Erinnerung an Monika Herrmann, Journalistin in Berlin (1943-2026)
1. Ein Hinweis von Christian Modehn, am 2.6.2026
2. Die Ansprache von Thaddeus Herrmann in der Kapelle des Friedhofs „Sophien Zwei“ in Berlin Mitte anläßlich der Bestattung am 2. 7. 2026 um 10 Uhr
3. Eine Erinnerung an Monika Herrmann von Dorle Simon-Zeiske, Berlin, Dipl. Sozialarbeiterin
4. „Die Leidenschaft der Autorin Monika Herrmann galt den Armen und Obdachlosen“. Von Sibylle Sterzik, Redakteurin, Ein Beitrag für die „Die Kirche“, Wochenzeitung in Berlin, veröffentlicht am 2.7.2026
1. Ein Hinweis von Christian Modehn
Am Sonntag, dem 31.Mai 2026, ist meine liebe Schwester, die Journalistin Monika Herrmann, gestorben.
Angesichts unserer Trauer über ihren Tod können wir doch nicht darauf verzichten, an Monikas journalistische Arbeiten zu erinnern.
1943 in Berlin geboren, war sie seit 1977 als freie Journalistin tätig für verschiedene Zeitschriften, darunter für das kritische Magazin „Publik-Forum“ sowie für einige ARD-Radiosender, zumal für den Sender Freies Berlin (SFB, später RBB) und auch für das Kulturmagazin „DasFilter“. Auch etliche Bücher zum Thema Sterben und Tod hat Monika Herrmann veröffentlicht. In dem Buch „Kirche in der Stadt“ (KohlhammerVerlag 1981) veröffentlichte sie den Essay über Berlin: „Auf der Suche nach einer neuen Kirchlichkeit“.
Drei ihrer Beiträge wurden auf der Website des Religionsphilosophischen Salons in Berlin als „Gastbeiträge“ veröffentlicht.
Ihr besonderes, leidenschaftliches, politisch-kritisches, stets mitfühlendes Interesse galt den Ausgegrenzten, den Obdachlosen und den vom Neoliberalismus/Kapitalismus arm Gemachten. Diese zahlreichen Beiträge über viele Jahre hinweg wurden vor allem in evangelischen Zeitschriften (etwa „Die Kirche“ Wochenzeitung in Berlin) veröffentlicht.
Monika Herrmann hat durch ihre Beiträge, inspiriert von kritischer Empathie zumal für die Ausgegrenzten, deutlich Spuren hinterlassen. Ihre Interviews, Aufsätze, Essays, Radiofeatures … zeugen von ihrem humanistischen Geist, der über alles Konfessionelle und Dogmatische hinausgewachsen war.
Monika Herrmanns viel beachtete Gastbeiträge in www.religionsphilosophischer-salon.de:
1. Über den Philosophen und Psychologen Roger Künkel in Berlin, vom 20.6.2011 LINK https://religionsphilosophischer-salon.de/1672_zwischen-verstand-und-gefuhl-ein-interview_religion-und-philosophie
2.
Über Sineb El Masrar, eine Frau der islamischen Frauenrechts-Menschenrechts-Bewegung, vom 1.3.2016. LINK. https://religionsphilosophischer-salon.de/7554_probleme-benennen-statt-zu-verschweigen-ueber-sineb-el-masrar-emanzipation-im-islam-ein-gastbeitrag-von-monika-herrmann_religionskritik
3.
Über die Jüdin Eva Kor, die die unglaubliche Kraft der Vergebung lebte, – auch gegenüber dem SS „Arzt“ Mengele, vom 6.7.2019
LINK https://religionsphilosophischer-salon.de/1025_die-kraft-des-vergebens-eva-kor-vergibt-dem-ss-arzt-mengele_denkbar.
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2. Die Ansprache von Thaddeus Herrmann in der Kapelle des Friedhofs „Sophien Zwei“ in Berlin Mitte anläßlich der Bestattung am 2. 7. 2026
Liebe Familie, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Gäste
schön, dass ihr da seid.
Trotz Traurigkeit und Trauer: Heute ist ein guter Tag. Wir verabschieden uns von Monika. Meine Mutter, eure Schwester, Freundin, Bekannte und Kollegin. Vor vier Wochen konnte sie unweit von hier, im Lazarus-Hospiz, loslassen. Endlich, möchte ich sagen, denn die Lust am Leben hatte sie schon seit einiger Zeit verloren. Dieser Prozess war so leise und schleichend, dass man ihn lange übersehen konnte. Einen großen Teil ihres Lebens hatte sie mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Sie stellte sich ihnen mit unglaublicher Kraft und Ausdauer.
Überwand sie.
Lernte, mit ihnen zu leben.
Doch dann wurden die gesundheitlichen Probleme immer stärker. So stark, dass sie den Dingen, die ihr am wichtigsten waren, immer weniger nachgehen konnte.
Rausgehen.
Unter Menschen sein.
Zuhören. Helfen und unterstützen.
Sich inspirieren lassen von den Geschichten und Schicksalen anderer.
Die Sehkraft ließ immer stärker nach. Das Gehör wollte auch nicht mehr, auch wenn sie das selbst erst ganz am Ende zugab. So wurde die Welt außerhalb ihrer Wohnung immer unberechenbarer. Sie zog sich Schritt für Schritt zurück.
Gezwungenermaßen.
Mit schlechtem Gefühl.
Denn für sie bedeutete das, sich nicht mehr kümmern zu können.
Und dabei verkümmerte sie selbst ein wenig.
Das vergangene Jahr war ein leiser Abschied von Mama. Der Krebs bebte laut in ihr. Während der Schnee- und Eisperiode im Winter verließ sie das Haus nicht mehr. Plötzlich war sie in einem Maße auf die Hilfe anderer angewiesen, das sie so nicht kannte und auch nicht akzeptieren wollte. Das war doch ihre Rolle. Ihr kleines Transistorradio wurde zum Tor zu der Welt, an der sie selbst nicht mehr teilnehmen konnte. Ich bin mir sicher, dass sie das selbst reflektiert hat. Nach außen jedoch, auch mir gegenüber, blieb sie lange unerschütterlich.
Diese Eigenschaft war prägend für ihr Leben. Gekämpft hat sie immer. Gegen ihre Gehbehinderung nach der Gehirnhautentzündung zum Beispiel. Vor allem aber für etwas: Gleichberechtigung, die Schwachen, die Vergessenen. Mit ihren Artikeln, Büchern und Radiobeiträgen gab sie Menschen eine Stimme, über die bis heute viel zu wenig gesprochen wird.
Und natürlich kämpfte sie auch für mich. Ich nahm das an und merkte erst viel zu spät, dass sie dabei sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurücknahm und ausblendete. Immer erst die anderen, das war ihre Maxime. Die anderen, das war zuerst ich. Dafür will ich danke sagen.
Dieser Kampfgeist, das uneingeschränkte Interesse an anderen, war bis fast ganz zuletzt präsent. Ich erinnere mich an einen unserer letzten gemeinsamen Gänge, nur schnell über den Hansaplatz zu ihrer Augenärztin. Auf dem Weg nach Hause brauchte sie auf jeder Bank im U-Bahnhof eine Pause, so schwach war sie schon. Eine obdachlose Frau kam auf uns zu und sprach uns an. Ich wiegelte ab. Doch Mama hob ihren Kopf und wollte schon zur ersten Frage ansetzen. Ihre Augen leuchteten. Da ist jemand, dem ich vielleicht helfen kann.
In ihren letzten Monaten sprach Mama oft über das Sterben. In Momenten, in denen es ihr noch schlechter ging als ohnehin, forderte sie es sogar vehement ein. In fast kindlich wirkenden Stoßgebeten an den lieben Gott oder in Appellen an mich. Das muss doch möglich sein, sagte sie dann. Geh doch Tabletten holen. In anderen Momenten wiederum wirkte sie gelöst und hoffnungsvoll. Bald bin ich bei meinen Eltern, sagte sie. Oft gefolgt von der Frage an mich: Kennst du die eigentlich?
Aber je mehr sich ihr Gesundheitszustand verschlimmerte, desto klarer wurde ihr Geist wieder. Ausführlich berichtete sie dann von der Vergangenheit. Über ihre Kindheit in Berlin, ihre Eltern, ihre Brüder Christian und Jochen, die Zeit in der Gemeinde, über die gemeinsame Zeit mit Konrad, ihr Wirken als Journalistin oder darüber, was ich so alles angestellt hatte. Anekdote auf Anekdote, bis sie erschöpft war, sich umdrehte und wieder das Radio einschaltete.
Wir alle haben sie auf ganz unterschiedliche Weisen kennen und lieben gelernt. Ich bin mir sicher, dass es dabei viele Überschneidungen gibt. Empathie, Liebe, Engagement, Nähe, Wut und Empörung im besten und positivsten Sinne des Wortes. So ging sie durchs Leben. So bleibt sie uns in Erinnerung.
Und deshalb ist heute auch ein guter Tag. Es ist kein Abschied. In unseren Erinnerungen lebt Monika fort. Auch wenn wir gleich ihre Urne in den Boden senken: Sie bleibt bei uns. Das ist ein schönes Gefühl und hallt hoffentlich lange nach. Denn Monika war noch lange nicht fertig mit allem. Und hat doch so viel erreicht und geschafft.
Danke für alles, Mama.
Ich möchte schließen mit dem Gedicht „Do Not Go Gentle Into That Good Night“ von Dylan Thomas, der sich 1947 genau mit diesem Zwiespalt auseinandersetze. Der Kampf endet nie. Es gibt noch so viel zu tun.
„Geh nicht in Frieden in die gute Nacht. Wer alt ist, sollte schäumen voller Wut. Empör dich, wenn das Tageslicht erstirbt!
Zwar wissen Weise: Dunkelheit hat Recht. Doch weil sie selber keinen Blitz entzündet, Gehn sie verzweifelt in die gute Nacht.
Und gute Menschen, deren schwache Taten So gern in einer grünen Bucht getanzt, Empör’n sich auf der letzten Lebenswelle.
Und wilde Männer, die die Sonne liebten Verstehn zu spät, es war ein Missverständnis Und klagen, fluchend, dass sie untergeht.
Und ernste Männer sehn, zu spät und lichtverbannt, Auch blinde Augen könnten wie Meteore Vor Freude strahl’n – und wüten, fast erblindet.
Mein Vater, du, hoch oben und in Trauer Verfluch mich, segne mich mit scharfen Tränen, Empör dich, weil das Tageslicht erstirbt! Geh nicht in Frieden in die gute Nacht!“
Zum Schluss hören wir noch ein Stück Musik und gehen dann gemeinsam zum Grab.
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3. Eine Erinnerung an Monika Herrmann von Dorle Simon-Zeiske, Berlin, Dipl.Sozialarbeiterin, Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose und Frauenwohnen, Wiener Str. Caritas-Verband für Berlin, 1978-2020.
Sehr bestürzt war ich als ich in der Kirchenzeitung gelesen habe, dass unsere liebe Monika Herrmann gestorben ist. Als zugewandte Journalistin und sehr treue Weg Gefährtin war sie mir in meinem beruflichen Alltag wichtig und kaum zu ersetzen. Sie verstand sofort, um was es ging und setzte sich ein für die Sache.
Monika Herrmann habe ich kennengelernt, als wir 1980 mit der ambulanten Arbeit mit obdachlosen Menschen in der Beratungsstelle Levetzowstraße anfingen. Monika nahm Anteil an unserer Sozialarbeit, die unkonventionell und auch oft auch für die Träger der Einrichtung nicht bequem war. Es war der Beginn einer ambulanten Arbeit mit Obdachlosen, in den 1980ziger Jahren ein Novum. Klar, es gab in Westberlin die Einrichtungen und großen Obdachlosenasyle, wo die Menschen einfach nur verwahrt wurden, aber es gab keine Straßensozialarbeit, keine medizinische Versorgung auf der Straße, keine persönliche individuelle Hilfe für den Einzelnen, wie Rechtsbeistand und Beratung. Da Monika in der Nähe unserer Beratungsstelle in Tiergarten wohnte, haben wir uns oft beim Gang zur U-Bahn getroffen, kurz erzählt und uns für weiteres verabredet. Irgendetwas gab es in unserer Arbeit immer, was „zum Himmel schrie“ oder “ dringend eines journalistischen Beistandes“ bedurfte. Denn wenn ein Artikel über die KNA oder epd rausging, dann war das schon eine Kraft! Straßensozialarbeit und die Situation wohnungsloser Frauen war für sie immer von besonderem Interesse. Elend und große Not waren schon in diesen Jahren sichtbar auf dem Hansaplatz. Oft war Monika auch in der Beratungsstelle um Interviews zu führen und noch mehr zu erfahren über das „Soziale Projekt Beratungsstelle“. Es ging uns in den ersten Jahren überhaupt nicht gut. Wir kämpften an mehreren Linien, das Thema Obdachlosigkeit war alles andere als schick. Vor einigen Jahren traf ich Monika zufällig in einem anderen Zusammenhang und wir erzählten uns fast lachend, wie das „früher“ mit dem Thema so war und wie locker heute dieses Thema in den Gemeinden verankert ist.
Ach, vieles und viele gute Erinnerungen verbinden mich mit Monika Herrmann. Ihre freundschaftliche, stille und beharrliche Art werde ich in guter Erinnerung behalten. Auch ihre solidarische Anteilnahme an so einem schwierigen Feld der Obdachlosenarbeit bleibt mir unvergessen. Ich bin Monika Herrmann unendlich dankbar, für ihr Rückgrat, ihre Stärke, ihre Religiosität und für ihren Willen, mit ihrem Schreiben unsere Sozialarbeit aktiv zu unterstützen.
Wenn Monikas Beerdigung sein wird, werde ich leider nicht persönlich, aber in Gedanken dabei sein.
Herzliche Grüße
Dorle Simon-Zeiske
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4. Nachruf: Die Leidenschaft der Autorin Monika Herrmann galt den Armen und Obdachlosen. Ihnen hörte sie zu, schrieb ihre Lebensgeschichten und setzte sich auch für sie ein, als Sie selbst kaum noch gehen konnte. Von Sibylle Sterzik, Redakteurin der Wochenzeitung „Die Kirche“ (Berlin)
Sie schrieb als freie Autorin nicht nur sozial engagiert, sie lebte es. Monika zeigte Mitgefühl und Verantwortung gegenüber anderen. Im Hochhaus am Berliner Hansaplatz, in dem sie wohnte, war sie bekannt. Für Nachbarinnen und Nachbarn nahm sie sich Zeit, half bei Problemen, besorgte dies und das.
Verließ sie das Haus zum Einkauf, gesellte sie sich meist zu jemandem, der unten auf der Bank saß. Oft war das ein Obdachloser. Sie sprach mit ihnen, lang und intensiv, kannte keine Berührungsängste. Sie fragte, wie es geht, war interessiert, duzte immer gleich, schaffte Nähe. Ihre Leidenschaft, besonders für arme Menschen, für die vom Leben gebeutelten, ließ sie zu einem Menschen mit offenen Herzen werden. Frauen, Wohnungslose, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung, Prostituierte: Sie hörte zu und schenkte ihnen Würde.
Mit ihrer Aufmerksamkeit in ihren Artikeln oder Radiosendungen machte sie Schicksale sichtbar, die sonst unterm Radar liefen, kritisierte Ungerechtigkeit, forderte Unterstützung, zeigte, wie Menschen in Diakonie und anderen Einrichtungen sich ins Zeug legten.
Dabei mutete das Leben ihr selbst vieles zu. Schwer krank lag sie als junge Frau ein halbes Jahr im Krankenhaus. Ihr kleiner Sohn Thaddäus kam in die Obhut ihrer Eltern. Eine Gehbehinderung war die Folge einer Infektion. Sie prägte ihren ganz eigenen Gang, etwas wippend, immer dynamisch. Mit den Worten „Ich laufe wieder!“ rappelte sie sich auf und fing von vorn an. Offen ging sie damit um. Im Alter ließ die Sehkraft nach. Die Makula-Degeneration schritt fort. Sie lief unsicher, stolperte, stürzte. Stand auch jetzt immer wieder auf.
Monika Herrmann lernte den Beruf Apothekenhelferin. Doch eine andere Aufgabe weckte ihr Interesse. Aus einer katholischen Familie stammend, arbeitete sie in der katholischen Gemeinde St. Ludwig in Berlin-Wilmersdorf mit. Ihr Bruder, Christian Modehn, der Katholische und Evangelische Theologie studiert hat, wurde ein Mentor für sie. Riet ihr zu einer katholischen Ausbildung, um Religion zu unterrichten. Auch das hatte seine Zeit. 1986 trat sie aus der katholischen Kirche aus, enttäuscht über deren Haltung zu Frauen, gleichgeschlechtlicher Liebe und sexualisierter Gewalt, und wurde Protestantin in der Heilandskirche Moabit.
Probier‘ es doch mal mit dem Schreiben, riet ihr Bruder Christian. Sie reichte Artikel und Interviews ein, machte Karriere als Quereinsteigerin. Von 1977 an schrieb sie für das Berliner Sonntagsblatt, die Evangelische Wochenzeitung für Westberlin. Später für das Berlin-Brandenburgische Sonntagsblatt und bis vor wenigen Jahren für „die Kirche“, „Publik Forum“ und den Evangelischen Pressedienst (epd). Sie arbeitete für den Sender Freies Berlin (SFB), für den Kirchenfunk beim Nachfolger Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Antenne Brandenburg und den Evangelischen Rundfunkdienst (ERD).
Monika gehörte als Freie quasi zur Redaktion. Kam sie vorbei, dann nie ohne Kuchen. Nur telefonieren oder e-mailen lag ihr nicht. Schlug sie ein Thema vor, warb sie begeistert. Dem konnte man sich kaum entziehen. Kritisch sah sie auf Kirche, etwa bei Streichungen im sozialen Bereich und schrieb darüber. Sie kritisierte auch, wenn ein ihr ein wichtiges Thema in der Kirchenzeitung fehlte, wollte mehr, weil die Sache ihr so wichtig war. Schreiben war ihr Leben, ihre große Berufung. Es gab ihr Lebenskraft und Lebenssinn, sagt ihr Sohn Thaddeus, der heute selbst Journalist ist. Während Mutter ihre Texte einsprach, saß er im Studio und schaute zu, war dabei, wenn sie ins Konsistorium in der Bachstraße zum Sonntagsblatt oder dem epd ging.
Sie schrieb Bücher über Kirche in der Stadt, das Sterben im Hospiz. Wo sie einst dafür recherchierte, verbrachte sie ihre letzten Tage, liebevoll umsorgt von den Mitarbeitenden und ihrer Familie. Sie starb am 31. Mai. So viel wird bleiben.
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