Buchhinweise

„Zwischen“: Ein Wort, das eine Philosophie der Existenz inspiriert.

Worte und Begriffe der Alltagssprache können unsere faktisch gelebte „Philosophien unseres Lebens“ erschließen. Wir zeigen an einem Beispiel, die Vielschichtigkeit eines Wortes, selbst einer Präposition: Das „ZWISCHEN“.
Wer auf sein Leben reflektierend „im Ganzen“ schaut, kann nicht darauf verzichten, seine Existenz im ganzen als ein Zwischen zu verstehen. Dahin führen die hier vorgestellten, nicht vollständigen Reflexionen zu unserem Umgang mit der Vielfalt des Zwischen.

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Wie definieren wir unsere Gegenwart? Etwa durch Bindung an Früheres?

Wir leben in einer Welt, die unfähig ist, ihren aktuellen Zustand von Kultur, Politik, Ökonomie, Religionen mit eigenen, neuen, adäquaten Begriffen zu bestimmen.
Bei dieser Schwäche, die eigene Gegenwart adäquat auf den Begriff zu bringen, setzt sich der Gebrauch der Vorsilbe POST deutlich durch: POST wird den alt-vertrauten Begriffen vorangestellt, um durch die Vorsilbe POST etwas Klarheit zu schaffen, etwa über den jetzigen Zustand des heutigen Feminismus als Post-Feminismus, der heutiger Romantik als Post – Romantik, der Moderne als Post – Moderne und so weiter. Dieses „post“, dieses „nach“ bzw. „danach“ kettet das Verstehen heutiger Erfahrungen mit Feminismus, Romantik, Moderne usw. an frühere, vergangene, überholte Inhalte: So kann ein adäquates Verstehen der Gegenwart verhindert werden. Der Philosoph Dieter Thomä hat auf dieses Thema aufmerksam gemacht.

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Über den Egoismus der Bürger und betrügerische Kaufleute in Amerika: Der Philosoph Hegel blickt auf die USA.

Der Philosoph Hegel hat schon 1822 den wesentlichen Charakter der USA erkannt: Der „Grundcharakter der amerikanischen Republik“ besteht für Hegel „in der Richtung (Hauptinteresse) des Privatmannes auf Erwerb und Gewinn, in dem Überwiegen des partikulären Interesses, das sich dem Allgemeinen nur zum Behufe des eignen Genusses zuwendet.“ So in den „Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie“.
Also: Egoismus der Privatleute, Unternehmer, wird schon 1822 angesprochen, gilt bis heute
Und, auch das betont Hegel, zum Respekt der Händler und Unternehmer vor den Gesetzen in Nordamerika (USA): Hegel schreibt: „Diese Rechtlichkeit ist eine Rechtlichkeit ohne (persönliche) Rechtschaffenheit, und so stehen denn die amerikanischen Kaufleute in dem üblen Rufe, durch das Recht geschützt zu betrügen.“

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Ein Jahr Papst Leo XIV.: Freundlich-lächelnd, konservativ, ängstlich

Ein Jahr Papst Leo XIV. am 8.5.2026: Dieser Papst mag für weltpolitische Fragen, sozusagen nach außen, gewisse Sympathien der Nachdenklichen wecken. Innenpolitisch, also für die innere Gestalt der römisch – katholischen Kirche ist dieser Papst ein Konservativer, er ist überhaupt nicht interessiert, diese Kirche, über die er als unfehlbarer Papst herrscht, alsbald grundlegenden Reformationen (nicht oberflächlichen Reförmchen) zuzuführen:
Die Liste der Forderungen ist lang und seit mindestens 70 Jahren permanent von sehr reflektierten Theologen vorgebracht.

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Martin Heidegger vor 50 Jahren gestorben: Und seine Philosophie? Eher tot als lebendig!

Anläßlich des 50. Todestages des POhilosophen Martin Heidegger am 26. Mai 2026 sollte beachtet werden: Die immer wiederkehrende, stereotype „allgemeine“ Einschätzung Heideggers als eines „Philosophen von Weltrang“ wird man neu bestimmen müssen … und als globale „Ehrenbezeichnung“ wohl beiseite legen: Und das sind die grundlegenden Perspektiven zum 50. Todestag Martin Heideggers: Sein Werk muss weitererforscht werden, es ist aber für die vielen großen Probleme der Gegenwart irrelevant, nicht weiterführend, kurz: nicht hilfreich. Das gilt für die LeserInnen seiner Werke, es sei denn man will In der reflektieren Ablehnung Heideggers auf eigene Gedanken der Kritik kommen…Hinsichtlich der „kulturellen Wende nach rechtsextrem“in Europa heute muss genau beachtet werden, wie sich die Rechtsextremen und ihre Politiker des Werkes Heideggers bedienen. Verführerisch in Richtung rechtsextrem sind zentrale Aspekte des Werkes Heideggers allemal…

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Wenn politische Regression unser Leben bedroht

Regression ist erstens eine krankhafte Verirrung des einzelnen Menschen: „Regression psychoanalytisch betrachtet, bezeichnet einen Vorgang, in dem ein Individuum oder eine Gruppe ein schon erreichtes psychisches Struktur – und Funktionsniveau verlässt und zu einem früheren, und /oder niedriger strukturierten Niveau des Denkens, Fühlens und Handelns zurückkehrt.“ (Rachel Jaeggi). Nebenbei: Es gibt allerdings auch gelegentlich die kurzfristige, etwa die spielerisch ausgelebte und gestaltete Regression, etwa, wenn Erwachsene ihre Kindheit nachspielen… Darum geht es hier nicht.
Regression ist auch politisch das bewusste Abdriften in unvernünftigere, längst überwundene und eher offiziell minderwertig eingeschätzte Formen der Lebensgestaltung, des Zusammenlebens, der Gesetze, der internationalen Kooperationen usw.
Politiker und die ihnen folgenden Wähler handeln im Sinne der Regression, etwa in der MAGA-Bewegung der USA, für den autoritären Staat der Weißen in einem System, das nur noch den Namen Demokratie hat. Regression ist, etwa in den USA, unter den Bewohnern auch der Verzicht auf immer mühsames kritisches Nachdenken über eine bessere, gerechtere Zukunft für alle Menschen.

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Christliche Dogmen dürfen nicht die Wissenschaften bestimmen: Francis Bacon

Francis Bacon, Naturwissenschaftler und Philosoph, trennte die Naturwissenschaften von den christlichen Dogmen. Diese Leistung verdient bis heute höchste Beachtung. Francis Bacon hatte für sich am christlichen Glauben festgehalten. Den Atheismus kritiserte er heftig. Vor 400 Jahren, am 9. April 1626, ist Bacon gestorben.

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Philosophische Bücher

Christliche Dogmen dürfen nicht die Wissenschaften bestimmen: Francis Bacon

Francis Bacon, Naturwissenschaftler und Philosoph, trennte die Naturwissenschaften von den christlichen Dogmen. Diese Leistung verdient bis heute höchste Beachtung. Francis Bacon hatte für sich am christlichen Glauben festgehalten. Den Atheismus kritiserte er heftig. Vor 400 Jahren, am 9. April 1626, ist Bacon gestorben.

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Die „unsichtbare Religion“ – lebt in der säkularisierten Gesellschaft

Thomas Luckmann hat als Soziologe schon 1967 eine neue, ziemlich gewagte These publiziert: Eine von ihm „unsichtbar“ genannte, das heißt „außerhalb der kirchlichen Institutionen“ lebendige, nur individuell je verschieden geprägte Religion sei heute in Europa bestimmend. Wenn das Zerbrechen institutioneller religiöser Bindungen in individuelle Vielfalt gilt, wenn also sehr viele Menschen ihre je eigene Religion, ihren je eigenen „transzendenten Mittelpunkt“ und „Gott“ selber entwickeln, dann muss man an der gängigen sozialwissenschaftlichen und philosophischen These zweifeln: Unsere westliche Gesellschaft sei grundlegend „säkularisiert“, also ohne Bindungen an oberste, für göttlich gehaltene Werte. Es lohnt sich also, über diese „unsichtbare Religion“ nachzudenken… Aber auch die Grenzen dieser liberalen These zu erkennen.

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Ein Glaubensbekenntnis eines Atheisten: Über Julian Barnes

Wir kommen aus dem ewigen Nichts, und dorthin kehren wir zurück.“ Eine starke Behauptung, das Glaubensbekenntnis eines Autors, der sich in dem Buch meist Atheist, manchmal nur Agnostiker nennt (S. 237 ). In diesem seinen Bekenntnis zeigt sich Barnes als Atheist, der offensichtlich sehr genau weiß, woher er kommt und wohin er nach dem Tod geht.
Wer sich philosophisch – kritisch mit diesem Bekenntnis von Julian Barnes befasst, muss feststellen: Sein Satz: “Wir kommen aus dem ewigen Nichts, und dorthin kehren wir zurück“ ist eine von vielen existentiellen Überzeugungen. Der Satz ist nichts als ein Ausdruck eines Glaubens, den heute viele Leute, nicht ohne Stolz, als „meine Lebensweisheit“ daher sagen, oft mit dem Anspruch: „Dies ist doch wohl auch eine wissenschaftliche Wahrheit“.

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Wenn die Philosophie schläft. Ein kritischer Hinweis des Philosophen Wolfram Eilenberger

Ein Beitrag von Christian Modehn am 18.3.2026 1. Der Philosoph und Buchautor Wolfram Eilenberger hat in der „ZEIT“ vom 12.3.2026, Seite 49, eine kurze provozierende Analyse zum Zustand der Philosophie in Deutschland verfasst. Der sehr ausführliche Titel seines Beitrags: „Ist da jemand noch wach? Das Jahrhundert bebt, doch die zeitgenössische Philosophie scheint zu schlafen. Eine […]

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Reliquien, alte Knochen, des heiligen Franziskus von Assisi werden jetzt in Assisi öffentlich ausgestellt

Nun werden also auch die Knochen des heiligen Franziskus von Assisi, gestorben vor 800 Jahren, öffentlich der Verehrung feilgeboten. Uraltes Gebein und sicher auch mittelalterlicher Staub können ab kommendem Wochenende in Assisi bestaunt, bewundert, verehrt werden. 350.000 Menschen haben sich bereits zur „Knochen-Show“ angemeldet, sie werden dann in der Basilika San Francesco zu Assisi angesichts der Reliquien ihre Bittgebete in den Himmel senden. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) führt ausführlich ins kritische Nachdenken über den Katholizismus! Der Katholizismus ist für Hegel „stehen geblieben“. Er ist noch immer machtvoll vorhanden, aber er ist nicht „wirklich“, im emphatischen, im Hegelschen Sinn von Vernünftigsein! Der Katholizismus ist also durchaus „veraltet“, überholt, weil noch eingebunden in eine vom Geist und der Vernunft längst überwundene Erfahrung von Gott, Mensch und Freiheit.

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Gerechtigkeit ist etwas Göttliches: Wenn ein katholischer Theologe den Kirchenfeind Proudhon lobt.

Der katholische Theologe Henri de Lubac setzt sich in seinem Buch über Proudhon (veröffentlicht 1945) objektiv, aber doch voller Wohlwollen mit dessen Lehre von der universalen Gerechtigkeit auseinander. Für Proudhon ist die Gerechtigkeit etwas Göttliches, das höchsten Respekt und Achtung unter allen Menschen verdient. Proudhon meint sogar, das kirchliche Christetum, das er ablehnt, werde durch eine neue Religion der Gerechtigkeit ersetzt. De Lubac schreibt dieses Buch während des Pétain-Regimes, er mahnt die Christen, mehr auf die Gerechtigkeit als auf die Dogmen und Riten der Kirche zu achten.

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Jon Fosse: Das wundersame Leben

Jon Fosses neuer Roman „Vaim“ macht auf das Wundersame im Leben aufmerksam, wundersam ist nicht identisch mit wunderbar. Fosse zeigt, wie eine Frau über Männer dominieren kann, sie erscheinen hilflos und müde, können nicht Nein sagen. Wundersam erleben die Protagonisten das Zusammentreffen vieler Zufälle im Alltag. Bruhigend ist für die beiden Männer, Fischer, die ihre Boote lieben,die Natur, das Meer… Einen Restbestand an christlichem Glauben haben sie sich bewahrt. Dieses Interesse des Autors Jon Fosse am „Wundersamen“ hat nichts mit spinöser Esoterik zu tun. Es werden nur Erfahrungen im Alltagsleben existentiell – ermüdeter Menschen (Männer) ausgebreitet, die hilflos neurotisch – autoritären, übergriffigen Menschen ausgesetzt sind. Und diese Erfahrungen müssen einmal mehr dargestellt werden. Als Aufklärung, als Warnung. 

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Theologische Bücher

Der christliche Glaube ist einfach – Auch das Bekenntnis ist einfach!

Der christliche Glaube ist keine komplizierte Theorie. Das Glaubensbekenntnis der Christen ist einfach, in wenigen Worten auszusagen. Das muss angesichts des komplizierten Glaubensbekenntnisses von Nizäa (im Jahr 325!) gesagt werden. Dazu äußern sich Karl RAHNER, der Jesuit Frido Pflüger, Pater Heiner Wilmer und der Protestant Prof Wilhelm Gräb.

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Papst Leo verteidigt das uralte, das veraltete Glaubensbekenntnissen des Konzils in Nizäa (325).

Papst Leo XIV. hat am 23.11. 2025 ein „apostolisches Schreiben“ zur Ökumene veröffentlicht. Anlass ist seine Reise nach Nizäa in der Türkei. Papst Leo verteidigt das bis heute übliche, aber unverständliche Glaubensbekenntnis von Nizäa, es erklärte den Menschen Jesus von Nazareth zum Gott. Von Jesus als Juden ist keine Rede mehr.

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Weihnachten verstehen: Dann können wir Weihnachten besser feiern.

Ein Interview mit dem Autor des Buches „Die Weihnachtsgeschichte – Fakten, Legenden und tiefere Bedeutung“: Frank Kürschner-Pelkmann Die Fragen stellte Christian Modehn am 6.11.2025 Frage von Christian Modehn: Ihr neues Buch über Weihnachten (erschienen im Oktober 2025) hat 680 Seiten, die Fußnoten noch gar nicht mitgezählt. Ihr erstes Buch über Weihnachten aus dem Jahr 2012 […]

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General Franco, Spaniens faschistischer Führer, vor 50 Jahren gestorben…Und seine Ideologie wird lebendig…

Anläßlich des 50. Todestages des Faschisten und Katholiken General Franco muss über die Zusammenarbeit von Faschisten und Katholiken (Bischöfen etc.) neu nachgedacht werden. Der neue Nationalkatholizismus in Frankreich jetzt und die Bindung von Katholiken an rechtsextreme Parteien in Spanien heute sowie das „National-Christentum“ von Trump und Co. gefährden und zerstören nicht nur die Demokratie, sie zerstören auch die Möglichkeit, eine moderne katholische Kirche zu gestalten. Es sind die konservativ – bürgerlichen Kreise, die noch zu dieser Kirche halten. Werden sie bald sich den Rechtsextremen anschließen. In Frankreich und Spanien ist diese Tendenz schon sehr ausgeprägt.

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Die reiche Kirche und die Armen: Papst Leo schreibt eine offizielle „Ermahnung“

Der erste offizielle Text Papst von Leo XIV., die Exhortation, die Ermahnung, gilt den Armen. Papst Leo fordert dringend die Hilfe für die Armen, er spricht wie sein Vorgänger Papst Franziskus, auch von struktureller Sünde, die Armut und Elend erzeugt und begünstigt. Aber Leo erwähnt nicht namentlich den Kapitalismus oder Neoliberalismus. Er zeigt auch nicht, wie denn die Kirchen- Hierarchie selbst den Armen beistehen will. Er spricht von einer Kirche FÜR die Armen, dabei ist die Rede von einer armen Kirche MIT den Armen die beste Haltung, auch im Sinne der Befreiungstheologie. Große Teile von Augustinerklöstern in Rom oder Prag wurden in Luxushotels umgewandelt und nicht in Sozial-Wohnungen für Arme. Sehr glaubwürdig ist das Papst – Dokument nicht.

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Wenn die Kirchen zu viele Kirchen haben

„Leben statt Leere“ heißt ein neues Buch (2025) des EKD-Kulturbüros. Es geht um die Frage: Was tun mit den vielen leerstehenden, nicht mehr verwendbaren Kirchengebäuden. Es wird für neue Nutzungen plädiert. Aber die Frage wird nicht gestellt: Wer ist in den Kirchenleitungen schuldig oder verantwortlich für diesen Niedergang kirchlicher Lebens? Es ist die urlalte, unverständliche Dogmatik der Kirchen, die die Menschen aus der Kirche treibt, sowie die veraltete, hölzerne Kirchensprache. Die vielen feststehenden Holzbänke in den Kirchen machen ein angenehmes Verweilen unmöglich. Die Kirchen setzen trotz ihrer Finanzprobleme auf große Repräsentationskirchen und geben Millionen Euro aus für den eigentlich unnötigen Umbau etwa der St. Hedwigskathedrale. Dafür ist in Berlin Geld da, aber Gemeindhäuser und Kirchen in den Wohnvierteln werden verkauft oder abgerissen. In den 23 neu entstehenden Wohnverteln Berlins sind Kirchengebäude nicht mehr vorgesehen. Dringend muss entschieden werden: Wann werden überflüssige Kirchengebäude muslimischen Vereinen zur Gestaltung von Moscheen verkauft. In Amsterdam wurde eine katholische Kirche in eine Moschee umgewandelt.

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Papst Leo XIV. – problematische Entscheidungen des Allein-Entscheiders

Papst Leo XIV. zeigt im September 2025 sein wahres theologisches Gesicht: Er sagt NEIN zum Diakonat für Frauen, obwohl theologisch gar nichts dagegen spricht. Er will neu über die sehr bescheidenen Segnungsfeiern von Homosexuellen „nachdenken“. Damit folgt er den reaktionären Bischöfen Afrikas. Er will die Feier der alten lateinischen Messe (der Traditionalisten) wieder stärker fördern. Einige Theologen wissen schon jetzt: Mit diesem Papst aus dem sehr behutsamen, theologisch konservativen Augustinerorden ist keine Kirchenreform zu machen, schon gar nicht eine Reformation. Und einige Theologen sagen wohl auch: Eigentlich ist dieser Papst Leo XIV. eine Fehlbesetzung. Vielleicht aber ist das Papsttum (Alleinherrscher, anti-demokratisch….) ohnehin schon aus der Zeit gefallen und theologisch überholt. Die Äußerung des Papstes Leo XIV. in seinem Interiewbuch: „Demokratie ist nicht unbedingt die beste Staatsform“ muss eine Schande genannt werden. Papst Leo XIV., Mitglied des Augstinerordens, hat die starke Tendenz, als konservativer Papst zu agieren, vielleicht aus Mangel an umfassendem theologischen Wissen. Papst Franziskus hatte immerhin einige kluge Jesuiten an seiner Seite. Aber… wie ist es bei den Augustinern?

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