....indem man nun die Marseillaise "verhüllt", das heißt, den blutrünstigen Text der französischen Nationalhymne "einpackt", das heißt: Den Text nicht mehr singt. Die Melodie kann jeder mitsummen, wenn man das will. LINK
Termin-Feiertag
Die Nationalhymne in Frankreich: Die Marseillaise. Eigentlich ein Skandal?
Die französische Nationalhymne "La Marseillaise" ist ein militantes Lied, verfasst während des Krieges der Revolution, im April 1792. Die Hymne ist rassistisch, sagt der berühmte Sozialpriester Abbé Pierre; viele andere Intellektuelle fordern einen neuen Text oder eine neue Hymne. Man lese bitte in dem über LINK erreichbaren Beitrag den Text der Marseillaise auf Deutsch nach, und staune über den Wahn...
Ich schlage als Zwischenlösung vor: Wie in der DDR in den letzten Jahren ihres Bestehens: Diese Hymne ohne Text nur noch als Musik spielen, die Patrioten können dann diese bekannte Melodie mit-summen und vor Entzücken auch ohne Text zu Tränen gerührt werden: Über die Abschaffung eines widerwärtigen National-Hymnen-Textes.
Dieser Vorschlag hat selbstverständlich den Charakter einer Sisyphus-Forderung, bei den politischen Verhältnissen ist sie sinnlos, aber richtig und wahr. LINK
Pfingsten mit Hegel verstehen
Der Philosoph G.W.F.Hegel wollte bekanntlich das Christentum philosophisch verstehen und für die moderne Lebenswelt auf den Begriff bringen, auch das Fest "Pfingsten": Die alte kirchliche Dogmatik spricht im Bild von dem "Ausgießen des heiligen Geistes auf die Gemeinde der Jünger Jesu". Hegel meint: Es gibt nur den einen Geist, den einen göttlichen Geist, der in allen Menschen "immer schon" lebt. Dieser Geist muss "nur" zum Bewusstsein gebracht werden, und daran werden die Menschen zu Pfingsten erinnert. Dabei ist für Hegel dieses Gedenken an den universalen einen Geist der einen Menschheit ein Fest mit politischen Konsequenzen. LINK
Luther auf dem Reichstag in Worms: Beginn eines pluralistischen Christentums
Luther ging als Ketzer zum Reichstag von Worms, dort erklärte er am 17. bzw. 18. April 1521 seine theologische Überzeugung. Und er blieb standhaft gegenüber der päpstlichen und kaiserlichen Gewalt. Durch seinen Mut konnte sich das Christentum als Pluralität entwickeln. Dies führte dazu, dass sich später die Menscherechte als die übergeordnete Dimension gegenüber den Kirchen entwickelten. Religiöse Überzeugungen wurden also gegenüber den universal geltenden Menschenrechten - prinzipiell - sekundär. Und zwar zurecht, zeigt Christian Modehn in seinem Beitrag. LINK
Elend, nackt und bloß. Jesus am Kreuz: Eine Radiosendung RBB Kultur. Karfreitag 2.4.2021 um 9.00 Uhr
Eine Radiosendung von Christian Modehn am Karfreitag, am 2.4.2021 um 9.04 (bis 9.30) auf RBB Kultur. Der TEXT dieser Sendung: LINK
Das Kruzifix, ob in Schlafzimmern oder Amtsstuben, ist in Europa kaum noch beachtete Alltagskultur. Es sind die Künstler, die uns einladen, den "Skandal des Kreuzes" wieder wahrzunehmen, Jesus von Nazareth, seinen Qualen erlegen, hängt fast nackt am Kreuz. Und in dieser Blöße hält ihn auch seine Mutter in ihren Armen. Der verwundete, geschundene Leib spendet Christen Trost: Auch ihr Erlöser hat das Schicksal der leidenden Menschheit geteilt.
Dabei ist bereits das ganze Leben Jesu von einer "existentiellen Nacktheit" bestimmt, von radikaler Offenheit, Wahrhaftigkeit und Schutzlosigkeit. "Auch ich kann nur in dieser Haltung meinem nackten Gott begegnen", betont der Jesuitenpater Klaus Mertes. Der nackte Jesus wird zum Symbol einer modernen Spiritualität. Sie findet Inspirationen bei Künstlern wie Michelangelo und Matthias Grünewald, bei Max Beckmann und Alfred Hrdlicka.
Das Manuskript bestellen:religion@rbb-online.de
Zum "Nachhören" der Sendung gibt es die Möglichkeit über das Internet rbb kultur. https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/lebenswelten/archiv/20210402_0900.html
Die Auferstehung der Menschen verstehen: Ein Beitrag zu Ostern.
Eine Leseempfehlung im Umfeld des "Weißen Sonntags" am 11.April 2021, an dem Tag endet die "Osteroktav", wie es in den liturgischen Kalendern vermerkt wird...C.M.
Wie ist der Zusammenhang zu sehen zwischen der "Auferstehung Jesu von Nazareth" und der Frage: "Inwiefern ist der Tod der anderen Menschen ein Ende oder ein Übergang?"
Darauf versucht der Beitrag von Christian Modehn "Die Auferstehung Jesu von Nazaret, die Auferstehung der Menschen verstehen" Hinweise oder Antworten zu geben. Ausgangspunkt ist eine kritische Theologie, unterstützt von der Religionsphilosophie. Dieser Beitrag argumentiert also, aber er kann gerade deswegen auch eine Art spirituelle Hilfe bieten im Leben, Trost vielleicht, aber keine Vertröstung. Spiritualität und kritische Vernunft dürfen sich bekanntlich niemals ausschließen. LINK
Ostern vernünftig verstehen, die Auferstehung Jesu und der Menschen verstehen!
Es ist eine Herausforderung, auch die Auferstehung Jesu von Nazareth vernünftig zu verstehen. Viele halten sich an die Üblichkeiten, dieses "Ereignis" nur als unbegreifliches Wunder darzustellen, das man nur durch den Verzicht aufs eigene Denken irgendwie verehren kann.
Der folgende Beitrag versucht das Gegenteil zu zeigen: Gerade im Denken wird überhaupt erst sichbar, welche Bedeutung die Auferstehung, Ostern, hat. Ohne Vernunft wird Ostern zum Singen myseriöser Lieder oder zum Versinken in einer Bilderwelt oder zum Jubel über die Natur des Frühlings. LINK