Eine unerhörte Frage, die Nr. 31. Auch aus aktuellem Anlass: siehe Leihmutter-Debatte Spahn – Funke…
Von Christian Modehn am 17.7.2026
Ist Maria die erste Leihmutter im Katholizismus?
Diese 31. unserer „Unerhörten Fragen“ kann einigen Katholiken vielleicht besonders unerhört erscheinen. Aber diese – religionskritische und dogmenkritische, leicht ironische – Frage muss gestellt werden, wenn man die offizielle katholische dogmatische Lehre ernst nimmt. Sie betont ja stets: „Christus, der göttliche Sohn, wurde im Leib Marias empfangen vom heiligen Geist“.
Wir erinnern als Beleg an den bis heute gültigen „Katechismus der katholischen Kirche“ im Vatikan Jahr 1993 veröffentlicht. Da heißt es in § 485: „Der Heilige Geist wird gesandt, um den Schoß der Jungfrau zu heiligen und göttlich zu befruchten… Gott bewirkt, dass Maria den ewigen Sohn des Vaters empfängt, der aus ihr, aus Maria, die menschliche Natur annimmt.“
Mit anderen Worten: Sozusagen „göttliches Sperma“ wird in den menschlichen Leib der Jungfrau Maria eingefügt.
In § 488 heißt es: „Um aber dem Sohn Gottes `einen Leib zu bereiten`, wie es im neu-testamentlichen Hebräer-Brief (10, 5) heißt, „sollte nach Gottes Willen ein Geschöpf in Freiheit mitwirken.“
In § 494 wird diese besondere Form der Leihmutterschaft Marias noch weiter vertieft: „Auf die Ankündigung , dass Maria durch die Kraft des heiligen Geistes den `Sohn des Höchsten` gebären werde, ohne einen Mann zu erkennen, antwortet Maria im `Gehorsam des Glaubens`, in der Gewissheit, dass für Gott nichts unmöglich ist“.
Der offizielle Katechismus weist auch darin hin, dass später die ersten Theologen, die Kirchenväter, diese Überzeugung vertieft haben: In § 496 heißt es: „ Auch der leibliche Aspekt dieses Geschehens (also die Empfängnis durch den heiligen Geist im Schoß Marias) wurde ausgesagt: Maria hat Jesus , so wörtlich, `ohne männlichen Samen empfangen aus dem heiligen Geist`. Das behauptet die Synode im Lateran im Jahr 649.
Zusammenfassend: Maria ist in dieser Dogmatik die Leihmutter Gottes.
PS: Man möchte mit einer leichten Ironie meinen, der Katholik Jens Spahn (CDU) kann etwas beruhigt sein: Eine Leihmutter, Maria, spielt im Katholizismus eine ganz große Rolle, man möchte sogar wieder leicht ironisch meinen: Gott braucht in dieser dogmatischen Lehre förmlich eine Leihmutter. Und noch weitergehend: Ohne die Leihmutter Maria keine Erlösung. Denn dann wäre ja Jesus Christus nicht auf Erden tätig geworden…
Wer an dieser Stelle noch nicht den bis heute verkündeten Wahn dieser alten Dogmen – Welt überwunden hat, dem ist … nicht zu helfen…
Es gibt vernünftige theologische Interpretationen zu Maria, zu Josef, dem Gatten Marias, und zu Jesus: Jesus ist natürlich der Sohn Josefs, der Erstgeborene mit vielen Geschwistern, wie das Neue Testament mehrfach betont…
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