Willkommen im Religionsphilosophischen Salon Berlin

Der Religionsphilosophische Salon ist – seit 2007 – eine Initiative von Christian Modehn in Berlin. Ich bin Journalist, Philosoph und Theologe.  Kontakt: christian.modehn@berlin.de

Der nächste Religionsphilosophische Salon findet am Freitag, den 26. Mai 2017, um 19 Uhr statt. Wir treffen uns in der Kunst-Galerie Fantom in der Hektorstr. 9 in Wilmersdorf. Unser hoffentlich pro-vozierendes Thema ist, nicht nur anläßlich des Kirchentages zur gleichen Zeit in Berlin:  „Ist Religion Opium? Wann ist sie kein Opium?“ Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Im Umfeld des Kirchentages in Berlin und des Reformations/Luther Gedenkens 2017 bieten wir u.a. einige Beiträge zur Vertiefung und Diskussion:

Ein Interview mit dem liberalen Theologen Professor Wilhelm Gräb, Berlin, über die Aktualität des protestantischen Prinzips, als Plädoyer für einen „anderen Kirchentag“, klicken Sie hier.

Ein Hinweis auf ein neues Buch des liberalen Theologen Prof. Jörg Lauster, „Der ewige Protest“, klicken Sie hier.

Eine provizierende Neufassung der 95 Thesen Luthers, reduziert auf neun komma fünf (9,5) Thesen und Vorschläge, bitte hier klicken.

Am 21. April 2017 diskutierten wir (14 TeilnehmerInnen) über die offensichtlich zunehmende Macht der Lüge in der Politik, der Werbung, im gesellschaftlichen Zusammenhang, im so genannten persönlichen Bereich. Ohne Lügen leben – geht das?, war eine Fragen, die wir diskutierten.  Einen Tag später, am Samstag, den 22. April 2017, findet der Internationale „MARSCH für die Wissenschaften“ statt. Soweit ist unsere Kultur heute schon gefährdet, dass wir für die politische Anerkennung der freien und politisch nicht-manipulierten Wissenschaften demonstrieren müssen. Die „Washington Post“ hat für die ersten 100 Tage seiner Amtsführung dem Mister Trump 130 (!) Lügen nachgewiesen. Die USA werden also von einem Lügner regiert. Politik und Lüge waren schon immer eng verbunden, aber so offensichtlich war der Zusammenhang von Lügner-Präsident und Politik noch nie. Eine totale Verwirrung soll bewusst erzeugt werden, so dass die Herrscher total herrschen können. Wer glaubt und vertraut schon als Bürger auf Dauer einem notorischen Lügner? Es ist die Zerstörung der humanen Kultur, die nun einmal elementar auf Vertrauen, auf dem Glauben an das „gegebene Wort“ beruht und auf den Respekt des Amtseides auf Bibel oder Koran hofft. Wenn die Lüge offenbar politisch jetzt total wird, möchte man, leicht zynisch, ein altes frommes Lied umbenennen: „Ich bete an die Macht der Lüge“.

Diese Aussage ist kein „Alarmismus“, sondern Beschreibung der Realität. Diese Tendenz zur totalen Lüge gilt auf andere Weise natürlich auch für Mister Putin oder Mister Erdogan und andere sich Politiker nennende Herrscher. Die Liste dieser Lügner wird immer länger…

Nebenbei: Die Feindschaft gegenüber den Wissenschaften ist auch in breiten Kreisen der Religionen präsent. Wann wollen die Religionen die selbstkritische Vernunft als Kriterium für ihre eigenen dogmatischen und „wunderbaren“ Aussagen endlich anerkennen? Ist die Philosophie noch ein Kampfplatz der Vernunft? Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Aus aktuellem Anlass: Hinweise zur politischen Ideologie des Front National, Frankreich, und zu Marine Le Pen: Klicken Sie hier. Hinweise zur starken Bindung der französischen Katholiken an den Front National, klicken Sie hier.

Wenn Sie sich in das Thema unseres Salongesprächs im März 2017 (16 Teilnehmer) vertiefen wollen zum Thema „Glauben und Wissen, getrennt und doch verbunden“, dann klicken Sie hier.

Im Religionsphilosophischen Salon am 24.Februar 2017 sprachen 13 TeilnehmerInnen über die Frage „Inwiefern kann Philosophieren unser Leben orientieren?“ Ein Versuch, die „Lebenshilfe“ durch Philosophieren zu entdecken, inspiriert von den Studien der Philosophen Michel Hadot, Ludwig Wittgenstein und Friedrich Schiller. Zur Lektüre einiger Hinweise, klicken Sie hier.

Eine Übersicht zu unseren vielfältigen philosophischen Themen von März 2017 zurück bis Mai 2014: Klicken Sie hier.

„Christen im Dialog mit Buddhisten“: Das neue Interview mit Prof. Wilhelm Gräb bezieht sich auf ein Thema, das offenbar beim Kirchentag in Berlin im Mai keine Rolle spielt, dabei finden buddhistische Traditionen in Deutschland und Europa immer mehr Interesse. Prof. Gräb weist darauf hin, dass der Dialog protestantischer Theologen mit dem Buddhismus ohnehin hierzulande recht schwach entwickelt ist. Zur Lektüre des Interviews klicken Sie hier.

Ein anderer Kirchentag 2017″ ist der Titel des Interviews mit Prof. Wilhelm Gräb, im Februar 2017, das viel Aufmerksamkeit gefunden hat. Darin plädiert der  Theologe für die Wiederentdeckung des „protestantischen Prinzips“ und damit verbunden für das durchaus politische Eintreten für die Menschwürde aller: Diese Themen (und nicht so sehr die üblichen dogmatischen Überzeugungen) sollten den Kirchentag 2017 bestimmen. Zur Lektüre klicken Sie hier.

Die Wahl von Mister Trump kann philosophisch nur als Niederlage der Vernunft gedeutet werden. Diese „Niederlage“ ist gefährlich, weil nun Plutokarten definieren, was sie als Wahrheit für alle noch gelten lassen wollen. Philosophie, auch Religionsphilosophie, muss das Trump-Regime beobachten, zumal in der plutakratischen Minister- und Beraterrunde nur angeblich fromme fundamentalistische Christen (und ein orthoxer Jude) sitzen. Der evangelikale Fundamentalismus (im Katholizismus: etwa die militanten Pro-Life-Kämpfer) hat Trump erst zur Herrschaft gebracht. Im Reformationsgedenken 2017 wird man sich von dieser gefährlichen Ideologie dieser naiven Bibelleser (aber politisch gar nicht naiven Leute) wohl abgrenzen? Hat die EKD dazu den Mut? Hat eine vernünftge Theologie, etwa die liberale Theologie, noch eine Chance? Wir empfehlen, den Roman 1984 von George Orwell zu lesen, klicken Sie hier. Zur „Chronik eines angekündigten Bürgerkrieges“ klicken Sie hier. Was der Philosoph Immanuel Kant, der Verteidiger einer vernünftige Ethik auch in der Politik, zu Mister Trump und Co. sagen würde, sollten Sie lesen und hier klicken.

WEITERDENKEN heißt eine Rubrik auf unserer Website, darin bieten wir Interviews („Drei Fragen“) mit dem protestantischen Theologen Prof. Wilhelm Gräb in Berlin. Diesmal zu der auf Weihnachten bezogenen Frage: „Warum ist es gut, Schönes zu pflegen?“ Zur Lektüre klicken Sie bitte hier.

Der theologische Kampf gegen den Klerikalismus war ein Schwerpunkt nicht nur Luthers, sondern früher schon von Jan Hus, Franziskus von Assisi und anderen. Dieser Klerikalismus als Herrschaft von Priestern, Bischöfen und Päpsten über das so genannte „Volk Gottes“ erweist sich heute einmal mehr als verheerend für die Gemeinden. Über diesen Klerikalismus sollten Religionsphilosophen, Soziologen und Theologen viel mehr forschen und die Irrwege dieses Kirchen-Modells dokumentieren. Lesen Sie meinen aktuellen Beitrag bezogen auf FRANKREICH und klicken Sie hier.

Zu unserem kritischen theologischen Interesse: Wir sind vor allem an einer modernen liberalen Theologe interessiert, also einer solchen, die niemals auf die kritische Prüfung religiöser Aussagen durch die Vernunft verzichtet. Interviews mit Prof. Wilhem Gräb zu Themen aus dem weiten Umfeld einer neuen „liberalen Theologie aus Berlin“ finden Sie in der Rubrik „Weiter denken“ sowie auch im Archiv dieser website.

Wir beziehen uns auf eine Tradition: Ein Salon war im 18. Jahrhundert vor allem in Frankreich ein Ort, in dem eine neue, eine gerechtere „Welt“ besprochen wurde. Ohne diese gedankliche Vorwegnahme einer anderen Lebensmöglichkeit hätte es keine politischen und religiösen Veränderungen gegeben. In dieser Tradition weiterzudenken ist für uns wichtig. Nebenbei: Über die Bedeutung der SALONS – vor 400 Jahren „gegründet – hat kürzlich Dorothee Nolte vom Tagesspiegel einen recht interessanten, allgemeinen Beitrag geschrieben, zur Lektüre dieses Beitrags vom 22. 11. 2015 im Tagesspiegel klicken Sie bitte hier.

Wir leben immer schon kritisch – nachdenkend, philosophierend. Insofern gilt: Jeder und jede ist „immer schon“ PhilosophIN. Wir wollen, um weiterzudenken und besser zu leben, die „Anstrengung des Begriffs“ (Hegel) nicht scheuen. Wir vermuten, dass sich im Denken und reflektierten Fühlen „immer schon“ Spuren des Göttlichen, Transzendenten, „Umgreifenden“ zeigen. Diesen Spuren kritisch nachzugehen ist unsere Aufgabe, immer im Zusammenhang auch mit der Kritik an den Religionen als Institutionen.

Wir sind, seit der Gründung im Frühjahr 2007, eine kulturelle, speziell philosophische Basisinitiative, ohne jegliche finanzielle Unterstützung von irgendeiner Seite. Wir sind unabhängig.

Das Thema Religion und Religionen, auch philosophisch-kritisch zu bearbeiten, ist heute von größter (auch politischer) Aktualität. Um so mehr wissen es viele Menschen zu schätzen, dass es unsere Initiative gibt, in der Offenheit und Respekt vor dem Suchen, Fragen und Projekten eines jeden selbstverständlich sind. Die großen christlichen Konfessionen bieten vielfach auch heute nur Dogmen und Lehren an, die man übernehmen muss. Ein religionsphilosophischer Salon respektiert das dauernde Suchen nach dem eigenen Weg. Falsche Sicherheiten werden nicht vorgegaukelt. Es sollte möglich sein, Religionsphilosophie als „meine persönliche Religionsphilosophie“ zu leben, zumal angesichts der Krisen und Ermüdungserscheinungen der alten Konfessionen.

Insofern ist der Religionsphilosophische Salon ein Ort des gemeinsamen Fragens und Suchens. Das heißt nicht, dass es nicht auch philosophische Evidenzen gibt, also gültige Einsichten der allgemeinen, also allen gemeinsamen Vernunft.

Gründer und Initiator des „Religionsphilosophischen Salon Berlin“ ist Christian Modehn. 1948 in Berlin-Friedrichshagen geboren, habe ich nach dem Abitur in West-Berlin Theologie (Staatsexamen über Heidegger) und Philosophie (M.A. über Hegel) studiert: In Berlin (F.U.), St. Augustin, Bonn und München. Ich arbeite seit vielen Jahren, immer als freier Journalist über die Themen Religionen, Kirchen und Philosophien, für Fernseh- und Radiosender der ARD, sowie für die Zeitschrift PUBLIK – FORUM. Zu einigen meiner Hörfunksendungen und Fernsehdokumentationen klicken Sie bitte hier.

Philosophieren ist nicht auf den europäischen Raum begrenzt. Philosophie muss heute interkulturelle Philosophie werden. Wir laden ausdrücklich junge PhilosophInnen ein, sich an unseren Debatten zu beteiligen. Unser Interesse gilt vor allem den Entwicklungen in Lateinamerika, auch der Befreiungstheologie und Befreiungsphilosophie.