Was kann der Karfreitag bedeuten, wenn man Jesus von Nazareth, sein Leiden, seinen Kreuzestod in den Mittelpunkt stellt. Christian Modehn hat zu dem Thema eine viel beachtete Radiosendung gestaltet, sie kann hier nachgelesen werden. LINK.
Termin-Feiertag
Die “heilige Familie”: Vielleicht nur ein theologischer Witz?
Die katholische Kirche feiert am 30.12. 2022 wieder einmal, wie alle Jahre, das Fest der "heiligen Familie" in Nazareth.
Darf man die Konstruktion dieser Familie: aus einer Mutter als Jungfrau, einem so genannten Vater, der nicht der "Zeugende" ist, sondern ein greiser, asexueller Pflegevater und einem einzigen Kind Jesus, aus göttlicher "Zeugung" entstanden, eine Familie nennen? Als solche ein Vorbild für heute? Eine Inspiration für die Probleme heutiger Familien, zumal der Frauen? Sicher nicht.
Manche sagen: "Dieses Fest ist ein theologischer Witz.". Lesen Sie den ausführlichen Hinweis: LINK
Kein Witz ist, dass sich maßgebliche Kreise der römischen Kirche heute noch weigern, so genannte "Regenbogen-Familien" mit zwei Männern oder zwei Frauen als Eltern mit Kindern als normale, gleichwertige Familien anzuerkennen!
Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.
Advent – Beten in Kiew, November 2022.
Ein Foto in der Wochenzeitung "DIE ZEIT" vom 1.12.2022, Seite 8, hat uns angeregt, über den Sinn des Betens in der Zeit des Advent nachzudenken. Lesen Sie eine Art religionsphilosophische Meditation in diesen Kriegszeiten 2022 und denken Sie nach, was Beten bedeutet: Es ist meine Poesie im Angesicht des Unendlichen und Ewigen, um Frieden zu schaffen, um leben zu können, auch politisch leben zu können. LINK.
Welttag der Philosophie am 17.11.2022: Wir philosophieren immer schon…
Der "Welttag der Philosophie" 2022 darf nicht untergehen inmitten aller Krisen und Kriege von heute: Was bietet denn sonst den Menschen Orientierung und (wir sagen: reflektierte, selbstkritische) Lebenshilfe als die Philosophie? Aber: Philosophie ist nur möglich als Philosophieren, als Selber Denken. Lesen Sie die Hinweise zum Welttag der Philosophie: LINK
Ludwig Feuerbach vor 150 Jahren gestorben (am 13.9.)
In der Erinnerung an den Philosophen Ludwig Feuerbach (1804 - 1872) wird deutlich: Philosophische Reflexionen, zugespitzt auf griffige Formeln, werden weit über die kleine philosophische Fachwelt hinaus verbreitet, sie können dann das Denken und Fühlen weiter Kreise bestimmen. Ludwig Feuerbachs Ethik mit der Formel „Der Mensch ist dem Menschen ein Gott“ gehört zu diesen Slogans wie auch seine Behauptung: „Die Vernunft, die an Gott glaubt, glaubt nur an sich selbst, also an die Realität ihres eigenen unendlichen Wesens“. Solche Sprüche haben sich durchgesetzt und wurden – wie sollte es anders sein – auch wiederum nur geglaubt und als allgemeiner Glaube wie für selbstverständlich gehalten. Die Wirkungsgeschichte gerade des Buches „Das Wesen des Christentums“ ist paradox, betonte doch Feuerbach darin ausdrücklich, sein sehr umfangreiches Werk sei vor allem für die gebildeten Kreise bedeutsam. Dennoch haben sich bestimmte publikumswirksame Thesen der Religionskritik Feuerbachs schnell weit verbreitet …und werden wie Dogmen geglaubt.
Siehe den ausführlicheren Hinweis von Christian Modehn: LINK
Ein “Legionär Christi” wird feierlich zum Kardinal ernannt
Unter den neu ernannten Kardinälen (feierliche Ernennungszeremonie am 27.8.2022 im Petersdom) ist auch ein Mitglied des immer noch hoch umstrittenen Ordens "Legionäre Christi". Sein Name: Bischof Fernando Vérgez Alzaga, ein Finanzfachmann im Vatikan! Der äußerst finanzstarke Orden, gegündet von Pater Marcial Maciel, den viele Kirchenleute wegen vieler sexueller Schandtaten als Verbrecher bezeichnen, wird durch diese Kardinalsernennung sozusagen "normalisiert", also ins Übliche des Klerikalen erhoben. An ihren verbrecherischen Ordensgründer erinnern die "Legionäre Christi" explizit auch nicht mehr, die vielen Fotos ihres "Vaters" wurden aus den vielen Legionäre-Christi- Residenzen längst entfernt. Sozusagen eine Art "Entstalinisierung" auf Katholisch. Vielleicht ist der nächste Papst ein "Legionär Christi"? Prinzipiell ist dies nun möglich, ausreichend Geld steht dem Legionär Christi ja zur Verfügung.. LINK
E.T.A. Hoffmann: Der Dichter des “unheimlichen Daseins”: Vor 200 Jahren gestorben
Am 25.6.1822 ist der vielseitige und hochbegabte Ernst Theodor Amadeus Wilhelm Hoffmann in Berlin gestorben. Er war Musiker und Musikkritiker, Schriftsteller und Dichter, Jurist und Künstler. Etliche seiner Arbeiten als Dichter werden noch viel gelesen, andere, wie die "Nachtstücke", sind noch zu entdecken... Bekanntlich verfasste Hoffmann den ersten Kriminalroman deutscher Sprache ("Das Fräulein von Scuderi"). Aber entspricht E.T.A. Hoffmann dem Klischee "des" Romantikers? War er nicht eher ein "phantastischer Realist"? Mit dem genauen Blick auf die Wirklichkeit der Menschen. Leistete er nicht Widerstand gegen ein nur pragmatisches, banales, langweiliges Leben des "Philisters"? Und welchen religiösen Glauben pflegte er persönlich? Siehe: LINK.
