Zuerst die Menschlichkeit. Danach kommt die Religion

Zuerst die Menschlichkeit: An zweiter Stelle stehen die Religionen

Von Christian Modehn

Eine zentrale Überzeugung unseres „Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin“ wurde mehrfach diskutiert, zuletzt im Salon am 27. Februar 2015: Angesichts der Welle von Hass und Gewalt, im Namen von Religionen, heute wie damals, können wir als Prinzip unseres Denkens und natürlich auch Handelns nur betonen und versichern: „Zuerst kommt die Pflege der Menschlichkeit, an zweiter Stelle die Pflege der Religionen“, also auch meiner Religion und der Religion der anderen.

Mit anderen Worten: Die Religion und das Bekenntnis zu einem konkreten Glauben sollen niemals das Zentrum des Lebens sein, auch nicht des öffentlichen Lebens. Die Trennung der Religionen vom Staat ist ein Gewinn, der niemals aufgegeben werden darf. Die ursprüngliche Laizität in Frankreich ist da maßgeblich.

Die Pflege der Humanität, die sich als solche äußert noch vor aller religiösen Bindung und Indoktrination, ist der Mittelpunkt, das Zentrum des Menschen, jedes Menschen.

Natürlich gibt es unterschiedliche Kulturen. Aber in allen Menschen aller Kulturen gibt es aufgrund der allen gemeinsamen Vernunft eine Überzeugung von dem alle Menschen verbindlichen Ethos, das sich natürlich in verschiedenen Sprachen ausspricht, aber doch eine gemeinsame Grundlage hat. Sie äußert sich praktisch im Alltag, etwa im Nein zu Mord und tötender Gewalt, zu Folter, Frauenverachtung und Verfolgung von Homosexuellen, zu Rassismus usw. In diesem in der Lebenspraxis ausgesprochenen NEIN zeigt sich direkt oder indirekt die Überzeugung: Der praktische Respekt vor den Menschenrechten verbindet alle Menschen. Es gibt eine humane Basis einer allgemeinen, allen Menschen gemeinsamen Menschlichkeit. Es gibt immer wieder bei den Menschen das starke Gefühl und die Überzeugung: Hier handle ich als Mensch, und nicht als Angehöriger meiner Religion mit ihren Grundsätzen. Dies steht an erster Stelle, im Leben in der Gesellschaft, in der Bildung usw.

Darauf hat jetzt auch der in Paris lebende Theaterregisseur und Essayist Benjamin Korn in seinem Beitrag im „Tagesspiegel“ (10. März 2015, Seite 19) hingewiesen. Er erinnerte an den Angestellten Lassan Bathily, ein Muslim aus Mali, der „nur“ menschlich handelte: Er schützte am 7. Januar 2015, schnell entschlossen, im Keller des jüdischen Supermarktes „Hypermarché Cacher“ in Paris mehrere jüdische Kunden vor dem (islamischen) Massen-Mörder, der ebenfalls aus Mali stammt. Als Muslim konnte Lassan Bathily im jüdischen Supermarktes seine Gebete nach Mekka gewandt selbstverständlich immer sprechen. Benjamin Korn schreibt: „Der junge Retter Lassan Bathily führte für seine Tat nicht den Islam ins Feld. Gefragt, woher er den Mut und die Geistesgegenwart genommen habe, in dem von ihm vorher abgeschalteten Kühlraum zu verstecken, sagte er: Er habe nicht lange nachgedacht, er habe auf sein Herz gehört. Und fügte ein paar Sätze hinzu, die man an den Sternenhimmel schreiben könnte: Ich bin kein Held. Ich keine Juden gerettet. Ich habe nur Menschen gerettet“.

Eine wunderbare Formulierung.

Zuerst also die Menschlichkeit! Zuerst das auf das eigene Herz, das Gewissen hören und ihm folgen. Das steht im Mittelpunkt aller Beziehungen in einer multireligiösen Gesellschaft. Fragen wir nicht zu erst, welcher Religion gehörst du an! Fragen wir: Wie können wir gemeinsam unsere Menschlichkeit entwickeln und miteinander pflegen. Erst danach kann man auch über unterschiedliche religiöse Weisungen sprechen. Aber sie dürfen nicht der gemeinsamen Menschlichkeit konträr sein. Wenn sie das sind, sollte man sie beiseite lassen und sich Wichtigerem, eben dem Menschlichen, zuwenden.

In unserer Gesellschaft gibt es leider wenige Orte, die diese Menschlichkeit des Menschen, aller Menschen, ausdrücklich in der Öffentlichkeit pflegen. Es fehlen die Agoras, die Treffpunkte der Bürger, wo jeder und jede kostenfrei debattieren kann. Die modernen Demokratien haben offenbar von sich kein Interesse, solche Agoras zu fördern und zu finanzieren.

Die Schulen sind da gefordert: Aber wahrscheinlich sind sie viel zu sehr aufs Erlernen technischer Fähigkeiten aus. Eher könnten es die Religionen und Kirchen selbst sein. Indem sie erkennen: Der wahre Gottesdienst ist zuerst Menschendienst, im Sinne der Entwicklung der Humanität. Aber welcher Pfarrer, welche Gemeinde, hätte schon den Mut, an einem Sonntag auch einen ganz neu gestalteten „Menschendienst“ anstelle der Messe zu feiern? Welcher Imam würde am Freitag auch mal einen „Menschendienst“ gestalten, als offenes Gespräch der Gemeinde zur Frage: Warum sind wir Muslime zuerst Menschen wie alle anderen und erst an zweiter Stelle selbstkritische Muslime?

Copyright: Christian Modehn

Religion vor der Herausforderung der Vernunft. Zum 85. Geburtstag von Jürgen Habermas

Religiöser Glaube vor der Herausforderung der Vernunft

Hinweise zum 85. Geburtstag von Jürgen Habermas am 18. Juni 2014

Von Christian Modehn, veröffentlicht am 15. Juni 2014

Der Religionsphilosophische Salon will bekanntermaßen das persönliche Interesse fürs philosophische Fragen wecken. Philosophie ist niemals eine elitäre Veranstaltung von wenigen (arroganten) Wissenden, sondern eben Sache aller. Als Menschen (etwa: „animal rationale“) sind wir „immer schon“ philosophierend unterwegs …

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Zum 80. Geburtstag (2009) wurden schon einige Hinweise zu den Auseinandersetzungen von Jürgen Habermas mit Religionen und Glauben publiziert. Wir weisen noch einmal auf diesen Text hin. Klicken Sie zur Lektüre hier.

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Aus dem umfassenden und grundlegenden Denken des Philosophen Jürgen Habermas möchte der „Religionsphilosophische Salon Berlin“ erneut nur auf einen Aspekt seiner neuen Arbeiten hinweisen, auf die Rolle, die Religionen in den postsäkularen Gesellschaften Europas spielen können sowie auf die Frage, welche Form des Umgangs mit fundamentalistischen, also demokratiefeindlichen Religionen gelten sollte. „Postsäkular“ meint ja nicht, dass die europäischen Gesellschaften jemals total säkular waren; der Begriff sagt eher, dass die von vielen (Soziologen) erwartete totale Säkularität nicht eingetreten ist. Religionen sind heute öffentlich sichtbar und auf vielfache Weise lebendig (und gefährlich).

Dabei beziehen wir uns auf einen eher kurzen Aufsatz von Jürgen Habermas mit dem Titel „Politik und Religion“. Er ist in dem – insgesamt empfehlenswerten – Buch „Politik und Religion. Zur Diagnose der Gegenwart“ erschienen, Friedrich Wilhelm Graf und Heinrich Meier haben es im C.H. Beck Verlag 2013 herausgegeben.

Wir können die Lektüre und die Diskussion dieses nur 12 Seiten umfassenden Aufsatzes/Vortrags nur empfehlen.

Ausgangspunkt für Habermas ist die Gesellschaft, die er postsäkular nennt, also eine Gesellschaft, die sich entgegen vielfacher Erwartungen nicht zu einer totalen Säkularität (oder bis hin zur umfassenden Gottlosigkeit) entwickelt, sondern in der das Fortbestehen religiöser Gemeinschaften und religiösen Lebens offenkundig ist. Seit mehr als 15 Jahren bietet Habermas Interpretationshilfen, um diese postsäkulare Gesellschaft zu verstehen. Einerseits ist für ihn unbestreitbar, dass der auf Vernunftgründen gebaute, also keiner bestimmten religiösen Tradition verpflichtete Staat, den man immer noch „säkular“ nennen muss (die Gesellschaft ist aufgrund der vorhandenen religiösen Vielfalt post – säkular, nicht der Staat!), gestärkt und verteidigt werden muss. Religiösen Fundamentalismus kann der liberale Rechtstaat nicht zulassen. Er würde sich aufgeben, wenn eine bestimmte Religion ihre aus Offenbarungen entnommenen Weisungen unmittelbar ins politische und staatliche Leben übertragen würde. Das wäre das Ende eines auf Toleranz und Respekt vor den anderen Überzeugungen gegründeten liberalen Staates.

Allerdings drängt Habermas auch in dem genannten Aufsatz/Vortrag auf eine differenzierende Haltung: In einem liberalen Staat müssen alle Bürger sich öffentlich und vernünftig äußern können, eben auch religiöse Bürger. „Religionsgemeinschaften dürfen, solange sie in der Bürgergesellschaft eine vitale Rolle spielen, nicht aus der politischen Öffentlichkeit in die Privatsphäre verbannt werden“ (S. 289 in dem genannten Buch von Graf/Meier). Das heißt konkret: Zu den in Staat und Gesellschaft heftig diskutierten Fragen wie Abtreibung, Sterbehilfe usw. dürfen sich selbstverständlich religiöse Bürger auch mit ihrer, aus der Religion stammenden Sicht zu diesen Themen eben religiös äußern. Allerdings, und das ist für Habermas entscheidend: Wenn diese religiösen Beiträge von religiösen Bürgern auch in die „Agenden staatlicher Entscheidungsorgane Eingang finden“ (S. 290), dann müssen diese religiösen Beiträge, so Habermas wörtlich, ÜBERSETZT werden  in einen „allgemein zugänglichen (von Glaubensautoritäten unabhängigen) Diskurs“ (ebd.) Das heißt: Religiöse Inhalte, die politisch relevant werden sollten, müssen in die allgemeine Sprache aller Bürger und ihrer Gesetze übersetzt werden. Mit anderen Worten: Die esoterische Sprache der Religiösen muss ins allgemeine, vernünftige Exoterische übersetzt werden, um einmal mit den beiden Begriffen esoterisch und exoterisch zu spielen.

Jürgen Habermas betont abermals in aller Deutlichkeit: „Wenn die liberale Verfassungsordnung …Legitimität beanspruchen können soll, dann müssen sich grundsätzlich ALLE Bürger, auch die religiösen, von der Vernünftigkeit der Verfassungsprinzipien überzeugen können“ (ebd.) Das heißt: Den religiösen Bürgern wird in einer liberalen Demokratie zugemutet, dass sie die „allein auf Vernunft gestützten Grundsätze von Demokratie und Rechtsstaat jeweils auch aus ihrem Glauben heraus begründen“. (S. 291).

Jürgen Habermas ist alles andere als fromm geworden, wie manche Beobachter etwa nach dem Münchner Gespräch mit Kardinal Ratzinger behaupteten und sich freuten, dass nun ein entschiedener Vertreter der (in kirchlicher Sicht) „bösen“ Aufklärungsphilosophie den Religionen und ihren Lehren entgegen kommt. Er kommt den religiösen Menschen allerdings entgegen.  Und er wirbt sogar bei den säkularen Bürgern für ein Verstehen, dass sich die religiösen Bürger um ihre eigenen Offenbarungstraditionen kümmern und sorgen und diese Inhalte auch irgendwie staatlich geltend zu machen suchen. Aber religiöse Inhalte müssen für ihn, um staatlich wirksam zu sein, durch einen „Filter“ (S. 290), der religiöse Esoterik in allgemein nachvollziehbare vernünftige Sprachlichkeit führt.

Es gibt für Habermas keinen Zweifel, dass die Idee von Demokratie und Menschenrechten über jeden Relativismus erhaben ist (S. 292). „Nicht zufällig bedienen sich heute Dissidenten in aller Welt der Sprache von Demokratie und Menschenrechten“ (ebd.). Habermas plädiert erneut für eine „selbstbewusste Verteidigung dieser universalistischen Ansprüche“ (S. 293), auch wenn er wohl weiß, wie diese humanen Prinzipien schnell missbraucht werden können und noch heute missbraucht werden in Gestalt etwa us-amerikanischer imperialer Politik oder einer euorpäischen Entwicklungspolitik, die arme Länder eher abhängig macht als zur Eigenständigkeit führt. Dabei weiß Habermas: Es gab falsche eurozentrische Verallgemeinerungen in Gestalt „imperialistischer Eroberungen und kolonialer Greuel“ (S. 292). Erst die Säkularisierung der Staatsgewalt hat für mehr Frieden gesorgt angesichts der religiösen Gewalt der Konfessionskriege.

Aber an den Prinzipen der Menschenrechte müssen die Menschen festhalten, trotz des offensichtlichen Missbrauchs im Namen dieser Menschenrechte. Was bliebe der Menschheit, wenn man die Menschenrechte fallenlassen und „verabschieden“ würde? Wohl nur das absolute Recht des Stärkeren ohne jegliche Perspektive des Besseren, ohne jegliche Chance, die Mörder usw. zu bestrafen.

Dabei schärft Habermas immer wieder ein: Religiöse Bürger nicht nur als einzelne Bürger zu respektieren, „sondern als Teilnehmer an der gemeinsamen Praxis des öffentlichen Vernunftgebrauches von Staatsbürgern ernst zu nehmen“ (293). Vielleicht finden säkulare Bürger sogar in der religiösen Sprache „Resonanzen eigener verdrängter Intuitionen wieder“ (ebd.). Dadurch ist die Fremdheit zwischen Religiosität und Säkularität nicht so groß!

Zum Schluss empfiehlt Habermas der Philosophie, „den Faden einer dialogischen Beziehung zur Religion nicht abreißen zu lassen“ (299). Dabei führt er zwei pragmatische – politische Argumente ins Spiel: Habermas sieht eine gewisse Schwäche der Vernunftmoral; er fragt, ob sie heute (allein) in der Lage ist, für die Integration vielfältiger Kräfte in der Gesellschaft zu sorgen. Er sieht zudem eine Schwäche der aufgeklärten, philosophisch vermittelten Moral, zu solidarischem Handeln umfassend zu verpflichten. Habermas fragt zudem, durchaus pessimistisch in unserer Sicht, ob die aufklärerische Philosophie nicht einen gewissen Defätismus verbreitet und deswegen als solche kaum in der Lage ist, dem, so wörtlich,  gefährlichen Kapitalismus Widerstand zu leisten, „der die Politik entwaffnet und die Kultur einebnet“ (300).

Dieser Pessimismus, geäußert am Ende des genannten Beitrags, darf wohl nicht so verstanden werden, als sehne sich Habermas nun doch wieder nach der ethischen Macht der Kirchen und Religionen mit ihren aus den Offenbarungen stammenden Weisungen zurück, bloß weil die Kirchen möglicherweise 1000 Mutter Theresas anbieten könnten. Er will wohl nur ermuntern, die Vernunftmoral selbst stärker zu besprechen, zu hüten und zu pflegen. Kurz, die immer bedrohte Sache der Vernunft zur eigenen zu machen. Was haben wir denn sonst als Ordnungsprinzip in einer zunehmend „verrückt“ werdenden Welt?

PS: Wir empfehlen in dem genannten Buch aus dem C. H. Beck Verlag den Beitrag des Münchner Theologen Friedrich Wilhelm Graf, der die „Einleitung“ zu den Beiträgen dieses Buches verfasste. Er plädiert für eine starke moderne liberale Theologie als Form des intellektuellen Widerstandes gegen alle Formen harter, verknöcherter, versteinerter Formen des Religiösen. „Die Bürgergesellschaft braucht argumentativ ausgetragenen Glaubensstreit“ (43). „Wer den dogmatisch Starren, Harten … nicht das religiöse Feld überlassen will, muss mit ihnen streiten, auch über Glaubensfragen“. Schließlich darf man die Deutung der  Religion nicht den antidemokratischen Kräften überlassen. (s. S 44). Die liberale, die vernünftige Religion ist der beste Gesprächspartner und Vermittler in der säkularen Kultur, von der Habermas spricht. Aber diese liberale, vernünftige christliche Gestalt der Religion hat es schwer, etwa angesichts des esoterischen, in sich geschlossenen charismatischen Glaubens. In der allgemeinen Verwirrung der Gegenwart, verursacht durch das Zerbrechen einer vernünftigen Ökonomie bei einem schwachen demokratischen Staat, wird Religion doch wieder eher als rauschhaftes Opium gesucht (und teuer angeboten, siehe die meisten Pfingstgemeinden in Lateinamerika) denn als Form vernünftigen Glaubens, der das Leben im Horizont des Ewigen vorsichtig und nachvollziehbar interpretiert und von Gott eben nicht alles weiß, wie einst und heute die Dogmatik. Sehr lesenswert ist ebenfalls der „Epilog“ des anderen Herausgebers Heinrich Meier, er arbeittet als Professor für Philosophie an der Universität München und auch in Chicago. Er erinnert u.a. daran, wie die Philosophie seit dem Mittelalter von der dominanten Theologie und Kirche „domestiziert“ und „neutralisiert“ wurde, und als „selbständige Lebensweise“ (S. 311) verloren ging. Aber das ist ein weiteres Thema, auf das der Religionsphilosophische Salon zurückkommen wird.

Zur weiteren Lektüre:  Wer noch einmal grundlegende, eher kürzere Texte zum Thema „Habermas und die Religionen im Zusammenhang der Vernunft“ lesen möchte: Die Rede von Jürgen Habermas anlässlich der Übergabe des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2001 mit dem Titel „Glauben und Wissen“ ist im Suhrkamp erschienen und kostet nur 5 Euro! Fast eine Pflichtlektüre!

In dem Buch „Über Habermas“ (hg. von Michael Funken) aus dem Primus Verlag (2008) ist ein schönes Interview mit Jürgen Habermas unter dem Titel „Ich bin alt, aber nicht fromm geworden“ (Seite 181-190) veröffentlicht. Diesen Titel sollte man im Kopf haben, wenn man an den Disput von Habermas in der Philosophischen Hochschule der Jesuiten in München (Februar 2007) denkt, der unter dem Titel „Ein Bewusstsein von dem, was fehlt“ erschienen ist; ebenfalls in der edition suhrkamp.  In dem Buch „Über Habermas“ versucht übrigens der evangelische Theologe (und ehem. Ratsvorsitzende der EKD) Wolfgang Huber eine gewisse Nähe von Habermas zur „evangelischen Form“ (S. 134) des Glaubens herzustellen. Huber schreibt: „Ich bin auch skeptisch, ob das Max-Weber-Zitat vom -religiös Unmusikalischen-, das Habermas in seiner Friedenspreisrede aufgegriffen hat, so umstandslos auf ihn selbst passt“ (S. 133). Habermas dürfte dieser Behauptung von Wolfgang Huber wohl widersprechen.

Copyyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin.