverschämte, unmenschliche Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen und anderen Queers durch Politiker und Kirchenführer (von muslimischen Führern wollen hier erst gar nicht reden…) wird in der Soziologie und Anthropologie und Politologie vielfach geforscht. Zentrale Erkenntnisse zur „Homofeindschaft“ der etablierten Kreise in Afrika:<br />
Sie lenken mit dieser verbrecherischen Ideologie ab von den echten Problemen Afrikas (Armut, eigene Korruption!, Ungerechtigkeit etc..)<br />
Sie wollen ihre Souveränität dokumentieren.<br />
Sie ignorieren die deutlichen Forschungsergebnisse: Vor der Kolonisierung Afrikas gab es meist keine Abwehr von Homosexualität.<br />
Zumal die homo-feindlichen Bischöfe geben sich als treue Schüler der europäischen Missionare des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Sie lehrten einst in ihrem eigenen, damals üblichen europäischen Anti – homo – Wahn die neugierigen „Heiden“ Afrikas: Der liebe Gott liebt keine Homosexuellen. Und diese Lehre garnierten sie mit ein paar Bibelzitaten, die sie den staunenden Heiden als Gottes Wort verkündeten. Und die „bekehrten“ Heiden gehorchten.<br />
Nebenbei: Es ist manchmal befremdlich, dass keine Predigten der Missionare in Afrika im 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht werden. Sind alle diese Dokumente verschwunden? Oder: Werden sie vor kritischem Zugriff versteckt und verschlossen? Wahrscheinlich ist das so.</p>
<p>11.<br />
Man wird nicht die Verteidigung der universell geltenden Menschenrechte, auch für die Menschen in Afrika, auch für Homosexuelle und Queers in Afrika, als eine Form des Kolonialismus bezeichnen und die Menschenrechts – Aktivisten verurteilen. Und man wird doch wohl nicht die politischen und religiösen Verbrecher in Afrika als kulturell korrekt geortet in ihrer „ureigenen“ Kultur loben?</p>
<p>Wer dieser Überzeugungen folgt, entspricht den ideologischen Restbeständen einer in Pluralismus zerfallenden „Post – Moderne“. Demnach hat jeder irgend recht… Wir weisen diese Ideologie mit gutem Grund als inhuman zurück. Die in etwas Freiheit und manchmal in Gleichberechtigung lebenden Europäer dürfen nicht sagen: „Na, dann sollen die Homosexuellen in Afrika halt umgebracht werden, wenn sie sich nicht der Ideologie ihrer korrupten politischen Herrscher anpassen wollen oder den uralten Sprüchen der Bibel.“<br />
Aber die gequälten Opfer der Gewaltregime auch in Afrika fordern doch nur eins: Die Geltung der Menschenrechte auch für sie und alle Menschen.</p>
<p>FUßNOTE 1:<br />
In ausführlicher Beitrag von WIKIPEDIA:<br />
https://en.wikipedia.org/wiki/Christopher_Senyonjo</p>
<p>FUßNOTE 2:<br />
Wir nennen Kardinal Fridolin Ambongo Besungu (Demokratische Republik Kongo). Er behauptet: Homosexualität sei in Afrika eigentlich gar kein Thema, deswegen braucht die Kirche auch keine Segnung vom homosexuellen Paaren.</p>
<p>Wir nennen den Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Ghana, Bischof Matthew Kwasi Gyamfi. Er sagt öffentlich: Homosexualität sei verabscheuungswürdig, er fordert Strafen für Homosexuelle.</p>
<p>Wir nennen die Katholische Bischofskonferenz von Nigeria (CBCN): Sie weigert sich Homosexuellen zu segnen. Diese Segnung sei ein Verstoß gegen Gottes Gesetz, und: diese Segnung passe nicht zur afrikanischen Kultur.</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22475_fuer-einen-biaxchof-sind-menschenrechte-wichtiger-als-bibelsprueche-und-dogmatische-lehren_religionskritik">Für einen Bischof in Uganda sind Menschenrechte wichtiger als Bibelsprüche und dogmatische Lehren</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Ist Maria, die Mutter Jesu Christi, eine &#8222;Leihmutter&#8220;?</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22465_ist-maria-die-mutter-jesu-christi-eine-leihmutter_denkbar</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 12:43:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denkbar]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Unerhörte Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[bis heute gültige dogmatische Lehre der katholischen Kirche.]]></category>
		<category><![CDATA[der offizielle Katechismus der katholischen Kirche lehrt den göttlichen Sperma]]></category>
		<category><![CDATA[die Mutter Jesu Christi]]></category>
		<category><![CDATA[gibt es in der katholishen Kirche eine Leihmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Gott bedient sich ihres Leibes. Dies ist die offizielle]]></category>
		<category><![CDATA[ist eine Leihmutter: Gott selbst schängert sie]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Spahn un ddie Leihmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Spahn und Leihmutter]]></category>
		<category><![CDATA[m]]></category>
		<category><![CDATA[Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Maria die erste Leihmutter]]></category>
		<category><![CDATA[Maria ist eine Leihmutter Gottes]]></category>
		<category><![CDATA[wer ist eine Leihmutter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maria, die Mutter Jesu Christi, ist eine Leihmutter: Gott bedient sich ihres Körpers, der heilige Geist schwängert Maria, so entsteht der Gott- Mensch Jesus Chistus. Dies ist bis heute die offizielle dogmatische Lehre der katholischen Kirche. Nun wird durch die Debatte um Leihmütter (Jens Spahn..) die Rolle der Leihmutter Maria neu entdeckt. Eien unerhörte Frage von Christian Modehn. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22465_ist-maria-die-mutter-jesu-christi-eine-leihmutter_denkbar">Ist Maria, die Mutter Jesu Christi, eine &#8222;Leihmutter&#8220;?</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine unerhörte Frage, die Nr. 31. Auch aus aktuellem Anlass: siehe Leihmutter-Debatte Spahn &#8211; Funke…</p>
<p>Von Christian Modehn am 17.7.2026</p>
<p>Ist Maria die erste Leihmutter im Katholizismus?</p>
<p>Diese 31. unserer „Unerhörten Fragen“ kann einigen Katholiken vielleicht besonders unerhört erscheinen. Aber diese &#8211; religionskritische und dogmenkritische, leicht ironische &#8211; Frage muss gestellt werden, wenn man die offizielle katholische dogmatische Lehre ernst nimmt. Sie betont ja stets: „Christus, der göttliche Sohn, wurde im Leib Marias empfangen vom heiligen Geist“.</p>
<p>Wir erinnern als Beleg an den bis heute gültigen &#8222;Katechismus der katholischen Kirche“ im Vatikan Jahr 1993 veröffentlicht. Da heißt es in § 485: „Der Heilige Geist wird gesandt, um den Schoß der Jungfrau zu heiligen und göttlich zu befruchten… Gott bewirkt, dass Maria den ewigen Sohn des Vaters empfängt, der aus ihr, aus Maria, die menschliche Natur annimmt.“</p>
<p>Mit anderen Worten: Sozusagen „göttliches Sperma“ wird in den menschlichen Leib der Jungfrau Maria eingefügt.</p>
<p>In § 488 heißt es: „Um aber dem Sohn Gottes `einen Leib zu bereiten`, wie es im neu-testamentlichen Hebräer-Brief (10, 5) heißt, „sollte nach Gottes Willen ein Geschöpf in Freiheit mitwirken.“</p>
<p>In § 494 wird diese besondere Form der Leihmutterschaft Marias noch weiter vertieft: „Auf die Ankündigung , dass Maria durch die Kraft des heiligen Geistes den `Sohn des Höchsten` gebären werde, ohne einen Mann zu erkennen, antwortet Maria im `Gehorsam des Glaubens`, in der Gewissheit, dass für Gott nichts unmöglich ist“.</p>
<p>Der offizielle Katechismus weist auch darin hin, dass später die ersten Theologen, die Kirchenväter, diese Überzeugung vertieft haben: In § 496 heißt es: „ Auch der leibliche Aspekt dieses Geschehens (also die Empfängnis durch den heiligen Geist im Schoß Marias) wurde ausgesagt: Maria hat Jesus , so wörtlich, `ohne männlichen Samen empfangen aus dem heiligen Geist`. Das behauptet die Synode im Lateran im Jahr 649.</p>
<p><strong>Zusammenfassend: Maria ist in dieser (mythologischen) Dogmatik die Leihmutter Gottes.  </strong>Das Thema ließe sich weiterführen: Etwa hinsichtlich der &#8222;unbefleckten Empfängnis&#8220;: Sie gilt ja im biblischen Mythos für Maria genauso wie für die heutigen Leihmütter. Heutige Leihmütter befinden sich also in bester &#8222;marianischer Gemeinschaft&#8220;&#8230;</p>
<p>PS: Man möchte mit einer leichten Ironie meinen, der Katholik Jens Spahn (CDU) kann etwas beruhigt sein: Eine Leihmutter, <em>Maria, spielt im Katholizismus eine ganz große Rolle, man möchte sogar wieder leicht ironisch meinen: Gott braucht in dieser dogmatischen Lehre förmlich eine Leihmutter. Und noch weitergehend: Ohne die Leihmutter Maria keine Erlösung. Denn dann wäre ja Jesus Christus nicht auf Erden tätig geworden…</em></p>
<p>Wer an dieser Stelle noch nicht den bis heute verkündeten Wahn dieser alten Dogmen &#8211; Welt überwunden hat, dem ist … nicht zu helfen…<br />
Es gibt vernünftige theologische Interpretationen zu Maria, zu Josef, dem Gatten Marias, und zu Jesus: Jesus ist natürlich der Sohn Josef, der Erstgeborene mit vielen Geschwistern, wie das Neue Testament mehrfach betont…</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionphilosophischer Salon Berlin. www.religionsphilosophischer-salon.de</p>
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		<title>Denken oder beten?</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22357_denken-oder-beten_befreiung</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 14:49:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhinweise]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Gedenken an Verstorbene]]></category>
		<category><![CDATA[Ich denke an dich und ich bete für dich meinen das gleiche]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Patocka großartiges Buch "Phänomenologie des Lebens nach dem Tod"]]></category>
		<category><![CDATA[Was bedeutet Ich bete für dich]]></category>
		<category><![CDATA[Was bedeutet Ich denke an dich]]></category>
		<category><![CDATA[wie leben nach dem Tod eines geliebten Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[wie leben Verstorbene weiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir fragen: Was macht den Unterschied aus zwischen „Ich denke an dich“ und „Ich bete für dich“? Und wir betonen: Vernünftig verstanden meinen beide Form des Gedenkens das gleiche. Wichtig ist im Zusammenhang "Denken an einen Verstorbenen": Der tschechische Philosoph Jan Patocka (1907 - 1979) hat einen bedeutenden Essay geschrieben zum ungewöhnlichen Thema: „Phänomenologie des Lebens nach dem Tod“. Er zeigt, wie im Gedenken an die besondere Bedeutugn des geliebten Verstorbenen der Verstorbene weiter-lebt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22357_denken-oder-beten_befreiung">Denken oder beten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wir in Gedanken andere in unser Leben rufen<br />
Ein Hinweis von Christian Modehn am 25.6.2026</p>
<p>1.<br />
„Ich werde an dich denken“. Anläßlich einer Bestattung, einer schweren Krankheit, einer Hochzeit, einer problematischen Reise, wann auch immer…: Es ist unter christlich geprägten Menschen auch in Deutschland üblich zu sagen: „Ich denke an dich“. Als Ausdruck der Verbundenheit, vielleicht als Trost.<br />
Bis vor einigen Jahren sagten christlich geprägte Menschen noch, nicht nur im privaten Flüsterton: „Ich bete für dich“.</p>
<p>2.<br />
Sich offen zum Beten für andere zu bekennen, ist in einer zunehmend säkularen Gesellschaft das Wagnis, als Frommer oder Frömmler dazustehen. Also als obsolet zu gelten. Zumal gebildete Christen heute ihre Probleme haben, den Sinn des Bittgebetes zu verstehen: „Ich bitte für dich bei Gott.“</p>
<p>3.<br />
Dies ist also kein abseitiges Thema einiger spiritueller Menschen: Wir fragen: Was macht den Unterschied aus zwischen „Ich denke an dich“ und „Ich bete für dich“? Vielleicht meinen beide Zusagen, richtig verstanden, sogar das Gleiche?</p>
<p>4.<br />
Wie gesagt: „Ich bete für dich&#8220; hat man früher auch schnell gesagt, daher &#8211; geredet. .Wie eine Floskel. Heute hingegen wird das „Ich denke an dich“ ständig gesprochen in den genannten Fällen von Krisen oder auch besonders schönen Erlebnissen. Die Adressaten können die Zusage des anderen, des Freundes, er werde an mich denken, nur glauben. Und hoffen: dann hat man mich also doch nicht ganz vergessen, ich bin nicht ganz allein, man denkt an mich. Früher haben abergläubische Menschen diese Zusage angeblich „empirisch&#8220; aber hilflos überprüfen wollen, wenn sie sagten: „Mir klingt nun das rechte Ohr“.</p>
<p>5.<br />
Schauen wir auf die Zusage: „Ich bete für dich“ . Diese betende, bittende Person verspricht, sich an an Gott zu wenden und ihn zu bitten, Gott (oder Jesus Christus oder sogar Maria) möge sich um die betreffende Person, entweder leidend oder auch glücklich, vom Himmel aus „kümmern. Der Betende übergibt also sein Anliegen der göttlichen Wirklichkeit. Wer sagt: „Ich bete für dich“ entlastet sich: „Soll Gott sich doch kümmern. ER wird es in seiner Allmacht schon richten.“ „Für andere beten“ kann die Bedeutung haben: Für andere persönlich nicht eintreten, nicht handeln zu müssen. Es ist die Bequemlichkeit der Frommen…</p>
<p>6.<br />
Nebenbei: Papst Leo XIV., so berichtet der „Vatikan Newsletter“ täglich, bekennt öffentlich ständig, für andere in der weiten Welt zu beten, für einzelne oder Gruppen oder ganze Länder, für Leidende, Hungernde, Frierende, Soldaten, Friedensstifter usw. Wenn der Papst für all diese Menschen täglich mindestens ein „Vater Unser“ und ein „Ave Maria“ betet, ist der halbe Vormittag um, möchte man ironisch sagen. Aber der Papst kann durch so viel öffentlich erklärte Fürbitt &#8211; Gebete seinen Anspruch beweisen, „Heiliger Vater“ zu sein … Vielleicht hört Gott auf päpstliches Beten besonders aufmerksam?</p>
<p>7.<br />
Wer sagt „Ich denke an dich“ lebt in einer anderen Dimension, man kann sie „weltlich“ nennen: Aber wenn diese Zusage für den Sprechenden wirklich mehr ist als eine Floskel, dann führt sie in tiefere, man möchte sagen, philosophische Erfahrungen des menschlichen Lebens. Denn das „Denken an dich“ berührt den Geist, die Seele: Die andere Person wird wachgerufen, man sieht sie vor sich, fragt: Was war, was ist das Besondere dieses Menschen? Hat sie mir (noch) etwas zu sagen, bedeutet sie mir etwas? So entsteht eine Form der Kommunikation zwischen dem Denkenden und dem Menschen, dem das &#8222;Denken an…“ gilt. Man kann dies auch „Wechselseitigkeit“ (Jan Patocka) nennen. Durchaus mit dem Aufruf: Was kann ich für Dich tun, wenn ich so an dich denke. Und es kann die Erkenntnis gelingen: Wir beide haben die Voraussetzung: In unserem Geist verbunden zu sein!</p>
<p>8.<br />
Wer sagt „Ich bete für dich“ und diese Zusage wirklich ernst meint und die Tiefe der Aussage versteht, der weiß: Gott im Himmel wird nicht eingreifen und wie in einem Wunder mit heiligen Blitz genau diese eine Person, für die ich bete, dann heilen, trösten, sich mit ihr freuen usw. Sondern im (Bitt-)Gebet erschließt sich für christliche Menschen die Erkenntnis: Gott, das Göttliche, der Ewige, wie auch immer sein Name unbeholfen genannt sein mag, ist immer schon anwesend: In mir, in den anderen, in der Welt. Anwesend als die nur geheimnisvoll, niemals zu definierende schöpferische Kraft, die in allem und allen lebt. Dies ist eine bleibende Erkenntnis christlicher Mystik.<br />
Und was ist die Konsequenz? Ich stehe auf diese Weise mit dem anderen, den anderen, auch in einer Kommunikation: Ich denke also auch an den anderen, sehe ihn, frage mich: Was ist sein besonderes Profil, wo ist der andere wichtig für mich, herausfordernd, verstörend: Wo kann er/sie anregend sein für mich? Wo kann ich ihn, sie, begleiten, unterstützen…</p>
<p>9.<br />
Also: Es sind die gleichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die sich beim vernünftig nachdenkenden Beter einstellen wie bei dem, der sagt: „Ich denke an dich“. Es ist also in beiden Formen des Gedenkens die in die Praxis führende Dimension entscheidend, und wenn verantwortliche Denk &#8211; oder Gebets &#8211; Kommunikation: Dann auch mein Tun „in seinem Sinne“.</p>
<p>10.<br />
Der angesehene tschechische Philosoph Jan Patocka (1907 &#8211; 1979) <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/12573_ich-denke-an-dich-denken-in-zeiten-der-krise-5-teil_denkbar">LINK</a> https://religionsphilosophischer-salon.de/12573_ich-denke-an-dich-denken-in-zeiten-der-krise-5-teil_denkbar.<br />
hat einen bedeutenden Essay geschrieben zum ungewöhnlichen Thema: „Phänomenologie des Lebens nach dem Tod“. Er reflektiert also unser Thema speziell im Hinblick auf den Tod eines geliebten Menschen.<br />
Das Buch ist 2026 im Verlag Matthes und Seitz erschienen. Darin geht er auch der Frage nach: In welcher Form lebt der geliebte Verstorbene mit mir weiter: Die von Platon stammende metaphysische Antwort eines Weiterlebens der Seele in der Ewigkeit lehnt Patocka ab. Der Herausgeber dieses Buches, der Philosoph Tobias Keiling, schreibt in seiner ausführlichen Hinführung zur These Patockas: „Auch wenn der Verstorbene `die Zukunft (mit mir) nicht mehr aktuell mitgestalten`, also nicht mehr direkt aktuell am gemeinsamen Handeln Anteil haben kann, so kann sein vergangenes Leben mein Handeln doch weiterhin beeinflussen und bereichern… Das Sein des Verstorbenen könne `für mich zum Impuls für immer Neues werden, indem ich tiefer realisiere, was seine Existenz bedeutet hat und weiterhin bedeutet.` Dies ist ein bisher noch nicht berührtes Phänomen des Lebens nach dem Tod, das meinen eigenen Lebensentwurf mit dem des Verstorbenen verbindet.“ (S. 41,42).</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22357_denken-oder-beten_befreiung">Denken oder beten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit den reaktionären Piusbrüdern sollte es keine Einheit mit Rom geben!</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22322_mit-den-reaktionaeren-piusbruedern-sollte-es-keine-einheit-mit-rom-geben_religionskritik</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 14:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[1. Juli 2026 in Econe]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Lefèbvre]]></category>
		<category><![CDATA[Bischofsweihe in Econe]]></category>
		<category><![CDATA[diese reaktionären Priesterbrüder sollten nicht in die offizielle katholische Kirche integriert werden]]></category>
		<category><![CDATA[ein neues Schisma in der katholischen Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[eine neue Kirchenspaltung am 1. Juli 2026 in Econe]]></category>
		<category><![CDATA[es gibt bereits jetzt im Katholizismus sehr viele rechtsextreme und reaktionäre Gläubige]]></category>
		<category><![CDATA[in Econe werden am 1. Juli vier traditionalistische Bischöfe geweiht]]></category>
		<category><![CDATA[keine Laienpredigt im Katholizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Laienpredigt im Katholizismus stört die Einheit der Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo und sein Lieblingsthema EINHEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo will unbedingt die Einheit der Katholiken]]></category>
		<category><![CDATA[Piusbrüder]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot der Laienpredigt durch den Vatikan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. Juli 2026 wird es wieder einmal ein Schisma, eine Spaltung, im Katholizismus geben: Die traditionalistischen Piusbrüder werden vier ihrer Priester zu Bischöfen in Econe, Schweiz, weihen. Ohne Erlaubnis des Papstes. Dies ist in päpstlicher Sicht ein Schisma. Und die Geweihten werden automatisch exkomuniziert. Christian Modehn plädiert dafür, diese reaktionären Leute aus dem traditionalistischen Umfeld ihre eigenen Wege außerhalb des Katholizismus  gehen zu lassen. Eine Integration dieser Leute in die katholische Kirche sollte aus politischen Gründen schon nicht stattfinden. Sehr konservative und reaktionäre Katholiken gibt es in der katholischen Kirche schon jetzt sehr zahlreich. Diese "römischen Katholiken" wählen rechtsextreme Parteien, nicht nur in Frankrreich oder in Spanien oder Italien. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22322_mit-den-reaktionaeren-piusbruedern-sollte-es-keine-einheit-mit-rom-geben_religionskritik">Mit den reaktionären Piusbrüdern sollte es keine Einheit mit Rom geben!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Juli 2026 ist es soweit: Da gibt es wieder einmal eine Spaltung, ein Schisma, in der katholischen Kirche<br />
Ein Hinweis von Christian Modehn am 21.6.2026.</p>
<p><em>Ein Vorwort:</em> Religions-Philosophie heute muss sich immer häufiger mit Religionskritik, im aktuellen Fall wieder mit Katholizismus &#8211; Kritik, befassen. Weil sich so viele Kirchen, auch der Katholizismus  und andere Religionen jeglicher universell geltender Vernunft verschließen. Wir dokumentieren also erneut ein Beispiel für die nach wie vor unübersehbare Herrschaft des Klerus in der katholischen Kirche. Und: Wie Schisma, Exkommunikation, frommer Wahn (&#8222;die Messe muss im Ritus des 16. Jahrhunderts zelebriert werden&#8220;) traditionalistische Katholiken bestimmen!</p>
<p>Auch dies noch: Wenn nun am 23. Juni 2026 offiziell der Vatikan unter der Herrschaft des freundlich lächelnden Papstes Leo XIV. <em>die Laienpredigt in der katholischen Messe verbietet</em>, dann ist dies nur ein weiterer Schritt des Katholizimus ins Getto, ins Getto der Klerus-Herrschaft&#8230;So wird auch in dem Fall die päpstlich dringend gewünschte EINHEIT durchgesetzt: Die Einheit der Theologie, die offenbar nur der Klerus garantieren kann. er steht ja unter Aufsicht der Bischöfe und des päpstlichen Nuntius. Laien wären zu eigensinnig, zu frei, zu mutig, ihren eigenen Glauben auszusagen und ins Gespräch zu bringen&#8230;Das läßt der herrschende Klerus nicht zu. Die offizielle päpstliche Rede vom &#8222;Volk Gottes&#8220; mit &#8222;gleichberechtigten Brüdern und Schwestern&#8220; ist also nur eine Floskel.</p>
<p>Nebenbei: Das aktuelle Verbot der Laien &#8211; Predigt im Katholizismus erinnert mich an das Verbot des Kelches auch für Laien in der Messe, eine erfolglose Forderung des Reformators Jan Hus, er wurde als Ketzer auf dem Konzil von Konstanz verbrannt&#8230; (15. Jahrhnudert), CM.</p>
<p><em>Am 21.6.2026 geschrieben:</em></p>
<p>1.<br />
Papst Leo XIV. will alle Katholiken unter dem Dach seiner Papst &#8211; Kirche vereinen. Das ist sein sehr dringendes Programm, zumal als Augustiner und Fan des heiligen Augustinus 5. Jahrhundert). Augustin als strenger Bischof von Hippo sprach viel von Kirchen-Einheit, packte aber seine theologischen Gegner sehr heftig an…<br />
Papst Leo weiß wie alle Päpste vor ihm: Wie schwach steht immer ein Papst da, wenn er der Spaltungen („Schismen“) innerhalb seiner Kirche nicht Herr wird.</p>
<p>2.<br />
So will Papst Leo auch die traditionalistischen Piusbrüder, also die internationale Gemeinschaft der Getreuen des reaktionären Erzbischofs Marcel Lefèbvre, an die „Mutter Kirche“ binden. Denn es droht die Gefahr der Abspaltung von der möglichst glanzvoll vereint, eben „eins“ dastehenden römischen Kirche: Es ist ja gegenüber den Protestanten und der Vielzahl von protestantischen Kirchen immer der Stolz der Katholiken und ihrer Führer, dass der Katholizismus ganz anders ist, eben eins, weltweit wird derselbe Ritus der Messe gefeiert usw.…und sei es, dass diese Einheit mit Ketzerverfolgungen durchgesetzt wurde.<br />
Dabei wird oft vergessen: <em>Es gibt bereits gar nicht so wenige Abspaltungen von der römischen Kirche in der jüngeren Zeit, bekannt ist die Abspaltung der „Alt-Katholiken“ im Jahr 1870, oder auch an viele „unabhängige katholische Kirchen“</em> unter diesem Titel muss erinnert werden, etwa in Polen, vor allem bedeutend auf den Philippinen (Aglipay), in Tschechien 1919 („Tschechoslowakisch &#8211; Hussitische Kirche), in Afrika und in zahlreichen Staaten Lateinamerikas, etwa Brasilien, Costa Rica usw: Sie sind zahlenmäßig nicht von allzu großer Bedeutung, aber sie signalisieren einerseits den Willen vieler Katholiken, nicht nach päpstlichen Befehlen den Katholizismus zu leben. Andererseits ist beachtlich doch noch eine starke emotionale Bindung römischer Katholiken an „ihren Papst“…sie brauchen halt einen Führer, könnte man meinen…und den üblichen katholischen Wunderglauben, Heiligenkult, Marienkult, Reliquienkult usw., eben den sich katholisch nennenden „Volksglauben“.</p>
<p>3.<br />
Das aktuelle Problem jetzt: Die Bischöfe der reaktionären Piusbrüder beharren stur darauf, am 1.Juli 2026 in ihrem Zentrum in Econe in der Schweiz vier ihrer Priester zu Bischöfen zu weihen. Ein vom Papst unerlaubter Akt. Er bedeutet auch die Exkommunikation der Geweihten traditionalistischen Hirten….<br />
Aber darum geht es hier nicht, zu diesem Thema haben wir uns schon mehrfach geäußert. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/10651_vor-30-jahren-am-30-6-1988-spaltete-erzbischof-marcel-lefbvre-die-katholische-kirche_benediktxvi">LINK</a></p>
<p>4.<br />
Das ist für uns am wichtigsten:<br />
Wir wollen kurz, aber bündig unsere dringende, auch politische begründete Forderung sagen: Dass diese Einheit, also die Integration der traditionalistischen Piusbrüder in die offizielle katholische Kirche, NICHT zustande kommt.<br />
Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:<br />
Die Piusbrüder und ihre Gemeinden, ihre Priesterseminare und Klöster und Schulen sind theologisch so reaktionär, dass es Jahre dauern würde, diese Traditionalisten mit einigen Grundeinsichten moderner Theologie in der römischen Mutterkirche vertraut zu machen. An den für katholische Verhältnisse durchaus etwas progressiven Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils will Papst Leo bekanntlich festhalten.</p>
<p><em>Wichtiger ist der politische Aspekt: Gerade im Stammland der Piusbrüder, in Frankreich, sind die meisten Kleriker und Ordensleute dort sowie ihre mindestens 150.000 Anhänger politisch seit Jahrzehnten sehr eng verbunden mit den rechtsaußen Parteien, also mit der rechtsextremen Le Pen &#8211; Partei, jetzt Rassemblement National (RN)</em>. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/18252_42-prozent-der-praktizierenden-katholiken-in-frankreich-waehlen-2024-rechtsextreme-parteien_befreiung">LINK</a><br />
Würden auch diese Wähler rechtsextremer Parteien in die Katholische Kirche integriert: Dann würde die offizielle Kirche selbst immer mehr rechtsextrem durchsetzt. Die Gläubigen würden dann noch stärker gegen Reformen der Kirche agieren und Einfluß nehmen auf die Gestaltung der Kirche ihres Landes, wir haben das am Beispiel von zwei rechtsextreme katholischen Milliardären in Frankreich gezeigt. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/20551_wenn-rechtsextreme-katholische-milliardaere-katholisches-leben-bestimmen-wollen_religionskritik">LINK</a>:</p>
<p>Es gilt seit Jahren: Die Le-Pen-Partei wird auch von „normalen“ Katholiken stark gewählt, in Spanien ist es die rechtsextreme und ausländerfeindliche VOX Partei, die Zustimmung findet unter „praktizierenden Katholiken“. In Italien werden die verschiedenen rechten und rechtsextremen Parteien in der Meloni &#8211; Regierung selbstverständlich von praktizierenden Katholiken gewählt, in Österreich gehören Katholiken zur Stammwählerschaft der FPÖ, in den USA sind Millionen von Katholiken aufseiten Trumps und seiner Maga-Bewegung: Aber darüber hinaus, ist im sonstigen, dem traditionellen „normal konservativen“ katholischen Milieu üblich, sehr konservative Positionen durchzusetzen. Und in dem Fall haben die sehr konservativen katholischen Laien die ebenfalls mehrheitlich sehr konservativen Bischöfe (in ethischen Fragen) auf ihrer Seite: Stichworte Pro-Life-Fanatismus, der Kampf gegen die „Ehe für alle“, die Akzeptanz der Vorherrschaft des Klerus usw.. Das konservative Denken und seine Ideologien sind in der Katholischen Kirche ohnehin schon sehr dominant. Katholisch und links passt ohnehin nur für einige kritische, gebildete Leute zusammen. Eine katholische Linke wird regelmäßig von den dominant klerikal Rechten behindert, wenn nicht zerstört. Siehe etwa die Konflikte in Frankreich um moderne Theologen und Arbeiterpriester. (Dazu die ausgezeichnete Studie von D. Pelletier und J-L. Schlegel „Á la Gauche du Christ“, Ed. du Seuil, Paris, 2012, 614 Seiten, es erzählt die Geschichte linker Christen, meist Katholiken, von 1945 bis 2012. Eine Geschichte des Niedergangs dieses Links-Katholizismus, verursacht von einer offenbar ewig sehr rechtslastigen Hierarchie, vor allem in Rom).</p>
<p>5.<br />
Man möchte als Beobachter der katholischen Szene aus der kritischen Ferne betonen: Bitte nicht noch mehr reaktionäre Katholiken, diesmal die Piusbrüder und ihre 150.000 Anhänger weltweit, in die ohnehin schon theologisch rechtslastige Katholische Kirche integrieren. Dann wird der universell sich durchsetzende Kulturbruch Richtung rechts und rechtsextrem nach einmal beschleunigt. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22281_katholische-rechte-und-rechtsextreme-gegen-die-menschlichkeit-heute_aktuelles">LINK</a></p>
<p>Sollen doch diese frommen traditionalistischen Leute, die wie an einer Art Neurose erkrankt, unbedingt ihre Heilige Messe in lateinischer Sprache in einem Ritus des 16. Jahrhundert feiern, doch ihre eigenen Wege gehen. Lasst sie doch machen, Politologen und Soziologen werden diesen Club schon kritisch beobachten..<br />
<em>Der offizielle Papst &#8211; Katholizismus wird diese reaktionären Feinde der Menschenrechte, der Religionsfreiheit, des Dialogs mit anderen Religionen nicht zur Vernunft bringen.</em></p>
<p>6.<br />
Es wäre schlimm, wenn der Vatikan diese Piusbrüder wieder in die offizielle Kirche integrieren würde zu der schon einmal erlebten Kondition: Die Piusbrüder und ihre Führung erkennen den aktuellen Papst als ihren Chef an… und alles andere, ihre reaktionäre Theologie, bleibt erhalten. Solche Erfahrungen machte Kardinal Ratzinger/Papst Benedikt XVI. Wohlwissend, als er z.B. traditionalistische Benediktiner &#8211; Abteien (Le Barroux usw.) in die Papstkirche zurückholte oder in Bordeaux das reaktionär-katholische „Institut du Bon Pasteur“ als offiziell katholisch zuließ.</p>
<p>7.<br />
Zum Schluß noch die Frage. <em>Warum eigentlich will Papst Leo so nachdrücklich diese Piusbrüder in seine Kirche holen?</em> Was ist der tiefere, der offiziell abe verschwiegene Grund? (Diese berechtigte Frage hat nichts mit Verschwörungstheorie zu tun). Diese traditionalistisch &#8211; reaktionären Kreise haben einen zahlenmäßig großen Nachwuchs an Priestern, während die Priesterseminare der offiziellen katholischen Kirche in Europa fast leer stehen, selbst in Polen. Bei den Reaktionären hingegen boomt das Interesse junger Burschen, Kleriker zu werden, bestens ausgestattet mit feinen Kleriker &#8211; Gewändern, die lateinische Messe singend, nicht nur Wolken von Weihrauch, sondern Wolken abstruser theologischer und politischer Ideen verbreitend.</p>
<p>8.<br />
Das heißt: Der Papst und seineKardinäle im Vatikan wollen also mit der Einbeziehung der einigen hundert meist noch nicht ganz alten traditionalistischen Piusbrüdern etliche Lücken stopfen in den priesterlosen Gemeinden. Dann brauchen die Bischöfe Europas nicht noch mehr Priester aus aus Indien oder Afrika nach Europa als Gast &#8211; Arbeiter importieren…Bereits Benedikt XVI. erlaubte den offiziell römischen Katholiken immerhin schon mal die Beichte bei Lefèbvre Priestern. Gab es damals wirklich zu wenige katholische Beichtväter? Kaum zu glauben… Dies war eine Geste der Annäherung an die Rechtsradikalen.<br />
<em>Papst Leo XIV. erlaubte den Traditionalisten eine Messe im Petersdom, am Hauptaltar, ihre alte Messe am 25. Oktober 2025 zu feiern, ein Wink mit dem Zaunpfahl: Ihr lieben Reaktionären, kommt zum Papst zurück</em>…Siehe auch: https://evangelische-zeitung.de/traditionalisten-feiern-alte-messe-im-petersdom/</p>
<p>9.<br />
Das Interesse des Papstes an der Einheit mit den Piusbrüdern verweist auf das alte klerikale offiziell katholische Denken: Nur zölibatäre Priester (Männer natürlich) können katholisches Leben innen Gemeinden garantieren, ganz egal offensichtlich, um welche Priester mit welcher Qualität für die moderne Welt es sich da handelt. An die naheliegenden, theologisch stets mögliche Weihe von Frauen zu Priesterinnen oder an die sofortige Aufhebung des sinnlosen und wirkungslosen Zölibatsgesetzes denkt also auch der so oft so freundlich lächelnde Papst Leo XIV .immer noch nicht. Der etablierte Klerus will seine Macht nicht teilen, es lebt sich noch sehr bequem in Rom und den hübschen bischöflichen Residenzen weltweit. Und im „katholischen Kontinent“ Lateinamerika verlassen die Katholiken die katholische Kirche zu Tausenden: Warum? Weil es in den katholischen Gemeinden keine Priester gibt. Da geht man lieber zu den Evangelikalen und Pfingstlern. Aber dies ist dem Papst und dem Vatikan wohl egal, sonst hätten diese Herren längst Frauen und verheiratete Männer zum Priesteramt zugelassen. Das ist ein anderes Thema…</p>
<p>10.</p>
<p><em>Das Lieblingsthema Papst Leos, die Einheit der Kirche: Alle Katholiken sollen eins sein unter der Obhut des Papstes, diese Forderung wird man bitte stets auch als Strategie der Macht, des Erhalts der päpstlichen Macht über &#8222;alle&#8220; &#8222;vereint&#8220; verstehen müssen. </em></p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22322_mit-den-reaktionaeren-piusbruedern-sollte-es-keine-einheit-mit-rom-geben_religionskritik">Mit den reaktionären Piusbrüdern sollte es keine Einheit mit Rom geben!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Kirchen und Religionen sollten nicht die Demokratie bestimmen, auch nicht in den USA!</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22311_kirchen-und-religionen-sollten-nicht-die-demokratie-bestimmen-auch-nicht-in-den-usa_religionskritik</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 16:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika, USA]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhinweise]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
		<category><![CDATA[Theologische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Arnd Henze]]></category>
		<category><![CDATA[Arnd Henze Buch "Mit Gott gegen die Demokratie"]]></category>
		<category><![CDATA[fundamentalistische Christen aus der evangelikalen Szene in den USA]]></category>
		<category><![CDATA[fundamentalistsiche Christen zerstören die Demokratie in den USA]]></category>
		<category><![CDATA[Gütersloher Verlagshaus]]></category>
		<category><![CDATA[J.D. Vance]]></category>
		<category><![CDATA[Pete Hegseth]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Thiel]]></category>
		<category><![CDATA[Russel Vought]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Miller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arnd Henze, Journalist und USA - Spzialist, legt ein wichtiges aktuelles Buch vor:"Mit Gott gegen die Demokratie". Er zeigt, wie nationalistische reaktionäre Christen zu den engsten Mitarbeitern und Förderern Trumps gehören. Es sind die "white evangelical Christians".  Diese Leute verachten die Menschenrechte, die Demokratie, die Schwachen, Armen, Ausländer usw. Henze meint zurecht: Der Demokratie geht es gut, wenn die Religionen und auch die Kirchen das politische Leben NICHT mitbestimmen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22311_kirchen-und-religionen-sollten-nicht-die-demokratie-bestimmen-auch-nicht-in-den-usa_religionskritik">Kirchen und Religionen sollten nicht die Demokratie bestimmen, auch nicht in den USA!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>„Mit Gott gegen die Demokratie“ &#8211; Das neue wichtige Buch von Arnd Henze über die USA<br />
Ein Hinweis von Christian Modehn am 20.6. 2026</p>
<p>1.<br />
Der 4. Juli 2026 ist der 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung in den USA. Ein ganz großer Feiertag, hoffentlich dort auch ein Gedenk-Tag. Der 4. Juli ist für die Trump &#8211; Regierung und seine nationalistische MAGA-Bewegung von höchster Bedeutung. Sie werden den <em>tiefgreifenden Umbruch</em> in der Geschichte der USA feiern, also die neue antidemokratische „Ordnung“, die sie in den Jahren der Trump Herrschaft durchgesetzt haben. Seinen Sieg verdanken Trump und die Seinen vor allem auch den extrem wütenden „white evangelikal Christians“. „Sie lieben Trump nicht trotz, sondern wegen seiner tiefen Verachtung für alle Grenzen des Rechts und des Anstands“, schreibt Arnd Henze in seinem wichtigen Buch (S.10).</p>
<p>2.<br />
Es ist also nicht nur naheliegend, sondern geboten, die für Europäer kaum vorstellbar große Bedeutung des Christentums in den USA heute zur Kenntnis zu nehmen, auch die kaum zu überblickende Vielfalt der Konfessionen dort &#8211; oder der Vereine, die sich Kirchen nennen. Auch wenn die Zahl der Konfessionslosen und Atheisten sogar in den USA stetig steigt, 2026 nennen sich etwa 29 Prozent der US-Bürger „Konfessionslos“ („Nones“): Die nationalistischen Politiker brauchen auch heute den sich christlich nennenden religiösen Fundamentalismus als ideologisches Schmiermittel für ihre menschenverachtenden Politik. <em>Nur mit ihrem diffusen und jeglicher Rationalität entbehrenden christlich genannten Glauben können sie den Nebel erzeugen, den sie für ihre menschenverachtende Innen &#8211; wie Außen &#8211; und Kriegs-Politik benötigen.</em></p>
<p>3.<br />
<em>Man achte darauf, dass Präsident Trump als oberster Chef der viel gerühmten US-Demokratie von Friedensforschern heute als ein neuer Warlord, als „Kriegsherren“, eingereiht wird</em> in die lange Liste ähnlicher Machthaber, wie Putin, Netanyahu und viele Herrscher im Nahen Osten oder in Afrika. Das entsprechende „Friedensgutachten“ der Friedensforscher wurde im Juni 2026 veröffentlicht, pünktlich als wissenschaftliche Einschätzung des Krieges von Netanjahu und Trump gegen den Iran, ein Krieg, der minimale Erfolge für die USA und Israel „gebracht“ hat. Diese werden aber von Trump in seinem Größenwahn als Siege verkündet, bloß weil das Benzin wieder billiger ist. Warlords sind kriegerische Herrscher, sie inszenieren ihre Kriege, wie es ihnen gerade nach Laune in den Kram passt, um es drastisch zu sagen. Der menschliche Schaden ihrer zudem noch schlecht vorbereiteten Kriege ist ihnen egal. Warlords wie Trump sind die Zerstörer der internationalen Ordnung, ein Kommentar: .<a href="https://www.fr.de/politik/putin-trump-und-netanjahu-verhalten-sich-wie-warlords-94341847.html">LINK</a> &#8230;  Der Text der Friedensforscher: <a href="https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-8360-8/friedensgutachten-2026/">LINK </a><br />
Dieser Warlord, US &#8211; Präsident Donald Trump, wird, wie gesagt, von evangelikalen und anderen rechtsextremen Christen wie ein Heilsbringer verehrt.</p>
<p>4.<br />
Das Buch von Arnd Henze <em>„Mit Gott gegen die Demokratie“</em> zeigt nicht etwa nur ein begrenztes religionskritisches oder theologiewissenschaftliches Problem, es bewegt nicht nur Fachleute: Der Untertitel heißt: „Warum der christliche Nationalismus alle angeht“. Erschienen ist das Buch im Gütersloher Verlagshaus, 2. Auflage auch im Jahr 2026.<br />
Zur Ermunterung: Das Buch ist sehr gut geschrieben, sehr gut zugänglich, es hat 218 Seiten und kostet nur 20 Euro.</p>
<p>5.<br />
Arnd Henze ist ein herausragender Kenner der Kirchen in den USA, seit vielen Jahren recherchiert er regelmäßig in den Vereinigten Staaten, er ist Journalist beim WDR. Ihm liegt auch als protestantischen Theologen daran, die Welt der vielen evangelikalen Kirchen n den USA verständlich zu machen, aber er lädt die Leserinnen auch ein wahrzunehmen, dass immer noch der Demokratie und den Menschenrechten verpflichtete Konfessionen in den USA aktiv sind &#8211; auch im Widerstand gegen das Trump -Regime.<br />
Wie meinen auch nach der Lektüre des Buches: Das Christentum ist in den USA so tief gespalten, dass die Idee einer christlichen Einheit aller Kirchen wie eine absolut ferne Utopie erscheinen muss. Diese Einheit könnte nur entstehen, wenn die Evangelikalen und ihre Netzwerke zur theologischen Vernunft kommen UND ihre reaktionäre nationalistische, und das ist immer auch egoistische Präferenz zugunsten der Menschenrechte aufgeben. <em>Es ist bei den „white evangelikal Christians“ diese Verklammerung von reaktionär &#8211; fundamentalistisch christlich mit reaktionär &#8211; nationalistisch politisch</em>, die wenig Hoffnung macht auf eine Wiederkehr der Demokratie in den USA. Dass auch etwa 60 Prozent der „white catholics“ für Trump gestimmt haben, betont Arnd Henze, aber viele von ihnen sind wohl durch ihre Bindung an die Autorität des Papstes in ihrer totalen Hingabe an Trump und CO. gebremst…</p>
<p>6.<br />
Das Buch von Arnd Henze „Mit Gott gegen die Demokratie“ hat drei Kapitel: Im ersten Kapitel „Die Zeit der Rache“ wird der christlich nationalistische Glaube einiger führender Mitarbeiter im unmittelbaren Umfeld von Trump analysiert. Im 2. Kapitel wird die auch für Deutschland heute wichtige Frage gestellt „Wiederholt sich die Geschichte?“, werden also die Rechtsradikalen schon wieder siegen? Und dann das genauso wichtige dritte Kapitel: „Wie sich Demokratie retten lässt“. Da kann Arnd Henze einen gewissen Optimismus nicht verbergen, wenn denn die Midterms &#8211; Wahlen im November 2026 einen großen Aufschwung und Sieg der Demokraten bringen und der Widerstand der kritischen und demokratisch gesinnten Gemeinden nicht nachlässt… (Siehe <a href="https://www.fr.de/politik/midterms-2026-umfragen-setzen-trump-im-kongress-unter-druck-94343892.html">LINK</a> https://www.fr.de/politik/midterms-2026-umfragen-setzen-trump-im-kongress-unter-druck-94343892.html)</p>
<p>7.<br />
Wir können hier nicht die ausführlichen Analysen des Buches zusammenfassen. Als Inspiration zugunsten einer ausführlichen Buch &#8211; Lektüre nennen wir nur einige unserer Erkenntnisse im Werk Arnd Henzes.<br />
Im ganzen gilt: Wie ideologisch leer und erbärmlich würden diese engsten Mitarbeiter Trumps dastehen, etwa Pete Hegseth, Stephen Miller, Russel Vought: Wenn es die Bibel nicht gäbe, dieses von ihnen ideologisch mißbrauchte Buch, das in sich nur in historisch-kritischer Lektüre erschließt, von den christlichen Trump &#8211; Ergebenen aber nur als Fundgrube für einige Zitate benutzt wird, die ihre menschenverachtende Politik verzieren.</p>
<p>8.<br />
„Wir stehen auf der Seite Gottes“, sagt Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus. Und zu seinen Feinden, den demokratisch Engagierten sagt er: „Ihr seid nichts. Ihr seid Bosheit. Ihr seid Hass… Wir werden die Kräfte der Finsternis und des Bösen besiegen..“ (S. 47). Stephen Miller ist allerdings kein Christ, wie alle engen Mitarbeiter in Trumps unmittelbaren Regime, er gehört zur jüdischen Gemeinschaft. Arnd Henze nennt ihn treffend. „Technokrat des Ausnahmezustandes“ (S. 43).<br />
<em>Dem Kapitel über den Verteidigungsminister Pete Hegeseth gibt Henze den treffenden Titel „ Der Posterboy des Christian Warriors“, des „Christlichen Kriegers.</em></p>
<p>9.<br />
Für Peter Thiel, dem Tech &#8211; Milliardär und Investor im Silicon Valley sowie dem Mitbegründer des Datenanalyse-Unternehmens Palantir, ist kein eigenes Kapitel gewidmet. Thiel wird allerdings im Kapitel über J.D.Vance erwähnt. Freiheit und Demokratie sind für Thiel nicht kompatibel. Der Milliardär unterstützte Trump mit Millionen, für Vance spendierte der Milliardär 15 MIllionen im Wahlkampf 2022. Thiel ist auch bekannt geworden wegen seiner heftigen apokalyptischen Fantasien zu einer bevorstehenden „End-Zeit“, die durch das Auftreten des Anti &#8211; Christen bestimmt sein wird, wenn nicht Widerstand geleistet wird. In Trump sieht Thiel den entscheidenden Kämpfer gegen den Antichristen…Denn er kann die Tech-Konzerne als Organisationen des Widerstandes gegen den Antichristenn „von allen regulatorischen Hürden befreien“ (S. 54), also die Monopol &#8211; Stellung der Tech &#8211; Konzerne definitiv durchsetzen.<br />
<em>Peter Thiel und Vizepräsident J.D. Vance kennen sich seit etlichen Jahren.</em> Die entscheidende Begegnung fand 2011 statt. Thiel wurde der „berufliche, religiöse und politischer Mentor“ von Vance, betont Henze (S. 53). Vance entwickelte eine „bedingungslose Loyalität zum Tech -Milliardär“(ebd.) .<br />
Konkurrenz in der Wirtschaft lehnt Thiel ab: „Nur Monopole seien erfolgreich“(S. 54), d.h. sie bringen den gewünschten großen Gewinn fürs eigene Konto.<br />
Zur Glaubenshaltung des zum Katholizismus konvertierten Vizepräsidenten J.D. Vance schreibt Henze: J.D. Vance glaubt an einen „Identitäten Katholizismus“. Seltsamerweise lebt er aber mit seiner Ehefrau eine gar nicht so katholisch-identitäre Ehe: Denn Usha Chilukuri Vance ist überzeugte Hinduistin… Immerhin: Die Kinder sind katholisch getauft, die klassische päpstliche Forderung in Mischehen wird also befolgt!</p>
<p><em>Ende Juni 2026 hat Vance sein neues Buch vorgelegt</em> mit dem Titel „Communion &#8211; Finding my way back to faith“ (Harper, New York). Eine Art Bekenntnisbuch, ein klein bißchen auch selbstkritisch, es erzählt von seiner Konversion, aber „man sollte das Buch weniger als Auseinandersetzung mit dem Katholizismus lesen“ statt dessen mehr als ein moralisch gefärbtes Bewerbungsschreiben um das Amt des Präsidenten verstehen, bewertet Christiane Lutz in einer ausführlichen Rezension in der Süddeutschen Zeitung (20./21. Juni 2026, S. 19) das Opus von 304 Seiten. Aber eins steht nach wie vor fest für Vance: „Das Fehlen christlicher Werte ist einer der Gründe, warum es mit der westlichen Welt bergab geht“ (Christiane Lutz). Er sorgt ja mit Trump und Seinen für diese „Werte“…<br />
Aus aktuellem Anlass nebenbei: Es gibt offensichtlich eine Verbindung des CDU Politikers Jens Spahn mit dem privaten Netzwerk von Peter Thiel siehe: Tagesspiegel, 18.Juni 2026, <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/privates-netzwerk-von-peter-thiel-jens-spahn-ist-wieder-zum-treffen-eingeladen-15724994.html">LINK</a>.</p>
<p>10.<br />
Im Kapitel über Trump ist wichtig: <em>Mit Trump geschieht die „finale Absage an den demokratischen Rechtsstaat“</em> (S.162). ..„In all dem sehe ich wesentliche Merkmale eines autoritären und faschistischen Staates“ (ebd.) . Wichtig ist: Trump und seine nationalistischen engen Mitarbeiter glauben an das „wirkungsmächtige Narrativ der religiösen rechten, dem Seven Mountains Mandat“ (S. 13). Das heißt: Die Leute meinen, in sieben Bereichen („Mountains“, Bergen) müsse das Christentum herrschen: In der Religion, der Familie, der Bildung, der Regierung, in den Medien, der Wirtschaft und in Kunst und Kultur. (S. 13) Also: In allen Bereichen sollen die Grundsätze des Christentums (so, wie es de Nationalisten verstehen) herrschen. Christus soll als der „oberste König“ über dem Staat stehen: „Ein solches totalitäres Gesellschaftsbild kann nur in einer Diktatur verwirklicht werden…dahinter steht der Ruf nach einer Theokratie als Herrschaftsinstrumentarium des 21. Jahrhunderts“ (S. 13).</p>
<p>11.<br />
Arnd Henze erinnert daran, dass der international geschätzte Historiker Timothy Snyder schon 2017 einen neuen, durchaus originellen wie treffenden Begriff für das Trump -Regime wählte, der das ganze Verstörende dieser Herrschaft &#8211; besonders in den <em>Innenpolitik &#8211; gültig und treffend zusammenfasst: Es ist der Begriff „Sadopopulismus“.</em> Das heißt: Der rechtsextreme Populismus im Trump Regime und der MAGA Bewegung ist sadistisch bestimmt: Also: Diese regierenden Herren wollen mit ihrer Politik bewusst und gezielt die Schwachen quälen: Arme, Ausländer, Eingewanderte, Farbige, die weite Gemeinschaft der Queers usw. und auch die Millionen Armen in der sogenannten Dritten Welt, die auf Befehl Trumps keine Hilfe mehr von USAID erhalten und so bewusst von Trump und den Seinen in den Hungertod geschickt werden.<br />
Die von Trump und Co. inszenierte sadistische Qual bedeutet für die Menschen in den USA: Das Regime will die genannten Armen weiter tief unten halten im Elend, am liebsten viele aus den USA mit brutaler Gewalt (siehe die Untaten der Grenzschutzbehörde ICE) rausschmeißen. Und statt de facto wird aller Reichtum für die bisher schon Reichen, die Millionäre und Milliardäre, durch eine „Steuerpolitik“ vermehrt.</p>
<p>12.<br />
Der Begriff Sadopopulismus hat &#8211; dem Tool folgend &#8211; eine perverse Nuance: Denn dieser Sadismus setzt eine Hierarchie von Grausamkeiten gegenüber den vielen Armen voraus: „Die eigenen Schmerzen werden erträglich, weil man anderen zusehen kann, die es viel heftiger trifft. Die Regierung lässt dich zwar (ökonomisch) leiden, etwa die schlecht bezahlten Arbeiter, also möchtest du sadistisch, dass andere noch mehr leiden als du“ (S. 155). Diese gezielt eingesetzten, abgestuften Leidenserfahrungen in der Gesellschaft der USA führen „zur Zerstörung jeder Vorstellung von Gesellschaft als einem sozialen Raum, und in dem es um eine bessere Zukunft für uns alle geht“ (ebd.)</p>
<p>13.<br />
<em>Einige unserer FRAGEN</em>, angestoßen durch das Buch „Mit Gott gegen die Demokratie“:<br />
Wie verhalten sich evangelikale Kreise in der EKD, wie evangelikale, selbständige Kirchen in der BRD, etwa die Baptisten, zu ihren nationalistischen rechtsextremen „Mitchristen“ in den USA? Welche Distanzierungen als öffentliche Stellungnahmen liegen da schon vor?</p>
<p>Warum gibt es offenbar <em>wenig Solidarität</em> der protestantischen Gemeinden etwa in Deutschland mit den Trump &#8211; widerstehenden KirchenGemeinden und Organisationen (etwa die unterreligiöse Gruppe „Poor People´s Campaign“) in den USA?</p>
<p>Wie wird die richtige Erkenntnis von Arnd Henze in kirchlichen und theologischen Kreisen in Deutschland aufgenommen: „Religionen, auch die Kirchen, tun der Förderung und für den Bestand der Demokratien NICHT gut“? Wie äußert sich Hartmut Rosa zu dieser richtigen Erkenntnis von Arnd Henze, die er ja nicht allein vertritt, siehe etwa Horst Dreier, Prof. u.a. für Rechtsphilosophie, in seinem Buch: „Staat ohne Gott“ (2018). Der bekannte Soziologe Hartmut Rosa hat ja dafür plädiert, dass Demokratie zum eigenen Bestand die Kirchen braucht. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/15381_demokratie-braucht-religion-behauptet-hartmut-rosa_buchhinweise/philosophische-buecher">LINK</a><br />
In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 7. April 2026, Seite 16, hingegen betont Henze: „<em>Es fehlt jede empirische Evidenz dafür, dass Religion mit ihrem inhärenten Absolutheits &#8211; und Machtanspruch einer Demokratie guttut.“</em></p>
<p>Wie können demokratische Politiker in Europa, in Deutschland, den Umgang mit Trump und seinen engsten Mitarbeitern überhaupt ertragen, wenn sie wissen, was Arnd Henze ausführlich beweist: Eigentlich sind diese Trump &#8211; Leute erklärte Feinde der universell geltenden Menschenrechte? Sie sind, wie Henze treffend schreibt, „ohne moralische Maßstäbe“ (S. 161). Werden totale Selbstverleugnung und Schmeichelei gegenüber den angeblich allmächtigen Herrschern im Trump Regime zu Voraussetzungen für Menschen, die in den Demokratien Europas noch als Politiker handeln wollen? Sollten nicht auch demokratische Politiker wie Propheten der Demokratie zu Trump sagen, das was Bischöfin Mariann Edgar Budde direkt zu Trump in der „Washington National Cathedral „am 21.1.2025 betonte: „Haben Sie Erbarmen, Mr. President“ (S. 178).</p>
<p>Arnd Henze weist in seinem Buch ausführlich auf den Theologen Dietrich Bonhoeffer (1945 von den Nazis ermordet) hin, der &#8211; nach allen Mahnungen und Warnungen gegenüber einem Unrechtsregime &#8211; die Möglichkeit empfiehlt, <em>diesem Unrechtsregime, so wörtlich, „in die Speichen zu greifen“</em>, also diese Herrschaft zum Stehen &#8211; und damit vielleicht zum Verschwinden &#8211; zu bringen?</p>
<p>Was bedeutet diese kluge Erkenntnis Dietrich Bonhoeffers auch für Europa, auch für Deutschland, wenn Rechtsextreme immer deutlicher die Macht übernehmen wollen oder Politiker der rechten, sich christlich nennenden Parteien die Forderungen der Rechtsradikalen &#8211; etwa hinsichtlich der Flüchtlingspolitik &#8211; übernehmen, und mit dieser nachweislich erfolglosen Strategie keine Stimme etwa der AfD in die eigene Partei CDU/CSU ziehen.</p>
<p>Es wird oft &#8211; zumal in Deutschland &#8211; darüber diskutiert, ob man das Trump Regime faschistisch nennen darf oder nennen sollte. Arnd Henze argumentiert in der Frage differenziert.<br />
Auch die Verwendung des Begriffs „Konzentrationslager“ für die entstehenden Massenunterbringungen von Guantanamo Bay bis Alligator Alcatraz muss neu überdacht werden und die KZs in Nazi &#8211; Deutschland haben nicht „die Ehre“ einzigartig zu sein“, auch darauf weist Henze hin und erinnert an die zehn USA „Relocation Center&#8220; für Japaner im 2. Weltkrieg oder an die Lager in den afrikanischen Kolonien der Europäer usw…</p>
<p><em>Eine interessante Parallele: In den USA fordern und fördern die rechtsextremen evangelikalen Kreise die von ihnen geleiteten Privatschulen sowie auch den Unterricht zuhaus</em>e bei den eigenenEltern, „außerhalb staatlicher Strukuen und Kontrolle“ (S. 76). Auch mit den Millionen &#8211; Spenden &#8211; Einnahmen der evangelikalen Mega-Churches ist es gelungen, „ein Parallelimperium christlich &#8211; nationalistischer Bildungseinrichtungen zu schaffen, wo inzwischen zwei Generationen rechter Kulturkämpfer ausgebildet wurden &#8211; eine weiße `Untergrundarmee christlicher Krieger`, wie es der heutige Verteidigungs- (und Kriegs-) Minister Pete Hegseth martialisch auf den Punkt bringt“: (Arnd Henze in „Publik -Forum, Nr. 11, Juni 2026, S. 14).<br />
Die AfD in Sachsen &#8211; Anhalt fordert auch die Stärkung des Unterrichts der Kinder durch die Eltern (Mütter) zu Hause… Die AfD behauptet, öffentliche Schulen verhindern die optimale Leistungsfähigkeit. In den öffentlichen Schulen würden vor allem den Kindern “fragwürdige Lebensansichten&#8220; vermittelt. Eine Position, die sich mit den Evangelikalen und Rechtsradikalen in den USA deckt. Die AfD übernimmt bereits inhaltlich Ideologien der nationalistisch &#8211; christlichen Trump &#8211; Regierung.</p>
<p><em>Arnd Henze, Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht.“ Gütersloher Verlagshaus, 2026, 2. Auflage 2026, 224 Seiten, 20 €. Mit QR-Codes wird auf weiterführende audiovisuelle Quellen verwiesen!</em></p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer-Salon.de. in Berlin.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22311_kirchen-und-religionen-sollten-nicht-die-demokratie-bestimmen-auch-nicht-in-den-usa_religionskritik">Kirchen und Religionen sollten nicht die Demokratie bestimmen, auch nicht in den USA!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte heute!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2026 15:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Amerika, USA]]></category>
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		<category><![CDATA[Traditionalisten gegen Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es folgen viele tausend Katholiken rechtsextremen Parteien überall in Europa und Amerika. Sie widersetzen sich der Ethik Jesu von Nazareth, der Ethik der Brüderlichkeit, Geschwisterlichkeit, sowie der vernünftigen Ethik der universell geltenden Menschenrechte.<br />
Unser Thema „Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte“ ist alles andere als ein „nur“ theologisches Problem. Es ist von größter politischer Relevanz, zumal diese Rechtsextremen ihre Ideologie auch politisch nicht nur in Europa und Amerika durchsetzen.<br />
Diese Ideologie hat inzwischen eine solche Macht, dass demokratische Politiker und etliche ihrer Parteien die von Rechtsextremen propagierte Bedrohung der angeblich christlichen Kultur Europas durch Flüchtlinge übernehmen. Die entsprechenden Entscheidungen im EU Parlament im Juni 2026 geschahen in enger Zusammenarbeit von Rechtsextrem und sich christlich nennenden Parteien…Es gilt das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ GEAS, eine fundamentaleUmwälzung des Schutzsystems.<br />
Die EU und ihre rechten und christlichen Parteien vor allem bauen nun Europa zu einer Festung aus: „Sich abschotten“ ist das zentrale Slogan, Sich abschotten gegen Fremde und Flüchtlinge.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22281_katholische-rechte-und-rechtsextreme-gegen-die-menschlichkeit-heute_aktuelles">Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte heute!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis &#8211; mit einigen zentralen Erkenntnissen zum Thema &#8211; von Christian Modehn am 14 .Juni 2026.</p>
<p>Und eine Ergänzung am 8. Juli 2026 zu katholischen rechtextremen Politikern in Lateinamerika (Nr. 9 in diesem Beitrag).</p>
<p>1.<br />
Eindeutige Stellungnahmen zugunsten der universell geltenden Menschenrechte gibt es unter Katholiken und katholischen Organisationen nicht, auch heute nicht, im Jahr 2026.<br />
Auch andere christliche Kirchen, andere Religionen, ignorieren die universell geltenden Menschenrechte. Von der „Entwicklung“ der russischen Orthodoxie unter Patriarch Kyrill I. zur PUTIN-Kirche wäre etwa zu sprechen, von den Evangelikalen in den USA als nationalistisch-christlicheStützen des Trump- Regimes usw.</p>
<p>Unser Thema aber ist:„Die Katholische Kirche und Menschenrechte“. Es folgen viele tausend Katholiken rechtsextremen Parteien überall in Europa und Amerika. Sie widersetzen sich der Ethik Jesu von Nazareth, der Ethik der Brüderlichkeit, Geschwisterlichkeit, sowie der vernünftigen Ethik der universell geltenden Menschenrechte.</p>
<p>2.<br />
Der Umgang mit den Menschenrechten ist in der katholischen Kirchenführung zwiespältig bis heute:<br />
Oft sind auch die Päpste in den letzten 70 Jahren in ihren politischen Statements &#8211; etwa auf Auslandsreisen &#8211; für die Menschenrechte eingetreten. Dabei aber wurde von ihnen die Erkenntnis beiseite geschoben: Der Papst &#8211; Staat „Vatikanstaat“/„Heiliger Stuhl“ hat die Erklärung der Menschenrechte von 1948 nicht unterzeichnet. Schlimmer noch: In der katholischen Kirche selbst gelten die Menschenrechte nicht: Umfassende Menschenrechte für Frauen („Gleichheit“) gibt es nicht. Homosexuelle werden im offiziellen Katechismus als Katholiken „2. Klasse“ bewertet. Ihnen wird deswegen eine angemessene feierliche Form der Segnung ihrer Partnerschaft oder Ehe in den Kirchen verweigert. In Afrika, etwa Uganda, Kenia, Ghana, Simbabwe usw. sind katholische Bischöfe alles andere als mutige Verteidiger der Menschenrechte für Homosexuelle gegenüber den autoritär regierenden schwulenfeindlichen Regierungen dort.<br />
Der Katholizismus ist also in seiner Akzeptanz der universell geltenden Menschen gespalten, in der Theorie wie in der Praxis. Und weil das so ist, finden rechtsextreme Ideologien unter Katholiken immer wieder viele Anhänger und Sympathisanten.</p>
<p>3.<br />
Die Katholische Kirche definiert sich selbst auch heute noch explizit als eine „nicht-demokratische“ Organisation: KatholikInnen werden von Gesetzen beherrscht, die von Klerikern erdacht wurden, sie sind nach wie vor bestimmend, trotz aller „verständnisvoller“ Debatten mit Laien. Die Theologie, die diese Herrschaft der Papstkirche zementiert, ist fundamentalistisch, ignorant gegenüber den wissenschaftlichen Forschungen der Bibelwissenschaften. Es ist in der Kirchenführung überhaupt nicht üblich, Bibelverse, die angeblich klerikale Herrschaft ausdrücken, kritisch, im historischem Kontext, richtig zu verstehen. Die Papstkirche glaubt, ohne Respekt zugunsten der theologischen und bibelwissenschaftlichen Forschung, herrschen zu können.</p>
<p>4.<br />
Päpste nennen ihre Regierungsform selbst (naiv oder stolz?) eine „absolute Wahl &#8211; Monarchie“. Gewählt wird dieser Monarch, der Papst, von einer Gruppe von Männern, Kardinälen, die sich selbst permanent intern erneuern, einzig erwählt durch die Ernennung zu Kardinälen durch den Papst. Diese Monarchie ist ein stetiger, sich selbst aus sich selbst erneuernder klerikaler Kreislauf. Und dies sei von Gott persönlich so gewollt, sagen diese Herren…<br />
Die Auswirkungen, die Konsequenzen dieser „absoluten Wahlmonarchie“ in einem demokratisch bestimmten Europa, fördern nur den Niedergang der Kirche: In Europa verlassen Katholiken zu hunderttausenden jährlich diese Kirche,: Diese Kirche erscheint ihnen völlig fremd in einer &#8211; noch zu verteidigenden &#8211; demokratischen Kultur, und sie ist oft stolz darauf! Den zahlenmäßig stets dokumentierten Niedergang der Kirche in Europa kennen die Päpste, aber sie entscheiden sich als Antwort darauf nicht für die grundlegende Reformation der Kirche. Die Kleriker suchen etwas Trost in den 10.000 oder 15.000 Erwachsenentaufen pro Jahr, etwa in Frankreich, sie ignorieren aber, dass dies nur eine geringe Anzahl ist verglichen mit dem Trend, dass viele Tausend in ganz Europa aus der Kirche „austreten“…</p>
<p>5.<br />
Einige wichtige empirische, soziologische Tendenzen:<br />
Theologisch ultra &#8211; konservative Rechtsextreme und ihre Organisationen versuchen die Kirche ihres jeweiligen Landes und darüber hinaus zu bestimmen, mit ihrem Geld, Einfluss und ihrer internationalen Vernetzung.<br />
Das Problem für die Kirche und die Kirchenführung ist: Diese Katholiken so sehr sie sich als katholisch nach außen hin brüsten, widersetzen sich den Weisungen der Bischöfe.<br />
Die „Oberhirten“ müssen pflichtbewusst &#8211; seit dem 2. Vatikanischen Konzil &#8211; in ihren politischen Erklärungen nach außen hin die Menschenrechte öffentlich verteidigen. Reaktionäre Katholiken lassen sich davon nicht beeindrucken.</p>
<p>5.1. FRANKREICH<br />
Wichtig ist der Milliardär und Medienmogul Vincent Bolloré, über den wir im Re&shy;li&shy;gi&shy;ons&shy;phi&shy;lo&shy;so&shy;phi&shy;sch&shy;en Salon schon berichteten: <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/17455_katholischer-milliardaer-im-dienst-der-rechtsextremen_gott-in-frankreich">LINK</a>.</p>
<p>Das „Institut du Bon Pasteur“ , „Institut vom Guten Hirten“, (Zentrale in Bordeaux), ist eine traditionalistische Priestergemeinschaft, die sich aber nach Verhandlungen mit Ratzinger/Benedikt XVI. bereit fand, den Papst als obersten Chef anzuerkennen. Ihre traditionalistische Theologie verbreiten sie also weiter. „Der Gute Hirte“ hat ca. 70 Mitglieder, Tendenz steigend.<br />
Das „Institut Christ Roi Souverain Prêtre“ hat da 150 Mitglieder, Tendenz steigend, international verbreitet, auch in Deutschland. <a href="https://icrspfrance.fr/">LINK </a></p>
<p><em>Es ist typisch für die religionspolitische Situation des Katholizismus in Frankreich</em>: Es gibt zahlreiche Gruppen und Gemeinschaften, die sich als absolut papsttreu definieren, aber tatsächlich eine starke Neigung zu politisch identitären Ideen und Parteien haben. Es handelt sich sozusagen um die Grauzone zwischen papsttreu und sehr rechtslastig, rechtsextrem. Dazu zählen kritische, also nich von der Kirche abhängige Beobachter die zahlenmäßig stest wachsende <em>Gemeinscaft St. Martin</em>. Wikipedia France schreibt u.a.: &#8222;Zusammen mit den Charismatikern bilden die restitutivistischen (also &#8222;zum alten Zustand der Kirche zurück&#8220;) Gruppen (Opus Dei, Gemeinschaft Saint-Martin, Gemeinschaft Saint-Jean, Legionäre Christi, Foyers de Charité) laut der Politikwissenschaftlerin Magali Della Sudda die Netzwerke des „Identitätskatholizismus“ , wobei die <em>„Identitätskatholiken“</em> als diejenigen definiert werden, die „die Kirche in ihrem traditionellen Status als Wegweiser für die Gesellschaft“ wiederherstellen wollen.&#8220; (https://fr.wikipedia.org/wiki/Communaut%C3%A9_Saint-Martin, gelesen am 18.6.2026, Übersetzung des französischen Textes durch deepl.)</p>
<p>Wer die traditionalistische katholische Welt verstehen will, muss sich mit der Lefèbvre -Bewegung befassen, geführt von der „Priesterbruderschaft Sankt Pius X.“ :</p>
<p>Die Pius Brüder und deren Gemeinden weltweit folgen der Lehre des schismatischen Erzbischofs Marcel Lefèbvre. Für ihn ist die Ablehnung der Menschenrechte Mittelpunkt der Theologie, (Fußnote 1) und keineswegs nur, wie oft behauptet wird, ist es die Feier der lateinischen Messe in der Form des 16. Jahrhunderts..</p>
<p>Der Widerstand gegen die Menschenrechte, speziell gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit, ist bis heute der Kampfplatz der Piusbrüder. Sie sind gegen die Anerkennung und Entwicklung der Rechte für (sexuelle) Minderheiten, gegen die Selbstbestimmung der Frauen, gegen die Integration und Gleichberechtigung von Flüchtlingen und Ausländern. Die Menschenrechte werden von der heutigen Leitung der Bruderschaft, etwa dem Generaloberen Davide Pagliarani, „als Ablenkung von der eigentlichen geistlichen Mission der Kirche“ abgelehnt.</p>
<p>Zur Erinnerung: Die Zurückweisung der Menschenrechte hat der Initiator dieser reaktionär katholischen Sonderkirche, Erzbischof Marcel Lefèbvre, mehrfach deutlich formuliert: Etwa in seinem Brief an Papst Johannes Paul II. vom 31. 8.1985 (Fußnote 3). Lefèbvre betont, es gebe ein göttliches Gesetz, das die Menschen zwinge (sic), dem katholischen Glauben anzugehören, freier Religionswahl widerspreche dem göttlichen Gebot. Das Gottesbild ist bezeichnend: Gott ZWINGT, so Lefèbvre, mit seinen Gesetzen….Lefèbvre formuliert seine Kritik: „Die Erklärung über die Religionsfreiheit des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965) räumt dem Menschen ein natürliches Recht ein, frei zu sein von dem ZWANG, den ihm das göttliche Recht auferlegt, dem katholischen Glauben anzugehören, um gerettet zu werden, also einem Zwang, der notwendig auch in den kirchlichen und weltlichen Gesetzen seinen Ausdruck findet, diese Gesetze sind der gesetzgeberischen Gewalt Unseres Herrn Jesus Christus unterworfen.“<br />
Beim 2. Vatikanischen Konzil sammelt Lefèvre ca 70 Konzilsteilnehmer, Bischöfe, zu einem reaktionär &#8211; oppositionellen Arbeitskreis: Fußnote 2.</p>
<p>Dass die heutige Kirche nun alle Menschen von dem ZWANG befreit, unbedingt katholisch zu werden, also auf die freie Religionswahl zu verzichten, ist für Lefèbvre die Ursünde der Kirche des 20.Jahrhunderts. Er kann die Konzilserklärung „Über die Religionsfreiheit“ nur „eine gottlose und gotteslästerliche Erklärung“ nennen.<br />
Die für Religionsfreiheit eintretende Erklärung der Kirche von 1965 sei, eine Art „vergiftete Quelle, um den erklärten Feinden der Kirche, um den Häretikern, den Schismatikern, den falschen Religionen und den erklärten Feinden der Kirche, wie den Juden, den Kommunisten und den Freimaurern willfährig zu sein.“ (S 278.)</p>
<p>Man vergesse nicht: Die Ablehnung der Menschenrechte ist bei Lefebvre und den Seinen stets explizit politisch motiviert. Diese Kreise &#8211; in Frankreich sind es über 100.000 Sympathisanten- unterstützen &#8211; theologisch indoktriniert &#8211; die rechtsradikalen Parteien, etwa in Frankreich die Le Pen Partei, jetzt RN, oder Reconquete…<br />
Inzwischen gilt für die offizielle römische Kirche Marcel Lefèbvre als „Schismatiker“: Und zwar seit 1988, als er die unerlaubte Weihe von vier Pius- Brüder-Priestern zu Bischöfen vornahm. Dem katholischen Kirchenrecht entsprechend muss der Papst diese unerlaubte Weihe aber als gültig anerkennen: Das heißt, die Schismatiker machen sich unerlaubt aber gültig in der offiziellen Kirche breit…</p>
<p>Und nun werden diese Bischöfe, erneut eigenmächtig und unerlaubt, vier ihrer Priester zu Bischöfen weihen. Am 1.7. 2026 wird in Econe, Schweiz, dieser Akt geschehen, der automatisch die Exkommunikation vonseiten des Papstes nach sich zieht. Durch diese Bischofsweihe will diese reaktionär-katholische Kirche ihr kirchenrechtliches Überleben sichern: Denn ohne gültig geweihte Bischöfe kann es keine sich katholisch nennende Kirche geben, und darauf legen dien Piusbrüder allen Wert.</p>
<p>5.2. POLEN:<br />
Mehrere Organisationen verbinden katholischen Glauben mit heftigem Nationalismus und der Ablehnung der universell geltenden Menschenrechte:</p>
<p>„Młodzież Wszechpolska“ („Allpolnische Jugend“). Die „Allpolnische Jugend“ ist eine nationale katholische Organisation, sie sieht in ihrem Gott den höchsten universellen Wert, der eine zentrale politische Bedeutung hat. „Diese Organisation unterstützt den Aufbau des katholischen Staates der polnischen Nation, der zu einer Säule der lateinischen Zivilisation werden soll. Die Nation, eine Gemeinschaft aus Glauben, Geschichte, Kultur, Land, Sprache und Bräuchen, wird von der Allpolnischen Jugend als der höchste zeitliche Wert anerkannt.“  <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Allpolnische_Jugend">LINK</a>. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Allpolnische_Jugend</p>
<p>&#8222;Ordo Iuris“ ist eine ultrakonservative katholische juristische Organisation: Siehe den wikipedia Beitrag: LINK<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ordo_Iuris."> https://en.wikipedia.org/wiki/Ordo_Iuris.</a><br />
Die Stiftung &#8222;Ordo Iuris&#8220;,&#8220;Rechtsordnung&#8220;, wurde 2013 gegründet, leistet Lobbyarbeit für traditionell katholische Ziele. Sie unterstützt Abtreibungsgegner und will die Ehe &#8211; und Familienpolitik bestimmen. Dabei versucht sie, Einfluss auf Behörden und Politik zu nehmen und ihre fundamentalistische Weltanschauung im Gesetz zu verankern.“ (Quelle: MDR, 7.3.2023).</p>
<p>Radio Maryja, das rechtsextrem nationalistische z. T. Antisemitsche &#8211; katholische Mediennetzwerk in Torun. Darüber haben wir mehrfach berichtet. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Maryja">LINK</a></p>
<p>5.3. ITALIEN: Etwa 70 Prozent der ItalienerInnen nennen sich katholisch. Rechtsextreme Katholiken sammeln sich vor allem in den entsprechenden Parteien, die die universell geltenden Menschenrechte theoretisch wie praktisch ablehnen.</p>
<p>Die „Lega“: Matteo Salvini hat als Chef dieser einstigen Regionalpartei diese „Lega“ zu einer rechtspopulistischen und nationalistischen Kraft umgewandelt. Sie will die &#8222;christliche Identität&#8220; Europas verteidigen — gegen den Islam und gegen die Flüchtlinge.……Bei der letzten italienischen Parlamentswahl (September 2022) erhielt die „Lega“ landesweit 8,77 Prozent der Stimmen.</p>
<p>Die „Fratelli d&#8217;Italia (FdI)“: Die Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni; sie ist eine bekennende Katholikin mit nationalkonservativer Leidenschaft. Auch diese Partei betont &#8211; wie überall innrechtsextremen Kreisen üblich &#8211; den Schutz de traditionellen Familie, d.h. sie fördert die Bekämpfung der Abtreibung und will insgesamt die Verteidigung der so genannten christlichen Kultur.<br />
„Gott, Familie, Vaterland“ ist das Motto der Partei, es galt bereits bereits für den Faschisten Mussolini und seine Partei. Bei den Parlamentswahlen 2022 erhielt die „Fratelli d Italien“ 26 % der Stimmen. Wegen der Familienpolitik und der Pro-Life-Bindung dieser Partei findet sie viel Zuspruch unter praktizierenden Katholiken. Praktizierende Katholiken haben viel zum Wahlsieg Melonies beigetragen: Quelle: https://it.finance.yahoo.com/notizie/lavoratori-autonomi-e-cattolici-portano-165706305.html)</p>
<p>5.4. PORTUGAL: Die inzwischen sehr bedeutende rechtsextreme Partei in Portugal, mit der sich sehr viele Katholiken verbunden fühlen heißt „Chega!“ ( „Es reicht!“)<br />
Chega! ist im Parlament fest etabliert als drittstärkste Partei. Bei den Präsidentschaftswahlen 2026 erhielt der Parteiführer André Ventura 33,3 Prozent der Stimmen. Parteichef Ventura hat katholische Theologie im Priesterseminar on Lissabon studiert, er hat das Theologiestudium abgebrochen… katholisch nennt er sich öffentlich immer noch. Er behauptet, von Gott zu seiner „politischen Mission“ berufen zu sein</p>
<p>5.5. SPANIEN:</p>
<p>In einem Interview erklärt Maria San Gil, stellvertretende Generalsekretärin des katholischen Laienverbandes `Asociacion Catolica de Propagandistas`, (Quelle: „Die Tagespost“, 5. 6.2026, S. 7.): „Man muss das Thema Einwanderung richtig einordnen. Unsere erste Verantwortung, das sagt auch der Katechismus, besteht darin, für die Unserer zu sorgen und unsere Familien zu unterstützen. Danach müssen wir uns selbstverständlich auch um den fremden kümmern. Aber zuerst müssen wir das Eigene schützen und stärken“. Bekenntnisse, die man aus Kreisen der identitären Bewegung kennt.<br />
Die katholische „Propagandistin“ ist Mitglied der Partei PP, der konservativen Nachfolgepartei des faschistischen Staatschefs Franco. Die „Propagandistin“ vertritt mit ihrer Bevorzugung: „Zuerst kommen die eigenen Leute, also die Spanier“, letztlich auch die Überzeugung der neuen rechtsradikalen Partei VOX. Diese Partei hat viel Erfolg, zumal unter „praktizierenden Katholiken“. Etwa 20 Prozent der so genannten praktizierenden Katholiken wählten VOX. Die zentrale Ideologie von VOX: Spanier müssen bei der Vergabe von Sozialleistungen grundsätzlich bevorzugt werden….Die spanischen Bischöfe haben dem widersprochen..</p>
<p>6.<br />
Wichtig ist: Diese Ideologien der sich katholisch nennenden Organisationen sind de facto mit der Ideologie der Identitären &#8211; Bewegung verbunden. Der Philosoph Micha Brumlik hat 2019 in einem Aufsatz die zentrale Aussage des führenden „Identitären“ Walter Spatz zitiert: `Der Sammelbegriff Mensch ist in seiner identitätären Bedeutsamkeit nur für die jeweilige Völker angebracht. Einen weltweiten An &#8211; und Zuspruch gibt es nicht. Dieser ist letztlich Ausdruck der Machenschaft einer abstrahierten Identität, die uns vom Eigenen trennt`“. (Das Zitat: „Gelassen in den Widerstand &#8211; Ein Gespräch über Heidegger“, Schnellroda 2015, S. 51. Das Zitat von Brumlik in „Das alte Denken der neuen Rechten“, 2019, S. 36).</p>
<p>7.<br />
Ein Hinweis auch zu den USA. Der katholische us-amerikanische Vizepräsident J.D. Vance hat seine eigene, ihm politisch passende Deutung der universell geltenden Menschenrechte. Er meint: Das Evangelium befehle, zuerst die eigene Familie zu lieben, danach die Nachbarn, dann das eigene (weiß, us-amerikanische ) Volk und zum Schluß auch noch die anderen, die übrige Menschheit, also etwa die Fremden, Ausländer, Flüchtlinge. Sie verdienen am wenigsten „Liebe“. <a href="https://www.ewtnnews.com/world/us/what-is-the-ordo-amoris-jd-vances-comments-on-christian-love-spark-debate">LINK</a> : https://www.ewtnnews.com/world/us/what-is-the-ordo-amoris-jd-vances-comments-on-christian-love-spark-debate. Siehe auch Fußnote 4.</p>
<p>Zur Kritik an Vance durch Papst Franziskus LINK https://katholisch.de/artikel/59458-papst-schreibt-brandbrief-an-us-bischoefe-zu-trumps-deportationspolitik<br />
Zur Kritik an Vance durch Papst Leo LINK. https://www.zeit.de/gesellschaft/2025-05/papst-leo-kritik-donald-trump-jd-vance-migration</p>
<p>Beide Päpste haben dieser nationalistischen Interpretation des christlichen Aufforderung zu universell geltender Nächstenliebe widersprochen. Aber ohne Erfolg: Die MAGA Bewegung, zu der auch viele Katholiken gehören, rückt nicht ab von ihrer Ideologie eines menschenrechtsfeindlichen, sich christlich nennenden Nationalismus. <a href="https://religionnews.com/2024/04/03/the-strange-world-of-catholic-christian-nationalism/">LINK</a> https://religionnews.com/2024/04/03/the-strange-world-of-catholic-christian-nationalism/</p>
<p>Zur ideologischen Trump &#8211; Bindung der katholischen Bischöfe der USA betont die katholische Theologin Prof. Hille Baker, Loyola University in Chicago: „Falls Trump durchregiert und freie Wahlen verhindern will, werden zwei Drittel der Bischofskonferenz still sein. Aber es gibt Bewegung unter den Bischöfen, die Papst Franziskus eingesetzt hat.“ (Publik Forum,  12. Juni 2026,.S. 18).</p>
<p>Von großer politischer Bedeutung sind einige katholische Intellektuelle:<br />
Bei Gladden Pappin, Politikwissenschaftler und Publizist, wird die Ideologie des katholischen Integralismus sichtbar: Diese Lehre wird von etlichen konservativen Intellektuellen und rechtsextremen katholischen Organisationen vertreten: Danach soll die Kirche auch die Politik bestimmen, also die Organisation des Staates und seine Gesetze.<br />
Die Ideologie von Pappin wird von der Theologin Michaela Quast-Neulinger Kommentiert: „Als eine Gefahr für Demokratie und Kirche hat die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger den Integralismus bezeichnet. Dieser stelle eine &#8222;Machtideologie&#8220; dar, die darauf ziele, die Gesamtheit des öffentlichen und privaten Lebens der katholischen Kirche zu unterwerfen. Damit stelle der Integralismus eine Spielart einer Politischen Theologie mit einer religiös-totalitären Stoßrichtung dar, führte Quast-Neulinger in Wien aus. Der Integralismus stehe in einem &#8222;massiven Widerspruch zur Gesamtheit der katholischen Lehre&#8220; und stelle eine &#8222;antimodernistische Machtideologie&#8220; dar, &#8222;die sich eine eigene Version des wahren katholischen Glaubens zurechtzimmert, um auf dieser Grundlage dann ein totalitäres Regime zu errichten“. (Quelle: <a href="https://katholisch.de/artikel/67474-theologin-warnt-vor-gefahr-des-integralismuMichaela Quast-Neulinger">LINK</a> https://katholisch.de/artikel/67474-theologin-warnt-vor-gefahr-des-integralismuMichaela Quast-Neulinger)</p>
<p>Weitere katholische extrem rechte katholische Intellektuelle:<br />
&#8211; Patrick Deneen, Professor an der University of Notre Dame<br />
&#8211; Chad Pecknold: Theologieprofessor an der Catholic University of America in Washington, D.C<br />
&#8211; Adrian Vermeule: Professor an der Harvard Law School.</p>
<p>Wichtig ist auch die von Katholiken geprägte „Heritage Foundation“, 1973 von Paul Weyrich gegründet, jetzt unter Leitung von Kevin Roberts, dem Opus Dei verbunden. Wichtig auch das vom Millionär Tim Busch zusammen mit dem Jesuiten Robert J. Spitzer 2011 gegründete NAPA-Institut<br />
Ebenso: Die juristische Vereinigung `Federalist Society´, gegründet vom katholischen Juristen Leonard Leo: Er hat großen Einfluss, etwa zur Ernennung von Richtern auf Lebenszeit. Etwa 30 Prozent der von Trump ernannten Richterinnen und Richter und die Wahl von drei Obersten Verfassungsrichtern gehen auf die Vorschläge dieser ´Federalist Society´ zurück. Leonhard Leo ist auch mit dem Opus Dei verbunden, er gehört zum Vorstand des ´Catholic Information Center´ vom Opus Dei in Washington.</p>
<p>8.<br />
Unser Thema „Katholische Rechte und Rechtsextreme gegen die Menschenrechte“ ist alles andere als ein „nur“ theologisches Problem. Es ist von größter politischer Relevanz, zumal diese Rechtsextremen ihre Ideologie auch politisch nicht nur in Europa und Amerika durchsetzen.<br />
Diese Ideologie hat inzwischen eine solche Macht, dass demokratische Politiker und etliche ihrer Parteien die von Rechtsextremen propagierte Bedrohung der angeblich christlichen Kultur Europas durch Flüchtlinge übernehmen. Die entsprechenden Entscheidungen im EU Parlament im Juni 2026 geschahen in enger Zusammenarbeit von Rechtsextrem und sich christlich nennenden Parteien…Es gilt das „Gemeinsame Europäische Asylsystem“ GEAS, eine fundamentaleUmwälzung des Schutzsystems.</p>
<p>Die EU und ihre rechten und christlichen Parteien vor allem bauen nun Europa zu einer Festung aus: „Sich abschotten“ ist das zentrale Slogan, Sich abschotten gegen Fremde und Flüchtlinge.</p>
<p><em>9. Lateinamerika: </em></p>
<p>Über den rechtsextremen Politiker und Katholiken, Mitglied der internationalen Schönstatt-Bewegung zur Verehrung der Jungfrau Maria, Antonio Kast in Chile, haben wir schon hingewiesen, jetzt ist Kast Präsident Chiles. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21308_jose-antonio-kast-chiles-rechtsradikaler-praesident-katholisch-in-der-schoenstatt-bewegung_religionskritik">LINK</a></p>
<p>Wichtig ist in dem Zusammenhang der argentinische Präisdent Javier Milei, seit Dezember 2023 im Amt. Milei werde katholisch getauft, sympathisiert aber jetzt laut eigenem Bekenntnis mit jüdischer Spiritualität. Im Juni 2024 wurde Milei von der sehr rechts-liberalen Hayek-Gesellschaft in Hamburg geehrt <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/18353_der-ultraliberale-chef-argentiniens-milei-erhaelt-den-preis-des-ultraliberalen-friedrich-a-hayek-in-hamburg_befreiung">LINK</a>.</p>
<p>Seit etwa 10 Jahren fördert die der CSU sehr verbundene Hans-Seidel-Stiftung Ausbildungsprogramme für den Verein &#8222;Frente Joven&#8220;, eine ultrakonservative Bewegung in Argentinien, die der Regierungspartei von Milei nahesteht.</p>
<p>Auch die Stiftung der FDP, die Friedrich Naumann Stiftung, ist in Argentinien zugunsten Mileis aktiv. &#8222;2016 förderten die Naumann-Stiftung und ihre argentinischen Freunde drei Persönlichkeiten, die später zu Schlüsselfiguren der Milei Partei &#8222;La Libertad avanza&#8220; wurden&#8230; Derzeit (2025) unterstützt die FDP Naumann Stiftung den aktuellen Präsidenten Milei nicht ausdrücklich. Durch ihre Förderung hat sie in den vergangenen zehn Jahren aber maßgeblich dazu beigetragen, dass Milei vom Außenseiter zum Politiker wurde.&#8220; (zit. in &#8222;Südlink &#8211; Magazin&#8220;, Nr. 211, März 2025, Seite 28 f. Ein Beitrag der Mitarbeiter der argentinischen Menschenrechtsorganisation CELS, Vanina Escales und Gariela Mitidieri.)</p>
<p>Zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch Milei: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201005.argentinien-milei-will-weder-presse-noch-opposition.html">LINK </a></p>
<p><em>Fußnote 1:</em><br />
Man beachte, bei allem Respekt vor der viel zu späten Anerkennung der Menschenrechte durch das Konzil: Im Konzilsdekret von 1965 heißt es gleich zu Beginn, in §1, offenbar um die vielen katholischen reaktionären und konservativen Kreise etwas zu beruhigen: „Die einzige wahre Religion, so glauben wir Konzilsväter, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten“. Da wird also gleich zu Beginn, wie mit einem Paukenschlag, die vernünftige Aussage zur Religionsfreiheit wieder durch die alte, klassische Theologie relativiert.</p>
<p><em>Fußnote 2</em>:<br />
Lefebvre und sein Netzwerk:<br />
Das Netzwerk der reaktionären Bischöfe nannte sich „Coetus Internationales Patrum“ (Internationaler Zusammenschluss der Väter), es hatte tatsächlich etwa 250 Mitglieder unter den bischöflichen Konzilsteilnehmern. Neben Erzbischof Marcel Lefebvre (CSSp) die Kardinäle Michael Browne (OP), Arcadio Larraona Saralegui, Antônio de Castro Mayer, Antonio Bacci sowie den brasilianischen Erzbischof Geraldo de Proença Sigaud (SVD) aus Diamantina. Sigaud nutzte seine Kontakte zu konservativen Gruppen wie der brasilianischen Organisation Tradition, Familie, Privateigentum (TFP) und US-amerikanischen Netzwerken, um einen scharfen Kurs gegen den Kommunismus auf dem Konzil einzufordern. Er war einer der heftigsten Feindes des Befreiungstheologen und Erzbischofs Dom Helfer Camara. Sigaud nutzte dabei seine Kontakte zu konservativen Gruppen wie der brasilianischen Organisation Tradition, Familie, Privateigentum (TFP) und US-amerikanischen Netzwerken…</p>
<p>Fußnote 3:<br />
Marcel Lefèbvre: „Offener Brief an die ratlosen Katholiken“, 1986, Mediatrix &#8211; Verlag, Wien, S. 278.<br />
Siehe auch zur Ablehnung der Religionsfreiheit durch Lefebvre:<a href="https://fsspx.org/en/religious-liberty-contradicts-tradition-30142"> LINK</a>.  https://fsspx.org/en/religious-liberty-contradicts-tradition-30142</p>
<p>Fußnote 4:<br />
Zu Vance und dessen Papstkritik: <a href="https://katholisch.de/artikel/59858-bei-gebetsfruehstueck-us-vize-vance-kontert-papst-kritik-zu-migration">LINK</a><br />
https://katholisch.de/artikel/59858-bei-gebetsfruehstueck-us-vize-vance-kontert-papst-kritik-zu-migration</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon in Berlin</p>
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		<title>Die „heilige Familie“: Ein katholischer Kult, eine katholische Ideologie</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22213_22213_aktuelles</link>
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		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:35:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Maria - Gottes Mutter?]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo XIV. und Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Antoni Gaudi vor 100 Jahren gestorben]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Gaudi]]></category>
		<category><![CDATA[der Papst gegen Regenbogen- Familie]]></category>
		<category><![CDATA[der Papst verteidigt die Hetero - Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[die heilige Familie Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[die heilige Familie mit einer unbefleckten Mutter einem asexuellen Vater und einem göttlichen Kind]]></category>
		<category><![CDATA[kann die heilige Familie heute Vorbild sein]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo in Barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo in Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Papst segnet die Kirche Sagrada Familia]]></category>
		<category><![CDATA[Regenbogenfamilie und katholische Kirche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 10. Juni 2026 wird Papst Leo XIV. in Barcelona den höchsten Kirchturm der Welt segnen, jetzt fertiggestellt in der prächtigen, manche sagen monströsen Kirche „Sagrada Familia“, „Heilige Familie“, des Architekten Antonio Gaudí.<br />
Steine segnet der katholische Klerus üblicherweise schon immer gern und ohne Vorbehalt.<br />
Mit dem Papst-Besuch des unter Touristen und Spaniern sehr beliebten riesigen Bauprojektes „Sagrada Familia“ ("Heilige Familie") in Barcelona wird erneut von päpstlicher Seite betont: Heilig ist nur die Hetero-Ehe, nur sie ist Sakrament, nur sie verdient alle Achtung nicht nur der Kirche, sondern vonseiten der Menschheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22213_22213_aktuelles">Die „heilige Familie“: Ein katholischer Kult, eine katholische Ideologie</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis,  anläßlich der Reise Papst Leos nach Barcelona<br />
Von Christian Modehn</p>
<p>Es gibt religionsphilosophisch Dringenderes als diese ewigen religionskritischen Hinweise. Aber die Papst Gestalt als weltpolitischer Akteur zwingt uns leider zu dieser Auseinandersetzung, die in anderen Medien oft sehr moderat und diplomatisch &#8211; &#8222;klug&#8220; verhandelt wird.</p>
<p>Die „Heilige Familie“ steht jetzt wieder einmal im Mittelpunkt des Interesses, nicht nur der Katholiken.<br />
Ganz kurz die wichtigen Fakten:</p>
<p>1.<br />
Am 10. Juni 2026 wird Papst Leo XIV. in Barcelona den höchsten Kirchturm der Welt segnen, jetzt fertiggestellt in der prächtigen, manche sagen monströsen Kirche „Sagrada Familia“, „Heilige Familie“, des Architekten Antonio Gaudí.</p>
<p>2.<br />
Steine segnet der katholische Klerus üblicherweise schon immer gern und ohne Vorbehalt. Bei bestimmten Menschen, etwa Homosexuellen, hat der Klerus auch jetzt noch große Bedenken bei offiziellen Segnungsfeiern: Wenn es noch katholische Homosexuelle geben sollte, die den Segen für ihre Liebe in einer Partnerschaft oder &#8211; in einigen Demokratien möglichen &#8211; in der Ehe wünschen, dann darf das nur in einer bescheidenen Zeremonie geschehen, irgendwo in einem unscheinbaren Raum, bloß nicht öffentlich in einer Kirche: Denn die katholische Kirche will unbedingt den Eindruck verhindern: Eine Segnung von Homosexuellen habe auch nur entfernt etwas mit einer sakramentalen Eheschließung von Heterosexuellen zu tun. Allein Heterosexuelle sind &#8222;ehe-würdig&#8220;&#8230;</p>
<p>3.<br />
Damit sind wir wieder direkt beim Thema: Mit dem Papst- Besuch des unter Touristen und Spaniern sehr beliebten riesigen Bauprojektes „Sagrada Familia“ (&#8222;Heilige Familie&#8220;) in Barcelona wird erneut von päpstlicher Seite betont: Heilig ist nur die Hetero-Ehe, nur sie ist Sakrament, nur sie verdient alle Achtung nicht nur der Kirche, sondern vonseiten der Menschheit. Bekanntlich hat die katholische Kirche die „Ehe für alle“ auf schärfste mit riesigen Demonstrationen bekämpft, in Frankreich etwa, und auch dort vergeblich. In Afrika zum Beispiel kämpfen Homosexuelle noch gar nicht um die Anerkennung ihrer Partnerschaft, sondern schlicht ums Überleben: Auch katholische Bischöfe verweigen ihnen dort die Menschenrechte, Homosexuelle werden in Uganda, Kenia usw. mit Zustimmung der Kirchenführer verfolgt: Diese Verachtung der Menschenrechte vereint dort die katholische Kirche &#8211; und nicht nur sie &#8211; mit den fundamentalistischen Muslims auch in Afrika.</p>
<p>4.<br />
Es ist treffend, die katholische Lehre der &#8222;heiligen Familie in Nazareth&#8220; eine Ideologie zu nennen. Die offizielle katholische Theologie konstruiert etwas,  wider besseren Wissens muss man sagen: Sie behauptet, Jesus von Nazareth wäre als Einzelkind von Maria und Josef in Nazareth aufgewachsen. Das ist falsch: Im Neuen Testament wird mehrfach betont: Jesus hatte Brüder und wohl auch Schwestern. Wir nennen nur einige der vielen deutlichen Belege zu den Brüdern Jesu in der Familie zu Nazareth: Matthäus 12, 46 ff; und vor allem: Matthäus 13,55; Markus 3,31; Apostelgeschichte 1,14; 1. Korintherbrief, 9, 5 und so weiter… Die im Neuen Testament überlieferten Namen der Brüder Jesu: Jakobus, Josef, Judas, Simon…Die katholische Theologie zieht es vor, diese Brüder immer noch &#8222;Neffen&#8220; oder &#8222;nahe Verwandte&#8220; zu nennen.</p>
<p>5.<br />
Die Brüder, oft auch Geschwister Jesu genannt (die Namen der Schwestern sind nicht überliefert),  ignoriert die Kirche: Aufgrund ihrer dogmatischen Befangenheit muss die Kirche diese Fakten auch beiseitelegen und so produziert sie das, was man zurecht Ideologie nennt.</p>
<p>6.<br />
Die katholische Lehre will unbedingt daran festhalten: Maria ist zwar die Mutter Jesu, aber sie selbst wurde schon „unbefleckt“ (ein nicht sehr hübscher, bis heute üblicher katholischer Begriff für die Abwesenheit von männlichem Sperma bei der „Zeugung“) empfangen. Und sie selbst als die selbst schon Unbefleckte hat ihr Kind Jesus vom heiligen Geist, auch unbefleckt empfangen. Maria ist also in dieser katholischen Ideologie immer Jungfrau, ewige Jungfrau, wie es in so vielen Gebeten und Liedern heißt: Maria muss für die katholische Kirche auch Jungfrau auf ewig  sein, weil nur auf diese Weise die katholische Kirche die Jungfräulichkeit über alles stellen kann: Deswegen die Keuschheits &#8211; Gelübde in den Ordensgemeinschaften, deswegen das Zölibatsgesetz für Priester, deswegen die Abwehr von Frauen im Priesteramt, Frauen könnten befleck sein, also zu schmutzig,  für den heiligen und reinen Dienst am Altar… …:</p>
<p>Diese Jungfrau Maria darf nach der Geburt Jesu nicht noch weitere Kinder geboren haben. Denn dann wäre auch ihr Mann, Josef, der Zimmermann, wahrlich Vater: Für Jesus, den angeblich ohne Sperma empfangenen, ist dieser Josef offiziell sozusagen nur platonischer Nährvater, eine Art guter Onkel also. Ein Vorbild für Männer, die bekanntlich auch Sexualität haben, kann dieser gute Onkel natürlich nicht sein.</p>
<p>7.<br />
Dies also ist die höchst mysteriöse, geradezu märchenhafte heilige Familie: Sie besteht aus einem göttlichen Kind, einer Mutter als Jungfrau und einem sexuell-erotisch nicht-aktiven Vater. Und diese seltsame Familie wird als DAS einzige wichtige Vorbild für die Familien heute propagiert: Papst Benedikt XV. hat das &#8222;Fest der Heiligen Familie&#8220; 1920 verbindlich festgelegt, es sollte in den Zeiten nach dem 1. Weltkrieg die Familien stützen und fördern: Aber eben mit dieser mythologischen, märchenhaft &#8211; zauberhaften Heiligen Familie aus Maria, Josef und Jesus…</p>
<p>8.</p>
<p>Die Jungfrau Maris wird als diese höchst ungewöhnliche „unbefleckte Mutter“ den Frauen, also den wirklichen Müttern bis heute als höchstes Vorbild empfohlen: Denn diese Jungfrau &#8211; Mutter war gehorsam, fürsorglich, Gott-ergeben. Und der asexuelle Vater Josef wird seit Papst Pius XII. (1955) den Männern am 1. Mai als vorbildlicher Arbeiter an der Hobelbank empfohlen, als Fest „Josef der Arbeiter“. Auch dies ist eine Unwahrheit: Josef war Handwerker, kein (proletarischer) Arbeiter, das katholische Alternativ &#8211; Fest am 1. Mai ist Ausdruck der Kirche, irgendwie kritisch, aber doch ein bißchen anschlussfähig an die Moderne und die Arbeiterbewegung zu bleiben.</p>
<p>8.<br />
Zur aktuellen Bedeutung: Familie kann für die katholische Kirche also nur eine Hetero &#8211; Familie sein. Die katholische Kirche versteift sich mit dieser Ideologie der Kleinfamilie von Nazareth auf das hetero &#8211; normative System, das noch in fast allen Ländern, zumal in den vielen autoritär regierten Staaten gilt. Eine Regenbogenfamilie ist für die katholische keine Familie, deswegen setzt sie sich auch nicht für die volle gesetzliche Gleichberechtigung der Regenbogenfamilien in den Staaten ein.</p>
<p>9.</p>
<p>Papst Leo XIV. wird oft als ein etwas progressiver Papst erwähnt, der doch ein bißchen das Interesse hat, die katholische Kirche an das, was vernünftig und human ist in der Morderne, ein bißchen anzuschließen. Dieses immer nur ein bißchen tun und ein bißchen handeln soll der &#8222;Einheit&#8220; der Kirche dienen, jeder hat ein bißchen recht, zum Schluss weiß niemand mehr, &#8222;wo es lang geht&#8220;&#8230; Der Kult um die heilige Familie, so wie er jetzt als hetero &#8211; normatives Fest gefeiert wird,  ist dafür bester Ausdruck.</p>
<p>10.</p>
<p>Spanien ist jetzt keine &#8222;katholische Nation&#8220; mehr, dazu unser aktueller, faktenreicher Hinweis: <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22168_spanien-abschied-von-der-katholischen-nation-zum-papst-besuch-im-juni-2026_befreiung">LINK </a></p>
<p>Copyright: Chrosztian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Christi Himmelfahrt: Vernünftig verstehen</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22060_christi-himmelfahrt-vernuenftig-verstehen_denkbar</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 18:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denkbar]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[am wichtigsten ist Pfingsten für Ostern und Christi Himmelfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Christi Himmerlfahrtb und Ostern sind ein einziges Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt zu Christi Himmelfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[was bedeutet Christi Himmelfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[was ist das Fest Christi Himmelfahrt?]]></category>
		<category><![CDATA[wer erklrät mir vernünftig Christi Himmelfahrt?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was bedeutet Christi Himmelfahrt? Es ist  eigentlich ein anderes Osterfest als Fest der Auferstehung Jesu.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22060_christi-himmelfahrt-vernuenftig-verstehen_denkbar">Christi Himmelfahrt: Vernünftig verstehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 7. Mai 2026.<br />
1.<br />
Den Titel des Festes „Christi Himmelfahrt“ können wir nur verstehen, wenn wir uns vom üblichen, wiederholenden Nachsprechen der neu-testamentlichen Erzählung befreien. Und in neuen Worten, ohne die bilderreiche Sprache der Bibel, nachvollziehbar und klar, erklären, was gemeint ist.<br />
Dann zeigt sich: Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten werden zwar als drei verschiedene Feste bezeichnet, aber sie meinen das Gleiche: Gemeinsam ist: Gefeiert wird der kreative Geist, den Christen für heilig halten als eine Gabe des Ewigen, Gottes. Wenn dieser Geist Mittelpunkt der drei genannten Feste ist, dann wird der Geist nicht in frommen Verzückungen erlebt und gefeiert, sondern als handelnde Vernunft betrachtet, die in politische Praxis führt: In das politische Eintreten für die gleiche Würde aller Menschen, also für die Menschenrechte.</p>
<p>2.</p>
<p>Zu Ostern erkennen die Freunde Jesu von Nazareth in der Kreativität ihres Geistes, der heilig ist, weil er von Gott dem &#8222;Schöpfer&#8220; stammt: Jesus von Nazareth ist &#8222;auferstanden&#8220;: Denn auch er hat als Mensch Anteil an dem göttlichen Geist, und der ist der Geist des Ewigen, der den Menschen Anteil an seinem Geist bietet. Der Ewige beschenkt also den Geist, die Seele, aller Menschen mit sich selbst, dem ewigen Geist. Die Auferstehung Jesu können seine Freunde Jesu als „Überwindung des Todes“ erkennen, weil sie selbst vom heiligen Geist, dem Geist des Ewigen, bestimmt sind. Ostern ist also bereits ein Fest des Geistes, des heiligen, Ostern ist also also schon Pfingsten als Fest der Gabe des heiligen Geistes Inder Erkenntnis der Auferstehung Jesu.<br />
Und &#8222;Christi Himmelfahrt&#8220; ist nur ein anderes Bild für die Auferstehung Jesu von Nazareth.</p>
<p>3.<br />
Dieses seltsame Wort „Himmelfahrt“ ist ein Bild für die Erzählung: Dieser Jesus von Nazareth ist nicht im Nichts verschwunden. Jesu Leichnam liegt zwar – wie der Leichnam jedes anderen Menschen – in einem Grab! Aber Jesu Geist als ewiger Geist ist „woanders“, &#8222;nicht mehr hier“. Jesus ist – bildlich gesprochen – an dem Ort des Ewigen, des Göttlichen, also im „Himmel“.<br />
Die Gemeinde will mit dem Fest &#8222;Christi Himmelfahrt“ also noch einmal explizit feiern, dass dieser von ihnen geliebte Mensch, der Prophet Jesus von Nazareth, nicht mehr nur zur Erde, nicht mehr nur zur Welt der Menschen, gehört. Er ist leiblich verschwunden, aber geistig nicht entschwunden. Jesus ist in den Bereich des Ewigen eingetreten, den man „Himmel“ nennen kann oder „Sein beim Ewigen“.</p>
<p>4.</p>
<p>Dass die Kirchen dreimal, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten  in kurzem zeitlichen Abstand eigentlich dreimal das Gleiche feiern, ist einzig in der menschlichen Begeisterung begründet, möglichst viele Feste &#8211; mit unterschiedlichen Akzenten &#8211; zu feiern.</p>
<p>5.</p>
<p>Als Fest des Geistes als des heiligen, kritischen Geistes ist Pfingsten das Fest der besonderen menschlichen Qualität, sie zeichnet„den“ Menschen, alle Menschen, aus. In diesem universellen Geist als der Vernunft erschließt sich die Menschenwürde, erschließen sich die Menschenrechte.<br />
Pfingsten als Fest des Geistes, der heilig ist, stellt also die allgemeine und universell geltende Vernunft in den Mittelpunkt. Pfingsten sollte deshalb politisch sehr deutlich<br />
als das Fest der Menschenwürde gefeiert werden, als Fest der Menschenrechte, der wesentlichen Gleichheit aller Menschen, der universalen Gerechtigkeit also. Pfingsten ist also alles andere als ein gedankenloses, fundamentalistisch geprägtes Fest eines frommen, charismatisch sich nennenden Enthusiasmus.</p>
<p>6.</p>
<p>Zurück zu Christi Himmelfahrt: Dieser Tag ist kein Gedenktag an einen ins Unendliche, in himmlische Ferne Entrückten. Christi Himmelfahrt lässt die Welt der Menschen nicht gottlos erscheinen. Vielmehr ist der Geist aller Menschen auch vom Göttlich, vom Ewigen geprägt.  Trotz aller freier Entscheidungen der Menschen, die sich für Krieg und Zerstörung und Verachtung der universellen Menschenrechte entscheiden.<br />
Gott hat, im Bild gesprochen, eine endliche, irdische Welt geschaffen, und die ist keine göttliche Welt, sondern eine weltliche Welt, das Andere Gottes, des Ewigen, der aber dieses „Andere seiner selbst“ mit sich verbindet &#8211; im Geist, in der Vernunft der Menschen und den geistvollen Strukturen der Welt und Natur…</p>
<p>7.</p>
<p>Man sieht schon angesichts dieses kurzen Hinweises: Der Gedanke an eine Schöpfung der Welt und der Menschen durch Gott, den Ewigen, ist die einzige Voraussetzung, um Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten zu verstehen. Dabei verstehen wir Schöpfung selbstverständlich NICHT im Sinne des fundamentalistischen Kreationismus.</p>
<p>C<em>opyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</em></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22026_22026_befreiung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 16:34:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Theologische Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[8. Mai 2026 ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[am 8. Mai ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinerbrauerei beim Papst]]></category>
		<category><![CDATA[die päpstliche Mode Papst Leo XIV.]]></category>
		<category><![CDATA[ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Jahr Papst Leo - Kritik!]]></category>
		<category><![CDATA[eine Liste der konservativen Entscheidungen Papst Leo XIV.]]></category>
		<category><![CDATA[Kardinal Marx und die Augustinerbrauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Kritk ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Meier Theologe in Zürich über Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[nach außen kritisch nach Innen konservativ]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo bewirkt in Neapel ein neue Blutwunder]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo ein Populist]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo empfängt ls Augustiner die Chef der Augustiner-Brauerei München]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo ist kein Kirchen-Refomrer]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo ist volkstümlich]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo und die Augustinerbrauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo wird als Führer gewünscht]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo XIV. spielt gern die Rolle des Papstes]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Prevost (Leo XIV.) trägt Nike Sneaker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Jahr Papst Leo XIV. am 8.5.2026: Dieser Papst mag für weltpolitische Fragen, sozusagen nach außen, gewisse Sympathien der Nachdenklichen wecken. Innenpolitisch, also für die innere Gestalt der römisch - katholischen Kirche ist dieser Papst ein Konservativer, er ist überhaupt nicht interessiert, diese Kirche, über die er als unfehlbarer Papst herrscht, alsbald grundlegenden Reformationen (nicht oberflächlichen Reförmchen) zuzuführen:<br />
Die Liste der Forderungen ist lang und seit mindestens 70 Jahren permanent von sehr reflektierten Theologen vorgebracht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22026_22026_befreiung">Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn anläßlich der Papstwahl am 8. Mai 2025.</p>
<p>Siehe auch eine Ergänzung am 10. Mai 2026: Siehe die Nr.3 dieses Hinweises.</p>
<p>1.<br />
Vor einem Jahr, am 8.Mai 2025, wurde der us-amerikanische Kardinal mit einem peruanischen Pass Robert Prevost aus dem Augustinerorden (OSA) zum Papst gewählt.<br />
Obwohl wir im Re&shy;li&shy;gi&shy;ons&shy;phi&shy;lo&shy;so&shy;phi&shy;sch&shy;en Salon Berlin wissen, dass es sehr viel dringendere Themen gibt für die bedrohte Menschheit heute, als an einen noch relativ frisch im Amt herrschenden Papst zu erinnern: Wir wollen entgegen den meisten offiziellen Trends der Presse und der Kirchenleute, die Papst Leo XIV. als „geistlichen Führer“ oder mutigen Trump &#8211; Kritiker hinstellen, doch dringend darauf aufmerksam machen:</p>
<p>Dieser Papst mag für weltpolitische Fragen, sozusagen nach außen, gewisse Sympathien der Nachdenklichen wecken.</p>
<p>Innenpolitisch, also für die innere Gestalt der römisch &#8211; katholischen Kirche ist dieser Papst ein Konservativer, er ist überhaupt nicht interessiert, mit dieser Kirche, über die er als unfehlbarer Papst herrscht, alsbald eine grundlegende Reformation (und nicht oberflächlichen Reförmchen) zu gestalten.<br />
Die Liste der Forderungen ist lang und seit mindestens 70 Jahren permanent von sehr reflektierten Theologen vorgebracht, das alles zu wiederholen ermüdet total die kritischen Journalisten: Kurzum, mit diesem Papst ist &#8211; bis jetzt &#8211; ein weiterer Stillstand in der Kirche zu erwarten: Hinsichtlich der Anerkennung der versöhnten Verschiedenheit der getrennten Kirchen, hinsichtlich der nun auch von katholischen Bischöfen permanent geforderten Aufhebung des Pflichtzölibates für Priester, hinsichtlich der dringend (!) zu realisierenden Zulassung von Frauen zum DiakonInnen &#8211; und PriesterInnenamt. Nichts tut sich, d.h. nicht tut der Papst, er lächelt die großen Themen freundlich weg…</p>
<p>Auch dieser Papst denkt mehr an das zahlenmäßige Wachstum der Kirche in Afrika als an die noch verbliebenen nachdenklich &#8211; krischen Katholiklen etwa in Europa, die die Moderne und den katholischen Glauben endlich versöhnen wollen. Bei dem Thema wird die Frage dringend: Kann ein einziger Papst von Rom aus die katholische Kirche (1,4 Milliarden Mitglieder) regieren, d.h. beherrschen, oder bräuchte es nicht mehrere &#8222;PatriachInnen&#8220;, jeweils auf allen Kontinenten präsent. Das Ein &#8211; Mann Papsttum würde damit verschwinden&#8230; Aber solche Gedanken werden nicht öffentlich diskutiert! Vielleicht weil die klerikalen Fundamentalisten Im Vatikan und anderswo  denken: Christus hat nur den einen Petrus als Papst berufen&#8230;Also darf es nur einen Papst geben&#8230; so ticken wirklich manche Leute&#8230;</p>
<p>Aber wenn das so weitergeht mit dem Papst &#8211; Regime: Es wird bald niemanden mehr geben, der sich öffentlich noch für eine Reformation (sic) der römischen Kirche heute und jetzt sofort einsetzt. Vernünftige Katholiken haben diese Kirche längst verlassen… Aber es gilt: Katholisch-Sein und Sisyphus &#8211; Sein ist nicht identisch! Denn: Es gibt die Freiheit des Evangeliums des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth&#8230;</p>
<p>Wir haben keine Erwartungen, dass Leo zum Papst der grundlegenden katholischen Reformation wird: Siehe unseren <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21974_ein-jahr-papst-leo-theologisch-konservativ-kein-reformer-stillstand-in-der-roemischen-kirche_befreiung">LINK</a></p>
<p>Von einer bestimmtem Veränderung der Kirche als Institution spricht Leo hingegen am 5. Mai, ein kleines Zeichen der Reform-Bereitschaft? Sicher nicht, denn von einer entscheidenden Veränderung, Reform, der dogmatischen und moralischen Lehren spricht der Papst nicht, es geht ihm um Strukturen&#8230;: <a href="https://katholisch.de/artikel/68454-papst-leo-xiv-kirche-muss-klare-worte-sprechen">LINK </a></p>
<p>Siehe auch den Gastbeitrag des Theologen, Journalisten und Publizisten Michael Meier, Zürich <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles">LINK</a></p>
<p>2.<br />
Hingegen wird versucht, Papst Leo in einer populistischen Ecke noch beliebter zu machen:<br />
&#8222;Das <em>Modemagazin &#8222;Vogue</em>&#8220; hatte Papst Leo XIV.  zu einer der <em>bestgekleideten Persönlichkeiten des Jahres 2025</em> gewählt. Dabei wurde der &#8222;Bruch mit dem bescheidenen Geschmack seines Vorgängers Papst Franziskus&#8220; betont. Filippo Sorcinelli ( der offen homosexuelle italienische Designer, der unter anderem auch die Päpste Benedikt XVI. und Franziskus einkleidete) erklärte dazu (ausgerechnet der populären englischen Daily Mail), Franziskus habe eine &#8222;überraschende Einfachheit, fast schon eine evangeliumsgemäße Provokation&#8220; gewählt. Bei Benedikt XVI. sei es hingegen die Verwurzelung in der Tradition. Doch Leo XIV., so der Designer, verkörpere ein Gleichgewicht zwischen Benedikt und Franziskus.&#8220; Quelle:<a href="https://katholisch.de/artikel/68429-mass-und-ordnung-papst-designer-erklaert-stil-von-leo-xiv"> LINK</a></p>
<p>Auch aufgrund der Liebe Leo XIV. zu den alten, aber durchaus chicen Papstgewändern und den Gemächern in Castel Gandolfo wird man sagen: Leo XIV. ist gern Papst und er genießt auch die äußeren Privilegien des Stellvertreters Christi auf Erden (bitte beachten: Es heißt nicht: Des Stellvertreters Jesu von Nazareth auf Erden&#8230;Denn Christus ist der dogmatisch verkirchlichte Jesus von Nazareth)</p>
<p>3.</p>
<p><em>Ergänzung am 10.5.2026: </em>Papst Leo ist populär (populistisch): Weitere Hinweise am 10.5.2026</p>
<p>A.  <em>Ergänzung am 11.5.2026</em>: Es ist schon hoch erstaunlich (und für die verbliebenen Katholiken eigentlich peinlich), wie sehr ausführlich der offizielle Pressedienst des Papstes auf diese Begegnung von Augustiner-Papst Leo und den Chefs der Augustiner-Brauerei in München eingeht, und dabei die vermittlende Rolle von Kardinal Marx, Mpünchen, lobt! Quelle: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2026-05/papst-leo-xiv-audienz-augustiner-braeu-muenchen-interview.html?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=NewsletterVN-DE</p>
<p>Am 10.5.2026: Papst Leo empfängt die Inhaber der Augustiner-Brauerei, München. Der erste Satz der KNA Meldung vom 9.5.2026 heißt: „Vom Augustiner-Biergarten auf den Papstthron“….(Tatsächlich hatte Robert Prevost als General-Prior des Augustinerordens einst den Augustiner-Biergarten in München besucht).<br />
Diese Begegnung von Augustiner-Bräu und Augustiner-Papst bringt sicher viel Werbung, viel Segen, d.h. Gewinn für diese ohnehin beliebte Brauerei in München. Die Konkurrenz wird böse sein: Wann wird denn endlich aus dem Paulaner-Orden jemand Papst, fragt sich die „Paulaner &#8211; Brauerei“, genauso wie Franziskaner &#8211; Brauerei und so weiter.<br />
…<br />
Nebenbei: Diesen Orden Paulaner gibt es wirklich, allerdings ist er viel kleiner als der ebenfalls kleine Augustinerorden: Die Paulaner werden offiziell „Minimi“ genannt, die Geringsten, sie haben heute ca.150 Mitglieder…Sie sind zu ständigem Fasten verpflichtet, dürfen aber Bier trinken!</p>
<p>Papst Leo gab der durchaus dem Volke und der Werbung zugewandte Begegnung mit den Chefs der Augustiner- Brauerei noch eine tiefere Bedeutung: „Ich ermutige euch daher, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, weiterhin sowohl beruflich als auch persönlich euren Beitrag zur Förderung eines gerechten und wirksamen Ansatzes für die Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Gemeinwohls zu leisten&#8220;, sehr gut hatte sich Leo XIV. Diese hölzerne Rede aufgeschrieben, „bevor er die Audienz-Teilnehmer aus Süddeutschland segnete“, so die katholische Nachrichten Agentur KNA.<br />
Von der Gefahr des Alkoholismus &#8211; auch unter Priestern und Mönchen &#8211; sprach der Papst leider nicht, auch keine Rede davon, die Preise für alkoholfreies Bier billiger zu machen.<br />
Es ist hier wie in den folgenden zwei Beispielen immer diese Masche des Augustiner-Papstes: Zuerst sich populär geben, also den Interessen der Leute sehr nahe kommen, dann aber im zweiten Teil etwas moralisch &#8211; theologische Weisungen ranhängen. Diese Mahnungen treten aber angesichts der populären Ereignisse, Bilder und Floskeln in den Hintergrund. Also: der Populismus überwiegt…   LINK: https://katholisch.de/artikel/68509-augustiner-brauerei-zu-besuch-bei-papst-leo-xiv</p>
<p>B.<br />
Während des Besuches Papst Leos in Neapel geschieht das obskure, durchaus abergläubische Blutwunder des Heiligen Gennaro, diesmal sogar „außerhalb des üblichen Turnus“: Es gibt für dieses Wunder also einen regelmäßigen Turnus, dies passt ja nun gar nicht zur üblichen Wunder-Theologie-Ideologie…</p>
<p>LINK: https://katholisch.de/artikel/68506-waehrend-des-besuchs-von-papst-leo-xiv-blutwunder-in-neapel</p>
<p>C.<br />
Robert Prevost trägt so tolle Speaker von NIKE: So die begeisterte NIKE &#8211; Sneaker Gemeinde jetzt: “Kommentare wie &#8222;Nike wurde jetzt offiziell gesegnet&#8220; oder &#8222;Du kannst den Jungen aus Chicago holen, aber nicht die Nike-Schuhe aus dem Jungen&#8220; verbreiteten sich rasant im Netz“, so KNA…. Nike wird sich freuen und weitere Schuhe in den Apostolischen Papst schicken. Oder um die Segnung der NIKE Schuhe bitten: Solche Sachen, auch Handys, Autos, Tiere werden ja bekanntlich gern vom katholischen Klerus, auch den Bischöfen, gern gesegnet, Homosexuelle oder wiederverheiratet Geschiedene eher nicht so gern, am besten gar nicht, sind ja Sünder. In jedem Fall werden nun alleNIKE &#8211; Sneaker &#8211; Fans bald regelmäßig an der Messe teilnehmen…</p>
<p>Quelle: https://katholisch.de/artikel/68507-papst-leo-xiv-begeistert-ploetzlich-sneakerfans</p>
<p>Bald wird jemand herausfinden, welche Unterwäsche Papst Leo trägt, sicherlich ist es französische. Auf den Namen des Designers sind wir gespannt, doch wohl nicht HOM? Aber anläßlich seiner Pastoralreise im Herbst 2026 nach Frankreich könnte er seine von der Firma zu Werbezwecken geschenkte französische Unterwäsche am besten bei seinem Aufenthalt in Lourdes segnen (heiliges Wasser ist dort). Und dabei den Frauen dankt, die diese Unterwäsche in Bangladesch liebevoll nähen und nur einen Hungerlohn erhalten., leider, leider, …. diese Lieferketten…</p>
<p><em>Wie Papst Leo mit den sexuellen Missbrauchstätern umzugehen gedenkt,</em> hatte er schon 2025 angekündigt: &#8222;Papst Leo XIV. hatte im vergangenen Jahr die Erwartungen gedämpft, dass sich im Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsvorwürfen grundlegend etwas ändern werde. Der Missbrauch durch Geistliche sei zwar eine »eine echte Krise«, bis zum Nachweis ihrer Schuld gelte jedoch die Unschuldsvermutung, und Beschuldigte sollten entsprechend »geschützt« werden, <a href="https://www.spiegel.de/panorama/papst-leo-will-keine-reform-der-katholischen-kirche-a-a2bf4cae-ca14-425f-9296-d1cd1414c352" data-link-flag="spon">sagte der Papst in einem Interview</a>. Den Opfern müsse die Kirche mit »großem Respekt« und »Verständnis« begegnen, sagte Leo. Das Thema sexueller Missbrauch solle während seines Pontifikats aber »nicht zum zentralen Thema der Kirche werden«. Quelle: <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/katholische-kirche-markus-soeder-kritisiert-vatikan-fuer-umgang-mit-missbrauchsskandal-a-191dc428-8b5f-4690-9b4b-997878945e1b">LINK</a>.</p>
<p>D.</p>
<p>Es wird weiter im Vatikan problemlos gesegnet, bei den Homosexuellen ist die Segnung ja höchst umstritten&#8230; : Nun werden auch auch Duschmobile in ROM gesegnet: . <a href="https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2026-05/duschmobil-sichtbarkeit-landesgrenze-segnung-parolin.html?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=NewsletterVN-DE">LINK   </a></p>
<p><em>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22026_22026_befreiung">Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Papst Leo XIV.: Künder des Friedens und der rückständigen Moral. Von Michael Meier, Zürich.</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 16:30:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[der Publizist Michael Meier aus Zürich]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag von Michael Meier inZürich]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik an Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Meier in Zürich über ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Papst als Star]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo ist theologisch konservativ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innerhalb des ersten Jahres hat Leo verschiedene Rollenbilder bedient: Vom Anti-Trump und Friedenspapst bis zum Befreiungstheologen. Jeder Papst ist eine Projektionsfläche und sein Image wird von den Wünschen der Gläubigen und der Öffentlichkeit geformt. All die Leo zugeschriebenen Bilder dürfen indes nicht darüber hinwegtäuschen dass er, der mit 22 Jahren in den Orden der Augustiner eintrat, ein Kirchenmann mit theologisch strikt konservativen Positionen ist. Fast schon mantraartig beruft sich der Augustiner auf den Heiligen Augustin als grosses Vorbild für unsere Zeit und hat bereits dessen symbolisches Grab im nordafrikanischen Annaba (ehemals Hippo) besucht. Tatsächlich ähnelt Leo von allen seinen Vorgängern Johannes Paul II. am meisten: Wie dieser ist er politisch und sozialethisch offen, in der Lehre aber nicht kompromissbereit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles">Papst Leo XIV.: Künder des Friedens und der rückständigen Moral. Von Michael Meier, Zürich.</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gast-Beitrag von Michael Meier, Zürich;  Theologe, Journalist und Publizist, veröffentlicht am 30.4.2026.</p>
<p>Zuerst publiziert in: <a href="https://www.infosperber.ch/politik/welt/papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral/">LINK</a></p>
<p>Ein Jahr im Amt: Frauen mag er nicht gleichstellen. Die Sexualmoral nicht modernisieren. Demokratien begegnet er mit Vorbehalten.</p>
<p>Seit dem Schlagabtausch mit dem US-Präsidenten Donald Trump ist der sonst so zurückhaltende Papst Leo XIV. im Hoch. Als Donald Trump am Dienstag nach Ostern drohte, Iran in die Steinzeit zurückzubomben und eine ganze Zivilisation auszulöschen, trat der behutsame Pontifex aus der Reserve. «Das ist inakzeptabel», sagte er in Castelgandolfo. Und forderte die Amerikaner nicht etwa nur zum Gebet, sondern auch zur Intervention bei Kongressabgeordneten auf, sich nicht für Krieg, sondern für Frieden einzusetzen. Als Trump ihm daraufhin eine schreckliche Aussenpolitik vorwarf und ihn mahnte, sich nicht in die Politik einzumischen, konterte der Pontifex, er fürchte Trump nicht, er verkündige nur die Friedensbotschaft des Evangeliums.<br />
Schon am Palmsonntag hatte der erste Amerikaner auf dem Papstthron gepredigt, Jesus sei der König des Friedens.  Gott lehne den Krieg ab, niemand dürfe Gott benutzen, um Krieg zu rechtfertigen. Gott erhöre nicht das Gebet derer, die Krieg führen, denn ihre Hände seien voller Blut, sagte er mit dem Propheten Jesaia.<br />
Von Anfang an interessierte die Medien besonders, wenn sich Leo XIV. zu Themen äussert, die mit Trumps Politik zu tun haben, etwa zur rigiden Migrationspolitik, zur aggressiven Einwanderungspolizei ICE oder zum Angriff auf Venezuela.</p>
<p><em>Leo XIV. relativiert</em><br />
Erst recht seit Beginn des Iran-Kriegs sehen Journalistinnen und Vatikanisten nun alle seine Äusserungen durch die amerikanische Brille und werten sie gerne als Frontalangriff gegen Trump und seine Politik. So auch die Aussage auf seiner Afrikareise im April, die Welt werde «von einer Handvoll Tyrannen zerstört». Leo selber musste richtigstellen, dass seine Rede schon Wochen zuvor im Vatikan formuliert worden sei. Es werde aber so aufgefasst, «als wolle ich dem Präsidenten widersprechen. Das liegt überhaupt nicht in meiner Absicht.» Der Papst selbst also relativierte seine Trump-Kritik und machte klar, dass er kein Anti-Trump sein will. Denn selbst sonst so besonnene Stimmen wie jene des Historikers und Theologen Massimo Faggioli überhöhten den Schlagabtausch zwischen den beiden mächtigsten Amerikanern völlig unangemessen. Faggioli prophezeite allen Ernstes, die Attacke von Trump gegen den Papst markiere «wahrscheinlich den Anfang vom politischen Ende» für den US-Präsidenten.<br />
Dabei nimmt Leo einfach die von ihm bei Amtsantritt versprochene Rolle als Künder des Friedens ernst. «Der Friede sei mit euch allen» waren seine ersten öffentlichen Worte als Papst, gleich nach der Wahl am Abend des 8. Mai 2025 von der Mittelloggia des Petersdoms zur Menge der Gläubigen gesprochen. Angesichts der unsicheren und kriegerischen Zeiten dürfte Leo XIV. In der Tat eine Stimme des Friedens mit grosser Resonanz werden, indes kaum ein eigentlicher Friedenspapst.  Sein Beitrag wird im Appellativen verbleiben. Als er vor einem Jahr sein Amt übernahm, war sein Fokus auf den Krieg in der Ukraine gerichtet. Er bot die guten Dienste des Heiligen Stuhls an und schlug den Vatikan als Ort von Friedensverhandlungen vor.  Russland ging darauf gar nicht ein, und heute ist keine Rede mehr davon. Irritierende Aussagen des neuen Pontifex nimmt die breite Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis, wie etwa jene zum Wert der Demokratie in seinem ersten grossen Interview vom letzten September: «Wenn wir uns in der heutigen Welt umschauen, ist die Demokratie nicht unbedingt die beste Lösung für alles.» Findet er womöglich, dass autoritäre Staaten einen bessern Job machen?</p>
<p><em>In der konservativen Spur</em><br />
Vergessen geht ebenso, dass der Augustiner ganz auf der Linie der Trump-Regierung Abtreibung , Sterbehilfe, Gender und Homo-Ehe verurteilt. Wenn Leo warnt, Religion dürfe nicht für Populismus, Nationalismus oder gar zu Krieg instrumentalisiert werden, muss man ihm umgekehrt vorwerfen, er benutze Religion dazu, die Rechte von Frauen und sexuellen Minderheiten zu beschneiden.<br />
Denn in besagtem ersten grossen Interview mit der US-amerikanischen Journalistin Elise Ann Allen vom Portal «Crux» lehnte er Reformen bezüglich der Stellung der Frau in der Kirche ab. Ja, er werde weiterhin Frauen in Spitzenämter ernennen, und die Weihe von Diakoninnen werde in verschiedenen Kommissionen und im Rahmen der Weltsynode Thema bleiben. Derzeit aber habe er «nicht die Absicht die Lehre der Kirche zu diesem Thema zu ändern».  Ein deutliches Nein zur Weihe von Frauen zu Priesterinnen und Diakoninnen. Reformkatholiken kehrten jedoch Leos Aussage geflissentlich unter den Teppich, genau so wie jene andere, dass er es für höchst unwahrscheinlich halte, dass sich die Lehre der Kirche bezüglich Sexualität und Ehe in naher Zukunft ändern werde.</p>
<p><em>Das traditionelle Familienbild</em><br />
Im gleichen Interview beklagte er, dass jedes Thema, das mit LGBTQ-Fragen zu tun habe, die Kirche sehr stark polarisiere. Er wolle diese Polarisierung in der Kirche nicht verstärken. Auch lehne er die in Deutschland und anderen europäischen Ländern eingeführte förmliche Segnung homosexueller Paare ab, weil sie eindeutig gegen das von Papst Franziskus genehmigte Dokument Fiducia supplicans, das einen nicht-liturgischen Instant-Segen zulässt, verstosse. Bei seiner Rückkehr von Afrika verschärfte er diese Kritik sogar. Leo machte wiederholt klar, dass er auf die Komplementarität der Geschlechter und das traditionelle Familienbild setzt. Auch will er nicht, dass sich die Kirche «vollständig vom Missbrauchsskandal in Beschlag nehmen lässt». Schliesslich habe die Kirche den Auftrag, die Botschaft Jesus zu verkündigen, und die grosse Mehrheit der Geistlichen habe nie einen Menschen missbraucht.</p>
<p><em>Keine substanzielle Reform</em><br />
Mit dem Interview machte Leo vier Monate nach seiner Wahl die unter Reformkatholiken vorherrschende Erwartung zunichte, er werde den von Franziskus geöffneten pastoralen Spielraum definitiv im Kirchenrecht verankern. Namentlich der bekannte Vatikanist Marco Politi oder der Jesuit Andreas Batlogg waren es, die das gängige Narrativ prägten, Leo werde ernten, was Franziskus gesät habe. Ihre Fehleinschätzung blieb bisher unkommentiert. Auch die Reformbewegungen gehen einfach darüber hinweg. Zumal der amerikanische Papst gleich nach Amtsantritt bekräftigt hatte, er werde den von Papst Franziskus angestossenen weltweiten Synodalen Prozess für eine geschwisterliche und partizipative Kirche fortsetzen. Absehbar ist jedoch, dass dieser Prozess auch unter Leo viel Aufwand und Energie kosten wird, ohne substanziell etwas zu ändern.<br />
Wie schon Franziskus ist auch ihm die deutsche Kirche ein Dorn im Auge, die mit einem eigenen Synodalen Weg weitgehende Reformen wie Frauendiakonat, ökumenisches Abendmahl, Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und neue Gremien der Laienmitsprache einführen möchte. Gewiss mit Absicht hat Leo mit dem holländischen Erzbischof Hubertus van Megen für Deutschland gerade einen äusserst konservativen Nuntius berufen, der die reformfreudige deutsche Kirche in Schach halten soll. Als Nuntius in Nairobi etwa warnte dieser 2019 die ostafrikanischen Bischöfe vor den westlichen Standpunkten zu Abtreibung, Euthanasie und Gender-Theorie – für den Nuntius «klare Symptome einer Gesellschaft, die ihren inneren Kompass verloren hat».</p>
<p><em>Vorbild Heiliger Augustin</em><br />
Innerhalb des ersten Jahres hat Leo verschiedene Rollenbilder bedient: Vom Anti-Trump und Friedenspapst bis zum Befreiungstheologen. Jeder Papst ist eine Projektionsfläche und sein Image wird von den Wünschen der Gläubigen und der Öffentlichkeit geformt. All die Leo zugeschriebenen Bilder dürfen indes nicht darüber hinwegtäuschen dass er, der mit 22 Jahren in den Orden der Augustiner eintrat, ein Kirchenmann mit theologisch strikt konservativen Positionen ist. Fast schon mantraartig beruft sich der Augustiner auf den Heiligen Augustin als grosses Vorbild für unsere Zeit und hat bereits dessen symbolisches Grab im nordafrikanischen Annaba (ehemals Hippo) besucht. Demgegenüber ruft der Berliner Religionsphilosoph Christian Modehn immer wieder in Erinnerung, wie nachhaltig und folgenschwer der Bischof von Hippo vor 1600 Jahren mit seinen Lehren von der Erbsünde, der bösen Lust und der Errettung nur der wenigsten erwählten Menschen der westlichen Christenheit geschadet hat.<br />
Leo betont gern, den Kurs seines Vorgängers fortzusetzen und beispielsweise Frauen in Leitungsämter zu berufen. In seinem ersten Lehrschreiben «Dilexi te» hat er die befreiungstheologische Option für die Armen und die Kapitalismuskritik von Franziskus bekräftigt. Einen eigenen starken Schwerpunkt setzt er bei der Bewertung der KI, die am Massstab der Menschenwürde reguliert werden müsse.</p>
<p><em>Drohendes Schisma</em><br />
Doch ist der amerikanische Papst insgesamt wesentlich traditioneller, der kirchlichen Orthodoxie verpflichtet und nimmt gewisse Schritte der Öffnung seines Vorgängers zurück. Er wohnt wieder im Apostolischen Palast und erholt sich in der Sommerresidenz Castelgandolfo. Am Gründonnerstag hat er zwölf Priestern die Füsse gewaschen und nicht wie Franziskus auch Laien und Frauen. Den Traditionalisten hat er gar erlaubt, im Petersdom die Messe nach dem alten lateinischen Ritus zu feiern. Die Ironie dabei: Am 1. Juli wollen die traditionalistischen Piusbrüder ohne die Erlaubnis von Leo im Walliser Ecône eigene Bischöfe weihen, womit sie automatisch die Exkommunikation auf sich ziehen. Wie schon 1988 Johannes Paul II. bescheren die ungehorsamen Ewiggestrigen auch Leo XIV. ein Schisma, was ihn, der die Einheit ins Zentrum seines Pontifikats stellt, sehr schmerzen dürfte. Bei der Amtseinsetzung vor einem Jahr trug er den Hirtenstab des Polen-Papstes. <em>Tatsächlich ähnelt Leo von allen seinen Vorgängern Johannes Paul II. am meisten: Wie dieser ist er politisch und sozialethisch offen, in der Lehre aber nicht kompromissbereit.</em></p>
<p>copyright: Michael Meier, Zürich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles">Papst Leo XIV.: Künder des Friedens und der rückständigen Moral. Von Michael Meier, Zürich.</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Ein Jahr Papst Leo XIV: Theologisch konservativ, kein Reformer, Stillstand in der katholischen Kirche</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/21974_ein-jahr-papst-leo-theologisch-konservativ-kein-reformer-stillstand-in-der-roemischen-kirche_befreiung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 17:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[1 Jahr Papst Leo XIV.]]></category>
		<category><![CDATA[50 spanische Ordensbrüder sind Opfer der Republikaner nun selig gesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[50 spanische Ordensleute werden seliggesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[8. Mai 2026 ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[8. Mai ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[am 8.Mai 2025 wurde Papst Leo gewählt]]></category>
		<category><![CDATA[der spanischen Republikaner im Bürgerkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[die Liste der konservatriven Entscheidungen Papst Leos]]></category>
		<category><![CDATA[ein Jahr Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[ein Jahr Papst Leo kritisch betrachtet]]></category>
		<category><![CDATA[Erzbischof segnet Walross]]></category>
		<category><![CDATA[Handys werden gesegnet]]></category>
		<category><![CDATA[keine neuen Impulse zur Ökumene durch Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[keine Neuigkeiten zur Ökumene mit Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik ein Jahr Papst Leo]]></category>
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		<category><![CDATA[Opfern]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo und Trump]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo XIV ist konservativ]]></category>
		<category><![CDATA[Pats Leo und sonaiscjer Bpürgerkrieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Seligsprechung von spanischen Märyrern]]></category>
		<category><![CDATA[Stillstand der Theologie unter Papst Leo XIV.]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere werden gesegnet]]></category>
		<category><![CDATA[viele konservative Entscheidungen von Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[viele theologisch konservative Entscheidungen von Papst Leo]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen werden gesegnet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=21974</guid>

					<description><![CDATA[<p>Anläßlich einJahr Papst Leo XIV am 8.Mai: Niemand darf ernsthaft behaupten, Papst Leo XIV. sei irgendwie ein Papst der Reformer und Reformen, die den Namen verdienen. Er ist theologisch konservativ, auch theologisch schüchtern und ängstlich und .. politisch manchmal etwas mutig, ein Mut, den er dann aber im Falle seiner TRUMP/USA Kritik wieder relativiert.<br />
Wie weit dieses konservative Verhalten mit der absoluten Vorliebe des Papstes für (das poetische fromme Frühwerk des heiligen) Augustinus („Confessiones") zu tun hat, darauf haben wir aufmerksam gemacht. Der späte sture, verbissene, Gegner vernichtende, kurz der unsympathische Augustin, vor allem dessen Ideologie der Erbsünde, wird von Leo verschwiegen.<br />
Unsere Aufstellung anläßlich „ein Jahr Papst Leo" konzentriert sich auf theologische Aussagen, wobei man theologische Überzeugungen und politische/ökonomische Präferenzen auch bei Päpsten niemals trennen darf.<br />
Man müßte eine lange Liste des prinzipiellen theologischen Stillstands unter Papst Leo anführen: Nur einige Beispiele für diesen üblichen, von Angst bestimmten und von Klerus-Herrschaft bestimmten Stillstand im Katholizismus:<br />
Nichts Neues in der Ökumene mit Protestanten<br />
Nichts Neues zur Aufhebung des Zwangszölibates<br />
Absolut nichts Neues zur Zulassung von Frauen zum DiakonInnen und Priesteramt, auf diese Weise begibt sich die Papstkirche in eine Art Verachtung von gebildeten Frauen und Männern weltweit.<br />
Kann ein Papst in seiner Allmacht machen, nur führt er damit die Kirche weiter ins Getto…Selbst wenn noch Millionen Katholiken in Afrikas Diktaturen ihm als Führer zujubeln…</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21974_ein-jahr-papst-leo-theologisch-konservativ-kein-reformer-stillstand-in-der-roemischen-kirche_befreiung">Ein Jahr Papst Leo XIV: Theologisch konservativ, kein Reformer, Stillstand in der katholischen Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein unvollständiger Rückblick auf ein Jahr der PAPST-Herrschaft seit dem 8. Mai 2025.</p>
<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 24.4.2026</p>
<p>Siehe auch den wichtigen Gastbeitrag des Theologen, Journalisten und Publizisten Michael Meier, Zürich, <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/22001_papst-leo-xiv-kuender-des-friedens-und-der-rueckstaendigen-moral-von-michael-meierzuerich_aktuelles">LINK</a></p>
<p>1.<br />
Wir haben am 19.9.2025 auf dieser website begonnen, einige wichtige Entscheidungen und Äußerungen Papst Leos vor allem im Bereich der Theologie zu sammeln und selbstverständlich, wie es sich für Journalisten gehört, kritisch zu kommentieren.<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/20748_papst-leo-xiv-neueste-entscheidungen-des-allein-entscheiders_religionskritik"> LINK</a></p>
<p>2. Unsere Liste wurde seit dem 24.4. 2026 weitergeführt, insgesamt ist unser Rückblick unvollständig, aber sehr deutlich ist: Niemand sollte ernsthaft behaupten, Papst Leo XIV. sei irgendwie ein Papst der Reformer und Reformen, die den Namen verdienen. Er ist theologisch konservativ, auch theologisch schüchtern und ängstlich und .. politisch manchmal etwas mutig, ein Mut, den er dann aber im Falle seiner TRUMP/USA Kritik wieder relativiert.</p>
<p>3.<br />
Wie weit dieses konservative Verhalten mit der absoluten Vorliebe des Papstes für (das poetische fromme Frühwerk des heiligen) Augustinus („Confessiones&#8220;) zu tun hat, darauf haben wir aufmerksam gemacht. Der späte sture, verbissene, Gegner vernichtende, kurz der unsympathische Augustin, vor allem dessen Ideologie der Erbsünde, wird von Leo verschwiegen.</p>
<p>4.<br />
Unsere Aufstellung anläßlich „ein Jahr Papst Leo&#8220; konzentriert sich auf theologische Aussagen, wobei man theologische Überzeugungen und politische/ökonomische Präferenzen auch bei Päpsten niemals trennen darf.</p>
<p>5.<br />
Man müßte eine lange Liste des prinzipiellen theologischen Stillstands unter Papst Leo anführen: Nur einige Beispiele für diesen üblichen, von Angst bestimmten und von Klerus-Herrschaft bestimmten Stillstand im Katholizismus:<br />
&#8211; Nichts Neues, Erforderliches, Richtiges,  in der Ökumene mit Protestanten<br />
&#8211; Nichts Neues zur Aufhebung des Zwangszölibates<br />
&#8211; Absolut nichts Neues zur Zulassung von Frauen zum DiakonInnen und Priesteramt, auf diese Weise begibt sich die Papstkirche in eine Art Verachtung von gebildeten Frauen und Männern weltweit.</p>
<p>&#8211; Kann ein Papst in seiner Allmacht machen, nur führt er damit die Kirche weiter ins Getto…Selbst wenn noch Millionen Katholiken in Afrikas Diktaturen ihm als Führer zujubeln…<br />
&#8211; Nichts Neues zur veralteten Theologie etwa der Bittgebete, des Wunderglaubens, des Glaubens an heilige Knochen (Reliquien)…<br />
&#8211; Keine Relativierung der Klerus-Macht: „Die Messe, Eucharistie, darf nur von männlichen Priester allein gefeiert werden“: Eucharistie durch Priester gefeiert gilt nach wie vor als absoluter Mittelpunkt des katholischen Glaubens, und niemand protestiert dagegen… UND SO WEITER:</p>
<p>6.<br />
Man könnte ja auch mal lange die berechtigte Frage stellen: Kann ein einzelner alter Mann, Papst genannt ,spiritueller und politischer Chef (Vatikanstadt!) für 1,4 Millionen Katholiken, diese riesig große und sehr differenzierte Gemeinschaft leiten?? Eigentlich nein!<br />
Mit anderen Worten: Wären nicht wenigstens 5 Päpste, je ein Papst (Päpstin) auf einem Kontinent, eine Lösung? Aber das wird offiziell natürlich alles als Quatsch abgetan. Sollen diese Katholiken in Europa halt zur Sekte werden…</p>
<p>7.<br />
<strong>Hier einige neue (Stand 29.4.2026) von uns dokumentierte (!) Fakten:</strong></p>
<p><em>Am 29.April 2026 veröffentlicht: Weitere Opfer der linken Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg werden von Papst Leo selig gesprochen:</em></p>
<p>Papst Leo XIV. hat jetzt 49 Ordensbrüder und einen Priester als zu verehrende Selige ausgezeichnet, diese Ordensleute wurden Opfer der Republikaner im spanischen Bürgerkrieg. Das offizielle Datum der Seligsprechungen ist noch nicht bekannt. Diese Seligen können nun an Gottes Thron Fürsprache einlegen für die Frommen…, so die immer noch gültige, milde gesagt esoterische, offizielle katholische Theologie.</p>
<p>Wichtiger ist: Die nun auch von Papst Leo seliggesprochenen Märtyrer gehören zu den bereits 2.100 selig gesprochenen spanischen Priestern als Märtyrer der Republikaner im Bürgerkrieg! Diese Seligsprechungen waren immer schon ein politisches Votum der Päpste: Gegen die Linken! Es gibt eine extreme Vorliebe für die von linken Republikanern getöteten Geistlichen durch die Päpste, vor allem durch den exzessiv anti-linken polnischen Papst Johannes Paul II, ist offensichtlich.   Im <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21030_general-franco-spaniens-faschistischer-fuehrer-vor-50-jahren-gestorben_religionskritik">LINK</a>, besonders die Nr. 10.</p>
<p>Der Historiker Benoit Pellistarndi weist darauf hin, dass diese erneute Seligsprechung von Opfern der linken, demokratischen Republikaner im Krieg des Faschisten Franco heute politisch sehr problematisch ist: Die regierende Linke und die anderen Demokraten haben in Spanien gegen die Rechten und die Attacken der Rechtsextremen („VOX-Partei“) zu kämpfen. Diese Vox &#8211; Partei sieht sich als Erbe des Faschisten Franco, sie ist glücklich sein über die neuen seligen Opfer der „bösen Republikaner&#8220;: „Die politische Situation macht die Seligsprechung durch Papst Leo besonders schwierig.“ (zit. in „La Croix“, Paris, 29.4.2026.) Proteste gegen Leos Entscheidung wird es hoffentlich geben, aber sie werden aussichtslos bleiben, angesichts des Einflusses des Vatikans und der Kirche im heutigen Spanien noch…</p>
<p><em>Am 23. April 2026 s</em>agte Post Leo auf dem Rückflug aus Afrika nach Rom auf eine Frage der Journalistin Verena Schälter, dass der Heilige Stuhl nicht einverstanden sei mit einer ritualisierten Segnung homosexueller Paare, die über das hinausgehe, &#8222;was Papst Franziskus erlaubt hat“.</p>
<p>Im Klartext: Segnungen ja, aber möglichst ohne viel würdevolle Feierlichkeit, möglichst in einer Seiten- Kapelle, und bitte nur schlichte Zeremonien, die auch nur entfernt an eine Hetero-Ehe-Schließung erinnern. Das heißt: Homosexuelle Paare werden als Katholiken und als Menschen zweiter Klasse behandelt. Lieber segnet der Klerus bekanntlich ja Autos, Yachten, Motorräder, Tiere, Handys, sogar Walrosse, wir haben seit Jahren diesen Blödsinn (aber er bringt der Kirche etwas Renommée beim Volk und viele Spenden…) dokumentiert. Zum Wahn des Klerus, alle möglichen Dinge zu segnen, bloß NICHT diese Menschen &#8222;zweiter Klasse&#8220; in päpstlicher Sicht, also , die Homosexuellen, siehe unseren leicht <em>satirischen Beitrag, den wir seit 2010 immer wieder mal aktualisiert haben</em>:<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/1111_tiere-segnen-oder-menschen-segnen_philosophische-satire"> LINK</a>:</p>
<p><em>Am 16.4.2026</em>: Papst Leo in Algerien: „Über Augustinus nur die halbe Wahrheit“. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21905_papst-leo-in-slgerien-ueber-augustinus-nur-die-halbe-wahrheit_befreiung">LINK</a></p>
<p>Am 9. April 2026 hat die kluge ZEIT Autorin Elisabeth von Thadden einen wichtigen Vorschlag in DIE ZEIT, Seite 40, veröffentlicht: Papst Leo sollte überlegen, on nicht katholische Spitzenpolitiker und einflußreiche Milliardäre als Berater des Trump Regimes EXKOMMUNIZIERT werden sollten. Diese Leute denken und handeln absolut und ständig gegen die katholische Moral. Einst hatte ja auch im Jahr 2014 Papst Franziskus katholische Mafia &#8211; Bosse in Italien exkommuniziert. Natürlich war diese Verurteilung direkt nicht wirkungsvoll, aber ein wichtiges Symbol.</p>
<p><em>Am 28.3. 2026</em>: Papst Leo besucht das Nest der Superreichen: Monaco.<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21590_papst-leo-besucht-im-maerz-2026-monaco-das-nest-der-superreichen_befreiung"> LINK</a>. https://religionsphilosophischer-salon.de/21590_papst-leo-besucht-im-maerz-2026-monaco-das-nest-der-superreichen_befreiung</p>
<p>Weitere Belege für das theologisch konservative Denken Papüst leos unter: <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/20748_papst-leo-xiv-neueste-entscheidungen-des-allein-entscheiders_religionskritik">LINK</a></p>
<p>Copyright: Christian Modehn, religionsphilosophischer-salon.de</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21974_ein-jahr-papst-leo-theologisch-konservativ-kein-reformer-stillstand-in-der-roemischen-kirche_befreiung">Ein Jahr Papst Leo XIV: Theologisch konservativ, kein Reformer, Stillstand in der katholischen Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Die „Erklärung der Menschenrechte“ (1948) gehört zum Glaubensbekenntnis der Christen!</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/21932_die-erklaerung-der-menschenrechte-1948-gehoert-zum-glaubensbekenntnis-der-christen_aktuelles</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 15:16:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[KANT]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven und Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung der Menschenrechte von 1948 werden Teil des christlichen Glaubensbekenntnisses]]></category>
		<category><![CDATA[Glau bensbekenntnis und Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensbekenntnis der Remonstranten auf deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte gehören ins Glaubensbekenntnis der Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte sind Basis der Ethik der Christen]]></category>
		<category><![CDATA[neue Kooperation NGOs und Kirchen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=21932</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das ZIEL dieses Vorschlags ist: Die „Erklärung der Menschenrechte" als „Orientierung für die Praxis der Christen“ in ein christliches Glaubensbekenntnis einzufügen. Dabei wird das Bekenntnis, auf eine göttliche Wirklichkeit und auf Jesus bezogen, selbstverständlich neu formuliert werden müssen. Ein Beispiel ist das Glaubensbekenntnis der niederländischen Remonstranten - Kirche aus dem Jahr 2006. (</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21932_die-erklaerung-der-menschenrechte-1948-gehoert-zum-glaubensbekenntnis-der-christen_aktuelles">Die „Erklärung der Menschenrechte“ (1948) gehört zum Glaubensbekenntnis der Christen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 18.4.2026</p>
<p><strong>ZUR EINFÜHRUNG</strong>:</p>
<p>Wir haben schon vor kurzem erneut für die Aufnahme der „Erklärung der Menschenrechte“ der UN von 1948 in das Glaubensbekenntnis der Christen heute plädiert. Wir dachten dabei an die niederländische Kirche der Remonstranten. Sie ist wohl als einzige christliche Kirche dogmatisch nicht gebunden und bekanntlich aufgeschlossen für neue theologische Vorschläge. (Siehe unten.)</p>
<p>Dieser Hinweis hier ist ein weiterer Versuch, das Thema der Öffentlichkeit vorzustellen und theologisch zu begründen, als Thesen, denen weitere Erläuterungen folgen.</p>
<p>Hier geht es nur um die enge Verbundenheit von Menschenrechten und christlichem Glauben. Auf andere Religionen bezogen müsste das Thema weiter reflektiert werden.</p>
<p>Die Erklärung der Menschenrechte ist zwar Ausdruck der universell geltenden menschlichen Vernunft. Aber eine solche Erklärung ist zugleich ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln. Deswegen bedarf sie zur Realisierung auch einer geistigen, spirituellen Haltung, also eines Überzeugtseins, dass die Menschenrechte richtig und wichtig und unersetzlich sind. So, wie etwa der „Kategorische Imperativ“ von Kant ein Faktum der Vernunfteinsicht ist, aber zur Realisierung eine emotionales Betroffenheit braucht, so werden die Menschenrechte auch durch eine innere Bindung der Menschen lebendig und wirksam. Die Menschenrechte sind als Rechte und Pflichten etwas grundlegend Anderes als die vielen „positiven“ Gesetze in unseren Gesellschaften und Staaten.</p>
<p>Erstens: Die klassischen, bis heute weithin üblichen Glaubensbekenntnisse der Kirchen stammen aus dem 4. und 5. Jahrhundert, diese Bekenntnisse versteht kein denkender Mensch heute ohne ausführliche Interpretationen und Kommentare. Schlimmer noch: Diese Bekenntnisse sprechen vor allem vom Leben Gottes im Himmel, von seiner Trinität, vom Herabstieg eines Logos auf Erden, der dann als Jesus den grausamen Willen des Vaters erfüllt und sich ans Kreuz schlagen lässt und so weiter…<br />
Zweitens ist entscheidend: Die Lehre und Lebenspraxis Jesu von Nazareth entspricht den Idealen der Erklärung der Menschenrechte. Zugespitzt gesagt: Christen wissen heute aus der Botschaft des Weisheitslehrers Jesus von Nazareth: Das Göttliche, Gott, der Ewige, der Schöpfer der Welt…., wie auch immer, gebietet geradezu als Lebensorientierung die Menschenrechte.</p>
<p>Damit ist nicht gesagt, dass die Menschenrechte der Kirche entstammen, das Gegenteil ist der Fall. Die Menschenrechte sind Resultat der Aufklärung, sie haben sich gegen die Kirchen langsam durchsetzen müssen. Erst als der kirchliche, etwa der katholische Widerstand gegen die Menschenrechte geradezu lächerlich wirkte und blamabel, hat etwa das 2. Vatikanischen Konzil die Menschenrechte, etwa die Religionsfreiheit, offiziell als wichtig und richtig anerkannt. Trotzdem hat der „Heilige Stuhl“, also der Papststaat Vatikan, als einer der wenigen Staaten die Menschenrechtscharta der UNO formell nicht unterzeichnet.</p>
<p>Das ZIEL dieses Vorschlags ist: Die „Erklärung der Menschenrechte&#8220; als „Orientierung für die Praxis der Christen“ in ein christliches Glaubensbekenntnis einzufügen. Dabei wird das Bekenntnis, auf eine göttliche Wirklichkeit und auf Jesus bezogen, selbstverständlich neu formuliert werden müssen. Ein Beispiel ist das Glaubensbekenntnis der niederländischen Remonstranten &#8211; Kirche aus dem Jahr 2006. (Text siehe unten)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>DIE THESEN</strong>:</p>
<p>1.<br />
Der Vorschlag ist neu: „Menschenrechte sind der Kern des Evangeliums Jesu von Nazareth.“ Der mutige brasilianische Befreiungstheologe Kardinal Evaristo Arns von Sao Paulo (1921-2016) hat diese Einsicht mehrfach öffentlich geäußert! <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/8521_kardinal-arns-menschenrechte-sind-der-kern-des-evangeliums_religionskritik">LINK</a></p>
<p>Diese Erkenntnis freizulegen und zu beweisen macht Mühe, angesichts der vielen Bilder und Symbole und Wundermythen, die im Neuen Testament von Jesus von Nazareth berichtet werden und sein Profil als humanen Weisheitslehrer verdunkeln und verzerren. Aber: Die Gleichnisse Jesu (etwa der „Barmherzige Samaritan“) oder Jesu Reden vom „End-Gericht Gottes über die guten und weniger guten Menschen“ zeigen: Einzig menschliche Qualitäten wie Liebe, Güte, Hilfsbereitschaft sind für einen Menschen, der authentisch leben will, entscheidend. Religion und Kultus und religiöse Gesetze sind für Christen zweitrangig. Die oberste Orientierung heißt: Menschlichkeit zu allererst: Das ist die Botschaft und die Praxis Jesu von Nazareth. Und die sind im Kern die Botschaft der Menschenrechte.</p>
<p>2.<br />
Die „Erklärung der Menschenrechte“ von 1948 spricht nicht von Gott, das wird ihr von bestimmten frommen Christen als Mangel vorgeworfen. Aber die Menschenrechte als Ausdruck der philosophischen Vernunft, können Christen als gültig und allgemein anerkennen, weil sie als Christen wissen: Die Vernunft ist eine Gabe des schöpferischen Geistes Gottes…</p>
<p>3.<br />
Die Menschenrechte werden heute, 2026, wie schon seit Jahren von autoritären, populistischen, faschistischen, kommunistischen und diktatorischen Kreisen verachtet, ignoriert, für Spinnereien ausgegeben. Weil sie die totale Herrschaft der Autokraten und Diktatoren stören. Und in Demokratien werden Menschenrechte als störende Elemente betrachtet im Rahmen einer immer üblicher werdenden „Realpolitik.“ Aber für Demokratien und Demokraten sowie demokratisch sich nennende Politiker sind die Menschenrechte in einem Rechtsstaat der unverzichtbare geistige Boden und der politische Horizont in allem Handeln. Wer als Demokrat und demokratischer Politiker gegen die Menschenrechte handelt, muss sich korrigieren, muss sich entschuldigen.</p>
<p>4.<br />
Theologen und Kirchenführer wissen: Die Menschenrechte sind zwar in Europa nach langen Auseinandersetzungen auch mit den Kirchen formuliert worden: Aber die Menschenrechte sind nicht europäisch. Sie kann niemand deswegen diskreditieren, weil sie an einem bestimmten Ort &#8211; in Europa &#8211; entstanden sind. Universelle Geltung hat mit geografischer Herkunft nichts zu tun. Die Menschen in den Lagern und Gefängnissen der Diktaturen heute schreien geradezu nach der Geltung der Menschenrechte. Das Bewusstsein von er absoluten Würde eines jeden Menschen ist im menschlichen Geist verwurzelt. Menschenrechte entwickeln sich nach langen Diskussionen auch heute weiter: Sie werden im Zusammenhang der Klimakatastrophen neu formuliert. Oder die Rechte der Flüchtenden werden explizit verstärkt oder die Geschlechter-Gerechtigkeit…</p>
<p>5.<br />
Wenn die Kirchen die Menschenrechte als zentralen Teil ihres eigenen Bekenntnisses wahrnehmen und auch leben, werden sie unterstützt werden von einer großen Gruppe von zivilgesellschaftlicher progressiver NGOs, die sich seit Jahren um die Durchsetzung der Menschenrechte kümmern. In der Diakonie und Caritas vieler Länder engagieren sich die Kirchen tatsächlich schon zugunsten der Menschenrechte. Sie sehen diesen Dienst als Ausdruck der gebotenen christlichen Nächstenliebe: Würden sie diesen Dienst auch explizit als politischen Dienst an den Menschenrechten sehen, hätten die Kirchen neue, ungewöhnliche Bündnispartner: Diese könnten die manchmal sehr eng konfessionell geprägte christliche Nächstenliebe ins Universelle erweitern, mit der Bereitschaft, gemeinsam POLITISCH gegen die Herrschaft der Diktatoren und Autokraten einzutreten.</p>
<p>6.<br />
Das Probleme ist nur: Die Kirchen müssen sich selbst in der Gestaltung ihres „Innenlebens“ nach den Menschenrechten richten. Für den Katholizismus muss dann gelten: Die Menschenrechtserklärung der UN von 1948 muss der Vatikan formell anerkennen. Und zweitens: Der Papst muss die rechtliche Diskriminierung der Frauen in der Kirche, etwa Ausschluss von den Ämtern in der Kirche, sofort aufheben. Nur unter diesen Voraussetzungen wird das Engagement der katholischen Kirche für die Menschenrechte überhaupt glaubwürdig. Wie die Evangelikalen und fundamentalistischen Kreise sich zu den Menschenrechten verhalten, ist noch ein eigenes Thema. Ihre Verbundenheit mit der MAGA Bewegung des Donald Trump lässt starke Zweifel aufkommen, ob diese Kreise überhaupt von den universell geltenden Menschenrechten schon einmal gehört haben…</p>
<p>7.<br />
Wird die Erklärung der Menschenrechte als Teil des Christlichen Bekenntnisses &#8211; etwa von Lutheranern, Reformierten, Katholiken, Anglikanern &#8211; anerkannt: Dann geschieht eine globale theologische Wende, die einer weiteren Reformation gleichkommen könnte. Diese Christen und ihre Kirchen befreien sich von den erstarrten Glaubensbekenntnissen voller fremder Formeln und Floskeln aus Nizäa und Konstantinopel im 4. und 5.Jahrhundert: Christen verstehen sich nun als Menschen, denen die universelle Gerechtigkeit für alle bester Ausdruck der Einsichten ihres Weisheitslehrers Jesus von Nazareth ist. Nun können sich Christen mit Atheisten und mit kritischen Menschen aller Religionen zu einem gemeinsamen Engagement vereinen, zugunsten der universellen Menschenrechte…</p>
<p>………………</p>
<p>Zu unserem früher schon publizierten Vorschlag: Die Kirche der Remonstranten, als offene, weithin undogmatische Kirche, könnte die Erklärung der Menschenrechte als Teil ihres Bekenntnisses aufnehmen:<a href="https://forum.remonstranten-berlin.de/2030/die-menschenrechte-sollten-zum-glaubensbekenntnis-der-remonstranten-gehoeren-de-mensenrechten-zouden-deel-moeten-uitmaken-van-het-geloofsbelijdenis-van-de-remonstranten/"> LINK</a></p>
<p>Das Glaubensbekenntnis der Remonstranten aus dem Jahr 2006: <a href="https://www.remonstranten.nl/glaubensbekenntnis-von-2006/">LINK</a></p>
<p>Sehr deutlich hat sich der protestantische Theologe Wilhelm Gräb (Berlin) für die Menschenrechte als Teil des christlichen Glaubensbekenntnisses eingesetzt: Etwa in seinem Buch „Vom Menschsein und der Religion.“ Tübingen 2018, S 213 ff.</p>
<p>Man beachte, dass Immanuel KANT in seiner Re&shy;li&shy;gi&shy;ons&shy;phi&shy;lo&shy;so&shy;phie die ethische Praxis (der Menschenrechte) als den alles entscheidenden Kern des christlichen Glaubens angesehen hat. Siehe dazu etwa unseren Hinweis zu Kant: <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/16964_der-christliche-glaube-ist-einfach-und-vernuenftig-die-radikalen-vorschlaege-des-immanuel-kant_religionskritik">LINK</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21932_die-erklaerung-der-menschenrechte-1948-gehoert-zum-glaubensbekenntnis-der-christen_aktuelles">Die „Erklärung der Menschenrechte“ (1948) gehört zum Glaubensbekenntnis der Christen!</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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		<title>Papst Leo in Algerien: Über Augustinus nur die halbe Wahrheit</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/21905_papst-leo-in-slgerien-ueber-augustinus-nur-die-halbe-wahrheit_befreiung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 18:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen für eine humane Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Befreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsprojekte]]></category>
		<category><![CDATA[Annaba in Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Augustiner in Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[die Erbsündenlehre Augustins ein Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[die Erbsündenlehre von Augustinus wird von Papst Leo ignoriert]]></category>
		<category><![CDATA[Hippo in Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Julian von Eclanum]]></category>
		<category><![CDATA[kennt papst Leo die modetne Theologie?]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo in Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo sagt nur die halbe Wahrheit über Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo spricht nicht über Menschenrechte in Algerien]]></category>
		<category><![CDATA[Papst Leo verschweigt die Wahrheit über Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[PapstLeo kennt nicht den ganzen Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Ppüst Leo ein Sohn des heiligen Augustinus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=21905</guid>

					<description><![CDATA[<p>In höchsten Tönen preist Papst Leo abermals den heiligen Augustinus als eine für „uns“ heute relevante Gestalt, er sei Brückenbauer, er habe das Streben nach Gemeinschaft gefördert, habe den Respekt unter den Völkern trotz aller Unterschiede gelobt und geliebt und so weiter. Papst Leo kennt offenbar nicht die vielen richtigen kritischen theologischen und historischen Forschungen über den gestrengen Bischof von Hippo. Oder der Papst will die Leute … besänftigen, fast hätte ich geschrieben, in die Irre führen.<br />
Papst Leo XIV. hat im Laufe seiner Reise nach Algerien Lobeshymnen  auf Bischof Augustinus angestimmt. Sie sind aber kritisch gesehen falsch. Es gibt nämlich den kämpferischen, gar nicht dialogbereiten, sehr eigensinnigen und gegen seine theologischen Feinde äußerst kämpferischen Bischof Augustinus. Es gibt den Augustinus einer rigorosen, mit Jesus von Nazareth kaum noch vermittelbaren Gnadenlehre: Nach der nur wenige Erwählte gerettet werden. In dem Zusammenhang entwickelt der alte Bischof von Hippo die theologische Ideologie der Erbsünde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21905_papst-leo-in-slgerien-ueber-augustinus-nur-die-halbe-wahrheit_befreiung">Papst Leo in Algerien: Über Augustinus nur die halbe Wahrheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Hinweis von Christian Modehn am 16.4.2026</p>
<p><em>Ein Vorwort</em>:<br />
<em>Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen und gehässige Kommentare abzuwehren:</em><br />
Für den „Re&shy;li&shy;gi&shy;ons&shy;phi&shy;lo&shy;so&shy;phi&shy;sch&shy;en Salon Berlin“ ist die Kritik Papst Leos an der Kriegspolitik von Donald Trump absolut berechtigt. Diese deutliche Zurückweisung des us-amerikanischen Papstes an Trumps nur noch verrückt zu qualifizierender Außen-(Kriegs-) Politik wie auch der antidemokratischen Innenpolitik, hätte schon mit etwas mehr Mut vor einigen Monaten öffentlich geäußert werden müssen, aber immerhin..<br />
Unsere Zustimmung zur Kritik des Papstes an Trump schließt aber überhaupt nicht aus, kritisch auf die Stellungnahmen Papst Leos etwa in Algerien hinzuweisen. Dieser kritische Blick auf seine Stellungnahmen in Algerien, zumal in Annaba, „Hippo“ einst, der Wirkungsstätte des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers (!) Augustinus, fehlt in den Medien, in den katholisch bestimmten Medien sowieso.</p>
<p>1.<br />
Papst Leo versteht sich als Mitglied des Augustiner-Ordens explizit als ein „Sohn des heiligen Augustinus“. Und dieser „Sohn“ des vor etwa 1.600 Jahren gestorbenen heiligen Augustinus ist wirklich sehr berührt und total begeistert („es war eine Gnade in Annaba zu weilen“) von des „Vaters“ Wirkungsstätte. Man lese das ebenso enthusiastische, aber einseitige Resümee der Algerien-Reise von vaticannews<a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-04/apostolische-reise-papst-leo-xiv-algerien-resumee-bruecke.html?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=NewsletterVN-DE"> LINK</a><br />
2.<br />
In höchsten Tönen preist Papst Leo wieder einnmal den heiligen Augustinus als eine für „uns“ heute relevante Gestalt, er sei Brückenbauer, er habe das Streben nach Gemeinschaft gefördert, habe den Respekt unter den Völkern trotz aller Unterschiede gelobt und geliebt und so weiter. Papst Leo kennt offenbar nicht die vielen richtigen kritischen theologischen und historischen Forschungen über den gestrengen Bischof von Hippo. Oder der Papst will die Leute besänftigen? Fast hätte ich geschrieben, in die Irre führen.<br />
3.<br />
Diese Lobeshymnen auf Bischof Augustinus durch Papst Leo sind theologisch und historisch gesehen schlicht und einfach falsch. Es gibt den absolut kämpferischen, gar nicht dialogbereiten, sehr eigensinnigen und gegen seine theologischen Feinde äußerst kämpferischen Bischof Augustinus. Es gibt den Augustinus einer rigorosen, mit Jesus von Nazareth kaum noch vermittelbaren Gnadenlehre: Nach der nur wenige Erwählte gerettet werden. In dem Zusammenhang entwickelt der alte Bischof von Hippo die theologische Ideologie der Erbsünde. Ja, wirklich eine Ideologie, denn dieses Dogma ist ein willkürliches, völlig unbiblisches Konstrukt eines kämpferischen greisen Bischofs Augustinus. Von diesem unangenehmen, eher häßlichen Augustinus spricht der Sohn Augustins, Papst Leo, leider nicht. So wird eine Art Augustinus &#8211; Ideologie verbreitet.<br />
4.<br />
Hier kann nicht das weite Thema der Gnadenlehre Augustins und seiner Erbsünden &#8211; Ideologie ausführlich beschrieben werden, das haben wir an anderer Stelle früher schon getan. <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/9438_gegen-die-erbsuende-der-beitrag-von-christian-modehn-in-publik-forum_benediktxvi">LINK   </a>Wer die Geschichte studiert und eben nicht als ein „Sohn des heiligen Augustinus“ in Verzückung gerät, wenn er an den einstigen Bischof im damaligen Hippo denkt und die Ruinen dort bewundert, muss feststellen, und das ist gängige Überzeugung unter Historikern: Dieser Bischof Augustinus war zwar hoch begabt und theologisch gebildet. Aber Augustinus war als Bischof und sehr-vielschreibender Autor nicht nur ein heftiger Verfolger der damaligen nicht-katholischen „Sekten“. Er hatte sich einen Mitbruder seiner katholischen Kirche als Erzfeind ausgesucht, den katholischen Bischof Julian von Eclanum. Ihn hat Bischof Augustinus aufs heftigste bekämpften erfolgreich ausgeschaltet. Von „Brückenbauen“ also keine Spur.<br />
5.<br />
Bischof Julian war ein theologisch gebildeter „ebenbürtiger Gegenger Augustins“ (Kurt Flasch, „Kampfplätze der Philosophie“, Frankfurt am Main, 2008, S. 13). Seit 418/419 hat Augustinus auf Bischof Julian eingeschlagen. Augustin nannte seinen Mitbischof einen „Patron der Esel“, Bischof Julian, klug und mutig, nennt den hoch angesehenen Bischof Augustin einen „asthmatischen Greis“ (ebd.).<br />
Mit seiner polemischen Kraft gelang es Augustinus in den heftigsten Auseinandersetzungen mit Julian als Sieger hervorzugehen: Die Lehre von der Erbsünde hatte Augustinus durchgesetzt: „Augustinus hatte behauptet, Sünde und Schuld seien vererbbar. Er hatte die Übertragung der Erbsünde an den Geschlechtsverkehr gebunden und damit den Vorrang des jungfräulichen Lebens begründet. Er hatte die geschlechtliche Begierde als das Böse verteufelt…“ (Kurt Flasch, S. 14 f.)<br />
Es war allen Gebildeten zumal außerhalb der offiziellen rigiden dogmatischen Kirche klar: Augustinus Erbsünden Doktrin zerstörte die Freiheit des Willens der Menschen. Gott wurde wie ein Tyrann konzipiert. Niemand weiß bis heute, wie denn Erbsünde als solche im Menschen erlebt und erfahren wird. Fast alle heutigen TheologInnen fragen sich: Kann es wirklich sein, dass die christliche Erlösung mit der Befreiung von dieser imaginären Erbsünde identisch ist???<br />
6.<br />
Diesen Augustinus erwähnt der Papst nicht. Wäre auch blamabel für einen Sohn des heiligen Augustinus, den Vater weitgehend zu kritisieren und als irrelevant für die heutigen Christen (Katholiken) darzustellen.<br />
7.<br />
Wir wollen dieses unsägliche Thema Erbsünde hier nicht fortsetzen. Die Erbsünden- Ideologie der Kirchen, nicht nur der katholischen, auch der lutherischen, auch der reformierten, calvinistischen Kirche, ist ein Fehler, mehr noch ein giftiger Irrsinn. Das sagen, wie schon betont, die meisten heute denkenden TheologInnen. Papst Leo sollte in freier Zeit in seinem neu renoviertem apostolischen Palast mit seinen Augustinern dort die Studie des großen objektiven Kenners Augustins Prof. Kurt Flasch lesen: „Die Logik des Schreckens. Augustinus von Hippo. Die Gnadenlehre von 397“, Mainz 1995.<br />
8.<br />
Die bis heute alles kirchliche Leben bestimmende Erbsündelehre ist, zusammenfassend, eine Ideologie Augustins, sie stellt die absolute Schwäche des Menschen gegenüber Gott heraus. An der Erbsünden &#8211; Ideologie halten die Kirche fest, um ein theologisches längst überwundenes Modell der Erlösung zu propagieren. Denn nur weil es die Erbsünde „gibt“, ist die Taufe eines jeden Menschen heilsnotwendig. Und die Taufe vollzieht sich innerhalb der Kirche, die vom Klerus bestimmt ist. Erbsündenlehre und Klerusherrschaft gehören also eng zusammen.<br />
9.<br />
Was eigentlich noch viel schlimmer ist: Soweit wir lesen, hat Papst Leo XIV. vor lauter Verzückung für seinen Vater Augustinus, inmitten der Ruinen von Annaba, Hippo, vergessen, auch ein Wort zu den nicht geduldeten Menschenrechten in Algerien zu sagen. Der Papst hat sich wohl von der viel besprochenen „Demokratie- Fassade“ der Regierung dort verführen lassen. Von dem großartigen, verfolgten algerischen Schriftsteller Boualem Sansal hat Papst Leo sicher schon einmal gehört…</p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21905_papst-leo-in-slgerien-ueber-augustinus-nur-die-halbe-wahrheit_befreiung">Papst Leo in Algerien: Über Augustinus nur die halbe Wahrheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der neue päpstliche Botschafter in Berlin, der Niederländer Bert van Megen</title>
		<link>https://religionsphilosophischer-salon.de/21877_21877_aktuelles</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[CM]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 17:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Denken und Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven und Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[als Nuntius in Kenia kritisiert van Megen heftig die demokratische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bert van Megen ist Nuntius]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Gijsen in Roermond]]></category>
		<category><![CDATA[der konservative Theologe Hubertus van Megen als Nuntius in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[der Vatikan hat die niederländische Kirche kaputt gemacht]]></category>
		<category><![CDATA[homosexuelle Nuntien in Frankreich und Dominikanische Republik]]></category>
		<category><![CDATA[katholische Kirche in Niederlanden verschwindet]]></category>
		<category><![CDATA[neuer Nuntius für Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[neuer päpstlicher Nuntius in Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Nuntius van Megen gegen Gender-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Rolduc]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://religionsphilosophischer-salon.de/?p=21877</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neue Nuntius in Berlin, Bert van Megen, gehört zum konservativen bzw. sehr konservativen Flügel der katholischen Kirche in den Niederlanden. Sofern man dort überhaupt noch von „Flügeln“ sprechen kann, denn progressive bzw. reformorientierte Flügel gibt es seit etwa 20 Jahren nicht mehr. Die Progressiven haben das Weite gesucht… Die katholische Kirche der Niederlande ist also faktisch eine aussterbende konservative Klein-Kirche, manche sagen eine Sekte. Schuld daran sind die Päpste selbst, spätestens seit 1970 setzten der Papst und die vatikanische Bürokratie alles daran, die damals sehr progressive niederländische Kirche kaputt zu machen, und zwar durch die Ernennung von reaktionären Priestern zu Bischöfen, zuerst Bischof Adrian Simonis (ernannt 1970 zum Bischof von Rotterdam), dann Bischof Johannes Gijsen (ernannt 1972 zum Bischof von Roermond), andere ähnlich orientierte Bischöfe folgten. Nuntius van Megen wurde im sehr konservativen Priesterseminar (Rolduc) des sehr koservativen Bischof Johannes Gijen ausgebildet. In Afrika hat er später als Nuntius in Kenia heftig gegen die europäische Moderne, etwa gegen die Gender-Theorie, polemisiert. Es ist kaum zu erwarten, dass der neue Nuntius in Berlin die Reformbestrebungen der Katholilken in Deutschland unterstützt. Papst Leo XIV. zeigt abermals sein konservatrives, kleriklales Gesicht. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21877_21877_aktuelles">Der neue päpstliche Botschafter in Berlin, der Niederländer Bert van Megen</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschlands Katholiken bleiben weiter unter konservativer Beobachtung!<br />
Ein Hinweis von Christian Modehn am 10.4.2026</p>
<p>Der neue Nuntius des Papstes in Deutschland, Bischof van Megen, nennt <em>die Kirche in Deutschland, so wörtlich, &#8220; alt und grau</em>&#8222;: Dies it wohl eine &#8222;richtige Haltung&#8220;, um sich unter Katholiken in Deutschland so richtig wohl zu fühlen und sie zu verstehen&#8230; soll er doch nach Kenia zurückkehren.., CM.  Siehe dazu einen Beitrag vom 15.5.2026: <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24365/neuer-nuntius-hubertus-van-megen-nennt-kirche-in-deutschland-alt-und-grau">LINK</a></p>
<p>Papst Leo XIV. hat am 9.4.2026 für Deutschland einen neuen &#8222;Apostolischen Nuntius&#8220;, also einen Botschafter des &#8222;Heiligen Stuhls&#8220;, mit Sitz der &#8222;Nuntiatur&#8220; in der Hauptstadt Berlin ernannt: Bischof Hubertus van Megen. Sein Vorgänger, Bischof Eterovic, wird am 22.4. feierlich aus Berlin verabschiedet, selbstverständlich mit einer feierlichen Messe&#8230; &#8222;Endlich geht er&#8220; sagen einige Katholiken, die den sehr konservativen Nuntius Eterovic kennen.</p>
<p>Ob der Niederländer van Megen eine etwas progressivere Linie im Umgang mit den mehrheitlich eher progressiven Katholiken in Deutschland lebt, wird sich zeigen, ist aber sehr unwahrscheinlich. Denn es ist lange her, dass Bischöfe aus den Niederlanden oder in den Niederlanden als progressiv bewertet wurden. Heute ist diese Kirche dort eine kleine konservative klerikale Gemeinschaft. Auch der neue Nuntius in Berlin wurde in dem extrem konservativen Priesterseminar (in Rolduc) des extrem konservativen Bischofs Gijsen (Roemond) ausgebildet. Deutliches Beispiel für van Megens reaktionäre Theologie ist seine Ansprache in Afrika aus dem Jahr 2024, Quelle: <a href="https://cisanewsafrica.com/2024/05/kenya-archbishop-bert-van-megen-warns-against-inflexible-ideologies-says-the-church-in-europe-is-weakened-the-church-in-africa-ever-stronger/">LINK </a></p>
<p>Diese Ansprache liegt als Übersetzung vor, in Fußnote 1 unten.  Unter Nr. 6 dieses Hinweises wird auf diese theologische reaktionäre Rede van Megens bereits kurz hingewiesen.</p>
<p>1.<br />
Ein päpstlicher „Nuntius“ ist nicht nur als „Botschafter“ hoher Diplomat des winzigen Staates „Heiliger Stuhl“, er ist weltweit sehr oft auch Doyen des diplomatischen Corps des jeweiligen Landes. In der Funktion des Nuntius wird die doppelte Rolle des Papstes deutlich: Er ist einerseits so genanter spiritueller Führer, heiliger Vater, Papst, der Katholiken weltweit. Und er ist zweitens absoluter Monarch des Zwergstaates Vatikan bzw Heiliger Stuhl, er kann so über die üblichen diplomatischen Wege auch politischen Einfluss nehmen auf die Politik der Staaten. Zu 184 Staaten unterhält der Papst -Staat diplomatische Beziehungen: Der Vatikan entsendet und der Vatikan erhält von den Staaten Botschafter, und ist manchmal empört, wenn denn der Vatikan-Botschafter eines Staates homosexuell ist. Etwa im Fall des Vatikan &#8211; Botschafters aus Frankreich Laurent Stefanini, der 2015 vom Papst abgelehnt wurde. <em>Homosexuelle päpstliche Botschafter gibt es in demokratischen Staaten selbstverständlich, man denke etwa an den pädophilen Nuntius in der Dominikanischen Republik Bischof Jozef Wesolowski (dort Nuntius von 2008-2013)<a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/4592_ein-paedophiler-nuntius-in-der-dominikanischen-republik-und-das-konkordat_religionskritik"> LINK o</a>der an den speziell junge Männer (Polizisten) belästigenden Nuntius Bischof Luigi Ventura in Paris (2018 &#8211; 2019), er wurde von einem Pariser Strafgericht zu einer 8-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Darum merke: Auch der Papst entsendet homosexuelle Botschafter, Nuntien…(Zur Situation in Frankreich und auch zu Nuntius Ventura siehe einen Beitrag von Christian Modehn <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/16606_wenn-der-klerus-die-glaeubigen-vertreibt-der-zusammenbruch-der-katholischen-kirche-in-frankreich-heute_gott-in-frankreich">LINK</a></em><br />
2.<br />
Ein Päpstlicher Nuntius ist vor allem immer auch verschwiegener Beobachter im Sinne des Papstes und seiner vatikanischen Behörden: Er beobachtet, bewertet, kritisiert die jeweilige Kirche und auch die Politik. Schwerpunkt der politischen Interessen der Nuntien ist immer das gesetzliche Verbot der Abtreibung, der Ehe für alle, der aktiven gesetzlichen Sterbehilfe usw. in den jeweiligen Staates.<br />
Der Nuntius hat starken Einfluss auf die Bischofsernennungen des jeweiligen Landes, dies alles geschieht in Abwehr von Öffentlichkeit und Transparenz. Katholiken der jeweiligen Länder haben selbstverständlich keinerlei Einfluss auf die Auswahl der jeweiligen Nuntius. Hingegen Bischöfe, die dem Papst und dem vatikanischen Apparat treu ergeben snd, haben auch Einfluss auf den Vatikan, selbstverständlich immer ohne öffentliche Transparenz. Welcher objektive, d.h. nicht kirchenabhängige Forscher macht sich noch die Mühe, etwa den Einfluss des Opus Dei (und dessen vieler Adepten, wie Kardinal Woelki,) auf die Auswahl der Nuntien und Bischöfe zu machen?<br />
3.<br />
Der Niederländer Hubertus Matheus Maria van Megen (65 Jahre alt), kurz Bert van Megen, ist also der neue Nuntius in Deutschland mit Amtssitz in Berlin. Biografische Details über van Megen sind etwa über wikipedia erreichbar.<br />
Wir können hier nur einige entscheidende Stichworte zur Theologie des neuen Nuntius in Berlin zur weiteren Forschung nennen. Diese Stichworte können hilfreich sein, wenn es angesichts der Theologie und Kirchenpolitik des neuen Nuntius van Megen zu einer Bewertung der Reformbemühungen im deutschen Katholizismus kommen wird, etwa zum „Synodalen Prozess“, jenem zaghaften Versuch, etwas Demokratie in der römischen Kirche in Deutschland durchzusetzen und etwas gegen den totalen Ausschluss von Frauen von den kirchlichen Ämtern zu tun. In einigen Monaten wird man deutlicher sehen, warum Papst Leo XIV. ausgerechnet einen theologisch konservativen und streng &#8211; dogmatischen Niederländer zum Nuntius in Berlin ernannt. Diese Entscheidung wird auch hilfreich sein, um deutlicher zu sehen, ob denn nun Papst Leo eher etwas reformfreudig ist oder sehr am alten, versteinerten klerikal &#8211; dogmatischen System festhalten will.<br />
4.<br />
Der neue Nuntius Van Megen gehört zum konservativ bzw. sehr konservativen Flügel der katholischen Kirche in den Niederlanden. Sofern man dort überhaupt noch von „Flügeln“ sprechen kann, denn progressive bzw. reformorientierte Flügel gibt es seit etwa 20 Jahren nicht mehr. Die Progressiven haben das Weite gesucht… Die katholische Kirche der Niederlande ist also faktisch eine aussterbende konservative Klein-Kirche, manche sagen eine Sekte. Schuld daran sind die Päpste selbst, spätestens seit 1970 setzten der Papst und die vatikanische Bürokratie alles daran, die damals sehr progressive niederländische Kirche kaputt zu machen, und zwar durch die Ernennung von reaktionären Priestern zu Bischöfen, zuerst Bischof Adrian Simonis (ernannt 1970 zum Bischof von Rotterdam), dann Bischof Johannes Gijsen (ernannt 1972 zum Bischof von Roermond), andere ähnlich orientierte Bischöfe folgten.<br />
Die progressiven Katholiken der Niederlande hatten nichts anderes vor, als die viel besprochene, durchaus offiziell geltende Inkulturation des katholischen Glaubens in ihrem demokratischen Land zu realisieren. Eben mit den Forderungen: Abschaffung des Zölibats-Gesetzes, neue Sprache für Dogmen und Moral, demokratische Strukturen in der Kirche der Niederlande….Sehr viele Priester und die meisten Bischöfe, wie Kardinal Alfrink (Utrecht) oder Bischof Ernst (Breda), teilten diese richtige Option. Aber sie wurde vom Vatikan systematisch zerschlage, und die Gläubigen wurden aus der Kirche vertrieben.<br />
5.<br />
Mit dem reaktionären Bischof von Roermond Johannes Gijsen und dessen neu errichtetem Priesterseminar in Rolduc ist der heutige Nuntius van Megen seit langem verbunden: An diesem Priesterseminar Gijsen studierte er: Rolduc galt von vornherein zurecht als extrem konservative Ausbildungsstätte für Priester, die sich total dem päpstlichen System verpflichten. An dieser kirchlichen Hochschule Rolduc, studierte auch Wim Dijk, der später Erzbischof und Kardinal von Utrecht wurde, auch er gilt unter objektiven Beobachtern der Kirchenszene Hollands als sehr konservativ.<br />
1987 wurde van Megen von Bischof Gijsen zum Priester für das Bistum Roermond geweiht. Da lohn sich noch mal raufzuschauen: Leider (für die Opfer zumal) wurde erst post mortem von der niederländischen Kirche anerkannt, dass Johannes Gijsen als Kaplan damals zwischen 1958 und 1961 sexuellen Missbrauch an Knaben begangen hat. Nach seinem Rücktritt als Bischof von Roermond schon 1993 zog sich Gijsen zunächst in ein österreichisches Nonnen-Kloster zurück, er hatte wohl &#8211; angesichts seiner Unbeliebtheit &#8211; etwas Angst in Holland zu bleiben, dann wurde er durch den polnischen Papst auch noch zum Bischof von Island (Sic!) ernannt, so wurde Gijsen hin und her geschoben als reaktionärer Problemfall der Kirche, gestorben ist er 2013 in einem Nonnenkloster.</p>
<p>PS: <em>Über den Niedergang des Katholizismus in den Niederlanden, verursacht auch durch den rigiden Umgang des Vatikans mit dieser Kirche</em>: siehe etwa die große Studie &#8222;Tot vrijheid geroepen. Katholieken in Nederland 1945 &#8211; 2000&#8220;, Ten Have Verlag, 1999. <em>Als Motto der nun zerstörten progressiven Kirche der Niederlande</em> (sie war bis etwa 1985 sehr lebendig) kann das Wort des progressiven Kardinals Alfrink (Utrecht) gelten:  &#8222;Ich meine im Laufe der vergangenen Jahre gelernt zu haben: Dass die Kirche, will sie denn glaubwürdig sein für die Menschen von heute, e<em>ine menschliche Form von Machtausübung sichtbar machen muss,</em> und dies muss so wahrnehmbar sein, dass sie ihre Basis hat in der Liebe zum Menschen  und in der Ehrfurcht vor der menschliche Würde.&#8220; (Zit. in &#8222;Tot vrijheid geroepen, S. 311). Der Autor dieses Buches, Prof. Walter Goddijn, kommentiert diesen Satz gleich anschließend in dem selben Buch:&#8220;Eine schärfere Abweisung der Strategie von Bischof Gijsen, eine schärfere Abweisung auch des Eingriffs in die niederländische Kirchenprovinz durch die päpstliche Kurie in Rom hätte Kardinal Alfrink nicht geben können.&#8220;</p>
<p>6. Reaktionäre Positionen des Nuntius van Magen in Afrika:<br />
1990 begann van Megen seine Karriere der diplomatischen Laufbahn für den Vatikan. 1996 wurde er &#8211; wie üblich bei diesen Karrieren &#8211; in katholischem Kirchenrecht promoviert mit dem Thema: „The concept of perfect society from Pius IX to the second Vatican council“.<br />
Wichtig ist vor allem: von 2019 bis 2024 war van Megen päpstlicher Nuntius in Kenia. Das theologische Profil van Megens, wie es sich Afrika zeigt, beschreibt wikipedia sehr treffend: „Bei einer Tagung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas (Amecea) in Nairobi im September 2019 warnte van Megen die Bischöfe der ostafrikanischen Länder vor westlichen Einflüssen und übte dabei Kritik an den westlichen Gesellschaften. Die Menschen im Westen hätten den Sinn für Gemeinschaft verloren und zeigten sich sowohl in der Politik als auch in ihren Familien verantwortungslos, sie kümmerten sich „nicht einmal um ihre eigenen Kinder“. Die Afrikaner sollten dagegen das in ihren Gesellschaften traditionell verankerte Miteinander stärken, um den Gefahren des Kapitalismus, Individualismus und Hedonismus zu trotzen, die in anderen Teilen der Welt zu Ungerechtigkeit und mangelnder Wertschätzung für das menschliche Leben geführt hätten. (Quelle: Nuntius warnt Ostafrikas Bischöfe vor westlichem Einfluss. In: Vatican News. 10. September 2019, abgerufen am 9. April 2026.).</p>
<p><em>Was die Abwehr der Gender-Theorie</em> durch die Kirche und ihre Bischöfe bedeutet: &#8222;Die Mobilisierung gegen die Gender-Ìdeologie` reicht von von der deutschen AFD über us-amerikansiche Gouverneure bis zu brasilianischen Evangelikalen oder der im Umfeld Putins betriebenen Propaganda, in der Verwestlichung mit Verweichlichung und Entmännlichung gleichgesetzt wird&#8220;. So die Philosophin Rahel Jaeggi in &#8222;&#8220;Fortschritt und Regression&#8220;, Berlin 2025, S. 232, Fn. 38. <em>In solchen Kreisen also bewegen sich Bischöfe, wenn sie die Gender-Theorie verurteilen</em>.<br />
7.<br />
Auch bei einer Bischofsweihe in der kenianischen Diözese Eldoret im Mai 2024 äußerte sich Nuntius van Megen strak europakritisch, und er machte sich eine Aussage des Erzbischofs von Kinshasa, Fridolin Ambongo Besungu, zu Eigen, wonach die Kirche in Europa geschwächt sei und für die Kirche in Afrika kein Vorbild mehr sein könne. Dabei bezeichnete van Megen die „Lehren der westlichen Gesellschaft über Abtreibung, Euthanasie und Gender-Theorie als „klare Symptome einer Gesellschaft, die ihren inneren Kompass verloren hat“. (Quelle: https://katholisch.de/artikel/68050-hubertus-van-megen-papst-leos-neuer-mann-in-berlin. In: Katholisch.de. 9. April 2026, abgerufen am 9. April 2026).<br />
8.<br />
An diesen Aussagen des Niederländers van Megen in Afrika, in Kenia, ist vieles empörend: Er als Europäer will eine Moral für Afrika durchsetzen, die selbst in Europa nur noch von reaktionären Randgruppen vertreten.<br />
Er will wohl meinen, mit dieser Position etwas für die Inkulturation des katholischen Glaubens in die afrikanischen Kulturen tun zu können, was Unsinn ist, wenn man sich diese seine „Werte“ anschaut. Nur zur Erinnerung: Inkulturation (dialogbereite, vernünftige Einfügung) des katholischen Glaubens in ein demokratischen Land wie Holland wird von diesen Herren der Kirche abgelehnt. Nun wird sie inkompetent in Afrika von einem Nuntius propagiert. Da gilt die vatikanische Versteinerung des „Immer so weiter“…<br />
Noch schlimmer: Mit der Ablehnung der Gender-Theorie ist auch die Ablehnung der EHE für alle gemeint und damit auch das Menschenrecht für homosexuelle Menschen. Das sagt ein päpstlicher Nuntius in Kenia, wo die Lebensbedingungen LGBTQI+-Personen in Kenia von starker Homofeindlichkeit, rechtlicher Kriminalisierung und gesellschaftlicher Stigmatisierung bestimmt sind. Im Nachbarstaat Uganda ist die Feindseligkeit gegenüber homosexuellen Menschen äußerst drastisch, bei „schwerer Homosexualität“ droht sogar die Todesstrafe.<br />
So viel Unsinn wagt also ein päpstlicher Nuntius in Ostafrika zu sagen, solche Äußerungen dienen überhaupt nicht dem demokratischen Miteinander oder der Durchsetzung der Menschenrechte. Es ist schon merkwürdig, dass ausgerechnet ein solchermaßen bornierter päpstlicher Botschafter und Bischof dann 2019 vom Papst zum „ständigen päpstlichen Beobachter“ von Menschenrechtsorganisationen der UN ernannt wird, zum Umweltprogramm der Vereinten Nationen oder zum UN-Programm für menschliche Siedlungen (Habitat). Da wird sich der neue Nuntius in Berlin sicher alsbald stark zur Mieter-Debatte oder der Reichensteuer äußern…<br />
9.<br />
Die Homo-feindlichen und als solche also menschenrechts-feindlichen Äußerungen des Nuntius van Megen in Kenia liegen in gewisser Weise auf einer Linie mit den Stellungnahmen des ultra- reaktionären Kurien- Kardinals Robert Sarah aus Guinea, Westafrika, wir haben dazu einiges dokumentiert. LINK</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="5iWgPG7Vov"><p><a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/7011_nichts-als-polemik-und-hass-absonderliche-stellungnahmen-des-aus-guinea-stammenden-kurien-kardinals-robert-sarah-auf-der-roemischen-bischofssynode_religionskritik">Kardinal Sarah: Über den Liebling von EX-Papst Benedikt</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Kardinal Sarah: Über den Liebling von EX-Papst Benedikt&#8220; &#8211; Religionsphilosophischer Salon" src="https://religionsphilosophischer-salon.de/7011_nichts-als-polemik-und-hass-absonderliche-stellungnahmen-des-aus-guinea-stammenden-kurien-kardinals-robert-sarah-auf-der-roemischen-bischofssynode_religionskritik/embed#?secret=wm1UIph3Ka#?secret=5iWgPG7Vov" data-secret="5iWgPG7Vov" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe><br />
10.<br />
Das Gebäude des päpstlichen Botschafters in Berlin befindet sich bekanntlich an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln, also mittendrin in Problemvierteln. Botschafts-Gebäude sind ja eigentlich öffentlich zugänglich, etwa für Visa Anträge etc. Die Vatikan &#8211; Botschaft ist wie eine verschlossene Burg, nur für Erwählte oder bei gelegentlichen Führungen in der Kapelle zugänglich. Aber wer will, wer darf schon einen Antrag stellen, um Bürger des Vatikan &#8211; Staates zu werde? Wenn sich das bei den zur Ausreise verpflichteten Flüchtlingen rumsprechen würde … dann wären die Palazzi des Vatikans auf einmal von anderen Menschen, von Laien, vielleicht von Muslims, bewohnt und belebt…<br />
Aber die päpstlicher Nuntiatur ist und bleibt eine großzügige, aber immer verschlossene moderne Wohnanlage mit einigen dienenden Prälaten und einigen Nonnen, die dort kochen, putzen, waschen und den hübschen Park pflegen dürfen.</p>
<p>Zur marginalen Situation des niederländischen Katholizismus heute siehe auch: <a href="https://fowid.de/meldung/niederlande-katholiken-1960-2022">LINK</a></p>
<p>In dem Beitrag des Link die richtige Einschätzung des bekannten Jesuiten Jan van Kilsdonk, Mitarbeiter von Huub Oosterhuis: &#8222;Im Herbst 1962 kam es zum offenen Zusammenstoß. Der Jesuitenpater van Kilsdonk, Studentenpfarrer in Amsterdam, übte vor katholischen Intellektuellen harte Kritik an der vatikanischen Bürokratie. »<strong>Der Apparat der römischen Kurie steht einem gesunden Dialog zwischen Rom und dem Kirchenvolk im Wege«, erklärte der Pater. ‚Die weltweite Glaubenskrise ist auf das Übergewicht der Kurie zurückzuführen.‘</strong><br />
Das Heilige Offizium in Rom forderte die Entlassung des ketzerischen Jesuiten. Die Holländer weigerten sich. Das vergaß ihnen die Kurie nicht. Sie sprach inoffiziell von ‚nördlicher Benebelung‘ und schwärzte die Holländer offiziell wegen ‚unzulässiger Praktiken‘ bei der Ritenkommission an.“</p>
<p>FUßNOTE 1: ( https://cisanewsafrica.com/2024/05/kenya-archbishop-bert-van-megen-warns-against-inflexible-ideologies-says-the-church-in-europe-is-weakened-the-church-in-africa-ever-stronger/ )</p>
<p>Der Apostolische Nuntius in Kenia und im Südsudan, S.E. Hubertus Maria van Megen, hat vor den Gefahren starrer Ideologien sowohl in der Kirche als auch in der Welt insgesamt gewarnt. Er hob hervor, wie solche Starrheit und Säkularismus dazu geführt haben, dass die tiefgründigen Lehren des Glaubens vernachlässigt wurden, und wie sie die Fähigkeit der Kirche beeinträchtigt haben, sich in den Komplexitäten der modernen Gesellschaft zurechtzufinden und dabei ihren grundlegenden Überzeugungen treu zu bleiben.</p>
<p>S.E. Hubertus Maria van Megen, Apostolischer Nuntius in Kenia und im Südsudan.<br />
In seiner Predigt anlässlich der Bischofsweihe von Bischof John Kiplimo Lelei am 25. Mai in Eldoret erklärte der päpstliche Diplomat, dass es der heutigen Gesellschaft schwerfalle, die Lehren der Kirche – die Lehren Christi – anzunehmen, da diese Lehren ihren Wünschen und Bedürfnissen zuwiderliefen.<br />
„Unsere Gesellschaft empfindet das Ideal, das Christus lehrt und lebt, als für normale Menschen unerreichbar und sollte es daher ablehnen, da es die Menschen in ihrer Freiheit einschränkt und sie an Erwartungen fesselt, die sie niemals erfüllen können“, erklärte er und fügte hinzu: „Die Lehren der Kirche, so die Argumentation, schränken die Freiheit des Menschen ein und sollten daher abgelehnt oder sogar verboten werden.“</p>
<p>Der aus den Niederlanden stammende Nuntius forderte die Gläubigen auf, aus den Fehlern der westlichen Gesellschaft zu lernen, die seiner Meinung nach ein eklatantes Beispiel dafür seien, was eine Abkehr von den Lehren Christi für eine Gesellschaft und die Kirche bedeute.<br />
Er sagte, die „Denkweise“ der westlichen Gesellschaft habe zu sozialer Zersplitterung, einer Kultur des Materialismus und Konsumdenkens sowie zu geistiger Blindheit geführt, wodurch die Menschen den Kontakt zu ihrem angeborenen Sinn für Moral und Gewissen verloren hätten.<br />
„In der westlichen Gesellschaft sehen wir deutlich, zu welcher Verirrung diese Denkweise führt. Wenn wir versuchen, die Lehren Christi an die Schwäche des Menschen anzupassen, rutschen wir unweigerlich immer tiefer in den Abgrund. Die Lehren der westlichen Gesellschaft zu Abtreibung, Euthanasie und Gender-Theorie sind klare Symptome einer Gesellschaft, die ihren inneren Kompass verloren hat und hilflos auf dem stürmischen Meer menschlicher Begierden treibt, in jeder Hinsicht erschüttert und geschwächt“, erklärte er.<br />
Er führte aus: „Es ist für jeden offensichtlich, wie der Westen, eine säkulare Gesellschaft, seine Kraft verloren hat und immer selbstbezogener wird. Einst ein Licht für die Völker, hat sie nun ihre Lampe unter den Scheffel gestellt. Ihr Licht wird immer schwächer. Wie der Erzbischof von Kinshasa, Kardinal Ambongo, vor einigen Monaten sagte: ‚Die Kirche in Afrika wurde immer als Tochter der Kirche in Europa betrachtet. Doch nun kann man sie aus gutem Grund als Schwesterkirchen bezeichnen.‘ Die Kirche in Europa ist geschwächt, die Kirche in Afrika immer stärker.“</p>
<p>Erzbischof van Megen betonte, dass <em>die Lehren Christi unverzichtbar seien und dass sie der einzige akzeptable Maßstab für alle Menschen seien,</em> „so wie der Kompass das einzige verlässliche und unverzichtbare Instrument für einen Kapitän ist, der seinen Weg durch die dunklen und stürmischen Meere findet (Leo Tolstoi).“</p>
<p>Kommentar von Christian Modehn: Wenn, so Bischof van Megen,  <em>die Lehren Christi unverzichtbar seien und dass sie <strong>der einzige akzeptable Maßstab für alle Menschen seien</strong>, dann ist damit heftigster Fundamentalismus gesagt. Man tausche nur &#8222;die Lehren Christi&#8220; mit &#8222;den Lehren des Koran&#8220; aus&#8230; </em><br />
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)</p>
<p>Am 15.5.2026 ergänzt: Nuntius van Megen ist offenbar eng mit dem reaktionären Kardinal von Utrecht, Wim Eijk, befreundet, über die Reflexionen des Kardinal zur Homosexualität siehe aktuell:<a href="https://katholisch.de/artikel/68598-kardinal-zu-synoden-bericht-versuch-morallehre-zu-schwaechen">LINK </a></p>
<p>Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de/21877_21877_aktuelles">Der neue päpstliche Botschafter in Berlin, der Niederländer Bert van Megen</a> erschien zuerst auf <a href="https://religionsphilosophischer-salon.de">Religionsphilosophischer Salon</a>.</p>
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