Das Verbrechen und die Verbrecher – beim Weltklimagipfel in Madrid. Acht Kardinäle sprechen Klartext!

1.
Acht prominente Kardinäle aus allen Kontinenten haben die Untätigkeit, also die Wirkungslosigkeit des Weltklima-Gipfels in Madrid (im Dezember 2019), wörtlich als Verbrechen bezeichnet. Das ist ein neuer Ton und es ist bemerkenswert, dass hoch angesehene Kardinäle zu dieser radikalen Bewertung dieses politischen Ereignisses kommen. Dortige Akteure werden also des Verbrechens beschuldigt. Wenn man logisch weiter denkt, kommt man zu dem Schluss: Verbrechen werden logischerweise von Verbrechern begangen. Also sind die Politiker, die „den Klimawandeln nicht wirksam eindämmen“, wie die Kardinäle sagen, Verbrecher. Und das hat eindeutig zur Konsequenz: Unsere Welt wird zumindest in ökologischer Hinsicht auch von maßgeblichen Politikern gestaltet, die von den Kardinälen dann indirekt, aber deutlich, als Verbrecher qualifiziert werden.
An wen die Kardinäle konkret als Verbrecher denken, wird vornehmer weise bzw. aus diplomatischer Rücksicht nicht gesagt. Aber eindeutig ist: Verbrecherisches Handeln zeigen diejenigen Politiker im Weltklima-Gipfel, denen die Zukunft unseres Planeten egal ist und die sich Theorien zusammenbasteln, gegen alle eindeutige wissenschaftliche Erkenntnis, dass der ökologische Zustand dieser Welt doch ganz normal oder „halb so schlimm“ sei. Dabei sind die reichen Länder, auch Indien, auch China, die Hauptverursacher dieser Katastrophe.
2.
Die Frage ist: Was machen die acht Kardinäle weiter mit ihrer Aussage: Beim Weltklima-Gipfel in Madrid geschehen Verbrechen? Konsequenzen werden nicht gesagt: Aber gerade dann wird es doch spannend: Es müssten nämlich große Aufklärungskampagnen mit kirchlicher Unterstützung organisiert werden: Sie müssten den ökologischen Wahn des sich christlichen nennenden Mister Trump heftig vor Ort, in den USA, kritisieren. Sie müssten den ökologischen Wahn und die bereits ganz offensichtlichen ökologischen Verbrechen am Amazonas von Brasiliens Präsident Bolsonao freilegen. Sowie die ganze katholische Kirche Brasiliens gegen diese ökologischen (und dem Namen nach katholischen) Verbrecher mobilisieren.
3.
Verbrecher werden in Demokratien normalerweise bestraft und eingesperrt, zumindest aus dem öffentlichen Verkehr gezogen. Was schlagen die acht Kardinäle vor, wie man mit den Politikern umgeht, die das Verbrechen in der Madrider Klimakonferenz begangen haben? Dazu sagen sie nichts. Es fehlt ja meines Erachtens auch ein internationales Strafgericht für Verbrechen gegen das ökologische Überleben dieser Erde. Vielleicht ließe sich da in Den Haag noch ein großes Haus für diese Prozesse finden.
4.
Verbrecher werden üblicherweise als Todsünder im Verständnis der katholischen Kirche zur Beichte und zur Buße aufgefordert. Andernfalls stehen sie außerhalb der kirchlichen und menschlichen Gemeinschaft. Papst Franziskus hat Verbrecher aus Mafia-Kreisen exkommuniziert. Zeigte das Wirkung?
5.
Die Kirchenführung in Rom könnte mit gutem Beispiel vorangehen und die üblichen Weltkonferenzen und häufigen Synoden, die in Rom stattfinden reduzieren, denn sie verursachen tausende von Flügen aus aller Welt nach Rom, manche Kardinäle fliegen ja wöchentlich nach Rom…Die Bischöfe, Kardinäle usw. könnten die neue Technik nutzen und Lifeschaltungen hin und her veranstalten. Aber daran denkt im Vatikan noch niemand. Vielleicht könnte Greta Thunberg mal Vatikan entsprechende Vorschläge machen. Auf diese jugendliche Aktivistin hören vielleicht noch die alten Männer in Rom. Damit man ihnen nicht alsbald vorwirft, die kirchliche Sucht auf Weltkonferenzen in Rom mit tausenden von eingeflogenen Bischöfen, Theologen, Experten etc. ist ihrerseits doch auch ein (kleines) Verbrechen.

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.

Der Hinweis zu den Verbrechen auf dem Weltklimagipfel ist nachzulesen bei Radio Vatican: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2019-12/kardinaele-klimaschutz-untaetigkeit-verbrechen-hollerich-hummes.htm

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