Willkommen im Religions-Philosophischen Salon Berlin

Der Religionsphilosophische Salon ist – seit 2007 – eine Initiative von Christian Modehn in Berlin. Ich arbeite als  Journalist, Philosoph und Theologe.  Kontakt: christian.modehn@berlin.de

Der nächste religionsphilosophische Salon findet am Freitag, den 26. Januar 2018, um 19 Uhr in der Galerie Fantom, Hektorstr. 9, statt. Herzliche Einladung zum Gespräch mit dem Philosophen Dr. Wolfgang Ullrich (Leipzig) vor allem über sein neuestes Buch “Wahre Meisterwerte” (Wagenbach 2017). Wolfgang Ullrich wird von vielen geschätzt auch wegen seiner kunsthistorischen Studien und seiner Kritik gegenwärtiger Kultur (und Kunst). Die Anzahl der Plätze in unserem philosophischen Salon ist bekanntermaßen begrenzt. Darum können nur schriftliche Anmeldungen respektiert werden: christian.modehn@berlin.de Der Eintritt ist diesmal ausnahmsweise  8 Euro.

Zu unserem Salon – Gespräch am 15. Dezember 2017 kamen 15 TeilnehmerInnen zusammen. Wir sprachen über: “Meine Philosophie der Sehnsucht”. Ein ungewöhnliches philosophisches Thema, aber vielleicht passend für die  Weihnachts/Advents-Zeit. Zur Vertiefung und Kritik bitte hier weiter lesen.

Am religionsphilosophischen Salon am Freitag, den 24. November 2017, beteiligten sich 19 Personen. Das Thema interessiert also durchaus: “Alles nichtig, alles eitel”: Das Vanitas Motiv in Kunst und Philosophie. Auch mit einem Beitrag zur Vanitas – Kunst von Gerd Otto. Zu dem religions-philosophischen Umfeld:  Hinweise von Christian Modehn.

Für alle, die mit den unterschiedlichen Traditionen der Theologie nicht so vertraut sind: Wenn hier von “liberaler Theologie” oft die Rede ist, dann hat dieser Begriff nichts mit der FDP, schon gar nichts mit der FPÖ oder dem “Neoliberalismus” zu tun…

Wir empfehlen sehr zur Lektüre und Diskussion das neue Interview mit Prof. Wilhelm Gräb, in dem er die wesentlichen Impulse der liberalen Theologie aufzeigt, einer theologischen Denk – und Lebenshaltung, der nicht die Dogmen, sondern die vielfältige religiöse Erfahrung der einzelnen wichtig und fördernswert sind. Diese liberale Theologie ist leider offiziell in der protestantischen, viel mehr noch in der katholischen oder gar der orthodoxen Kirche unbeliebt. Weil diese neue liberale Theologie, von Prof. Gräb,  eben einen weiten humanen Raum der Freiheit jenseits der Dogmen eröffnet. Man sieht an den Veranstaltungsprogrammen der offiziellen kirchlichen Akademien in Deutschland, dass diese wichtige liberale Theologie praktisch kaum debattiert wird, sie wird ausgegrenzt. Lediglich in den Niederlanden gibt es eine explizit liberal – theologische protestantische Kirche, die Remonstranten. Lesen Sie den Beitrag von Wilhelm Gräb.

In der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin findet bis zum 28.1.2018 eine Ausstellung statt zum Thema: “Benjamin und Brecht. Denken in Extremen”.  Viele Themen werden angesprochen, für mich fehlt eine stärkere Beachtung der Verbundenheit Benjamins mit dem Judentum und mit Juden wie Gershom Scholem. Der für Benjamin  wichtige “Angelus Novus” von Paul Klee ist als Kopie zu bewundern … und damit wird an Benjamins  schwierige “Geschichtsphilosophische Thesen” (“Über den Begriff der Geschichte”) von 1940 erinnert. Wir veranstalteten am 14.7.2017 einen religionsphilosophischen Salon zu diesem Text. Ich habe für “Anfänger” einige Hinweise der Erklärung veröffentlicht, die vielleicht für solche, die (endlich) beginnen, sich mit Benjamin näher zu befassen, eine Hilfe sein können. Es wäre zudem sehr angebracht, im Rahmen der Marxismus – Rezeption durch Benjamin auch an seinen Freund, den schweizerischen protestantischen Pfarrer und Sozialisten Fritz Lieb zu erinnern. Er lebte einige Zeit auch in Berlin.

Der religionsphilosophische Salon am  20. Oktober 2017 hatte das Thema: “An welchen Gott können wir, sollten wir, heute glauben?” Anläßlich des Reformationsgedenkens und des The­sen­an­schlag Luthers wollen wir unsere eigenen, philosophisch begründeten Thesen vorschlagen und debattieren: Wer ist Gott/die Göttin für uns in unserer so genannten “säkularen Welt”? Leider fand dieses in unserer Sicht sehr wichtige Thema (das durchaus auch individuelle Fraglichkeiten berührt)  kein sonderlich großes Interesse. Einige philosophische Hinweise, die ich für den Salon vorbereitet hatte, können nachgelesen und weiter diskutiert werden. 

Angesichts der 95 Thesen Luthers (am 31. Oktober 1517) hatte ich versucht, etwas bescheidener und griffiger wenigstens 9,5 Thesen aktuell zu formulieren. Eine interessante Stellungnahme hat Gudrun Modlich am 27.9. 2017 verfasst. Gudrun Modlich hat öfter schon an unseren philosophischen Gesprächen teilgenommen.

Die Buchmesse in Frankfurt am Main 2017 ist vorbei, das Interesse an Frankreich bleibt für uns selbstverständlich. Auch das Interesse an den Religionen in Frankreich. Lesen Sie also diese Hinweise.

Beim Salongespräch am 15. September 2017 mit dem auch politisch dringenden und drängenden Thema: “Was tun? Über den MUT, diese schwierige Tugend in düsteren politischen Zeiten!” waren 16 TeilnehmerInnen dabei.

Am Freitag, den 4. August 2017, machten wir wieder einen Sommerausflug in den Norden der Stadt, nach Frohnau, mit einem bewusst kleinen Kreis von 9 TeilnehmerInnen. Wir besuchten und sprachen in Berlin Frohnau mit der Pfarrerin Doris Gräb, mit dem Künstler Rüdiger Moegelin, mit Mönchen im Buddhistischen Haus, dem ersten buddhistischen Haus (und Kloster) in Berlin, wahrscheinlich in Deutschland. Wir besuchten danach einen kleinen Marien-Wallfahrstort und eine, von der Architektur interessante Wohnsiedlung, die sogen. “Invalidensiedlung”. Diese Exkursionen sind ein Versuch, Menschen unterschiedlicher Religionen und Philosophien,  sozusagen auch “laufend” und wandernd, ins reflektierende Gespräch einzuladen. Als Beitrag für eine philosophische Gesprächs-Kultur in der Stadt.

Der  religionsphilosophische Salon  am Freitag, den 14. Juli 2017, hatte als Thema: Einige Aspekte im Denken Walter Benjamins. Mit 19 TeilnehmerInnen sprachen wir vor allem über die Geschichtsphilosophischen Thesen Benjamins von 1940. ich habe einige Informationen, auch zur Interpretation des manchmal schwierigen Textes, zusammengestellt.

Aktuell und bleibend ist für einige noch die Frage: Kann “man” sich (vor allem als Katholik) von überlieferten Dogmen lösen? Kann “man”,  heißt die einfache Antwort. Etwa am Beispiel der katastrophalen Erbsündenlehre wird dies von mir gezeigt.

Zum Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon am Freitag, den 26. Mai 2017, um 19 Uhr, kamen in der GalerieFantom 16 TeilnehmerInnen – trotz oder wegen des gleichzeitigen Kirchentages –  zusammen. Wir diskutierten das beim Kirchentag übersehene Thema im Anschluss an Karl Marx: “Ist Religion Opium? Wann ist sie kein Opium?” Zur Vertiefung lesen Sie die Hinweise “Wie kann man trotz Marx noch von Gott sprechen?

Am 21. April 2017 diskutierten wir (14 TeilnehmerInnen) über die offensichtlich zunehmende Macht der Lüge in der Politik, der Werbung, im gesellschaftlichen Zusammenhang, im so genannten persönlichen Bereich. Ohne Lügen leben – geht das?, war eine Fragen, die wir diskutierten.  Die “Washington Post” hat für die ersten 100 Tage seiner Amtsführung dem Mister Trump 130 (!) Lügen nachgewiesen. Die USA werden also von einem Lügner regiert. Politik und Lüge waren schon immer eng verbunden, aber so offensichtlich war der Zusammenhang von Lügner-Präsident und Politik noch nie.

Wenn Sie sich in das Thema unseres Salongesprächs im März 2017 (16 Teilnehmer) vertiefen wollen zum Thema “Glauben und Wissen, getrennt und doch verbunden”, dann klicken Sie hier.

Im Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon am 24.Februar 2017 sprachen 13 TeilnehmerInnen über die Frage “Inwiefern kann Philosophieren unser Leben orientieren?” Ein Versuch, die “Lebenshilfe” durch Philosophieren zu entdecken, inspiriert von den Studien der Philosophen Michel Hadot, Ludwig Wittgenstein und Friedrich Schiller. Zur Lektüre einiger Hinweise, klicken Sie hier.

Eine Übersicht zu unseren vielfältigen philosophischen Themen von März 2017 zurück bis Mai 2014: Klicken Sie hier.

WEITERDENKEN heißt eine Rubrik auf unserer Website, darin bieten wir Interviews (“Drei Fragen”) mit dem protestantischen Theologen Prof. Wilhelm Gräb in Berlin. Diesmal zu der auf Weihnachten bezogenen Frage: “Warum ist es gut, Schönes zu pflegen?” Zur Lektüre klicken Sie bitte hier.

Zu unserem kritischen theologischen Interesse: Wir sind vor allem an einer modernen liberalen Theologe interessiert, also einer solchen, die niemals auf die kritische Prüfung religiöser Aussagen durch die Vernunft verzichtet. Interviews mit Prof. Wilhem Gräb zu Themen aus dem weiten Umfeld einer neuen „liberalen Theologie aus Berlin“ finden Sie in der Rubrik “Weiter denken” sowie auch im Archiv dieser website.

Wir beziehen uns auf eine Tradition: Ein Salon war im 18. Jahrhundert vor allem in Frankreich ein Ort, in dem eine neue, eine gerechtere „Welt“ besprochen wurde. Ohne diese gedankliche Vorwegnahme einer anderen Lebensmöglichkeit hätte es keine politischen und religiösen Veränderungen gegeben. In dieser Tradition weiterzudenken ist für uns wichtig. Nebenbei: Über die Bedeutung der SALONS – vor 300 Jahren “gegründet” – hat kürzlich Dorothee Nolte vom Tagesspiegel einen recht interessanten, allgemeinen Beitrag geschrieben, zur Lektüre dieses Beitrags vom 22. 11. 2015 im Tagesspiegel klicken Sie bitte hier.

Wir leben immer schon kritisch – nachdenkend, philosophierend. Insofern gilt: Jeder und jede ist “immer schon” PhilosophIN. Wir wollen, um weiterzudenken und besser zu leben, die „Anstrengung des Begriffs“ (Hegel) nicht scheuen. Wir vermuten, dass sich im Denken und reflektierten Fühlen “immer schon” Spuren des Göttlichen, Transzendenten, “Umgreifenden” zeigen. Diesen Spuren kritisch nachzugehen ist unsere Aufgabe, immer im Zusammenhang auch mit der Kritik an den Religionen als Institutionen.

Wir sind, seit der Gründung im Frühjahr 2007, eine kulturelle, speziell philosophische Basisinitiative, ohne jegliche finanzielle Unterstützung von irgendeiner Seite. Wir sind unabhängig.

Das Thema Religion und Religionen, auch philosophisch-kritisch zu bearbeiten, ist heute von größter (auch politischer) Aktualität. Um so mehr wissen es viele Menschen zu schätzen, dass es unsere Initiative gibt, in der Offenheit und Respekt vor dem Suchen, Fragen und Projekten eines jeden selbstverständlich sind. Die großen christlichen Konfessionen bieten vielfach auch heute nur Dogmen und Lehren an, die man übernehmen muss. Ein re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­er Salon respektiert das dauernde Suchen nach dem eigenen Weg. Falsche Sicherheiten werden nicht vorgegaukelt. Es sollte möglich sein, Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phie als „meine persönliche Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phie“ zu leben, zumal angesichts der Krisen und Ermüdungserscheinungen der alten Konfessionen.

Insofern ist der Religionsphilosophische Salon ein Ort des gemeinsamen Fragens und Suchens. Das heißt nicht, dass es nicht auch philosophische Evidenzen gibt, also gültige Einsichten der allgemeinen, also allen gemeinsamen Vernunft.

Gründer und Initiator des „Re­li­gi­ons­phi­lo­so­phi­sch­en Salon Berlin“ ist Christian Modehn. 1948 in Berlin-Friedrichshagen geboren, habe ich nach dem Abitur in West-Berlin Theologie (Staatsexamen über Heidegger) und Philosophie (M.A. über Hegel) studiert: In Berlin (F.U.), St. Augustin, Bonn und München. Ich arbeite seit vielen Jahren, immer als freier Journalist über die Themen Religionen, Kirchen und Philosophien, für Fernseh- und Radiosender der ARD, sowie für die Zeitschrift PUBLIK – FORUM. Zu einigen meiner Hörfunksendungen und Fernsehdokumentationen klicken Sie bitte hier.

Philosophieren ist nicht auf den europäischen Raum begrenzt. Philosophie muss heute interkulturelle Philosophie werden. Wir laden ausdrücklich junge PhilosophInnen ein, sich an unseren Debatten zu beteiligen. Unser Interesse gilt vor allem den Entwicklungen in Lateinamerika, auch der Befreiungstheologie und Befreiungsphilosophie.

 

 

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