Mitschuldig am Krieg gegen die Ukraine: Die Russisch-orthodoxe Kirche

Ein Hinweis von Christian Modehn am 24.2.2026

1.
Wer ist schuld am Krieg des russischen All-Herrschers Putin gegen die Ukraine? Da sind viele Argumente zu nennen, auch die bewussten oder unbewussten politischen Fehler westlicher (auch deutscher) Politikerinnen, sie haben u.a.aus ökonomischen Gründen Putin unterstützt und Geschäfte gemacht.

2.
Eine Organisation, die ohne Zweifel und sehr deutlich mitschuldig ist an den Verbrechen des Krieges Putins gegen die Ukraine ist die Russisch-orthodoxe Kirche mit ihrem Patriarchen Kyrill I. von Moskau an der Spitze. Das wurde vielfach nachgewiesen, auch im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin, auch von zahlreichen Religionswissenschaftlern und Politologen.

3.
Die Russisch-orthodoxe Kirche als mitschuldig am Krieg gegen die Ukraine zu nennen, ist unsere Pflicht, gerade am 22.4.2026, vier Jahre nach dem Kriegsbeginn Putins gegen die ganze Ukraine.

4.
Das zu betonen ist uns wichtig. Denn deutlich ist:
Diese Russisch – orthodoxe Kirche könnte grundsätzlich als einzige Groß-Organisation im Reich Putins ein starke Opposition sein und für das Ende dieses Angriffskriegs eintreten. Das macht sie aber nicht, von einzelnen Priestern dieser Kirche abgesehen, die sich kritisch äußern: Dann werden sie von ihrem Kirchen-Chef Kyrill bestraft oder müssen ins Ausland flüchten.

5.
Warum ist die Russisch-orthodoxe Kirche keine Opposition?
Diese Kirche ist zuerst russisch, das heißt gebunden an die Werte und Unwerte der russischen Nation und Kultur. Diese Kirche hat als obersten Wert also die Bindung an die Nation, und diese Bindung an die russische Nation wird seit Jahrhunderten von den russischen Herrschern definiert und durchgesetzt, von den Zaren, den Verbrechern des Stalinismus, von dem All-Herrscher und Kriegsherrn Vladimir Putin. Diese Kirche ist also eine Art kirchliche Folklore für die russische Nation. Ihre Liturgien werden von Popen (immer Männer natürlich) in der für die Allgemeinheit unverständlichen Sprache Kirchen-Slawisch zelebriert. Was man so Predigten nennen kennen kann: Die werden auf Russisch gehalten, haben aber nie einen kritischen Bezug zur politischen-sozialen Situation der Russen. Diese Kirche hat die Gläubigen nie gebildet, dass die Menschenrechte Teil des Glaubensbekenntnisses sind. Dass Demokratie die einzige politische Option der Christen ist…

6.
Diese Russische Kirche nennt sich ganz offiziell und ungeniert „orthodox“, das heißt rechtgläubig: Dabei könnte man ja denken bei dieser anspruchsvollen Selbstbezeichnung: Sie hält sich an die humanen, friedlichen Weisungen Jesu Christi hinsichtlich seines universellen Liebesgebotes. Aber der Titel „orthodox“ ist ein schöner Schein, wenn etwas Diakonie zugunsten der Armen geleistet wird, dann für Russen in Russland Wenn Missionsarbeit in Afrika gestartet wird, dann, um Putins Regime ideologisch zu stützen und zu „verschönern“. Patriarch Kyrill war einst Mitglied im kommunistischen KGB, wie sein Freund und Gönner Putin.

7.
Wir erleben in der Bindung der Russisch – orthodoxen Kirche an den Kriegsherrn Putin den totalen Niedergang jeglicher christlicher Werte. Diese Kirche ist also unorthodox, sie ist nicht christlich, wenn man an die Weisungen Jesu Christi denkt, diese Kirche ist eine hübsche vergoldete Fassade, eine staatlich gestützte nationalistische Propaganda-Maschine.
Dieses Abrutschen einer christlichen Kirche ins Nationalistische ist den West-Europäern bekannt, man denke an die „Deutschen Christen“ unter Hitler, an die total dem Faschisten Franco ergebene katholische Kirche Spaniens, an die Bindung französischer Katholiken – auch Bischöfe- an das Pétain – Regime usw. Wer viel weiter historisch ausholen will, denke an die Verquickung europäischer Kirchen mit den Kolonialreichen und dem Sklavenhandel. Mit anderen Worten: Diese sich christlich nennenden Kirchen sind stets in der großen Gefahr, ihr christliches Profil aufzugeben zugunsten des immer auch kriegerischen Nationalismus. Der ist für die Kirchenführer bequem und lukrativ, aber eine Katastrophe für die Menschen, die sich eigentlich noch als Gläubige und als Demokraten verstehen.

8.
Man glaube nur nicht, dass nun in der Russischen Föderation die kleine Minderheit der römischen Katholiken aktiv sich zur Opposition bekennt. LINK. Und man glaube auch nicht, dass die kleine Minderheit der evangelikalen Gruppen in der Russischen – Föderation oppositionelle Ambitionen hätte.

9.
Und man glaube auch nicht, dass der ökumenische Weltrat der Kirchen auch nur im entferntesten daran denkt, der Russisch-orthodoxe Kirche die Mitgliedschaft in diesem eigentlich ja doch wohl angesehenen ökumenischen Weltrat zu entziehen. Der Generalsekretär schwärmt seit Jahren vom Dialog mit dem Kriegstreiber KyrillI. Bewirkt hat er nichts, diese Kirche wurde aus dem Ökumenischen Weltrat nicht rausgeschmissen. Alle großen Organisation bestrafen Russland und seine Kriegstreiber, der Weltrat der Kirchen macht das nicht. Und nur wenige Christen in Europa scheint das stören. Dies ist auch eine Schande, die an diesem 24.2.2026 genannt werden muss.

10.
Wir haben am 8.2.2026 einen Beitrag publiziert mit dem Titel „Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist eine Putin-Sekte“, wir weisen noch einmal darauf hin. LINK

Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer-salon.de

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