Ein Bürgerkrieg in den USA ? Er wurde schon in den ersten Wochen des Jahres 2017 befürchtet! JETZT erklärt Trump den Krieg innerhalb der USA.

Ein Hinweis von Christian Modehn. Erneut bearbeitet am 2.6.2020 (Einer von vielen Hinweisen zur Kriegserklärung von Trump, siehe etwa: https://www.sueddeutsche.de/politik/trump-militaer-washington-floyd-1.4924335)

Die Arbeit an dem Beitrag begann am Dienstag, den 31. Januar 2017.

Was ist die Erkenntnis? Schon wenige Tage nach dem Amtsantritt von Trump wussten viele kritische Beobachter: Dieser Mister Trump als Präsident der USA führt das Land, führt die Welt, in eine tiefe Krise, vielleicht in einen Krieg, einen Bürgerkrieg in den USA. Das wurde so deutlich und öffentlich schon in den ersten Wochen des Jahres 2017 geschrieben!
Und jetzt, im Juni 2020, ist zweifelsfrei: Mister Trump will die Feindschaft innerhalb der Bevölkerung der USA. Er spricht vom Einsatz des Militärs gegen „aufständische Bürger“, er ergreift Partei für rassistische Gesinnung usw.

Den antidemokratischen Charakter eines ohnehin stark von Unvernunft geleiteten Trump erkannten viele Beobachter schon in den ersten Wochen des Jahres 2017. Das habe ich in den ersten Wochen 2017 dokumentiert. Jetzt sollte auch die Frage gestellt werden: Welchen Fehler im Umgang mit diesem Typen, der Präsident der USA wurde, obwohl er gar nicht die meisten Wählerstimmen erhalten hatte, welchen Fehler im Umgang mit diesem Typen also haben demokratische Politiker aus Europa, aus Deutschland, seit 2017 begangen: Haben Sie den Eindruck hinterlassen, sie würden ihn ernst nehmen? Haben sie sich mit den demokratisch gesinnten Bürgern in den USA verbunden gefühlt, diese unterstützt usw. Oder haben sich demokratische Politiker aus Europa diplomatisch aus der Affäre gezogen und letztlich nichts dazu beigetragen, den Wahn des Mister Trump zu stoppen?

Zu meiner Dokumentation seit Januar 2017:
Das Recherche – Team der Wochenzeitung „Die Zeit“, vom 9. 2. 2017 (Seiten 13 – 15), veröffentlichte also schoin wenige nach der Amtseinführung von Trump das sehr lesenswerte Dossier mit dem Titel „Kalter Bürgerkrieg„, darin hießt es. „Mit dem Wort Krieg muss man vorsichtig sein….Aber … die Vereinigten Staaten von Amerika sind in diesen Tagen ziemlich nah an einem kalten Bürgerkrieg: einem Konflikt voller Feindseligkeit und Hass, in dem es nur deswegen kein Blutvergißen gibt, weil beide Seiten vor dem letzten Schritt zurückschrecken – zu den Waffen zu greifen. Zumindest vorerst“.

Am 2.6.2020 ergänze ich: „Zumindest vorerst“, wie am 9.2.2017 geschrieben, bleibt eine vage Hoffnung heute. Zettelt der von vielen kompetenten und noch nachdenklichen Beobachtern für wahnsinnig gehaltene Mister Trump nun mehr als einen kalten Bürgerkrieg an?

Am 31.1. 2027 habe ich auf ein bemerkenswertes Zitat hingewiesen: Vielleicht wird „Trump als politischer Verlierer kurzerhand aus dem Weißen Haus geworfen werden“, wie Prof. Neal Rosendorf, Politologe in New Mexico im „Tagesspiegel vom 29.4.2017 (S. 6) schreibt … und wohl auch hofft.
Die andere, stärkere Möglichkeit heißt: Mister Trump regiert weiter: „Die düstere Macht der Vereinigten Staaten wird dann anderen Staaten als Schutzschild für Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus dienen. Diese düstere TRUMP – US Macht wird etwa als Vorbild für Übergriffe auf die Presse dienen und zeigen, wie effizient Desiniformation sein kann…Sie wird den Zerfall der europäischen Union, der Nato und der Welthandelsorganisation anleiten….“, so noch einmal Neal Rosendorf, Professor für Internationale Politik an der New Mexico State University. Man vergesse auch nicht: Mister Trump hat seine Bewunderung für Madame Le Pen ausgesprochen. Er gratulierte Mister Erdogan nach dem Referendum. Und der österreichische Rechts-Außen-Politiker, Harald Vilimsky, FPÖ Gneeralsekretär, begeistere sich nach der Wahl von Trump, dass nun die weiteren Gewinner Marine Le Pen und Geert Wilders (NL) heißen werden. Wilders Partei PVV hat ja bekanntlich bei den Wahlen im März 2017 stark „zugelegt“.

Nun die wichtige Dokumentation aus den ersten Tagen der Herrschaft von Mister Trump:

Am 6.2.2017: Peter von Becker fragt im „Tagesspiegel“ ernsthaft: Was tun, wenn Mister Trump nicht zurechnungsfähig, also verrückt ist?

Am 6.2.2017 zeigt die „Süddeutsche Zeitung“ auf Seite 3: Der gefährlichste und einflußreichte Mann in der Trump-Truppe ist Mister Steve Bannon: Er sei ein Nihilist, der den Untergang ersehnt.

TAZ Autor Bernd Pickert schreibt am 4.2.2017 in einem ausführlichen, analytischen Beitrag zur Frage „Wer kann Trump noch stoppen“: „Historisch gesehen ist Mord am wirksamsten. Vier der 45 US-Präsidenten fielen Attentaten zum Opfer, zuletzt John F. Kennedy 1963″.

Am 7.2.2017: Timothy Snyder, Prof. an Yale-University, in der SZ am 7.2.2017: „Wir müssen uns selbst Mut machen, denn es gibt keine positiven Signale aus dem Weißen Haus oder von den Republikanern. Die Konservativen müssten helfen, die Republik zu verteidigen, aber nur wenige scheinen dazu bereit. Die Amerikaner haben schneller reagiert als ich dachte. Wenn die Proteste anhalten, hört Trump vielleicht zu. Sie haben nach etwas Positivem gefragt, aber die Lage hat sich verschärft. Wir haben maximal ein Jahr Zeit, um Amerikas Demokratie zu verteidigen“. Quelle  SZ: Klicken Sie hier:  Spiegel ONLINE berichtet am 8.2. 2017 von Leaks im Weißen Haus und zitiert die Washington Post, die Trumps Berater mit einem ahnungslosen Kind vergleicht. Wie schon so oft geschrieben: Impulsiv und ignorant sei der Präsident, hier klicken.

Am 19.2.2017 äußerte sich Senator McCain zur Verurteilung eines herausragenden Teils der freien Presse in den USA durch Mister Trump: Eine freie Presse sei für den Bestand der Demokratie nötig, ihre Einschränkung weise darauf hin, „wie Diktatoren anfangen“, so McCain. Womit er aber nicht sagen wolle, Präsident sei ein Diktator – nur „das dies die Lehren aus der Geschichte seien“ (Spiegel Online am 19.2.2017).

Am 23. 2. 2017 berichtet Spiegel Online: „Der US-Kongress hat Pause, auch viele republikanische Volksvertreter besuchen ihre Wahlbezirke – und treffen dort auf wütende Bürger. Bei den Townhall-Meetings herrscht vielerorts eine explosive Anti-Trump-Stimmung“. Am 27.2.2017, ein erneuter Hinweis auf den Charakter von Mister Trump als Präsident: „Sein Verhaltensmuster besteht aus Geltungsdrang, Schwindeleien, Ablenkung und Drohungen auch im Weißen Haus“(Tagesspiegel, 27.2.2017, Seite 6, auf Seite 5 heißt es: „Trump beschimpft die Presse als Volksfeind“.

Am 27.2.2017: Mister Trump will die Ausgaben fürs Militär um 54 Milliarden US Dollar erhöhen, Kürzungen soll es – wie üblich – im Umweltschutz, in der Entwicklungshilfe und im sozialen Bereich geben. Trump sagt: „Damit Amerika mal wieder einen Krieg gewinnt“. Es geht also nicht mehr nur um die „Ankündigung eines angekündigten Bürgerkrieges“, so der Titel dieser Dokumentation. Die einzige relevante Frage für Menschen, die noch bei Verstand sind: Wer stoppt diesen Wahnsinn?

Am 5. März 2017 wird zu unserem Titel notiert: Laurie Anderson, zweifellos eine der einflußreichsten Künstlerinnen heute, sagt im „Tagesspiegel“ vom 4.3. 2017, Seite 27 im Blick auf die politische Situation jetzt in den USA:“Wir sehen das Unheil auf uns zukommen, können es aber nicht abwenden…Die Realität ist bereits so düster, dass man sie gar nicht absurder machen kann…Wir leben in der Zeit des geplanten Chaos. Das ist nicht bloßes Dilettantentum seitens der Regierung, sondern Vorsatz. Wer die Presse als Feind der Nation bezeichnet, lässt daran keinen Zweifel„.

Aus dem BEITRAG, verfasst am 31.1.2017:

Wie kann Mister Trump wieder verschwinden? Wer sagt das offen, auch in Europa?

Mister Trump, so der Tenor vieler Kommentare, ist also ein Typ, der aus seinem Amt so schnell wie möglich vertrieben werden sollte. „Eine Regierung, die gegen die verfassungsmäßige Selbstverwirklichung verstößt, auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück, „darf gestürzt werden. Was in normalen Zeiten radikal klingt, liest sich plötzlich wie eine Verheißung“, schreibt Malte Lehming, USA Kenner, im „Tagesspiegel“ vom 31. 1.2017, Seite 19.

Wann haben wir das zum letzten Mal gelesen? In einer guten bürgerlichen Zeitung, dass eine Regierung in den USA gestürzt werden sollte? Und dann wird der Sturz der Regierung Trump eine Verheißung genannt: Ungewöhnliche, aber großartige Worte. Wer denkt das nicht?

Vor allem aber: Wie soll dieser alsbaldige Regierungswechsel möglich sein, ohne dass ein Bürgerkrieg entsteht? Und führt die tiefe Spaltung der US – Gesellschaft nicht schon jetzt langsam auf gewalttätige Auseinandersetzungen hin? Inszeniert Mister Trump und sein Club nicht langsam aber sicher einen Bürgerkrieg? Will ihn Mister Trump vielleicht sogar, als eine Art Reinigung der Mentalitäten? Von Reinigung des Denkens durch Gewalt, durch Krieg, sprechen ja faschistoide Führergestalten immer wieder.

Sollte man diese Gefahr „eines angekündigten Bürgerkrieges“ nicht ständig im Auge behalten und alles tun, um den Frieden und vor allem die Demokratie wiederherzustellen?

Obamas Sprecher Kevin Lewis teilte mit: Präsident Obama sei (10 Tage nach dem Ende seiner Regierungszeit) „ermutigt“ durch das politische Engagement, das sich jetzt im Land zeige. „Bürger, die ihr Grundrecht wahrnehmen, sich zu versammeln und sich zu organisieren: Das ist genau das, was wir in Zeiten erwarten, in denen amerikanische Werte auf dem Spiel stehen„, zitiert das Magazin „Politico“ Obamas Sprecher. Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-nimmt-stellung-zu-trumps-einreise-dekret-a-1132414.html

Copyight: Christian Modehn, Religionsphilosophischer Salon Berlin