Zu Ostern (17. und 18. April 2022) gedenken spirituelle Menschen der Auferstehung Jesu von Nazareth. Es ist die Gemeinde seiner Freundinnen und Freunde, die Jesus von Nazareth als den Lebendigen nach seinem Tod erkennt. Und diese Menschen wissen: Auch wir Menschen haben Anteil an dem ewigen göttlichen Geist, der den Menschen Jesus aus dem Tod befreit. Ostern ist also ein Fest des Ewigen im Menschen. LINK
Termin-Feiertag
Dostojewski 200. Geburtstag am 11. November 2021.
Fjodor Dostojewskis Werk ist sehr umfassend. Seine Erzählung "Der Großinquisitor" aus dem Roman "Die Brüder Karamasow" ist weltbekannt. Es gibt nun eine aktuelle Fortführung dieser Gechichte: Jesus Christus erscheint heute in Rom und im Vatikan. Ein Beitrag zu Ehren Dostojewski aus dem religionskritischen Geist, den er eigentlich so nicht mochte. LINK.
Darüber hinaus gilt: Dostojewskis Romane sind Ausdruck von Philosophie. Etwa: "Ist der Mensch ohne Gott ein gottloser Mensch? Gibt es ohne Gott das Böse überhaupt noch?" fragt Alard von Kittlitz in der ZEIT (vom 4.11.2021, Seite 67). Dostojewski der Romanautor als Philosoph - das ist ein Thema, an dem weiter zu arbeiten ist. Anregungen bietet der französische Philosoph Michel Eltchaninoff in seiner Studie" Dostoievski - Roman et Philosophie", Verlag Presses Universitaires de France, Paris, 1998.
Siehe auch die Website der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft: www.dostojewskijgesellschaft.de
Die Verhüllung des “Triumphbogens” in Paris sollte weitergehen!
....indem man nun die Marseillaise "verhüllt", das heißt, den blutrünstigen Text der französischen Nationalhymne "einpackt", das heißt: Den Text nicht mehr singt. Die Melodie kann jeder mitsummen, wenn man das will. LINK
Die Nationalhymne in Frankreich: Die Marseillaise. Eigentlich ein Skandal?
Die französische Nationalhymne "La Marseillaise" ist ein militantes Lied, verfasst während des Krieges der Revolution, im April 1792. Die Hymne ist rassistisch, sagt der berühmte Sozialpriester Abbé Pierre; viele andere Intellektuelle fordern einen neuen Text oder eine neue Hymne. Man lese bitte in dem über LINK erreichbaren Beitrag den Text der Marseillaise auf Deutsch nach, und staune über den Wahn...
Ich schlage als Zwischenlösung vor: Wie in der DDR in den letzten Jahren ihres Bestehens: Diese Hymne ohne Text nur noch als Musik spielen, die Patrioten können dann diese bekannte Melodie mit-summen und vor Entzücken auch ohne Text zu Tränen gerührt werden: Über die Abschaffung eines widerwärtigen National-Hymnen-Textes.
Dieser Vorschlag hat selbstverständlich den Charakter einer Sisyphus-Forderung, bei den politischen Verhältnissen ist sie sinnlos, aber richtig und wahr. LINK
Pfingsten mit Hegel verstehen
Der Philosoph G.W.F.Hegel wollte bekanntlich das Christentum philosophisch verstehen und für die moderne Lebenswelt auf den Begriff bringen, auch das Fest "Pfingsten": Die alte kirchliche Dogmatik spricht im Bild von dem "Ausgießen des heiligen Geistes auf die Gemeinde der Jünger Jesu". Hegel meint: Es gibt nur den einen Geist, den einen göttlichen Geist, der in allen Menschen "immer schon" lebt. Dieser Geist muss "nur" zum Bewusstsein gebracht werden, und daran werden die Menschen zu Pfingsten erinnert. Dabei ist für Hegel dieses Gedenken an den universalen einen Geist der einen Menschheit ein Fest mit politischen Konsequenzen. LINK
Luther auf dem Reichstag in Worms: Beginn eines pluralistischen Christentums
Luther ging als Ketzer zum Reichstag von Worms, dort erklärte er am 17. bzw. 18. April 1521 seine theologische Überzeugung. Und er blieb standhaft gegenüber der päpstlichen und kaiserlichen Gewalt. Durch seinen Mut konnte sich das Christentum als Pluralität entwickeln. Dies führte dazu, dass sich später die Menscherechte als die übergeordnete Dimension gegenüber den Kirchen entwickelten. Religiöse Überzeugungen wurden also gegenüber den universal geltenden Menschenrechten - prinzipiell - sekundär. Und zwar zurecht, zeigt Christian Modehn in seinem Beitrag. LINK
Elend, nackt und bloß. Jesus am Kreuz: Eine Radiosendung RBB Kultur. Karfreitag 2.4.2021 um 9.00 Uhr
Eine Radiosendung von Christian Modehn am Karfreitag, am 2.4.2021 um 9.04 (bis 9.30) auf RBB Kultur. Der TEXT dieser Sendung: LINK
Das Kruzifix, ob in Schlafzimmern oder Amtsstuben, ist in Europa kaum noch beachtete Alltagskultur. Es sind die Künstler, die uns einladen, den "Skandal des Kreuzes" wieder wahrzunehmen, Jesus von Nazareth, seinen Qualen erlegen, hängt fast nackt am Kreuz. Und in dieser Blöße hält ihn auch seine Mutter in ihren Armen. Der verwundete, geschundene Leib spendet Christen Trost: Auch ihr Erlöser hat das Schicksal der leidenden Menschheit geteilt.
Dabei ist bereits das ganze Leben Jesu von einer "existentiellen Nacktheit" bestimmt, von radikaler Offenheit, Wahrhaftigkeit und Schutzlosigkeit. "Auch ich kann nur in dieser Haltung meinem nackten Gott begegnen", betont der Jesuitenpater Klaus Mertes. Der nackte Jesus wird zum Symbol einer modernen Spiritualität. Sie findet Inspirationen bei Künstlern wie Michelangelo und Matthias Grünewald, bei Max Beckmann und Alfred Hrdlicka.
Das Manuskript bestellen:religion@rbb-online.de
Zum "Nachhören" der Sendung gibt es die Möglichkeit über das Internet rbb kultur. https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/lebenswelten/archiv/20210402_0900.html
