„Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist jetzt eine Putin-Sekte“ (Serguei Tchapnin)

Und: Die entscheidende Frage: Warum ist diese „Sekte Putins“ bis heute Mitglied im „Ökumenischen Rat der Kirchen“ in Genf?

Ein Hinweis von Christian Modehn am 8.2.2026

Ergänzung am 12.2.2026: Kardinal Marx von München hat den Patriarchen Kyrill I. von Moskau als Häretiker, also als Irrlehrer, bezeichnet, und zwar im Umfeld der Sicherheitskonferenz in München. LINK.

Der ökumenische “Weltrat der Kirchen in Genf” hat sich zu diesem Schritt, zur Erklärung der Häresie des Patriarchen, nicht durchringen können. Warum wohl? Der Versuch einer Antwort in diesem Hinweis!

Auch in Russland selbst gibt es offenbar niemanden, der es wagt, Kyrill I. als Häretiker aus der angeblich rechtgläubigen (“Russisch-Orthodoxen”) Kirchengemeinschaft auszuschließen. Dies wäre wichtig, um einem Kriegstreiber jegliches Ansehen abzusprechen. Und vielleichrt auch dessen riesiges Finanz-Vermögen in Westeuropa mindestens einzufrieren…

Am 8.2.2026 veröffentlicht: 

1.
Die Zeitschrift „Le Grand Continent“ (aus dem bekannten, angesehenen Gallimard-Verlag, Paris) bietet erneut eine kritische Studie über den Zustand der Russisch-Orthodoxen Kirche unter der Herrschaft des Patriarchen Kyril I.. (bürgerlicher Name: Vladimir Goundiaïev)
Autor ist der Historiker Guillaume Lancereau, veröffentlicht wurde sein Beitrag am 31.1.2026. LINK

2.
Der Politologe und Historiker Guillaume Lancereau dokumentiert zunächst neueste Ergebenheits-Bekundungen Kyrills zur Putin-Herrschaft: “In seiner Predigt zur Epiphanie, gesprochen am 19.1.2026 in der “Kathedrale der Theophanie“ von Jelochovo (Moskau) sagte Kyrill: `Wir haben das Glück in einer Zeit zu leben, wo der Staatschef sich als orthodoxer, aufrichtiger Glaubender zeigt, er ist ein orthodoxer Führer, nicht aus Gründen des äußerlichen Protokolls, sondern wegen seiner tiefen Überzeugung: Es ist Vladmirir Vladimorowitch (Putin). Das alles bezeugt tatsächlich, dass ein Wunder Gottes sich ereignet hat. Durch das Gebet der Heiligen, der Marytrer, der Bekenner hat sich die Gnade Gottes über unserem Land gezeigt, das einst vom Atheismus gequält wurde`.“ (Übersetzung CM).
Das schwadroniert Patriarch Kyrill I., der einst unter der atheistischen Sowjetherrschaft Mitglied des KGB war (Sein Codename war „Michailow“) wie sein hoch geschätzter KGB-Kollege und jetzige Präsident Putin…

3.
Guillaume Lancereau weist in seinem Beitrag erneut darauf hin, dass diese Ergebenheit des Patriarchen gegenüber Putin seit langem öffentlich weltweit bekannt ist: Seit 2022 hat Kyrill etwa die „Spezialoperation“ (den Krieg Russlands gegen die Ukraine) sozusagen heilig gesprochen.
Am 7.Januar 2026 hat Putin eine Ansprache anläßlich des orthodoxen Osterfestes gehalten: „Sehr oft nennen wir den Herrn unseren Erlöser, denn er ist auf die Erde gekommen, um die die Gesamtheit der Menschheit zu retten.Und genau diese Mission ist es, die unter dem Mandat des Herrn die Krieger führen, die Krieger Russlands: Sie verteidigen die Nation und ihre Bewohner, retten das Vaterland und die Russen.“ (Übersetzung CM). Es fällt natürlich auf, dass Putin nicht etwa Jesus Christus namentlich als „den Herrn“ erwähnt, sondern nur allgemein von „dem Herrn“ spricht… dies weckt die Vorstellung, Putin sei eigentlich„der Herr“ heute“, der Erlöser der Menschheit!

4.
Der Beitrag Guillaume Lancereaus in „Le Grand Continent“ aus dem Gallimard Verlag, Paris, weist auch hin auf Serguei Tchapnin, einst enger Mitarbeiter des Patriarchates in Moskau, 2015 aber von Kyrill entlassen wegen, diplomatisch verschleiernd von Kyrill formuliert, „ungeeigneter Meinungen“.
Nun arbeitet Serguei Tchapnine kritisch über die russische Orthodoxie von den USA aus. „Von der Fordham University aus, einer US-amerikanischen Hochschule der Jesuiten, unterzeichnete Tschapnin als einer der ersten den Aufruf zum Ausschluss der Russisch-Orthodoxen Kirche aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen vom 23. Juli 2022, so wikipedia über Serguei Tchapnine, gelesen am 7.2.2026. Siehe auch zur Entlassung Tchapnine durch Kyrill I: LINK

5.
Serguei Tchapnin, der Kenner des Russischen Kirche unter Kyrills I. Führung, betont: „Die heutige orthodoxe Kirche, wie sie von Patriarch Kyrill, Wladimir Putin und nun auch vom Auslandsgeheimdienst geprägt wird, ist nichts weiter als eine Art vulgäre para-religiöse Sekte […], deren wesentliche Funktion darin besteht, die nationalen und internationalen Interessen des russischen Staates auf unglaublich primitive Weise zu verteidigen. Was heute als russisch-orthodoxe Kirche bezeichnet wird, ist nicht mehr in der Lage, die orthodoxe Tradition als solche zu bewahren. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass sie im Wesentlichen erklärt, nicht mehr zur christlichen Welt zu gehören.“ (deep.com Übersetzung) (Französischer Originaltext Fußnote 1.)

6.
Guillaume Lancereau dokumentiert, wie der Patriarch von Moskau nach wie vor heftigste Attacken führt gegen den Ehrenprimas der Orthodoxie, den Patriarchen Bartholomäus I. von Konstantinopel. Aufgrund der absoluten Nähe und Verbundenheit Kyrills mit Putin betont Guillaume Lancerau: „Die immer offensichtlicher werdende Angleichung des Moskauer Patriarchats an die Strategie des Kremls gefährdet jedoch seine Beziehungen zum Rest der orthodoxen Welt. Zu Beginn des Jahres 2026 scheinen diese einen Bruchpunkt erreicht zu haben.“ (Deepl. Übersetzung). Französischer Originaltext: Fußnote 2.

7.
Am 12.1.2026 veröffentlichte das Patriarchat von Moskau eine besonders heftige Erklärung, berichtet Guillaume Lancereau, „darin wird der Ehrenprimas Bartholomäus als „Antichrist im Priestergewand“ bezeichnet. Die Kritik am Ehrenprimas aller Orthodoxen, Bartholomäus I.,wird politisch um so aktuell bedeutsamer, als nun vom Moskauer Patriarchat behauptet wird: Bartholomäus I. will in den baltischen Staaten die dort noch vorhandene offiziell – russische Orthodoxie auslöschen. Kyrill behauptet: „Auf die Initiative britischer Geheimdienste hin hat Bartholomäus, der in der Todsünde des Schismas versunken ist, eine gemeinsame Basis mit den Behörden der baltischen Staaten gefunden, um Unruhe in der russisch-orthodoxen Welt zu stiften.“ (Französischer Text Fußnote 3.)
Damit wird von Kyrill I. dem Kriegsherrn Putin eine Art religiöser Grund schon geliefert, doch bitte alsbald auch die baltischen Staaten von den dort agierenden Feinden Russlands zu befreien…

8.
Die kleine noch verbliebene demokratische Welt bemüht sich, durch Sanktionen Putin in seinem Krieg weiter einzuschränken.
Nur eine ziemlich bedeutende Organisation der protestantischen und orthodoxen Kirchen, die sich im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf versammeln, ist überhaupt nicht bereit, Sanktionen gegen ihr russisches Mitglied in dieser Organisation in Genf zu erlassen. Also diesen Kriegshetzer Kyrill I. und seine ihm offenbar total ergebene Kirche aus dem Weltrat ÖRK auszuschließen, selbst wenn das den ÖRK Gesetzen folgend etwas schwer sein sollte. Aber man kann sich hinter juristischen Problemen eines sofortigen Rausschmisses auch verstecken, indem man von Seiten des ÖRK permanent in gleichbleibender Naivität behauptet: Man wolle doch nur den Dialog mit dem Kriegstreiber Kyrill unbedingt fortsetzen. Dabei findet dieser so genannte Dialog mit Kyrill schon seit Jahren statt, der „Dialog“ hat den offenbar Kriegs-Theologen, den Patriarchen von Moskau, nicht zur Vernunft, zur Menschlichkeit, geschweige denn zu einer christlichen Haltung gebracht, die diesen Namen verdient.

9.
Es könnte geprüft und veröffentlicht werden, welche führenden Personen im ÖRK in Genf ein so starkes Interesse haben, dass dieser Patriarch und seine allmählich zur Sekte Putins verkommene Kirche noch immer offizielles Mitglied im ÖRK ist. Die Zahlungen des Russischen Patriarchats für den ÖRK in Genf sind doch wahrlich nicht so bedeutend. Und dass dieser künftige Patriarch, damals noch Erzppriester schon 1961 als KGB Mann im ÖRK in hoher Funktion tätig war, dürfte doch nur noch wenige zu Tränen der Dankbarkeit rühren…

10.
Eine nicht unbegründete Vermutung: Die Vorliebe Putins und Kyrills I. für Südafrika ist dokumentiert. Man kann auch daran erinnern, dass der heutige Generalsekretär des ÖRK, Pastor Prof. Dr. Jerry Pillay, ein Südafrikaner ist, also vielleicht in einiger gewissen Verbundenheit, Abhängigkeit, zur herrschenden südafrikanischen Politik steht? Zur Mission der Russen in Südafrika: LINK

11.
Dem ÖRK ist offenbar die Treue zu Patriarch Kyrill (dem KGB Priester einst) wichtiger als die entschiedene Parteinahme zugunsten des Ehren – Primas aller Orthodoxen Bartholomäus I. Auch diese Haltung darf man eine Schande nennen.

12.
Das Verbleiben der Russisch – orthodoxen Kirche des Patriarchen Kyrill im Ökumenischen Weltrat der Kirchen (ÖRK) in Genf muss eine Schande sein für die Menschen, die auch als Christen die Menschenrechte wichtiger finden als kirchenpolitisch – diplomatische, ökumenisch verpackte Glaubenslehren. Der Respekt des ÖRK vor dieser angeblich „alt-ehrwürdigen“ russischen Kirche mit ihrer ewigen Treue zum Zaren Imperium oder zu den Zaren des Kommunismus oder zum Zaren und Kriegsherr Putin ist eigentlich problematisch.

13.
Angesichts dieser Tatsache die theologische Frage: Was ist eigentlich alles faul und falsch an dieser sich orthodox nennenden russischen Kirche? Die etliche Jahrzehnte dauernde Mitgliedschaft dieser Kirche (jetzt Sekte) im Ökumenischen Rat der Kirchen hat offenbar keine Reformen, keine theologische Korrektur, bewirkt…was für ein blamables Ergebnis für den ÖRK.

14.

Schon am 23. JUki 2022 haben zahlreiche prominente Wissenschaftler, Theologen, Kirchenmitarbeiter aus aller Welt den “Ökumenischen Rat der Kirchen” (ÖRK) aufgefordert, doch bitte die Mitgliedschaft der Russisch – Orthodoxen Kirche in dieser doch eigentlich angesehenen Organisation ÖRK zu “suspendieren”. Die Führungsclique des ÖRK hat dem erwartungsgemäß NICHT entsprochen, bis heute, sie setzt naiv (?, sicher nicht) auf “Dialog” mit dem Kriegstreiber dem Patriarchen Kyrill I. Dieser Dialog über all die Jahre hat NICHTS gebracht, trotzdem setzt der ÖRK weiter auf Dialog mit dem ideologisch-theologichen Kriegstreiber Kyrill. Die Frage ist: Wer hatim ÖRK  sooooo ein riesiges Interesse daran, dass dieser Kriegstreiber und seine Kirche in Russland nicht isoliert werden??? Nach einem Sieg der Demokratie in Russland in einigen Jahren kann diese Kirche wieder Mitglied des ÖRK werden..Zum Dokument vom 23. Juli 2022: .LINK

Fußnote 1: „l’Église orthodoxe d’aujourd’hui, telle que la façonnent le patriarche Kirill, Vladimir Poutine et, désormais, le Service de renseignement extérieur, n’est plus qu’une forme de secte parareligieuse assez vulgaire […] dont la fonction essentielle est de défendre les intérêts nationaux et internationaux de l’État russe, d’une manière incroyablement primitive. Ce qu’on appelle aujourd’hui l’Église orthodoxe russe n’est plus capable de préserver la tradition orthodoxe en tant que telle. Qu’est-ce que cela signifie ? Cela signifie qu’elle déclare, en substance, qu’elle n’appartient plus au monde chrétien.“

Fußnote 2: „Mais l’alignement toujours plus manifeste du Patriarcat de Moscou sur la stratégie du Kremlin menace ses relations avec le reste du monde orthodoxe. En ce début d’année 2026, celles-ci semblent avoir atteint un point de rupture.“

Fußnote 3: “Sous leur impulsion, Bartholomée, embourbé dans le péché mortel du schisme, a trouvé un terrain d’entente avec les autorités des États baltes pour jeter le trouble au sein du monde orthodoxe russe.
Avec l’appui de ses alliés idéologiques, à commencer par les nationalistes et les néonazis locaux, il s’applique à arracher les Églises orthodoxes de Lituanie, de Lettonie et d’Estonie au Patriarcat de Moscou en attirant les prêtres et les fidèles vers des structures religieuses artificielles qui ne sont qu’une marionnette entre les mains de Constantinople.“
Copyright: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin

Ist ein böser Gott heute in den USA allmächtig?

Die 28. der „unerhörten Fragen“ des “Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin”

Von Christian Modehn zuerst am 27.1.2026 veröffentlicht, erweitert am 6.2.2026

„Unerhörte Fragen“ haben eine provokative Kraft. Aber sie werden von den Herrschenden kaum „erhört“, d.h. sie haben nur selten eine verwandelnde Kraft. Weil die unverschämt Handelnden unbeirrt unverschämt (unerhört) bleiben.
Aber: Unerhörte Fragen müssen erläutert werden. Dies ist Ausdruck von Hoffnung.

1.
Trump inszeniert sich ständig gern als allmächtig. Nur sein Wille zählt. Vor ihm haben alle gefälligst niederzuknien…
Trump ist absolut launisch, nur auf sein Ego (und sein Geld bzw. die entsprechenden Deals) fixiert; er sei bösartig und hinterhältig, sagen viele, die ihn kennen, gerade aus Kreisen kritischer amerikanischer JournalistInnen. Sie werden von Trump aufs übelste beschimpft. Pressefreiheit will er auch auf diese Weise bekämpfen.

2.
Weil die Bürger der USA und die klein gewordene demokratische Weltgemeinschaft Trump nicht definitiv fassen können, also aus dem Amt entfernen können, um Schlimmstes zu verhindern, suchen viele kompetente Beobachter Zuflucht zu Definitionen, die ihn wenigstens in der Theorie zu „fassen“. So wird die Unfähigkeit der demokratisch gesinnten Menschen etwas beruhigt und man hofft etwa als Philosoph, dass die Stimmen der Kritik irgendwann die Verhältnisse zum Besseren wenden, zur Wiederkehr der Demokratie.

3.
So sehen die wichtigsten Trump – Kritiken aus:
Timothy Snyder meint: Der Trumpismus ist Faschismus.
Felix Sassmannshausen nennt den Trumpismus einen „Cäsarismus“.
Gustav Seibt zieht es vor, Trump mit Nero zu vergleichen.

4.
Der Trumpismus sei aber vor allem ein Neo – Royalismus, betonen die amerikanischen Politologen Stacie Goddard und Abraham Newman in der Zeitschrift „Le Grand Kontinent“. LINK.

Der Trumpismus zeichne sich durch die strikte Leugnung zweier Grundprinzipien der aktuellen Weltordnung aus: Trump leugnet die „gegenseitige Anerkennung der äußeren Souveränität der Staaten und den Vorrang des Rechts als Grundlage der politischen Legitimität und als Grenze der Machtausübung“, so fasst „Perlentaucher“ am 5.2.2026 eine zentrale Erkenntnis zum „Neo – Royalismus“ zusammen.

5.
Trump der neue allmächtige, willkürliche König („Neo-Royalismus“):
Von da aus ist es naheliegend, auch den Titel „Gott“ aus der Bibel und der kirchlichen Tradition auf Trump zu beziehen, zumal ja Trump und die Seinen so oft vom Biblischen schwadronieren. Der auferstandene Christus wird von Katholiken als Christ – König verehrt und vor allem: „Alten Testament“ gibt es zentral das Bekenntnis: „Gott ist König“, siehe etwa die Psalmen, Jesaja, Jeremias etc…

6.
Trump also: der oberste „Neo -Royal“, er deutet öffentlich sein Amt als von Gott gegeben. Er verkündet: Als Präsident wurde er von Gott selbst im Attentat am 14.7.2024 gerettet. „Monate später, im Mai 2025, organisierte der Verteidigungsminister einen christlichen Gebetsgottesdienst im Pentagon, bei dem laut der New York Times ‘Präsident Trump als von Gott bestimmter Führer` gefeiert wurde’“, berichtet „Le Grand Continent“.

7.
Fest steht. Trump gilt unter den „(weißen) Christlichen US – Nationalisten“ als „Messias“. Und der „Messias“ wird von christlichen Theologen als göttliche Gestalt, als Gottmensch, als Erlöser, verstanden und propagiert.
Von da aus kann man sich gut in Trumps Wahn hineindenken, er sei der Messias, also etwas Göttliches. Spätestens seit dem Philosophen Ludwig Feuerbach (1804-1872) wissen wir: Es sind die Menschen, die sich ihre Götter schaffen: Den naiven lieben Opa im Himmel genauso wie den bösen Gott, der als Neurotiker nur eine bestimmte Gruppe von Menschen als die „Seinen“ fördert und alle anderen schikaniert. Der aber als der oberste regierende Gott einen Hofstaat von Halb -Göttern um sich schart.

8.

Es sind die Milliardäre, die Halbgötter, die diesen obersten Gott zu eigenem finanziellen Nutzen unterstützen.
Es ist der Wahn so vieler nationalistisch verdorbener Menschen, die diese Präsenz dieses Gottes für sich als Vorteil ansehen und ihn durch Wahlen an die Macht bringen.
Es ist die systematisch und total ausgebaute Macht – Gewalt des Gott – Herrscher…

9.
Jeder und jede unter Trump Leidende kann diese Liste der Eigenschaften des bösen Gottes fortsetzen.

10.
Aufgrund seiner oben genannten „Qualitäten“ können kritische Beobachter Trump als einen bösen Gott verstehen. Der ägyptische Gott Seth gilt als typisches Beispiel für den bösen Gott, er ist verantwortlich für Chaos, Vernichtung, Krieg und Leiden…In der griechischen Mythologie werden böse Götter genannt, etwa Kronos: Er frisst seine eigenen Kinder.

11.
Beachtlich auch der göttliche Ritus: Wenn Trump eine seiner vielen Verordnungen und Gesetze unterschrieben hat, zeigt er das Dokument, hoch haltend, auch drehend, damit jede Kamera auch seine viel zu lange, künstlich aufgeblähte spitze Unterschrift wahrnimmt: Trump will in dieser Zeremonie religiöse Vorstellungen wecken … etwa Erinnerungen an Moses, als er die Gesetzestafeln Gottes dem Volk zeigte. Dies ist ein beliebtes Motiv der Künstler, man denke an Valentin de Bourgognes Gemälde (1628). Diese Unterschriften – Riten Trumps im Beisein seiner ihn bewundernden “Gemeinde” (Vance und andere Halbgötter; Vance wird bald der neue Gott sein) sind also eine bewusst eingesetzte religiöse Zeremonie, die direkten Bezug hat zu tiefsten religiösen Traditionen von Judentum und Christentum. Der Gott zeigt sich seinem Volk.

12.

ABER, dies ist der entscheidende Unterschied: Moses hatte die Gesetzestafeln empfangen, nicht selbst geschrieben, Moses stand UNTER dem einen, dem befreienden Gott. Trump hingegen formuliert selbst diese verheerenden Gesetze, er maßt sich an, Herr aller Gesetze, allen Rechts, zu sein.

13.

Und Trump “schwingt sein Schwert“, ständig: gegen die Demokratie, gegen die eigenen Bürger, wenn sie zur Opposition, gehören. Die USA werden allmählich zur Diktatur. Wer es sich leisten kann, flieht, etwa nach Kanada.

14.
Die demokratischen Mitbürger seines Landes betrachtet der böse Gott explizit als Feinde, auf die er in seinem offiziellen KI- Video tatsächlich Scheiße von oben wirft. Tiefer kann ein so genannter Präsident nicht sinken…Quelle: LINK. https://www.sueddeutsche.de/kultur/ki-video-donald-trump-fake-no-kings-koenig-faekalien-li.3327809
15.
Im biblischen Mythos rettet Gott das unterdrückte Volk aus der Herrschaft des Pharaos in Ägypten. Er beruft Moses als den Befreier des Volkes.
Der wahre Gott ist der befreiende, der menschliche Gott…Der Prophet Jesus von Nazareth brachte definitiv Klarheit: Gott ist der liebende Vater eines jeden Menschen.  Das ist die humane Botschaft des christlichen Monotheismus.

16.
Wie lässt sich der genannte biblische Mythos in die Sprache der säkularen Welt übersetzen? Als wahres Göttliches können heute nur die universellen Menschenrechte gelten. Sie fordern Respekt, Gerechtigkeit, Gleichbehandlung vor dem Gesetz für einen jeden Menschen. In dem Sinne: Demokraten weltweit leisten Widerstand in Gruppen, Parteien, Organisationen, in NGOs, sicher auch in einigen Kirchen-Gemeinden, die öffentlich und lautstark, trotz aller Medien – Herrschaft durch diesen Gott und seine Halbgötter, für die Befreiung kämpfen, für die Befreiung von Göttern und Halbgöttern.

17.
Das ist die verstörende Erkenntnis dieser Wochen und Tage: Wir leben tatsächlich in einer poly-theistisch bestimmten Welt der vielen bösen Götter (sie haben auch den Namen „Neoliberalismus“). Die vielen bösen Götter der Gewaltherrschaft sind Produkte der “Theologie”, der Ideologie, der Rechtsextremen, der Nazis, der Faschisten usw. Als die “Neue Rechte” (“La Nouvelle Droite”) sich um 1970 in Frankreich und von da aus in ganz Europa und Amerika etablierte, war der Polytheismus Mittelpunkt ihrer Ideologie. Die wahren Monotheisten, die Verteidiger der universell gelten Menschenrechte, waren und sind ziemlich hilflos bis jetzt.

PS 1.:
Diese unsere unerhörte Frage wurde von einem wichtigen Dokumentar-Film der ARD am 12.1.2026 angeregt: „Trump & us“. Die drei Teile des Films sind bis 10.1.2028 in der Mediathek verfügbar. LINK

Wir haben schon 2025 ein viel beachtetes Gebet formuliert, das die Trump-Gläubigen jeden Tag sprechen, eine Neufassung des Songs „Ich bete an die Macht der Liebe“… : LINK:

Dieser Beitrag wurde am 27.1.2026 zuerst publiziert, dem Gedenken an die “Befreiung von Auschwitz 1945”, dem Gedenken also an das vorläufige Ende der Nazi-Herrschaft in Europa; die Nazi-Herrschaft  ist Inbegriff der Herrschaft böser Götter, denen so viele Menschen folgten.

Die ständige Verführbarkeit der so genannten Monotheisten, also der Verehrer des wahren, des humanen Gottes durch die bösen Götter ist ein dringendes Thema der  Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phien und kritischen Theologien.

PS 2.:Der Spiegel (online) nennt am 15.2.2026 “Trump- einen SATANISCHEN Wettermacher”, ein Kommentar vin Dirk Kurbjeweit. Sozusagen eine Zuspitzung bzw. Variation unserer These: “Trump als böser Gott”.  Wwr stürzt einen “Satan”, wer stürzt einen “bösen Gott”? Falls das gelingt: Welcher “Satan” kommt danach, welcher “böse Gott” kommt danach, wenn die vernünftigen demokratischen Menschen nicht SEHR aufpassen!

Copyright: Christian Modehn, www.religionsphilosophischer-salon.de