Willkommen im Religionsphilosophischen Salon Berlin

Der Religionsphilosophische Salon ist – seit 2007 – eine Initiative von Christian Modehn in Berlin. Ich bin Journalist, Philosoph und Theologe.  Kontakt: christian.modehn@berlin.de

Der nächste Religionsphilosophische Salon findet am Freitag, den 31. März 2017, um 19 Uhr statt. Wir treffen uns in der Kunst-Galerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Wilmersdorf. Das Thema: „Glauben und Wissen“. Zwei Denk – uund Lebensformen, getrennt und durch verbunden? Eine philosophische Orientierung in Zeiten der religiösen Fundamentalismen und atheistischer Gewissheiten. Herzliche Einladung! Anmeldung erbeten an: christian.modehn@berlin.de

Im Religionsphilosophischen Salon am 24.Februar 2017 sprachen 13 TeilnehmerInnen über die Frage „Inwiefern kann Philosophieren unser Leben orientieren?“ Ein Versuch, die „Lebenshilfe“ durch Philosophieren zu entdecken, inspiriert von den Studien der Philosophen Michel Hadot, Ludwig Wittgenstein und Friedrich Schiller. Zur Lektüre einiger Hinweise, klicken Sie hier.

Der philosophische Salon am Freitag, den 29. Januar 2017 hatte als Thema: „Die Heimat des Weltbürgers. Ein Versuch, dem Wahn des Nationalismus und Dogmatismus zu widerstehen“. 22 TeilnehmerInnen waren dabei. Zur Lektüre eines etwas ausführlichen Hinweises klicken Sie hier.

Ein anderer Kirchentag 2017″ ist der Titel des neuen Interviews mit Prof. Wilhelm Gräb, Berlin. Darin plädiert der  Theologe für die Wiederentdeckung des „protestantischen Prinzips“ und damit verbunden für das durchaus politische Eintreten für die Menschwürde aller: Diese Themen (und nicht so sehr die üblichen dogmatischen Überzeugungen) sollten den Kirchentag 2017 bestimmen. Zur Lektüre klicken Sie hier.  Zu den Feiern zum Reformationsgedenken 2017: Eine neue, über Luther hinausführende Reformation ist heute gebotenn nämlich eine Kirche in dogmatischer Einfachheit. Klicken Sie hier.

Die Wahl von Mister Trump kann philosophisch nur als Niederlage der Vernunft gedeutet werden. Diese „Niederlage“ ist gefährlich, weil nun Plutokarten definieren, was sie als Wahrheit für alle noch gelten lassen wollen. Philosophie, auch Religionsphilosophie, muss das Trump-Regime beobachten, zumal in der plutakratischen Minister- und Beraterrunde nur angeblich fromme fundamentalistische Christen (und ein orthoxer Jude) sitzen. Der evangelikale Fundamentalismus (im Katholizismus: etwa die militanten Pro-Life-Kämpfer) hat Trump erst zur Herrschaft gebracht. Im Reformationsgedenken 2017 wird man sich von dieser gefährlichen Ideologie dieser naiven Bibelleser (aber politisch gar nicht naiven Leute) wohl abgrenzen? Hat die EKD dazu den Mut? Hat eine vernünftge Theologie, etwa die liberale Theologie, noch eine Chance? Wir empfehlen, den Roman 1984 von George Orwell zu lesen, klicken Sie hier. Zur „Chronik eines angekündigten Bürgerkrieges“ klicken Sie hier. Was der Philosoph Immanuel Kant, der Verteidiger einer vernünftige Ethik auch in der Politik, zu Mister Trump und Co. sagen würde, sollten Sie lesen und hier klicken.

WEITERDENKEN heißt eine Rubrik auf unserer Website, darin bieten wir Interviews („Drei Fragen“) mit dem protestantischen Theologen Prof. Wilhelm Gräb in Berlin. Diesmal zu der auf Weihnachten bezogenen Frage: „Warum ist es gut, Schönes zu pflegen?“ Zur Lektüre klicken Sie bitte hier.

Der theologische Kampf gegen den Klerikalismus war ein Schwerpunkt nicht nur Luthers, sondern früher schon von Jan Hus, Franziskus von Assisi und anderen. Dieser Klerikalismus als Herrschaft von Priestern, Bischöfen und Päpsten über das so genannte „Volk Gottes“ erweist sich heute einmal mehr als verheerend für die Gemeinden. Über diesen Klerikalismus sollten Religionsphilosophen, Soziologen und Theologen viel mehr forschen und die Irrwege dieses Kirchen-Modells dokumentieren. Lesen Sie meinen aktuellen Beitrag bezogen auf FRANKREICH und  klicken Sie hier.

Wir sprachen in unserem Salon am Freitag, den 16. Dezember 2016,  über das Thema: „Was ist mir, dir, uns heute (noch) HEILIG?“  Mit 22 TeilnehmerInnen war der Salon wieder sehr gut besucht. Das Interesse zeigt, dass alternative  Formen kulturellen, philosophischen Miteinanders immer wichtiger werden. Zu einem vertiefenden Text, klicken Sie hier.

Am Religionsphilosophischen Salon am 18.11. 2016 über die (aktuelle) Bedeutung des Philosophen Gottfried Wilhelm LEIBNIZ beteiligten sich 20 Personen; die Diskussion war erfreulicherweise wieder kontrovers und deswegen lebendig, etwa zur These von Leibniz: „Wir leben in der besten aller möglichen Welten. Aber nicht in einer /rundum/ guten Welt. Wir können die Welt besser gestalten“. Weitere Hinweise zu Leibniz lesen Sie hier.

Der Salon vom Mittwoch, den 26. Oktober 2016, fand bei den 21 TeilnehmerInnen reges Interesse. Das Thema: Der Mensch ist böse – und von Gott geschaffen?  Ist z. B. ein Christentum denkbar, das auf die (von Augustinus beherrschte) Lehre der Erbsünde verzichtet? Weitere Hinweise finden Sie in einem Beitrag vom 30.10.2016, klicken Sie hier.

Der Salon am 23. September 2016 stellte ein Werk des französischen Philosophen Michel Serres vor, „Erfindet euch neu! Eine Liebeserklärung an die vernetzte Generation“. Einen einleitenden Impuls-Vortrag hielt Dr. Hans Blersch, Mathematiker und praktischer Philosoph in Berlin. Die optimistische Haltung von Michel Serres, Jahrgang 1930 !, gegenüber der heutigen Jugend und ihrer Nähe zu IPhones usw. wird uns weiter beschäftigen!

„DAS GOLDENE ZEITALTER“: Dies war das Thema des Religionsphilosophische Salon am Freitag, den 15. Juli 2016 in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9,  17 TeilnehmerInnen waren dabei. Einen ausführlichen Hinweis zum Thema „Goldenes Zeitalter, Siglo de oro, finden sie hier.

Wer sich für die Vielfalt und Aktualität der Themen unserer Salonabende interessiert: Klicken Sie hier.

Zu unserem kritischen theologischen Interesse: Wir sind vor allem an einer modernen liberalen Theologe interessiert, also einer solchen, die niemals auf die kritische Prüfung religiöser Aussagen durch die Vernunft verzichtet. Interviews mit Prof. Wilhem Gräb zu Themen aus dem weiten Umfeld einer neuen „liberalen Theologie aus Berlin“ finden Sie in der Rubrik „Weiter denken“ sowie auch im Archiv dieser website.

Wir beziehen uns auf eine Tradition: Ein Salon war im 18. Jahrhundert vor allem in Frankreich ein Ort, in dem eine neue, eine gerechtere „Welt“ besprochen wurde. Ohne diese gedankliche Vorwegnahme einer anderen Lebensmöglichkeit hätte es keine politischen und religiösen Veränderungen gegeben. In dieser Tradition weiterzudenken ist für uns wichtig. Nebenbei: Über die Bedeutung der SALONS – vor 400 Jahren „gegründet – hat kürzlich Dorothee Nolte vom Tagesspiegel einen recht interessanten, allgemeinen Beitrag geschrieben, zur Lektüre dieses Beitrags vom 22. 11. 2015 im Tagesspiegel klicken Sie bitte hier.

Wir leben immer schon kritisch – nachdenkend, philosophierend. Insofern gilt: Jeder und jede ist „immer schon“ PhilosophIN. Wir wollen, um weiterzudenken und besser zu leben, die „Anstrengung des Begriffs“ (Hegel) nicht scheuen. Wir vermuten, dass sich im Denken und reflektierten Fühlen „immer schon“ Spuren des Göttlichen, Transzendenten, „Umgreifenden“ zeigen. Diesen Spuren kritisch nachzugehen ist unsere Aufgabe, immer im Zusammenhang auch mit der Kritik an den Religionen als Institutionen.

Wir sind, seit der Gründung im Frühjahr 2007, eine kulturelle, speziell philosophische Basisinitiative, ohne jegliche finanzielle Unterstützung von irgendeiner Seite. Wir sind unabhängig.

Das Thema Religion und Religionen, auch philosophisch-kritisch zu bearbeiten, ist heute von größter (auch politischer) Aktualität. Um so mehr wissen es viele Menschen zu schätzen, dass es unsere Initiative gibt, in der Offenheit und Respekt vor dem Suchen, Fragen und Projekten eines jeden selbstverständlich sind. Die großen christlichen Konfessionen bieten vielfach auch heute nur Dogmen und Lehren an, die man übernehmen muss. Ein religionsphilosophischer Salon respektiert das dauernde Suchen nach dem eigenen Weg. Falsche Sicherheiten werden nicht vorgegaukelt. Es sollte möglich sein, Religionsphilosophie als „meine persönliche Religionsphilosophie“ zu leben, zumal angesichts der Krisen und Ermüdungserscheinungen der alten Konfessionen.

Insofern ist der Religionsphilosophische Salon ein Ort des gemeinsamen Fragens und Suchens. Das heißt nicht, dass es nicht auch philosophische Evidenzen gibt, also gültige Einsichten der allgemeinen, also allen gemeinsamen Vernunft.

Gründer und Initiator des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ ist Christian Modehn. 1948 in Berlin-Friedrichshagen geboren, habe ich nach dem Abitur in West-Berlin Theologie (Staatsexamen über Heidegger) und Philosophie (M.A. über Hegel) studiert: In Berlin (F.U.), St. Augustin, Bonn und München. Ich arbeite seit vielen Jahren, immer als freier Journalist über die Themen Religionen, Kirchen und Philosophien, für Fernseh- und Radiosender der ARD, sowie für die Zeitschrift PUBLIK – FORUM. Zu einigen meiner Hörfunksendungen und Fernsehdokumentationen klicken Sie bitte hier.

Philosophieren ist nicht auf den europäischen Raum begrenzt. Philosophie muss heute interkulturelle Philosophie werden. Wir laden ausdrücklich junge PhilosophInnen ein, sich an unseren Debatten zu beteiligen. Unser Interesse gilt vor allem den Entwicklungen in Lateinamerika, auch der Befreiungstheologie und Befreiungsphilosophie.